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THE COOPER TEMPLE CLAUSE LIVE STOLLWERCK KÖLN

Auf der Visions-X-Party im Kölner Bürgerhaus Stollwerck traten neben den mehr als spielfreudigen Mother Tongue – die mit ihrer Oldschool-Hardrock-Schiene das Publikum zum Toben brachten – auch The Cooper Temple Clause auf. Die rissen, obwohl Headliner des Mini-Festivals, das Publikum bei weitem nicht so von den nicht vorhandenen Sitzen wie Mother Tongue, der Saal leerte sich sogar spürbar, so dass man bis an den vorderen Bühnenrand spazieren konnte, was vorher absolut undenkbar war. Vielleicht liegt es daran, dass das LineUp des Konzertes nicht auf die gleiche Zielgruppe zugeschnitten hat und man vielleicht zu mutig auf breiteren Musikgeschmack gesetzt hat. Ich selbst mochte beide Bands und sehe das Problem nicht, aber Tatsache ist, dass TCTC vor leereren Rängen spielten. Die Briten zogen trotzdem trocken und betont cool ihr Set durch. Neben dem typischen Oasis-meets-Hardcore-Indiepop-Mix der Band war überraschend überzeugend, wie gut die Combo elektronische Elemente auch live in ihren Sound einbringt. Der Preis, wie stets bei MIDI, ist allerdings ein etwas steriles, am Klick orientieres, Songtempo und ein Drummer, der unter seinen Kopfhörern steckt und nie wirklich aus sich herausgeht. Die Liveshow von TCTC erinnert mich tatsächlich etwas an Oasis, nur als jüngere, hippere Version. Nicht nur, daß Daniel Fisher eben stark nach Gallaghers heiserem Timbre klingt, auch seine Posen und sein Kleben am Mikro-Ständer sind very Oasis. Der Rest der Band tut den Job, aber nach einer orgiastischen Livecrew wie Mother Tongue wirkt das etwas verbissen und wenig. Sehr guter Sound, völlig überzeugende Einzelleistungen, solides Set und sehr guter Indiepop, aber auch kein Konzert, das dich wirklich mitreisst.

Nach dem Break wieder Bilder von meiner unersetzlichen, hauseigenen und charmanten Konzertphotographin…




























19. Dezember 2006 13:45 Uhr. Kategorie Live. 3 Antworten.

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