Samstag erst Club David. Gay vom Langweiligsten. Miese Eartha-Kitt-Remixe, berechenbarerweise Madonna, Abba, leicht unfreundliche (aber lustige :-)) Bedienung, verspiegelte Wände, ein DJ, der nicht mal saubere Transitions hinkriegt. Immer irgendwie noch da, wo CD vor 12 Jahren war, als ich das letzte Mal da war. Schade drum. Dann Mandance in der Zeche, nach Tipp von Henning. Eben die andere Seite von Gay. Jünger, härter, dynamischer. Guter House, gute Jungs, die ziemlich oversexed waren. Auch wenn ich auf Housemusik nie tanze, wars insgesamt ne gute Sache. Schöne Idee, den Vorderraum mit Ikeamöbeln etwas loungiger zu machen, vor allem so gegen 4 Uhr ist man da dankbar für :-D. Rain nach Hause bringen, noch fix zu McDonalds, wo sich irgendwelche Mädels und Jungs noch ein Burgergefecht geliefert haben und dann am nächsten Morgen um 11 ins Werdener Bürgermeisterhaus, klassischen Violinenkonzerten zuhören, Bach, Kreisler et al. Mehr Kontrast geht gar nicht vom basslastigen House zu teilweise schon auch etwas plätschender Klassik. Gefallen hat mir Young-Jo Park und gefallen hat mir der Ansatz, zwei Bachvariationen einfach mal gleichzeitig zu spielen. Komplex, mathematisch und hörenswert, auch wenn ich nicht ganz sicher bin, ob dem Werdener Publikum die etwas eingängigeren Sachen mit viel Vibrato nicht doch besser lagen. Dank an Doris Korpiun für die Einladung, hat Spaß gemacht, nur fürs Buffett war ich dann doch zu müde,hab mir dann lieber Waffeln gekauft und im Bett gefrühstückt… um dann um 17:30 als wirklich letzter durch «Das photographierte Tier» in der Folkwang zu hetzen, immer die auf Feierabend bedachte Museumscrew im Nacken, die lieb und nett, aber adamant die gar nicht so wenigen Leute um 18:00 rausgekegelt haben. Die Aussstellung an sich ist natürlich ein Thema, das kaum zu erfassen ist in seiner Bandbreite – Tierphotographie ist ja unendlich –, vor allem nicht mit den Mitteln des Folkwang Museums… aber der Versuch ist wagemutig und auch ziemlich erfolgreich gemacht worden. Mehr Bandbreite und mehr aktuelles Bildmaterial hätten vielleicht nicht geschadet, aber die Vielzahl von Photos und die teilweise sehr schöne Auswahl von Material machts mehr als weg. Partiell ausgezeichnete Arbeiten dabei. Und Avedons Elefantenbild mal in richtig groß zu sehen, ist den Eintritt schon allein wert. Insgesamt gut, das Museum sollte allerdings am letzten Tag ruhig eine Finissage hinlegen und mal länger die Türen öffnen, auch im Steinert-Café.
18. Januar 2006 09:18 Uhr. Kategorie Leben. Keine Antwort.