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Irgendwie, ganz wertfrei, ist Kunst nicht mehr, was sie einmal war. Wo einst die Kunst ein fast abstraktes, reines Schönheitsideal suchte, ist sie heute – sicher auch nach der Erfahrung von zwei Weltkriegen – zumindest partiell eher daran interessiert, zu irritieren, aufzurütteln, zu verstören, gesellschaftliche und individuelle Wunden bloßzulegen. Nur konsequent, vielleicht auch reine Verzweifelungstat, da die ehemalige Aufgabe der Kunst – das Ästhetische – längst von der Werbung shanghait wurde. Schönheit ist allgegenwärtiges Ziel ganzer Industrieketten, die reine Abbildung des Makellosen längst an das Gewerbe derMode- und Architekturphotographen abgetreten, die sich imPhotoshop die Realität zurechtpixeln. Es ist also fast Notwehr, wenn gerade die Installationskunst immer absurdere Blüten treibt, wohl auch, um in der zunehmend abgestumpften Wirklichkeit überhaupt noch aufzufallen.

Der Aktionskünstler Emilio Mogilner hat mit dieser Aktion vor der Hapoalim-Bank in Tel Aviv gegen deren Finanzierung der Trans-Israel-Autobahn protestiert. Das Fleisch der Leichen ist aus Supermarkt-Geflügelfleisch, was der Installation eine schöne Doppelbödigkeit verleiht, wie ich finde.


Dem Hund jedenfalls scheint es zu gefallen.

via Superfrankenstein

26. Mai 2005 09:29 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.

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