
Mac und Windows werden sich immer ähnlicher. Zu bunt, zu überladen und zu clever for their own good. Einer der mutigen Schritte nach vorne bei Vista ist, dass das System per se keine Type-1-Postscript-Fonts mehr unterstützt. Da darf man sich dann wohl mal eben für ein paar tausend Euro neue Schriften kaufen. Der Adobe Type Manager, de runter XP noch brav funktionierte, wird unter Vista Ultimate 64 gar nicht mehr unterstützt.
Ganz heißt es aber noch nicht adieu. Zum einen lassen sich PS-Fonts nach wie vor per Drag and Drop direkt unter C:\Program Files (x86)\Common Files\Adobe\Fonts installieren und sind so von der Creative Suite durchgehend nutzbar, was sicherlich zunächst das wichtigste ist. Zum anderen lassen sich einzelne PS-Fonts, wenn auch etwas umständlich, per rechtem Mausklick und Installieren nutzen. Die Type1-Fonts stehen dann auch unter Office-Applikationen und systemweit zur Verfügung. Tools wie Suitcase oder FontReserve installieren gegenwärtig nicht automatisch PS-Type1-Schriften.
Das einzige Tool, das ich beim ersten Test auch ansonsten gegenüber dem teureren Suitcase ungemein beeindruckend fand, ist MainType der niederländischen Softwareschmiede HighLogic. Ich habe es noch nicht ausführlich getestet, aber ad hoc ist es die einzige Lösung, trotz einiger Bugs im Tool. Ich werde noch sehen müssen, inwieweit sich Laufweiten und Umbrüche zwischen XP und Vista ändern, angeblich soll Vista aber die Fonts intern NICHT in OpenType umwandeln, da sollte sich also nichts tun.
Ein weiteres Vista-Ärgernis bisher ist, das meine eigene Keyboard-Belegung, die ich eigens unter Vista mit dem passenden Keyboard-Layout-Creator gebaut habe, offenbar noch NICHT funktioniert. Wahrscheinlich eine Einstellungssache… Und zahllose andere Kleinigkeiten, die aber eher erträglich sind. Die meisten Probleme, wie etwa zwei insgesamt 16 GB große Auslagerungsdateien auf dem SCSI-RAID, das als RAID-10 ja nur 78 GB hat, haben sich mit etwas Geduld lösen lassen. Zudem nutzt viel Software einfach die Möglichkeiten von Vista und 64-bit nicht aus. Photoshop CS2 zB nutzt selbst bei 100%-Einstellung nur 3 GB RAM. Gut, daß ich mir vorerst noch keine 16 GB eingebaut habe, sondern nur 8. Ich hoffe, CS3 ändert da etwas. Auch die Aero-GUI-Oberfläche wird von PS noch nicht voll unterstützt. Das Farbmanagement scheint bisher ordentlich zu funktionieren, Acrobat will noch eingerichtet und getestet sein. Es ist unglaublich, wie viel Kleinkram man beim Grundeinrichten eines doch etwas komplexeren Systems zu erledigen hat…
Auf der anderen Seite ist das System exzellent schnell, kommt mit acht Prozessoren unglaublich aus dem Schuh bei entsprechenden Applikationen oder bei der Arbeit mit mehreren Programmen gleichzeitig und ich habe entspannte 2,5 TB Harddisk im Rechner – das entspannt beim nächsten Kaupp-Katalog ;-D.
21. Februar 2007 09:44 Uhr. Kategorie Leben. 23 Antworten.
16 GB RAM, um komfortabel arbeiten zu können … das sind Dimensionen, die mich überraschen.
Derzeit nur 8, die tausend Euro wollte ich mir dann doch noch sparen. Mal abgesehen von den beachtlichen thermischen Effekten der FB-DIMM-Speicherbausteine, die eigentlich echt ihre eigene Kühlung brauchen. Auch seltsam…. die Prozessoren werden immer besser in Sachen Wärmeentwicklung, jetzt fangen die anderen Komponenten an, sich zu Energiefressern und Mini-Heizöfen zu entwickeln :-D.
Und das ich ein Hardwarefetischist bin, ist ja an sich nichts neues, oder? Das ist ja einer der Gründe, warum ich dann letztenendes doch noch bei der Wintel-Platform bin.
bereust du den schritt nach vista schon/noch nicht?
ic arbeitehier mit 2k und bin eigentlich total zufrieden, stabil, halbwegs sauber und und und …
ich habe jetzt schon angst vor dem nächsten os update weil ich mich dann total umgewöhnen muss – habe noch nie an xp gearbeitet und willdas eigentlich auch nicht.
Du Hardwarefetischist … ich wusste es immer schon, Wintels kauft der Typ Leute Männer, die vor zwanzig dreissig Jahren samstags den Nachmittag am Strassenrand mit ihrem Ford Capri verbracht haben – um einen Ölkühler zu installieren und die Flammenlackierung auf Hochglanz zu polieren … grins
H.
Ohlala, der Preview zeigt mit die del-Tags korrekt an, und nach dem Post sind sie dann weg :-(
H.
Ne, ich hab nie am Auto geschraubt, Henning. Aber ich mag nicht Sklave von Steve Jobs Marketingabteilung sein. Ich fände es auch gemütlicher und hab die letzten Tage auch öfter gemurmelt, dass ich mir allmählich ja gleich nen Mac kaufen kann, so verworren ist Vista, aber im Grunde gibts da einfach im Highendbereich inzwischen Sachen, an die kein Mac mehr herankommt und fertig.
Robert… ich hab XP am Ende sehr gemocht. Und Vista werde ich mich auch dran gewöhnen. Aktuell ist es halt etwas Fummelei. Real sitze ich aber erst seit einem Tag dran und dafür läuft schon recht viel. Man ärgert sich eher über Sachen, die nicht gehen. Das mit Type 1 ist ein ziemliches Ärgernis, aber auch dafr habe ich ja nun eine Lösung. Bleibt noch Acrobat und Tastatur… der Rest wird sich nach und nach mit Updates und neuen Applikationen ergeben.
Acht Prozessoren…
Das geht aber schon weit über den tiefer gelegten Golf 3 mit Alufelgen hinaus :P
Kann man richtig neidisch werden.
Ich denke, Dual-Quadcores sind gar nicht mehr so lang was besonderes, derzeit scheint Intel ja Prozessoren-Stacking echt zu lieben… also kein Grund, neidisch zu werden, ist einfach nur ein neuer Computer und insofern in etwa drei Monaten hoffnungslos veraltet :-D
… und es sind ja kleine quadcores ;-)
oh man.. ich seh es schon kommen. das audioformat .wav wird dann bald auch nicht mehr unterstützt sondern nur noch .wma 5.1 digital oder son scheiß =D dabei werden auch gleich alle soundkarten mit stereoausgang nicht mehr von vista unterstützt =D
oh man.. ich glaub ich werd mir einfach nur nen schnellen rechner holen und das mitlerweile echt super stabile xp drauf hauen
ist is nicht eher so, dss das die einzige möglichkeit ist, die power noch auf eine minimale größe zu bekommen? ich meine dualprozessorkisten gabs doch schon ende der neunziger, noch richtig mit eigener controllerkarte usw. es geht ja auch imme rum wärme die scheissdinger werden einfach warm ;-)
aber 2,5 TB ist echt grob. wow.
aber zurück zu deinem ausgangsproblem. würdest du dir denn alle Type-1 fonts die nicht mehr laufen komplett neu kaufen, oder würdest du das an kunden weiter geben? eine ähnliche diskussion lief ja kürzlich im fontblog. also ich wäre sehr sauer auf MS. das ist unprofessionell meiner meinung nach. ich glaube bei MS hats einfach noch keiner geschnallt, dass auch profis mit windoof arbeiten.
Ich wäre da auch sehr sauer auf MS. Ich verstehe die Geschäftspolitik dahinter, aber Type1-Schriften habe ich noch aus den 80ern, die würde ich in dem Umfang nicht neu kaufen KÖNNEN, ohne mich zu ruinieren. Dafür habe ich einfach zu viele Fonts, ein echter Umstieg würde sicherlich im fünfstelligen Bereich liegen.
Akut habe ich auch mit Acrobat noch Probleme. Es ist recht beachtlich, wie schlecht MS und Adobe in Sachen Vista kooperieren. Adobe macht keinen Hehl daraus, daß CS2 und Vista nicht voll kompatibel sind und dass der Acrobat 7 gar nicht auf Vista läuft. Auch mit der 8er-Version habe ich noch massive Probleme. Druckwarteschlagen, die nicht nach Abbruch gelöscht werden und Indesign liefert mir keinen Aufruf für die Namenseingabe der PDF. Obwohl ich es so eingestellt habe. Das entsprechende Fenster dafür erscheint einfach nicht.. und da ich ergo keinen Dateinamen vergeben kann, läuft der PDF-Druck auch nicht weiter. Großartig. Noch ein Bonus? Mein Quato und mein GretagMacbeth-Messgerät werden bisher nicht von Vista erkannt und unterstützt. Leute, wartet bis 2008 bevor ihr umsteigt. Das geniale an alldem ist: Die Betas sind seit Monaten im Umlauf, also sollten die Entwickler eigentlich längst soweit sein. Und: Viele neue Laptops werden natürlich automatisch ab jetzt mit Vista ausgerüstet sein. Das ist alles etwa genau so prima organisiert wie der Umstieg auf OSX seinerzeit bei Mac. Chaos pur.
bis 2008 warten klar, dann steht schon wieder das neue system vor der tür.
ein teufelskreis. :-/
adobe hat bekanntermaßen auch noch keine adaption für universal geliefert, lediglich eine photoshop beta, die allerdings schnuffig ist.
warum schreibst du deine meinung bezüglich des fontumstiegs nicht ins fontblog? das war nämlich genau meine frage an den fontshop, dass ein neukauf von schriften so gar nicht machbar ist, wenn man sehr viele hat, was ja zwangsläufig so sein wird, wenn man nicht erst seit OT im geschäft ist. jürgen verwies zwar schon auf fontfont als preisgestalter, aber ich denke es könnte nicht schaden, wenn man noch mehr stimmen hätte, die sagen, ein wenig entgegenkommen von seiten der foundrys (der großen) wäre nicht verkehrt.
aber es ist nur eine idee … sollst ja nicht das psrachrohr meiner meinung sein, die kann ich gut alleine vetreten ;-)
Mit CS3 Beta arbeite ich seit einem Tag und finde die bisher stabil, schneller und soweit überzeugend gelöst. Der schon WIEDER neue Workspace-Ansatz und die immer noch fehlenden Alt-Shortcuts sind etwas anstrengend, aber so what.
Und ein kompletter Umstieg auf OTF… da sehe ich auch die Vorteile nicht durchgehend, es gibt viel zu viel OTF-Fonts, die die Vorteile nicht nutzen. Es gibt noch zu viele Standard-OTF, nur wenige Pro-Fonts, wobei die FontFonts ja so mittendrin hängen und nicht den Umfang eines Adobe-pro-Fonts bieten, aber immerhin ein paar Extra-Features.
Wenn ich Geld wie Heu hätte, würde ich locker umsteigen, aber so? Nicht machbar.
meine rede.
gibt ja auch noch transtype und foglamp von fontlab.
quelle
“Betanews reports that a Merrill Lynch analyst has stated that Adobe will likely introduce their Creative Suite 3 near March 27th “with a ship date that would follow shortly afterwards”.
Jay Vleeschhouwer, the analyst who wrote the report disclosing the release date, says he expects about six different CS3 product suites, and 14 individual products overall. Core CS3 products would include Photoshop, Illustrator, and InDesign.
ThinkSecret posted a similar article reporting that Adobe had ramped up the release of development builds and that a ship date could come “as early as the end of March.”
Builds are now being released to testers on an almost weekly basis, each more polished than the previous with continual bug fixes and stability improvements.”
Oha. Ich hab was von Ende 2007 gehört.
PDF-schreiben geht jetzt, aber mit einem beachtenswertem Bug. Wenn ich mit dem virtuellen Drucker von Acrobat distille, was ich immer tue, kann ich normalerweise einstellen, dass ein Popup-Fenster erscheint, in dem ich einen Dateinamen vergeben kann. Aktiviere ich diese Eingabeaufforderung, funktioniert Acrobat nicht. Das Fenster erscheint nicht und dementsprechend hängt sich der Druck auf. Verzichte ich auf jegliche User-Eingabe, läuft es. Habe bisher noch keinen Workaround gefunden. Auch der Import alter Joboptions funktionierte nicht, ich musste mir die vier Acrobat-Grundeinstellungen mit denen wir arbeiten (72 dpi für Screen, 150 dpi für Print beim Kunden, FM-Raster für finalen Output und Zeitung für Anzeigendruck) nachbauen. Auch mein Preflight-Set mußte ich neu erstellen. Wobei die POreflighting-Möglichkeiten von Acrobat 8 auch sehr viel besser (umfangreicher UND verwirrender) sind als die von 7. Seltsam nur, dass nach wie vor kein Standard-Preflight-Modul dabei ist, das wirklich einen sicheren Druck gewährleistet :-D. Und gefeährlich ist,d aß das Preflighting aller PDF-X-Standards meint, an den PDF-Dateien herummanipulieren zu müssen, das sollte man deaktivieren.
Und noch was:
Multiple Master wird unter Vista nun wirklich GAR NICHT unterstützt. Schade. Ich mochte MM-Fonts.
Noch ein Ding:
Main Type lädt installierte Fonts unter V64 nicht mehr nach einem Reboot. Das ist ein Bug, den die Entwickler wohl auch schon gefixt haben und der mit MT 2.1 beseitigt sein soll. Abgesehen davon ist MT, wenn ich auch die Trennung von Install und Load etwas kompliziert finde, ein besseres Tool als Suitcase…
Ich habe diesen Blog mit Aufmerksamkeit verfolgt und selbst recherchiert. Nachdem ich von Microsoft mit einer Supportanfragegebühr von 79,- € abgeschreckt wurde (wenn meine Frage eine Einfache wäre. Diese unsere Frage ist aber keine einfache also kostet die Frage noch mehr) und dann weiter über den Rechnerhersteller HP (weil vorinstalliertes Vista, also OEM) versuchte zu einer Antwort zu kommen, entschied ich mich die Seite zu wechseln und fragte beim Fontshop (www.fontshop.de) nach. Endlich eine überzeugte und kompetente Aussage: Die gesamte Marktentwicklung geht von Postscript-Schriften weg hin zu Open Type Schriften. Bei Apple und bei Microsoft. Das Problem bei Vista liegt im speziellen bei der 64 Bit-Version von Vista. Hier werden keine Postscript Schriften mehr unterstützt. Egal welcher Postscript-Typ. Das bedeutet neu kaufen. Was ich dann auch getan habe. Vista 64 hat weder die .pfb noch die .afm Datei erkannt. Nix
Sollte jemand etwas anderes wissen. Bitte gerne!
Der Fontshop ist halt immer der richtige Ansprechpartner bei fragen rund ums Thema Schrift (und um Schleichwerbung zu vermeiden: URW++ und Linotype sowie viele andere Anbieter auch). Das die Marktentwicklung Type-1 hinter sich gelassen hat, ist natürlich wahr. Auch nicht schlecht. Dennoch sollte ein OS eine vorhandene Schruftenbibliothek unterstützen. Unter Vista kriegt man pfb und pfm auf zwei Arten halbwegs zum laufen, entweder man installiert sie manuell (rechte Maustaste), dann werden die Schriften installiert, dabei aber eventuell umgewandelt. Die Alternative ist Main Type. Nicht perfekt, wir mussten zB manchmal nach dem Booten die Gruppen mit den PS-Fonts neu aktivieren, aber besser als nichts und an sich ein komfortables Tool.
Die Alternative, eingeschränkt, ist, dass man die PS-Fonts direkt in das Verzeichnis FONTS von Indesign schiebt, woraufhin sie dieser einen Applikation auch plattformübergreifend (also auch T1-Fonts vom PC auf dem Mac) laufen. Nur leider eben nicht für Word uswpp – da muss dann Main Type oder Handarbeit genutzt werden.
Generell geht es schon, aber wirklich nicht ideal, da war XP besser nutzbar, das war mit dem ATM einfach völlig problemlos.