
Dass die Photodesign-Studenten an der Ruhrakademie Photoawards gewinnen, ist ja inzwischen fast Alltag. Diesmal ist es eine Studentin von Hendrik Lietmann, Elisa Nissha Dietrich, die den ersten Platz beim Deutschen Jugendfotopreis in ihrer Altersklasse gewonnen hat.
Allerdings ein Sieg, der wahrscheinlich mit gemischten Gefühlen für Elisa kommt. Denn die Photos dokumentieren den Tod ihrer Schwester Valeska, deren Erkrankung an der Fanconi Anämie uns ja bereits im Dezember 2005 an der Akademie zu einer aufsehenerregenden und wunderbaren Spendenauktion in der Rohrmeisterei Schwerte gebracht hat, zu der Dozenten, Studenten und andere liebe Menschen Kunstwerke, Bücher und andere schöne Dinge beitrugen.
Leider vergebens, da nicht einmal eine Knochenmarktransplantation Valeska retten konnte.
Das Elisa die Kraft und den Mut hatte, die letzten Tage ihrer kleinen Schwester in Bildern festzuhalten, die zudem noch in ihrer Intimität und Nähe Splitter und Fragmente dieses seltsam nüchternen Schmerzes des Sterbens im Hospital einfangen, ist atemberaubend und selten und für uns Betrachter ein Geschenk. Ich bin mir nicht sicher, ob ich selbst das gekonnt hätte, ob ich mir nicht voyeuristisch vorgekommen wäre. Diese Hürde zu nehmen und die eigenen inneren Grenzen zu überschreiten, um aus der intimen eigenen Erfahrungen – die ja tausende von Menschen jeden Tag anonym teilen – ein Stück lebendiger Kunst zu machen, ist das Merkmal einer inneren Größe und zugleich das kraftvollste memento mori, das Elisa für und von Valeska hätte machen können. Respekt und Glückwunsch.
12. Oktober 2006 12:45 Uhr. Kategorie Stuff. 21 Antworten.
Oh…starker tobak. Respekt? Ja. Glückwunsch? Nicht wirklich, mehr Kloß im Magen. Oder doch, selten haben mich Fotos so berührt. Und ich benutze dieses Wort nicht oft. Ende.
Glückwunsch zum verdient gewonnen Jugendfotopreis natürlich, ich hoffe, das war nicht missverständlich formuliert.
Nein, war es nicht, trotzdem kommt mir dieses wort hier schwer über die lippen…
Mir auch, aber es ist trotzdem das richtigste, was mir einfiel…
das ist schon eine sehr mutige sache, überschreitet einfach grenzen in einer form, wie ich es bis jetzt noch nicht kenne, grade weil es um ihre schwester geht. voyeuristisch ist es vor diesem hintergrund wohl kaum, das bringt niemand fertig. allergrößten respekt von meiner seite und glückwunsch ganz bestimmt auch, weil der enorme mut honoriert wurde.
Besonders gut finde ich daran, dass diese junge Frau, die ich icht kenne, den Tod für uns sichtbarer macht. Er ist Teil des Lebens, das vergessen wir allzu oft, leider – ich auch.
Er sollte mehr und öfter in unser Leben integriert werden. Vielleicht muss man sich mehr damit konfrontieren? Hätte man zu Lebzeiten weniger Angst vorm Sterben (ganz besonders auch ich) wäre es eine viel natürlichere Sache, akzeptabler, einfacher. Alles schlaue Sätze…., ich weiß…
Aber richtig. Der Tod ist übertabuisiert, extrem angstbehaftet. Außer natürlich, man schickt ein paar 1000 Soldaten und Zivilisten bei einem Krieg in den Tod, das ist dann abstrakt und anscheinend für die Leute akzeptabel. Was Elisa hier tut ist ja im Grunde Kriegsberichtserstattung aus eigenen Leben. Photographie, die keine Kunsthandwerklichkeit besitzt oder auch nur vortäuscht, sondern die einfach nur die Demarketionslinie von «Darf man das?» überschreitet. Natürlich gibt es die Darstelung sterbender, dahinvegetierender oder gestorbener Menschen immer schon und immer wieder, aber es ist und bleibt eine persönliche Leistung, an diesen Punkt zu gehen.
der tod als solcher ist vielleicht übertabuisiert, aber das sterben eines sehr jungen menschen an einer krankheit, die wohl auch schmerzen mit sich gebracht haben wird, ist alles andere als akzeptabel. sicherlich irgendwie natürlich, aber das ist auch der krieg. wird er dadurch zu etwas leichterem, akzeptablerem? eher nicht.
was die angst angeht, so hat der mensch oft das problem ein fremdes leid auf sich selbst zu übertragen, wenn er davon hört oder es sieht. das macht einem selbstverständlich angst, was aber auch natürlich ist.
ich fänd es schlimm, wenn ich keine angst davor hätte einen geliebten menschen auf diese art zu verlieren. nur sollte man mit so einer angst umgehen lernen, sich nicht von ihr überwältigen lassen. das ist es viellciht, was uns eher fehlt. die fähigkeit mit ängsten zu leben, anstatt sie ständig loswerden zu wollen.
Akzeptabel oder nicht akzeptabel ist ja nicht die Frage. Für die ANgehörigen ist der Tod eines geliebten Menschen doch nahezu immer unakzeptabel, immer ein Verlust. Im größeren Kontext wäre das Leben ohne Tod aber sinnlos.
Das Elisa selbst gelernt hat, ihre Angst zu bündeln und zur Kraft zu machen, sieht man an den Bildern, finde ich.
auf jeden fall. das bezog sich auch gar nicht elisas «projekt» (mir fehlt da grad ein angemssenes wort). ich meinte damit eher das, was simone sagte. ich sehe da auch gar nicht so sehr den bedarf, sich mehr mit dem tod als bestandteil des lebens auseinanderzusetzen. viel eher sollte man doch etwas an der art ändern in der man sich mit dem tod beschäftigt.
die medien haben einen sport daraus gemacht uns mit professionellen inszenierungen des todes (und das tut elisa scheinbar gar nicht, das foto ist sehr nüchtern, sehr kühl) in ein emotionales gefängnis zu sperren, uns in eine richtung des fühlens zu drängen.
das foto lässt enormen freiraum für einen ganz persönlichen umgang mit der situation, leitet nicht und gibt nichts vor. genau so sollte es sein.
Inwiefern wird der Tod in den Medien inszeniert? Während ich finde, dass das TÖTEN und das plötzliche gewaltsame (mal mehr mal weniger heroische) Sterben inszenatorischen Charakter im Film haben kann, ist der Tod als solcher eher ein gesellschaftlich nur mit Klischees und Tabus beantwortetes Thema. Wir haben verlernt oder nie gelernt, damit umzugehen. Und ich finde schon, SImone hat recht, dieser binde Fleck ist gerade in den westlichen Gesellschaften problematisch. .
Das Stichwort Knochenmarktransplantation ist oben gefallen. Ich möchte das an dieser Stelle allen ans herz legen; lasst Euch für eine eventuelle Transplantation typisieren und als potenzielle Spender ins Register eintragen. Die Entnahme von Knochenmark ist für den Spender vielleicht unangenehm. Für den Empfänger aber kann sie über Leben und Tod entscheiden.
Ich finde es extrem mutig, den Tod der eigenen Schwester mit der Kamera zu dokumentieren. Und zum Zeitpunkt des Todes den Entscheid zu fällen, weiterzufotografieren – und das Ganze auch noch an die Öffentlichkeit zu bringen. Ich kann mir keinen intimeren Moment als den des eigenen Todes vorstellen.
…..bei dem man dann aber nicht mehr weiterfotografiert. Sorry, aber ich hab’s mit der Sprache.
Darüber hinaus ist es natürlich schon Gänsehaut pur, sich solche Bilder anzusehen. Aber letztendlich hat Elisa ja schon ereicht was sie wollte, wir beschäftigen uns mit dem Thema, Angstfrei macht das sicher nicht, aber warum habt ihr – fast – alle so große Angst? Der eigene Tod, wenn er dann nicht mit Schmerzen einherkommt und eine Ewigkeit dauert, ist doch nicht wovor man sich fürchten muss. Es sei denn, man steht am Ende vor lauter unerledigten Arbeiten, unerfüllten Träumen und Liebe die man immer geben wollte – hätte man nur mehr Zeit gehabt. Dann ist’s sicher schwer, aber so muss man ja nicht leben und sterben.
Was ich schlimm fände wäre ein langer Tod, einer der lästig fällt, der weh tut -sich selbst aber auch denen mit denen man lebt. Davor fürchte ich mich. Vor dem Vergessen wie man isst, wie man denkt, sich erinnert. Die Mutation vom Menschen zur dumpfen Masse, das macht mir Angst oder große Schmerzen, die einen – wenn man sie nicht ertragen kann oder will – ins Abseits katapultieren. Aber der Tod selber glaube ich ist nichts zum Fürchten
Denke ich auch. Wenn ich morgen nicht mehr wach werde, ohne Schmerzen, dann beschwere ich mich nicht. Aber für die Angehörigen ist es doch ein Horror, einen geliebten Menschen zu verlieren. Das Vakuum.
liebe mum,
natürlich habe ich angst vor dem tod. und ich gehe jede wette ein, dass ich, wenn’s bei mir soweit ist, noch eine menge zu tun wäre, vieles unerledigt und ungesagt geblieben ist (was man sich NICHT immer selbst aussuchen kann), nicht gegebener liebe, anerkennung, usw. dieses gefühl macht leben aus. wenn’s nichts mehr zu tun gäbe wäre das – für mich – der tod im leben.
darum.
Immerhin haben diese bilder geschafft, dass in meinem kopf und herz (ui ui ui!) einiges zu rattern begonnen hat, ich habe es immerhin noch geschafft, einen handfesten streit wegen immerhin substantieller themen (im nachgang und weiteren kontext dieser bilder) mit meiner freundin vom zaun zu brechen. das alles müssen „ein paar fotos“ erst mal schaffen. und dafür bin ich der jungen dame, die die bilder gemacht hat, ehrlich dankbar. in diesem zusammenhang ist dann das wort glückwunsch auch wieder angebracht: nicht als gratulation, sondern im wortsinne.
meine hochachtung. und das beste auf den weg. rock on.
Das Gefühl, vieles nicht getan zu habe was man eientlich hätte tun wollen haben wohl alle, besonders beim Nachdenken über den Tod aber auch schon, wenn man älter wird. Wie oft denke ich heute mit Bedauern an all das was ich nicht tun konnte – aus 1001 Grund – obwohl ich es eigentlich gewollt hätte. an hat einfach nicht genug Lebenszeit für alles was man an Träumen real machen will. Weil man einfach zu vieles träumt. Aber jeden Abend zu sagen: Okay, es war ein guter Tag, du hast Leute zum Lachen gebrcht, zugehört, Freude bereitet, gestritten wo es sein musste und kannst dir im Spiegel geradeaus in die Augen sehen, vielleicht sogar zuzwinkern, dann hat man den besseren Teil seiner Träume doch gelebt und dann ist sterben nicht mehr furchtbar und wenn man dann auch noch daran glauben kann, dass man als Gedanke in der WElt weiterlebt, dann ist das doch ein großer Trost, oder?
>Weil man einfach zu vieles träumt.
Abgesehen von ein paar wenigen Glücklichen hat man ohnehin nie genug Zeit, all das zu tun, was man meint, noch erleben zu müssen. Zumal vieles davon ja auch eine Art «Event-Konsum» ist. Im Großen und Ganzen ist es ganz okay, so in der Balance zu leben, dass man jeden Tag getrost und im Reinen mit sich sterben kann und sich trotzdem genug Ziele bewahrt hat, so dass keine Langeweile am Leben aufkommen würde, falls die Welt über Nacht eben doch nicht untergeht.
Es geht ja nicht um die sachen, die man noch erleben will, eben event-konsum, thrill und kick und wie sie heißen, sondern um die sachen, die man meint, anderen (der großteil) oder sich selbst (der kleinere teil, aber der hängt mit dem ersten zusammen) schuldig zu sein.
Ich schaffe das auch, das ich mir – ab und an, wenn wieder nichts dazwischen kommt ;-) – im spiegel in die augen sehen kann, aber die liste ist verdammt lang… und manche, nein viele züge einfach schon abgefahren.
Daran, das die welt eben doch untergeht, wird ja an vielen stellen schon mit hochdruck und entschlossenheit gearbeitet. Aber es ist ja das großartige an elissas arbeit, dass sie im grunde das gegenprogramm macht, dass sie damit menschen verbindet, man sich mit den menschen auf den bildern, ihrer situation, durch die bilder–wenn auch nur im ansatz und mit eingebauter notbremse (man hat ja zu tun, s.o.) – verbunden fühlt. Empathie. Weitermachen.
Schluß jetzt, hab noch ne listen abzuarbeiten.
Hallo erstmal möchte ich allen danken die sich an dieser wunderbaren Diskussion beteiligt haben. Ich fühle mich geehrt, dass ich so viele Denkanstöße mit meinen Fotos hervorrufen kann. Ich habe hier so manches aufgeschnappt was mich selber zum Nachdenken bringt. Aber auch ein paar Dinge die ich erklären möchte. Eine Sache viel mir besonders auf ich möchte dazu sagen dass ich in dem Moment als Valeska starb keine Kamera dabei hatte dieser Moment gehörte nur uns, Ich hatte auch nicht die Absicht daraus eien Fotoserie zu machen sondern die Fotos waren eigentlich als Dokumentation für Valeska und nacher für uns als Familie gedacht. dass ich sie dennoch gezeigt habe lag an der Situation in der ich mich befand. Es tut unvorstellbar weh zu erleben dass ein geliebter Mensch stirbt. Und in dem Schmerz den man empfinden will man es rausschreien. jetzt lebe ich mit den Konsequenzen und muss mich ihnen stellen.
Wenn ich sage ich will den Tod normaliesieren und die Angst davor nehem heisst es nicht, hab keine Angst davor dass jemand oder ihr selber sterbt. Nein ich will die Berührungsangst nehem die euch die sensationgeile Presse mit ihren Unfallopfern und entstellen Leichen gibt.
Ich glaube ich habe so erstmal alles gesagt wenn einer ganz persönlich Fragen an mich hat bin ich gerne berreit mit ihm zu sprechen. HD wird euch dann wohl weiter leiten denke ich.
Ich danke euch allen für euer Interesse und Mitgefühl.
Elisa
Hallo!
Bin während der Suche nach anderen Valeskas im Internet auf diese Seite gestoßen und komme nicht umhin, auch einen Kommentar abzulassen.
Elisa und ihre Familie haben mein vollstes Mitgefühl, es gibt wohl nichts Schrecklicheres als seine Schwester bzw. sein Kind zu verlieren.
Trotzdem kann ich die Begeisterung über die Fotos nicht teilen. Ich möchte nicht über die Veröffentlichung der Fotos urteilen, denn wenn diese zur Verarbeitung des Todes von Valeska beigetragen hat, so hat diese vollste Berechtigung. Mich stört aber die Undifferenziert der vorigen Kommentare, die eigentlich alle nur ihre Hochachtung vor dem Mut Elisas zum Ausdruck bringen.
Der Tod ist was Schreckliches und er gehört zwar zum Leben dazu, ist aber trotzdem nichts Normales. Es wäre doch schlimm, wenn wir den Tod, vor allem enger Angehöriger als etwas Normales empfinden würden. Deshalb darf und muss man auch trauern.
Der Schmerz der Hinterbliebenden wird aber nicht geringer, indem Fotos von Toten oder Sterbenden gezeigt werden. Elisa musste ja auch schon den Tod ihrer älteren Schwester verkraften. Deshalb ist Valeskas Tod doch nicht weniger schlimm, oder? Außerdem finde ich es ethisch höchst problematisch, Fotos von Sterbenden und dann noch der eigenen Schwester, die sich dazu nicht mehr äußern können zu veröffentlichen.
2. finde ich es zumindest diskussionswürdig auch noch den 1. Preis an diese Fotos zu vergeben. Wofür wurde der Preis denn vergeben? Für die tollen Fotos, für den tollen Einfall der Künstlerin? Ich persönlich habe von Kunst keine Ahnung, denke aber rein intuitiv, dass man keinen Kunstpreis für ein persönliches Unglück sondern nur für herausragende Leistung/Ideen geben sollte.
Elisa, Du willst mit den Fotos nicht schockieren? Das tust Du aber, dann steh auch dazu. Menschen, die auch nur einigermaßen ihr Herz am rechten Fleck sitzen haben, werden immer von solchen Fotos schockiert sein, weil sie mit Dir mittrauern und weil es eben nichts NORMALES ist im Alter von 20 Jahren zu sterben und erst recht nicht wegen der Fanconi Anämie. Ich hoffe, dass Dir die Fotos geholfen haben, ich persönlich brauche solche Fotos nicht, um mir den Tod bewusst zu machen oder mich auf etwaige, zukünftige Tode vorzubereiten.
Mit freundlichen Grüßen
Valeska
Hallo Valeska…
>Der Tod ist was Schreckliches und er gehört zwar zum Leben dazu,
>ist aber trotzdem nichts Normales.
Sehe ich anders. Der Tod ist das allernormalste. Ohne ihn macht das Leben keinen Sinn. Im Westen haben wir nur verlernt, ihn als Teil des Lebens zu feiern und zu verstehen. Der Schmerz und die Trauer gehören dazu. Wir tabuisieren das in unserer Leistungsgesellschaft zunehmend. Schlimmer als den Tod finde ich den Umgang mit Schmerz. Sterben ist völlig okay, irgendwann ist die Zeit um. Aber man sollte massiv darüber nachdenken, wie man mit den Schmerzen leidender Patienten umgeht.
>Deshalb ist Valeskas Tod doch nicht weniger schlimm, oder?
Ich kann nicht für Elisa sprechen, aber sicher nicht. Aber er ist auch – zumal sie an einer sehr speziellen Krankheit verstarb – nicht unsichtbar verpufft. Es bleiben sichtbare Spuren, da bleibt mehr als ein stilles Verschwinden. Das macht den Schmerz nicht besser, aber es gibt der Sache einen Sinn.
>Wofür wurde der Preis denn vergeben?
Kann nicht für die Jury sprechen, aber was ich sehr bewundere, ist die Entscheidung, Bilder zu machen. Die Leistung des klassischen Bildjournalisten ist ja nicht, ästhetisch schöne Bilder zu machen, sondern da zu sein und die ENTSCHEIDUNG zu treffen, auszulösen. Sich nicht aktiv zu beteiligen, sondern zu dokumentieren. Ich persönlich hätte das nicht geschafft, da gehört eine große innere Kraft dazu, die ich schon – und das gilt für die ganze Familie, die hier ihr eigenes privates Leid ja auch hinter eine größere Sache der Anämie-Forschung stellt – bewundere.
>immer von solchen Fotos schockiert sein
Was ich nicht verstehe. Umso wichtiger, dass man die Alltäglichkeit, die schreckliche Banalität dokumentiert. Tod ist Alltag. Schau sich mal auf einer Intensivstation oder in einer Altenpflegeklinik um. Besuch Friedhöf. Täglich sterben – selbst hier im Verwöhnpalast der nordwestlichen Hemisphäre – Tausende von Menschen. Die Tatsache, dass sich jemand an Bildern dieser Alltäglichkeit, die und alle betrifft, stößt, zeigt doch, wie wichtig und eben im besten Sinne UN-voyeuristisch Elisa hier gearbeitet hat.