
Es hat so lange gedauert, dass ich es fast schon vergessen habe, aber heute ist unser Musterbuch mit dem Who’s Who in German Design angekommen. Feine Sache, auch wenn ich mich mitunter frage, in wie weit ein Buch, das Produkt-, Kommunikations- und Raumdesign so stark vermengt (und mit so deutlicher Betonung auf das Produktdesign) für uns als Kommunikationsdesigner wirklich ein guter Kontext ist, und ob man generell über solche Bücher – Selection, Who’s Who, Designer Profile usw. – effektiv Kunden oder so selbst etwas diffuses wie «Standing» gewinnt oder einfach nur Geld verbrennt. Schade ist dabei aber vor allem, dass das Photomaterial nicht wirklich gut im Druck rüberkommt, in den Details unscharf. Leider habe ich auch nicht gewusst, dass man gewonnene Awards angeben sollte (oder habe es vergessen, was wahrscheinlicher ist).
Dieses Jahr ist’s für uns also eine Art Experiment, in Who’s Who sind wir vertreten, in Designer Profile 07/08, zu dem wir ebenfalls eingeladen wurden, leider nicht, obwohl der nette Herr von Birkhäuser wirklich umwerfend gut verkaufen kann und ich es schon deshalb gern gemacht hätte. Aber ich glaube, das Geld ist akut besser angelegt in einen Großformatdrucker, damit wir bei Pitches in Zukunft schneller und kostenschonender ohne externe Dienstleister auch in großen Formaten Ideen vorzeigen können. Diese Form von Autarkie ist bei Last-Minute-Einfällen in der Nacht vor einer Präsentation einfach zunehmend wichtig geworden. Sollte eine Publikation wie Who’s Who in irgendeiner direkten oder indirekten Form einen messbaren Benefit bringen, können wir 2008 weiter über solche PR-Maßnahmen nachdenken. Ich bin da dieses Jahr aber tatsächlich irgendwie müde, wir haben kaum an Wettbewerben teilgenommen und auch die vierfache Nominierung zum Deutschen Designpreis wird mich nicht bewegen, mich dieses Jahr dort anzumelden. Trotzdem schön, vom Designzentrum NRW überhaupt in das Who’s Who eingeladen worden zu sein, für ein kleines Büro wie nodesign ist so etwas auch ganz banal und einfach mal ein netter Egokick :-D.
Das Buch selbst ist ein schöner Überblick über deutsche Designer oder internationale Designer, die auf dem deutschen Markt tätig sind, wobei ich letzteres z.T. nicht verstanden habe… bei der Frage, wer in der deutschen Designszene wer ist, ist man leicht verwirrt, wenn auch Schweden, die Niederlande, China und zig andere Länder mit Designern/Büros vertreten sind. Das verwässert die Grundidee vielleicht etwas, ein reiner Überblick über deutsch(sprachig)e Designer wäre vielleicht kompakter, konzentrierter, auch realer am Markt orientiert… macht das Buch aber nicht weniger zu einem weiteren Almanach der kreativen Künste, den man sich wirklich gut als Augenfutter gönnen kann.
20. Juli 2007 13:32 Uhr. Kategorie Arbeit. Keine Antwort.