
Der Buchcover-Designer Henry Sene Yee beschreibt in seinem Blog den Weg zu diesem phantastischen Cover des Buches Columbine von Dave Cullen, dass sich um den mittlerweile 10 Jahre zurückliegenden Amoklauf von Eric Harris und Dylan Klebold dreht. Aus seinen Ausführungen wird schnell klar, dass der Weg zu diesem exzellent aufgeräumten fertigen Cover im Grunde ein skulpturales Arbeiten, ein Wegnehmen von Material ist, bis nur noch das allernötigste übrigbleibt und eine angemessen bedrohliche und zugleich spießig-enge Stimmung entsteht. Interessant daran ist, dass die Typo sich ab dem zweiten Entwurf kaum noch ändert und die ruhige, weiße Klarheit der Schrift am Ende sich auch auf der Bildebene durchsetzt. Was das Cover gut und mutig macht ist die weiße Schrift auf dem fast weißen Background und das Photo, tatsächlich ein ganz normales Pressephoto, auf dem die Schule aber wirkt wie eine Erziehungsanstalt. Exzellent.
24. April 2009 07:24 Uhr. Kategorie Leben. Tag Print. Eine Antwort.
das ist in der tat ein sehr bemerkenswertes cover. da stimmt einfach alles drann.
schön, das man heutzutage so etwas noch verkauft bekommt, wo mehr und mehr das argument »es muss auf amazon erkennbar sein« zum tragen kommt.
im übrigen eine völlig bescheuerte idee, sich von einem internetanbieter, der eine grauenvolle oberfläche hat, wo man wirklich nur verlieren kann, die gestaltung diktieren zu lassen.