
Von der ersten Sekunde an ist Thank you for Smoking ein Gewinner. Jason Reitmans Film beginnt mit einer Titelsequenz, die die Namen der Schauspieler typographisch auf Zigarettenschachteln bannt. Fast erotisch langsam gleitet die Kamera dabei von (fiktiver) Marke zu Marke und das Design imitiert phantastisch den Glamour von Packungsdesign der 40er bis frühen 80er Jahre. Typographisch und gestalterisch die reine Magie, verspricht der Opener nicht zu viel: Reitman liefert über die gesamte Distanz einen witzigen, satirischen, boshaften Film ohne Durchhänger ab. Dabei ist die Story so, wie in tausend anderen Hollywood-Komödien. Sinnkrise eines Yuppies, der erst durch die Liebe zu seinem Sohn wieder zu sich selbst findet. Der Haken: «zu sich selbst» heißt zurück in die Tätigkeit als Lobbyist und Spin-Doctor für die amerikanische Tabakindustrie. Denn Nick Naylor (charmant gespielt von Sunnyboy Aaron Eckhardt) ist keiner von den Guten, im Gegenteil. Sein Job ist es, wissenschaftlicher Forschungen über den Zusammenhang von Krebs und Nikotin in Zweifel zu ziehen, in Talkshows Nebelbomben gegen Gutmenschen zu zünden, den krebskranken Marlboro mit Schweigegeld mundtot zu machen und gegen strengere Gesetzvorlagen vorzugehen. Der Trick des Films ist, dass wir mehr und mehr dem zynischen Spinster die Daumen drücken. Er und seine Freunde von der Alkohol- und Tabakindustrie wirken in ihrer fröhlichen Boshaftigkeit, in der sie ihre jährlichen Leichen vergleichen, viel sympathischer als der verkrampfte Käsesenator Ortolan K. Finistirre (wunderbare Name und atemberaubend grellhysterisch gespielt von William Macy). Der Film geht so – wie Harald Schmidt in seinen besten Momenten – an der hauchdünnen Bruchstelle entlang, an der wahrscheinlich die Tabaklobby dem Film ebenso abgewinnen kann wie die Anti-Raucher-Lobby. Denn obwohl die gallige Satire stets erkenntlich bleibt, greifen die Argumente von Naylor ja durchaus. Waren Filme nicht viel cooler, als noch geraucht wurde? Ist es nicht Bevormundung, wenn die Gesundheitslobby Rauchen verbietet? Beide Seiten dieser Debatte kriegen im Verlauf des Filmes ordentliche Seitenhiebe ab, ohne das Reitman jemals platt auflösend zu einer der beiden Fronten überlaufen würde.
Bestechend sind vor allem die liebevollen kleinen Gags, wie der Name der Schule von Naylors Sohn (St. Euthanasia) oder der deutsche Wissenschaftler der Tabaklobby, der die Krebsvorwürfe widerlegen soll und dabei auf Stichwort einen Kasten voller Ratten mit Nikotin vollgast. Die Gags werden komplett deadpan gespielt, lässig wie im Pokerspiel auf den Tisch geknallt, niemals auf den schnellen Lacher zielend, aber immer treffsicher in Timing, der Humor so schwarz und trocken wie Raucherlungen. Die exzellenten Darsteller machen es möglich: Selbst die kleinsten Nebenrollen sind ungewöhnlich glaubhaft und stark gespielt. Sam Elliot als krebsverseuchter Marlboro-Cowboy Lorne Lutch bringt den Gewissenskonflikt dieser Figur mit minimalen Gesten auf den Punkt, selbst seine Ehefrau, die nur für kurze Augenblicke auf der Leinwand ist, wirkt hunderprozentig in ihrer Abscheu und Wut glaubhaft. William Macy, der stets grandiose Robert Duvall und J.K. Simmons bringen ihre fast operettenhaften Charaktere solide auf den Boden, verankern sie, facettieren die Stereotype. Adam Brody besticht als angeberischer Yuppie, Rob Lowe als Workaholic-Zen-Anhänger, der scheinbar Mühelos Philosophie und Geldgier in der Balance hat. Keine dieser Rollen ist allzu laut gespielt, ihre Gier und ihre Verwicklung in das System entpuppt sich spielerisch, beiläufig. Das Reitman zudem noch stilistisch experimentiert und zum Beispiel den Trip nach Los Angeles mit einer billigen Videokamera-Ästhetik und Splitscreens arbeitet, um subkutan das Urlaubs-Trip-Feeling zu kommunzieren… großartig. Und in einem Film, in dem aufs böseste über Product-Placement gelästert wird mitten drin ein fettes Placement von Coke zu haben, das an Dreistigkeit kaum zu toppen ist… da weiß man nicht mehr, ob es noch echtes Placement ist oder ein Gag am Rande, der so entspannt daherkommt, dass man ihn vom real thing nicht mehr zu unterscheiden weiß. Der Humor ist so doppelbödig, dass der Film sich zunehmend im gleichen moralischen Vakuum befindet, indem wir auch kollektiv als Gesellschaft täglich längst umhertapern.
Es ist beachtenswert, wie der Film die narrativen Plot-Klischees von Hollywoods Stangenware gegen den Mainstream wendet. Und so zugleich ein großartiges Stück Popcorn-Unterhaltungsfilm abgibt, aber auch ein düsteres Statement über Beziehungen, über Unternehmenskultur, über Politik, über Medien, über die sich selbst längst selbst fressende Spin-Gesellschaft,, in dem jede Wahrheit relativierbar und somit argumentierbar geworden ist. Was übrigens bestens zum Spiegel dieser Woche paßt. Reitman verkauft diese Erkenntnis nicht resigniert, nicht zeigefingerwedelnd, sondern mit einem fröhlichen Endzeitzynismus. der wahrscheinlich die einzig akzeptable Geisteshaltung dieser Zeit ist.
Kurz: Absolut, absolut sehenswerter Film, ohne jeden Abstrich.
4. Oktober 2006 17:35 Uhr. Kategorie Film. 15 Antworten.
überall kleben hier schon passend die Sticker…
http://marcdirkmann.wordpress.com/2006/09/21/thank-you-for-smoking/
lieber hd,
nach langer zeit der stillen nutznießerschaft deiner inspirierenden informationen muss ich jetzt auch mal was sagen: mach dir keine sorgen wegen dem wdr; wer solche kommentare schreiben kann findet immer einen guten job!
der film ist wirklich toll, hab ihn letzte woche gesehen und ein absolutes muss für jeden buchstabenschieber, wegen des oben brillant beschriebenen openers.
Hallo Nora… ich mache mir immer Sorgen, wenn ein Job mitten im Lauf auf einmal totenstill wird. Vor allem, wenn ich drei viermal nachhake und die Leute am anderen Ende eigentlich total nett finde und mich wirklich auf die Zusammenarbeit gefreut habe und mir auch gar keiner Schuld bewusst bin, weil wir das eigentlich schön tight am Briefing entlang realisiert haben und alle gewünschten Änderungen vorgenommen haben und ich auch ohne Probleme eine ganz andere Richtung oder Änderungen am Entwurf realisiert hätte.
Und Kunden sind 2007 ein GANZ elementares Thema…
Das ist auch wirklich ein seltsames Kunden-Gebaren, so mittendrin im Arbeitsprozess, und zeigt wieder mal deutlich, wie schwierig Kommunikation ist. Ich wollte die reale Sorge mit meinem Kommentar oben auch nicht ins Lächerliche ziehen, sondern eher mit einem Augenzwinkern meine Bewunderung ausdrücken. Du machst wirklich tolle Arbeiten und hast es eigentlich nicht nötig, dein Licht dauernd unter den Scheffel zu stellen. Aber abgesehen vom Schreiben von Buch- und sonstigen Kommentaren bist du glaub’ ich auch Weltmeister im Selbstzweifel. Von dieser Krankheit sind die meisten unseres Berufes befallen. Das ist ja auch ganz gut so, dass man sich nicht immer überschätzt und zu hoch ansiedelt. Und natürlich fällt man auch immer mal wieder in ein Loch. Aber wenn ich mir ganz speziell deine Arbeiten ansehe, wäre es an der Zeit Kunden zu finden, die dich und deinen Einsatz richtig wertschätzen. Aber die hast du ja auch zum Großteil. Und es werden neue kommen.
Recht hat sie, die Nora, wie alle anderen die dir das immer weider sagen (nicht, dass N. Recht hat, sondern dass du dein Licht mal unterm Scheffel hervorholen sollst)
Hab den Film gestern auch endlich gesehen – einfach großartig. Der Opener hat gleich Lust auf mehr gemacht, wunderbar.
Ein herrlicher Film-/Schnittfehler am Schluss – in der Runde der “drei Bösen” greift die Alkoholtante mit der Gabel nach dem ekeligen Käse-Apfel-Toast (oder was das auch immer war… :-) und zerfleddert diese total, weil der Scheiblettenkäse nicht so will wie sie. In der nächsten Aufnahme sitzt der Waffenmann wieder vor dem ordentlichen Stück :-)
— Alles in allem ein bitterböser, toller Film ;-)
Ist ein bissl offtopic, aber der Trailer von dem Film sieht ziemlich interessant aus:
http://www.apple.com/trailers/wb/300/hd/
Как выбрать каль�?н
В�?е каль�?ны можно разделить на два вида – �?увенирные и функциональные.
Главное, определить�?�?, дл�? какой цели вы приобретаете каль�?н.
Очень важно, чтобы каль�?н был герметичным, по�?ле его �?борки �?то можно легко проверить. �?еобходимо плотно накрыть ладонью чилим (�?верху) и попробовать вт�?нуть через мундштук воздух. Е�?ли воздух не вт�?гивает�?�? �?ов�?ем или вт�?гивает�?�? очень т�?жело, то каль�?н герметичен.
Сам уголь бывает разного каче�?тва, а от него очень много зави�?ит, е�?ли он некаче�?твенный, то он �?лишком бы�?тро прогорает и дает дыму непри�?тный привку�?. Главное, чтобы уголь при �?горании не выдел�?л едкого дыма, так как ча�?то в уголь добавл�?ют �?ред�?тво дл�? розжига, чтобы его легко было разогреть, при �?горании и тлении такой уголь может придавать дыму непри�?тный запах.
Каль�?н лучше в�?его зажигать через пе�?ни зажигалки или �?пичками.
Характери�?тики каль�?на:
Шахта
Это тоже необходимо выбрать:
Уголь
�?к�?е�?�?уары
Колба
Колбы бывают металличе�?кими, �?текл�?нными (в том чи�?ле из богем�?кого �?текла и хру�?тал�?), а также пла�?тиковыми. Стекл�?нные колбы �?амые ра�?про�?траненные.
Металличе�?ка�? колба не бьет�?�?, но может оки�?лить�?�?, заржаветь, за ней труднее ухаживать. При тран�?портировке она может погнуть�?�?, о�?обенно в ме�?те ввинчивани�? шахты.
Каль�?н нежелательно зажигать �? помощью . Это лучше делать �?пичками.
Герметично�?ть каль�?на
В�?е �?лементы каль�?на должны �?обирать�?�? до�?таточно плотно и без о�?обых у�?илий, чтобы обе�?печить герметично�?ть каль�?на. Проверьте герметично�?ть полно�?тью �?обранного каль�?на. Дл�? �?того �?нимите чашку и, плотно заткнув пальцем верхнее отвер�?тие шахты, попытайте�?ь вт�?нуть воздух через мундштук – воздух не должен вт�?гивать�?�?. Е�?ли каль�?н имеет выпу�?кной клапан, то �?разу же проверьте его и�?правно�?ть. Дл�? �?того, не �?нима�? руки �? шахты, подуйте через мундштук – клапан должен выпу�?тить воздух. Проверьте наличие и каче�?тво уплотнителей. Они должны быть �?ла�?тичными и плотно прилегать к ме�?там уплотнени�?. Уплотнители должны �?то�?ть между шахтой и колбой, между чашкой и шахтой, а также между шлангом и шахтой, но не об�?зательно – е�?ли патрубок �?ам по �?ебе до�?таточно герметично в�?тавл�?ет�?�? в шахту. Е�?ли Вы покупаете отдельные ча�?ти каль�?на – колбу, шахту или шланг, то не забывайте провер�?ть их герметично�?ть.
�?а рынке доминируют два марки табака: Nakhla и Al Fakher. Табаки Al Fakher �?читают�?�? более каче�?твенными и �?то�?т дороже. Табак должен быть влажным. Табаки Al Fakher упакованы в вакуумную упаковку – убедите�?ь в ее цело�?тно�?ти. Табаки Nakhla упакованы негерметично, в поли�?тиленовую пленку – убедите�?ь, что табак влажный. Большин�?тво �?овременных табаков обладают различными вку�?ами и ароматами. �?аиболее попул�?рны табаки �?о вку�?ом �?блока, двойного �?блока, винограда, дыни и вишни. �?о каждый может выбрать �?вой любимый вку�?. Допу�?кает�?�? �?мешивание разных по вку�?у и аромату табаков. Обратите внимание на �?рок годно�?ти табака.
Уголь дл�? каль�?на (каль�?нный уголь) �?лужит дл�? поддержани�? горени�? табака в чаше каль�?на. Производит�?�?, как правило, в виде таблеток, которые очень удобны дл�? и�?пользовани�?, они легко разжигают�?�?, долго гор�?т.
Holla,
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Good luck
[...] der härteren Gangart einer neuen Generation von Teenagern entgegenzukommen. Wo Reitmans Erstling Thank You for Smoking tatsächlich ein bitterböser Film war, wirkt Juno deutlich glattgebügelter und [...]
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3. Решени�? о выплате (объ�?влении) дивидендов, в том чи�?ле решени�? о размере дивиденда и форме выплаты его по акци�?м каждой (типа), категории принимают�?�? общим �?обранием акционеров. Размер дивидендов не может быть больше рекомендованного �?оветом директоров (наблюдательным �?оветом) обще�?тва.
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Спи�?ок лиц, право имеющих получени�? дивидендов, �?о�?тавл�?ет�?�? на дату �?о�?тавлени�? �?пи�?ка лиц, имеющих право уча�?твовать в общем �?обрании акционеров, на котором принимает�?�? о решение выплате �?оответ�?твующих дивидендов. Дл�? �?о�?тавлени�? �?пи�?ка лиц, имеющих право получени�? дивидендов, номинальный держатель акций пред�?тавл�?ет данные о лицах, интере�?ах в которых возлюбленный владеет акци�?ми.
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