
Es ist schon so – unwillkürlich vergleicht man jedes Konzert mit dem unmittelbar davor. Und keine Frage, die Rakes stinken gegen ChkChkChk einfach ab. Sowohl handwerklich, als auch was die Songs angeht und vor allem im Hinblick auf die Bühnenpräsenz. Aber an die Show von Nic&Co heranzukommen, ist zugegeben auch schwer, vor allem, wenn man eher cooler Brite ist.
Nach den Bishops, die als Vorband gute 45 Minuten spielen, kommen um 22:00 die Londoner Hipster auf die Bühne, feuern erst ein mal ein paar Tracks ihres aktuellen Albums in die Menge, die vom ersten Beat an mosht und arbeiten sich durch knapp 60 Minuten Programm mit Zugabe. Alan Donohoe schiwtzt, tanzt ein bisschen ungelenk und wirkt wie ein junger Ian Curtis minus Schwermut. Die Band schafft es, zugleich die typische biritische Coolness auszustrahlen (Bassmann Jamie verzieht die Miene während des gesamten Gigs nicht einmal), und zugleich trotzdem eindeutig ordentlich Spaß an der Sache rüberzubringen. Und das ist ihnen gelungen — im total überfüllten, kochendheißen PrimaClub hab ich es in den ersten reihen jedenfalls nur bis zu den Zugaben ausgehalten, danach hatte ich vom Rumschubsen verschwitzer Männerrücken irgendwie genug. Was leider ein Fehler war, weil die Combo natürlich The world was a mess but his hair was perfect... als Finale gab und es natürlich absolut kein Halten mehr gab. Für eine britische nouvelle cool Band haben die Rakes absolut Party aufgebracht und mit ihrem schnellen trockenen harten Sound zwischen Joy Division und Strokes sind die JUngs auch absolut tanzbar. Etwas seltsam war, dass die Audience eher nur rumgehopst ist als richtig zu tanzen und mehr am Mosh interessiert war… vielleicht einen Tick schade, so punky ist die Musik von den Rakes nicht und es gab Momente, wo das Rumspringen eher irgendwie deplaciert wirkte. Mit 45+15 Minuten war der Gig recht kurz (okay, die Tickets waren ja auch preiswert), aber das Publikum war nach der Stunde auch so ausgepowert, dass alle zufrieden und müde nach draußen konnten. Very nice show.
Steffi hat trotz ihrer massiven Erkältung und schwindsüchtiger Kamera-Batterie todesmutig vom Rand ein paar Schnappschüsse gemacht, als Wiedergutmachung aber eine Rose von Gitarrist Matthew Swinnerton gefangen ;-D. Bilder nach dem Break…














7. Mai 2007 10:37 Uhr. Kategorie Live. Keine Antwort.