
Jazz composer Maria Schneider took home a Grammy on Sunday for her album “Concert in the Garden,” without selling a single copy in a record store. Schneider, 44, financed her Grammy-winning album through a Internet-based music delivery service called ArtistShare that opens the financing of production to dedicated fans. [...] “This record cost $87,000 to make. I already made my money back,” she said. “I’m not splitting the profits with the distributor, the record store and the record company. It’s working so well for me”
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Niemand, aber niemand braucht mehr Plattenfirmen. Die C60-Revolution findet online ihre wahre Form. Mixtapes, Demos, komplette Produktionen… brauchen keinen Mittelsmann mehr. Oder zumindest nur noch Entrepreneurs, die wirklich mit Herzblut und Engagement und Glaubhaftigkeit dabeisind. Das ist nicht mehr Underground, das ist nicht mehr eine digitale Revolution, sondern mit Maria Schneiders Grammy anerkannte und preistragende Alltagskultur. Bowie braucht keine Plattenfirma, ebensowenig wie eine Garagenband aus Minnesota oder München oder Indien. Länder spielen keine Rolle mehr, Vertriebswege spielen keine Rolle mehr… das einzige was zählt ist der Online-Hype. Die Industrie wird einen Festungskrieg dagegen führen, hat ihn aber weitestgehend schon verloren. Peinliche Werbung (wann kommt Papi wieder), peinliche Ideen (Billig-CD ohne Cover), peinliche Produkte. Die glaubhaftere Bewegung ist derzeit (noch) die Music-Szene im Internet… bleibt abzuwarten, ob die Industrie es schafft (und nicht nur die Musikindustrie, sondern auch Film und andere große Oligpolstrukturen), das System mit HIlfe des Gesetzgebersund anderer Methoden zu kontrollieren oder ob sich das Web als so unsteuerbar und unberechenbar erweist, wie es das bisher fast immer getan hat.
Jesus, ich werde die CDs vermissen. Kein Cover-Artwork mehr. Kein Suchen in Stapeln mehr. Ich liebe MP3, aber man wird schon fast so nostalgisch für die CD wie einst fürs Vinyl.
14. Februar 2005 09:55 Uhr. Kategorie Musik. Keine Antwort.