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Typo Berlin 2009 Space Tag Eins

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Hier in aller Eile (verschlafen) und nicht groß bearbeitet, zumal die Belichtungsmessung der Canon offensichtlich in der Hall etwas spinnt, die Bilder der Space-Typo Berlin 2009 vom ersten Tag, lose kommentiert:

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Bernhard Stein, unser erster Vortrag, nachdem wir (wie an allen drei Tagen) die erste Stunde verfrühstückt haben, beginnt sehr sachlich und trocken und scheitert vielleicht an dem an sich sehr spannenden Versuch, Design durch verschiedene Epochen zu jagen. Ich bin nicht sicher, ob man die Frage stellen kann, wie ein Flyer oder eine Anzeige im Barock oder Jugendstil ausgesehen haben würde, da die Werkzeuge und Medien in diesen Epochen gar nicht vorhanden waren. Entsprechend funktionierte sein stiyle-Ansatz sehr gut bis in die 70er und andere Dekaden, in denen Print bereits existierte, aber eben nicht mehr im Altertum. Ein Vortrag im Wortsinne, der aber durchaus sehenswert war.
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Joshua Davies war sicher nicht das letzte Mal bei der Typo, und wird beim nächstenmal wahrscheinlich einen Headliner-Termin haben, denn sein Vortrag war mehr als mitreißend. Wie viele US-Designer versteht Davies, einen entertainenden, sehr lockeren, sehr auf ihn zugeschnittenen Präsentationsstil zu fahren- etwa indem er beim Vorführen, wie ein fünfjähriges Kind bei einer Hochzeit tanzt mal eben so abzappelt, dass es ihm das Headset-Mikro zerstört. Auf der anderen Seite zeigt er aber auch sehr beeindruckend, wie computergeneriertes Artwork aussehen kann, dass durch Parametermodifikationen Zufallsgeneratoren sehr schnell Ergebnisse bringt, die von einem menschlichen Illustrator nicht näherungsweise erbracht werden. Der Mensch wird hier zum Programmierer, zum Eingreifenden in den Prozess und schließlich zur Jury, die aus Hunderten von Ergebnissen die gewünschten auswählt, remixt, zusammenstellt, weiterverarbeitet. Unter der lockeren Fassade entpuppt sich Davies also als Vertreter einer neuen Generation von Computerdesignern, die nicht mehr nur mit den von Adobe zur Verfügung gestellten Tools arbeiten, sondern diese komplett wandeln, mit eigenen Codes und Applikationen spielen und die letztendlich das leisten, was schon Gutenberg mit den beweglichen Lettern wollte: Effektiv und ökonomisch einen Prozess finden, der menschliche Handarbeit übertrumpft.
Dabei bleibt selbstverständlich allerdings die Idee auf der Strecke – Davies zeigt nur Bilder, die komplex und lebhaft sind, aber am Ende immer nur dekorativen Charakter aufweisen, immer nur illustrativ-leer bleiben, und insofern langfristig immer auch einen Tick digitaler Kitsch. Das ändert aber wenig an der schieren Energie von Davies Arbeit und der Tatsache, dass seine Bühneninszenierung als eine Art Eminem der Designszene nahezu atemberaubend ist.

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Anschlaege.de habe ich leider nicht gesehen, weil ich bei Heide Hackenbergs Workshop war, quasi als Vorbereitung auf das Panel am Freitag, aber laut Katharina war die Präsentation und die gezeigten Projekte absolut toll.

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Das gleiche gilt für Realities United, die ich selbst leider auch verpasst habe, es klang nach und sieht auch aus nach einer sehr spannenden Präsentation.

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Bei nomad habe ich vielleicht den Fehler gemacht, zu früh zu gehen. Am Ende des Tages war ich zu müde, um einen langen, auf Englisch (wieso eigentlich, Nomad ist deutschsprachig) und doch sehr unsicher gehaltenen Vortrag auszuhalten. Am Ende gab es dann – wortlos – aber wohl doch etwas zu sehen. Nicht jeder noch so gute Künstler ist unbedingt ein Bühnenmensch und Experimente gehen schief, so ist das im Leben. Trotzdem toll, dass die Typo-Macher das Experiment gewagt haben, um mehr geht es ja nicht.

22. Mai 2009 08:14 Uhr. Kategorie Design. Tag .
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