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Tune Up

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Selbst wenn man nur eigene CDs rippt oder online MP3 legal kauft – es kommt immer mal wieder vor, dass Tracklistings unvollständig sind oder iTunes die Cover-Artworks nicht findet. Vor allem ältere und rare Sachen oder 12″-Mixes sind häufig schlecht indiziert oder begeistern mit dem unschönen Fragezeichen anstelle eines Albumcovers. Sich duch itunes mit 200 GB Musik zu kämpfen, hat da eher etwas beängstigendes. Etwas Abhilfe schafft die Mac-Version des kleinen Tools Tune-Up, dass als Freewaredemo 500 Tracks repariert, für empfehlenswerte 20 Dollar aber lebenslang genutzt werden kann (was immer das heutezutage heißt).

Die Sache funktioniert verblüffend gut, selbst wenn man andere Werkzeuge schon gewohnt ist. TuneUp findet sogar einige Tracks, die ich bei einem US-Tool absolut nicht erwartet hätte (wie etwa Die Braut haut ins Auge oder die Bellicoons oder seltsame Björk-Remixe), wenn auch manches Artwork eben trotzdem nachträglich aus dem Web gezogen werden muss und der ein oder andere Feinschliff an den ID-Tags eben doch noch von Hand in iTunes gemacht werden muss. Das man die Genres nicht von Hand editieren kann und TuneUp einen Dreck auf die Standardkategorien von iTunes gibt, ist etwas unangenehm…nahezu jedes Album bekommt eine lustige eigene Genrebezeichnung wie Postpunkelectronicrock verpasst, das geht gar nicht. Wer mit Genres arbeitet sollte wissen, dass iTunes hier schwächelt.

Denn TuneUp ist eine phantastische Hilfe, aber kein Wunderwerk. Falsch erkannte Tracks oder Alben, in denen 12 von 14 Tracke erkannt, 2 aber nicht erkannt werden, kommen ebenso vor wie eine hängende Serververbindung, quälend langsame Erkennung oder der Mac-Beachball, der sich schier endlos zu drehen scheint (obwohl die Software noch funktioniert), ganz zu schweigen von den relativ regelmäßigen Crashes. Es ist eben eine 1.0er-Software und man braucht die entsprechende Geduld. Andere Gimmicks, wie das Suchen nach Konzerten in der Nähe basierend auf der Tracklist in iTunes, sind eher überflüssig und funktionieren bei mir auch nicht – außer ausgerechnet Metallica wird nicht eine Band genannt.

Dessen ungeachtet ist es den Preis einer CD absolut Wert, in die übrigen CDs endlich etwas mehr Ordnung zu bringen, zumal das Coverartwork bei der Verwaltung von Musik bei itunes zunehmend wichtig wird, wie etwa der neue Grid-Modus beweist. Für alle, die mehr und mehr digital Musik beziehen, ihre CDs digitalisieren und aus verschiedenen Online-Quellen Musik kaufen und trotzdem Ordnung in ihren Datendschungel bringen wollen, ist TuneUp zumindest ein Lichtblick, wenn auch noch weit entfernt von der völlig automatischen Lösung, die sie selbst anpreisen.

16. Dezember 2008 12:07 Uhr. Kategorie Technik. Tag . Keine Antwort.

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