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Some Magazine: Music

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Eine meiner absoluten Lieblingspublikationen aus dem studentischen Bereich, und zurecht mehrfach preisgekrönt, ist Some Magazine von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, das von Prof. Sven Völker seinen Studenten gestaltet wird. Jede Ausgabe geht spielerisch, aber niemals eitel mit einem bestimmten Thema um, das Design ist gekonnt, aber nicht selbstverliebt, das Ergebnis ist ein Designmagazin zum Lesen, nicht nur zum Anschauen. «Music» ist von ast-Chefredakteur Hendrik Lakeberg und dem Team um Vanessa Gundermann, Sarah Trieschmann, Julia Franke und Margret Wolf entwickelt und fällt zu keinem Moment in die Falle, nur ein einfaches Musikmagazin zu sein, sondern bleibt dem Geist der vorangegangenen Ausgaben treu. Ganz phantastische Editorial-Arbeit, inhaltlich wie gestalterisch, und ich freue mich jedesmal, wenn ich eine Ausgabe im Briefkasten habe, vielleicht weil mich Some Magazine im besten Sinne an das Colours-Magazin unter der Führung von Adam Broomberg and Oliver Chanarin erinnert.

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2. Oktober 2012 16:23 Uhr. Kategorie Design. Tag , . Keine Antwort.

Typoversity 2

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Den ersten Band von Typoversity habe ich ja bereits ausreichend gefeiert – jetzt entsteht ein zweiter. Patric Marc Sommer und Andrea Schmidt suchen für Typoversity 2 wieder typographisch orientierte Arbeiten aus dem studentischen Umfeld, die die Interviews und Features des Buches abrunden und den aktuellen Stand des schriftaffinen Designs an deuten Hochschulen zeigen. Das Beste: Anders als bei anderen Lookbooks ist das dabeisein völlig kostenlos (es gibt sogar noch ein Gratis-Belegexemplar), einfach eine PDF bis 5 MB an mail@typoversity.com senden und eigene Daten (Name, Adresse, Telefonnummer, Email) sowie die Daten zum Projekt (Datum der eingereichten Arbeit, betreuender Professor/Lehrender, Semester, Hochschule) angeben. Die Arbeiten – die ab Januar 2010 «gültig» sind – werden von einer 1A-Jury begutachtet, die für Qualität sorgt: Neben Patric und Andrea sind dabei: Christoph Dunst, Verena Gerlach, Heike Grebin, Christoph Koeberlin, Dan Reynolds und Birgit Tümmers.

9. Mai 2012 19:56 Uhr. Kategorie Design. Tag , . Eine Antwort.

Bücher machen

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Besser spät als nie drauf hinweisen:
Morgen startet die 1. Tagung des Instituts für Buchgestaltung zum Thema «Bücher machen» an der FH Bielefeld einladen. Von 10 bis 19 Uhr geht es dann am Fachbereich Gestaltung in der Lampingstraße 3, 33615 Bielefeld um folgendes Programm:

10:00 Jenna Gesse Leerzeichen für Applaus
11:00 Achim Böhmer, Sara Hausmann Looking back to the future
12:00 Jost Hochuli Von A wie Anmerkung und B wie Blödsinn bis Z wie Zeiger

13:45 Jost Hochuli Systematische Buchgestaltung
14:45 Judith Schalansky Gebrochene Schriften, abgelegene Inseln […] oder wie ich Bücher mache
15:45 Peter Graf

17:00 Sven Ehmann Datenvisualisierung und Visual Storytelling
18:00 Prof. Ulrike Stoltz KREUZ & QUER/HIN & HER […] nicht-lineares Lesen im Buch.

Bei dem Programm – allein Hochuli wäre die Reise wert, Schalansky ist auf dem Weg zur Bestsellerautorin ersten Ranges und die anderen Sprecher sind kaum weniger prominent – ist verständlich, wenn Dirk Fütterer vom Institut um eine Anmeldung bittet: unter mail@institut-buchgestaltung.de.

Der Besuch der Tagung ist kostenlos. Zur Kostendämpfung bittet das Institut die Besucher um eine kleine Spende von 5€ oder mehr, was angesichts des Programms und der Preise anderer Konferenzen mehr als fair ist. Ich habe morgen Termine und kann nicht ins schöne Bielefeld, aber ich kann jeden Leser nur ermutigen, kurzentschlossen in den Zug zu springen und sich diese Tagung zu gönnen, es kann sich nur lohnen, zumal Dirk Fütterer an der FH und mit dem Institut wirklich ausgezeichnete Arbeiten produziert, die man gesehen haben sollte. Hin Hin…

8. Dezember 2011 19:08 Uhr. Kategorie Design. Tag , . Keine Antwort.

Dimensions of Stadt

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Wer in der Vorweihnachtszeit sonst nichts vorhat und wer sich für die Schnittstelle von Design und Architektur interessiert, den kann es am 15.12. vielleicht nach Dessau ziehen, wo in der Bauhausaule der Fachbereich Design der Hochschule Anhalt die Konferenz «Dimensions of Stadt – Designer erobern den urbanen Raum» startet. Moderiert von Sandra Giegler geht es vor allem um die Verzahnung von verschiedenen Kreativdisziplinen – Design, Architektur,Stadt- und Landschaftsplanung und Stadtplanern, Kulturwissenschaft usw. – zu einem Gesamtkontext, der eben auch beruflich für den Designnachwuchs hochspannend sein kann, der mit seinem prozess- und lösungsorientieren Denken ideal für die Arbeit an urbanen Eingriffen und Planungsaufgaben qualifiziert ist. Davon ausgehend, wie sehr Designer inzwischen in Kultur und auch Innenarchitektur mitmischen, ist es tatsächlich nur logisch, unsere Art, gestalterisch und kommunikationspsychologisch zu Denken auch in den größeren stadtplanerischen Kontext einzuweben – außerdem ist wahrscheinlich alles gut, was die Flut von Designer, die nach wie vor auf den Arbeitsmarkt drängt, auch in neue Felder und Bereiche zu kanalisieren ;-).

Sprecher sind u.a. Jakob Wolf, Anja Wolf, Steffen Schuhmann, Susann Baldermann, Jan Weber-Ebnet, Cordelia Polinna, Detlef Weitz und Julian Petrin.

Um 9.30 geht es am 15.12. in Dessau los, weitere Infos gibt es hier.

22. November 2011 18:31 Uhr. Kategorie Design. Tag , , . Keine Antwort.

Track Me

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TRACK ME ist ein Diplomprojekt von Carolin Lintl, die ich bereits 2008 im Rahmen der Veranstaltung Spektakel an der Stuttgarter Akademie der Bildenden Künste kennen gelernt habe, und die mir später bei der Recherche zu einem Form-Artikel über Peter Brugger Typo-Workshop «Rasterfahndung» mit ihrem Faedel-Font wieder als sehr spannende Design-Studentin über den Weg lief. Jetzt arbeitet Caro an ihrer Abschlussarbeit – und die wirkt ebenfalls alles andere als alltäglich.

Über ihr Projekt schreibt sie selbst:



Wann und wo immer in den öffentlichen Debatten von der Informationsgesellschaft die Rede ist, geht es um Vernetzung, Wissensspeicherung und um den Einfluss neuer Technologien auf das Privatleben jedes Einzelnen.

Die digitale Revolution ist in vollem Gange. Handys werden zu kleinen digitalen Alleskönnern und machen uns überall und jederzeit erreichbar, vernetzen uns mit
dem Rest der Welt und dokumentieren nebenbei unseren Alltag. Jeder kann selbst Videos, Fotos und Texte produzieren und anderen zugänglich machen, was die Fülle
an täglichen auf uns einprasselnder Informationen noch anwachsen lässt. In einer Menge aus kommentierenden, produzierenden und konsumierenden Nutzern
einer größer werdenden Netzgemeinschaft wird Aufmerksamkeit die neue Währung und zum kostbarsten Gut.
 Auch wenn ein reger und nützlicher Informations- und Gedankenaustausch stattfinden kann, ist es eine Herausforderung über das bloße Senden, Empfangen und Archivieren hinaus,in der Masse aus Nachrichten die einzelnen Botschaften wirklich zu Verstehen und sich damit ausreichend aufmerksam auseinanderzusetzen. Viele befürchten deshalb einen zunehmenden Verlust von inhaltlicher Qualität zu Gunsten einer Quantität, eine Reduzierung auf Oberflächlichkeiten und den Verlust realer, zwischenmenschlicher Kommunikationskompetenz.

In Zukunft wird es weniger darum gehen, neue Technologien zu finden, die das Produzieren von Inhalten noch leichter, schneller und kostengünstiger machen, sondern es müssen vielmehr Wege gefunden werden, angemessen auf diese Entwicklungen und ihre Folgen zu reagieren. Dazu gehört auch eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Kommunikationsverhalten und ein bewussterer Umgang mit den dazugehörigen neuen Technologien.

Dazu entsteht im Rahmen meiner Abschlussarbeit eine experimenteller Internetblog.

Eine Eigenart dieses Weblogs besteht darin, dass alle Beiträge, meist gestaltete Beiträge und Texte bekannter Medientheoretiker und Kommunikationswissenschaftler, einem Verfallsdatum unterliegen. Die Laufzeit bemisst sich am Interesse der Leser, d.h Beiträge, die über längere Zeit keine Aufmerksamkeit in Form von Klicks erhalten haben, verschwinden nach und nach. 
Wird so aus einer Masse an Informationen scheinbar relevantes Material, von der Mehrheit der Besucher aussortiert oder konserviert?

Die ständige Veränderungen und die Flexibilität der Oberfläche spiegelt das Wesen des Internets wieder aber fordert den Besucher sich den Inhalt zu erarbeiten, bzw. bewusst damit zu befassen Er kann die Seite nach und nach entdecken und sich aktiv in Form von Kommentaren, Leselinks oder durch Weiterempfehlen durch «selbstgebastelten» digitalen Postkarten mit der Seite auseinandersetzten. Er nimmt aber auch durch passives Beobachten am Prozess des Erhaltens oder der Selektion Teil.

Der Verlauf des Projekts wird, nach einer ersten Beobachtungsphase, in der versucht wird die Aufmerksamkeit der Netzuser auf das Projekt zu lenken, in einem zweitem Teil des Blogs online dokumentiert und damit ist auch nach dem völligem Verlust der Inhalte das Ergebnis Projekts für wiederkehrende Besucher nachvollziehbar.

Die Site zur Abschlussarbeit präsentiert sich ein wenig verstrahlt als charmant-ungelenke Multimedia-Site, die mit pixeligen Bildern, winzigen Scrollfenstern und dem grandiosen Flair eines 80er-Jahre-Betriebssystems auf harten Partydrogen. Das Design ist angenehm retro, etwas antidesign-sperrig, erinnert irgendwie auch auch an Telespiel-Ästhetik und ist dennoch strikt und streng gehalten – man hat stets das Gefühl, das hinter dem wuseligen Feeling der Site eine gestalterische Absicht steckt.

Auf dem iPad funktioniert das Ganze leider nicht – iOS kommt mit den integrierten Scroll-Fenstern und einigen Script-Details nicht klar, aber am Rechner ist die Site einen Besuch und einige Zeit wert, um die Texte und Inhalte und Links zu entdecken, mit denen Carolin Lintl aufwartet – und die Überraschungen zu erleben, etwa wenn man irgendwo klickt und auf einmal blau blinkender GIF-Horror den halben Bildschirm erobert. «Track Me» macht Spaß und zieht das, was im Print seit einigen Jahren an «sperrigem» Design passiert (wie etwa die aktuelle Spex-Optik) recht konsequent ins Netz – und zwar nicht als Zitat der Print-Ästhetik, sondern in das andere Medium übersetzt, mit schönen Referenzen an die Untiefen schlechten Webdesigns, die hier Teil eines sehr gelungenen Ansatzes werden. Das Ergebnis ist eine spielerische Website, die zum explorativen Spiel einlädt, die sich nicht dem derzeitigen Trend zum einfachen Info-Häppchen beugt und die zur Auseinandersetzung mit Komplexität auffordert, also auch etwas Entdeckergeist braucht. Unter dem phantastisch kruden BTX-Q*bert-Design hat das Konzept Ecken und Kanten, Fehler und Macken – und erinnert genau deshalb wohltuend an die Arbeiten von Metahaven, in dem Sinne, dass die Site ihr eigenes Medium Internett mit den Mitteln eben dieses Mediums selbst in Frage zu stellen versucht und an dessen Grenzen treiben will.

Also los – TrackMe besuchen, ansehen, herumstöbern, lesen, kommentieren und ab und zu reinsehen, wie sich die Sache entwickelt. Ich jedenfalls bin gespannt drauf.

22. Juni 2011 05:45 Uhr. Kategorie Design. Tag , , . Keine Antwort.

Typoversity – mit Giveaway

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Typoversity ist ein Buch mit dem Herz am rechten Fleck. Es gehört mit 240 Seiten und mit einem Preis von 25 € in die Kategorie von Designbüchern, die sich jeder leisten kann, es ist liebevoll gestaltet und nähert sich seinem Thema so vielseitig und gekonnt, dass es eine Freude ist.

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Die beiden Design-Made-In-Germany-Macher Nadine Roßa und Patrick Marc Sommer sind mit Andrea Schmidt, die auch mit Patric für die Gestaltung zuständig war, als Herausgeber von Typoversity noch nahe genug dran an der universitären Erfahrung, um zu spüren, wie wenig Licht auf die Leistungen von Studenten fällt – geschweige denn im typographischen Bereich. Sicher, einige Professoren – allen voran Fons Hickmann und Klaus Hesse – schieben aus eigener Kraft die Projekte ihrer Studenten in Wettbewerbe und beweisen dort, wie gut studentisches Design sein kann, aber oft genug haben die Studenten selbst oder auch die Fachhochschulen nicht das Budget, an größeren Designwettbewerben mitzumachen, zumal es hier oft zu Verzerrungen kommt – die freieren Uni-Arbeiten wirken mitunter, je nach Wettbewerb, seltsam zwischen den markt-orientierteren «realen» Werken. «Sushi» ist eine willkommene Ausnahme – ebenso wie die TDC und ADC Nachwuchsprogramme – aber eine Publikation, die sich exklusiv auf Studenten-Output in Sachen Schriftdesign, -experiment und -layout konzentriert, ist dennoch eine Ausnahme, und in diesem Fall eine ausgesprochen schöne dazu.

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Denn das kompakte Buch kommt nicht nur im edlen Les-Naturals-Karton mit Letterpress von Bölling daher, sondern besticht auch im Inneren mit einer liebevollen Gestaltung auf Werkdruckpapier, die ein wenig an alte Hermann-Schmidt-Publikationen erinnern, die Art von humanistisch zweifarbigem Textsatz auf Naturpapier, die Thematik, man wundert sich impulsiv fast, dass dieses Buch eben nicht bei Bertram und Karin Schmidt-Friderichs erschienen ist, sondern bei Norman Beckmann – aber der Look steht ja tatsächlich für eine gewisse Haltung zur Typographie und ist vielen Studenten wahrscheinlich aus «Lehrbüchern» von Schmidt vertraut und passt insofern ideal. Es zeigt auch, das der Hermann-Schmidt-Verlag fast eine Art Genre etabliert hat, in dem auch andere Publikationen und neue Verlage erfolgreich funktionieren, das eine Mischung aus Showcase und Fachbuch ist. Denn wo viele andere Designbücher es beim reinen Arbeitenzeigen belassen, weil es einfacher ist, nur Bilder zu reproduzieren, macht sich Typoversity die Arbeit, textlich in die Tiefe zu gehen. Die Studenten stellen ihre Projekte teilweise ausführlich vor bzw. zitieren ihre Projektstrategien, Interviews mit den Studenten – etwa mit Jenna Gesse über ihr Buch «Leerzeichen für Applaus» – vertiefen die Ansätze und Ideen, so dass die nur anhand von Bildern oft zu abstrakt wirkenden Projekte greifbar und nachvollziehbar werden und man als Leser einen soliden Einblick in das bekommt, was sich in den Projekten an den Fachhochschulen und Universitäten tut. In einem gelb abgehobenen Textteil kommen zudem die Professoren zu Wort – mit einer mehr als feinen Auswahl, darunter so bekannte Protagonisten wie Nora Gummert-Hauser, Jürgen Huber und Christian Hanke, Indra Kupferschmid, Jay Rutherford oder Dan Reynolds, um nur einige wenige zu nennen. Das Buch, als Projekt, als Package, als Endergebnis, ist so überzeugend, dass man es eigentlich auch als Designer im Schrank haben sollte, wenn man sich nur wenig für den typographischen Nachwuchs interessiert – und jede Designschule sollte es in großer Menge an Erstsemester verteilen.

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Zugleich ist es eine Meditation über die Bedeutung typographischer Lehre im Design. Nicht nur in den Interviews, aus denen eine wahrscheinlich zum Bachelor-Umbruch und zu leeren Staatskassen passende Mischung aus Aufbruchstimmung und persönlichem Engagement versus einer gewissen institutionellen Frustration mit mangelnden Möglichkeiten spricht, sondern auch in Form der Arbeiten selbst. Die ganze Bandbreite von Schriftschaffen, von relativ soliden Fontentwicklungen bis zu mal mehr, mal weniger gelungenen pragmatischen und experimentellen Print-Arbeiten zeigt wie unterschiedlich und vielfältig die Lehransätze sind (und wie wichtig es eigentlich für Studenten wäre, sich vorab über diese Unterschiede zu informieren bzw. informieren zu können). Die Tendenzen der Branche – von der Rückkehr zum zum Handmade-Look bis zu neo-sachlichen oder post-dekonstruktiven Designansätzen – kommen über die Studenten prototypisch zurück und spiegeln auf seltsame Art wider, wie Studenten und Lehrende auf Trends im Design reagieren und diese somit hinterfragen oder auch festigen. Manche Ergebnisse wirken dabei etwas altbacken, wenn etwa Raum-Fläche-Verteilungen zu Designs führen, die etwas an Plakatgestaltung aus den 70s erinnert, manches wirkt so brav, als wäre es schon in einem Bewerbungs-Portfolio, manches erinnert frappant an die aktuellen Vorbilder der Studenten, wieder anderes hat eine ernsthafte Unschuld und zeigt die Zeit und den Mut zur Suche nach eigenen Lösungen, das es eine Freude ist, sich die Arbeiten anzusehen. Von Design-als-Dienstleistung bis zu Design-als-Rebellion, Typoversity versammelt einen extrem spannenden Querschnitt durch die Ansätze der Hochschulen und dürfte deshalb nicht zuletzt auch Studenten-in-Spe helfen, sich für eine Schule zu entscheiden, die ihren Vorlieben entspricht.

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Nun bin ich als Designer ja eigentlich ausgesprochener Freund des angewandten, «funktionierenden» Designs. So sehr mich Arbeiten von vier5 oder metahaven begeistern, am Ende bin ich ein Kind von Leuten wie Aicher, Weidemann und Spiekermann und will Design, das wirkt, das sozial ist und nicht «künstlerisch» orientiert. Kunst ist Mittel, nicht Ziel, das ist für mich nach wie vor eine sinnvolle Kommunikation. Dessen ungeachtet finde ich, dass gerade an den Hochschulen das Entdecken, das Spielen, das Experiment und damit unweigerlich auch ein Design, das mit beiden Füßen, einem Ellbogen und dem halben Gesicht in der «Kunst» steht, ungemein wichtig. Freies Experiment ist die Brutkammer für all die Fehler und Fehlschläge, die am Ende zu der Erfahrung führen, die für «funktionierendes» Design wichtig ist. Studenten brauchen, so seltsam das klingt, idealerweise einen Mix aus pragmatischen, handwerklich orientierten Dozenten und solchen, die ihre Köpfe in Brand stecken, Horizonte verschieben und sie seltsame Dinge tun lassen. Unter diesem Aspekt ist fast verwunderlich, wie wenig wirklich avantgardistisches in Typoversity steckt – verwunderlich und erschreckend. Enorm viele Arbeiten sind fast Portfoliotauglich, hier eine Webpage, dort in liebevoll gemachtes Buch, Plakate, Schriften – alles enorm markttauglich, viele Arbeiten so gut gemacht, das man die Leute vom Fleck weg engagieren möchte. Was etwas fehlt, ist der, um Gregor Eisenmann zu zitieren, «kranke Shit». Da gibt es ein wenig Buch-Entstellung, da gibt es Experimente, die aber an Holzer, Underware, Sagmeister erinnern, also auf verlässlichen Pfaden wandeln, da gibt es Schriftentwürfe, die sich à la 90s gegen die Lesbarkeit aufwenden – aber es gibt nach zweifachem Lesen kein Projekt, wo mir der Kopf weggeflogen ist. Das ist keine Kritik – weder am Buch, noch an den Studenten und erst gar nicht an den Lehrenden – sondern eher Verwunderung. Ich hab selbst acht Jahre den Dozenten gegeben und weiß, wie unfassbar schwer es ist, als Lehrender aber auch für die Studenten selbst, im Rahmen von ein zwei Semestern komplett wirsche Sachen zu provozieren und produzieren… und sich dennoch nicht permanent vorzuwerfen, dass man bei einem solchen Trip den «Stoff» und die Vorbereitung auf die Arbeitswelt total vernachlässigt. Was auch richtig ist – im Grunde ist die Aufgabe, vor allem beim Bachelor (seufz), eine Art Ausbildung zu liefern. Und ich bin wahrscheinlich nicht der einzige Arbeitgeber, der sich fragt, ob diese Ausbildung nicht sogar noch sachlicher und fachlicher sein müsste, mehr Know-How in Sachen Marketing, Werbung und und und vermitteln müsste, mehr Praxiserfahrung. Das Studium ist also ohnehin überfrachtet – von den verschiedensten Seiten. Dennoch ist es schade, dass insgesamt doch recht wenig Punk, recht wenig Böses in den Seiten von Typoversity passiert, denn es spricht für eine gewisse Bravheit der Studenten – und Design braucht eigentlich, um sich als Branche aber eben auch als Kommunikationsmedium per se weiterzuentwickeln – immer wieder Nachwuchs, der alles in Frage stellt, die Tempelsäulen einreißt und konzeptionell wie gestalterisch neue Ufer entdeckt. Insofern ist es natürlich eine Freude, so viele anwendungsorientierte Arbeiten zu sehen, die oft so sauber und gelungen gemacht sind – aber irgend etwas in mir wünscht sich zumindest ein zwei Brandstifter, die ihre Energie nicht in etwas zu kopflastigen Experimenten verpuffen, sondern die eine viskerale, brutale Energie haben, die mich als Betrachter zugleich abstoßen und anziehen, irritieren, provozieren und mitreissen. Es ist wahrscheinlich den Reformen an den Hochschulen zu danken, dass die Chance, die Universität als Labor für Sturm und Drang zu sehen, so lange Unsinn zu produzieren, bis Sinn emergiert, ein wenig vorbei ist. Die Frage ist aber, ob wir wirklich jedes Jahr hunderte von «funktionierenden» Design-Absolventen brauchen, für die es z.T. gar keinen Arbeitsmarkt gibt und die ein wenig seltsam zwischen Kunst und Werbung hängen… oder ob es nicht auch sinnvoll ist, Design als Studium einer Haltung gegenüber Gesellschaft und Welt zu sehen, in der – und das wäre die große Ausnahme in den Universitäten – das permanente Hinterfragen des Status Quo, das Experiment, die Rebellion und damit der starke Wunsch nach Veränderung wichtiger ist als Anpassung an Arbeitswelt. Dann nämlich würden die «etablierten» Designer aus dem Ideenpool der Studenten Anregungen und Inspirationen suchen – sozusagen die «wilden» Ideen zivilisieren und filtrieren… und nicht mehr umgekehrt die Universitäten zu Orten, an denen bestehendes Design ein Stück weit emuliert und aufgearbeitet wird.

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Für die Designbranche als Ganzes – denn ich kenne ja genug Studenten, die genau diese Energie zum Experiment in sich tragen – würde das unterm Strich vielleicht sogar mehr bringen, denn mit den Jahren würde nicht nur unser «Genre» visuell und inhaltlich deutlich voran geschoben werden, vielleicht sogar jenseits der endlosen stilistischen Rückgriffe, die heute in sind, und eine eigene neue, evolutionäre Form finden, vor allem würde eine Generation selbstbewussterer Gestalter entstehen, die das Experiment als Lebensform begriffen haben und ihr Leben – und damit wahrscheinlich unser aller Leben – langfristig durch eben solche Experimente, Startversuche, grandiose Fehlschläge und ebensolche Erfolge, bereichern würden. Aber das geht natürlich weit jenseits der individuellen Studenten und Dozenten – die ja alle absolut mehr als ihr bestes geben -, hier geht es fast um ein kulturelles Wollen des Staates und eine Haltung zu Design (und Architektur) als «Geisteswissenschaft» und um die Frage, was Universitäten sein sollen – Ausbildungsmaschinen oder Orte, an denen Menschen und Gesellschaften sich neu erfinden. (Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte). ich weiß nicht, ob die Hochschulen – durch Schwerpunktsetzungen, Dozentenauswahl, Involvierung von Studenten, Branding usw. – hier selbst etwas tun können oder ob tatsächlich nicht ein Umdenken auf Landes- und Bundesebene gefragt wäre. Wenn in England schon die erste private «geisteswissenschaftliche» Hochschule eröffnet wird, weil sich die eher neoliberal tickenden Briten darum staatlich kaum noch kümmern, dürfte man sich in Deutschland erinnern, dass neben den Ingenieursfähigkeiten eben doch auch das Denken und Philosophieren ein deutsches «Alleinstellungsmerkmal» ist – und eine Qualität, die man nicht mirnixdirnix aufgeben sollte.

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Typoversity zeigt insofern die Hochschulen im Querschnitt als Momentaufnahme – moderner als noch vor einigen Jahren, von einer neuen Generation Lehrender angefeuert, mit einer ganz anderen Art von Studenten, aber zum Teil auch überfordert, unterfinanziert und ein wenig orientierungslos im Strom der Anforderungen zwischen Kommerz und Kunst, getragen von hochmotivierten und designaffinen Lehrpersonal und Studenten mit Herzen und Seelen von Kämpfern, die sich gegen den Apparat und das systemische Trägheitsmoment wehren. Es zeigt – wie so viele Portfolio-Books – oft ununterscheidbar gute Arbeitsergebnisse, in denen es für Absolventen immer schwieriger wird, sich zu profilieren und einen USP zu finden. Vor allem aber zeigt es Typographie als nach wie vor zentrales Fach für Design, das alles andere als ein How-to-Fach ist, in dem etwas Schriftexperiment und Geschichte vermittelt wird. Es ist, paradoxerweise, trotz der ureigentlich handwerklichen Orientierung heute ein Kopf-Fach, in dem gearbeitet und konzeptioniert wird, und in dem Design-Denken vermittelt wird, vielleicht weil Schrift eben immer noch Medium des greifbar gewordenen Denkens ist.

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Und darin einen Einblick zu gewinnen – das ist für 24,90 € mehr als geschenkt. Man kann nur hoffen, dass das Buch ein Erfolg wird und ein Dauerbrenner und wir von Roßa und Sommer noch einige Folgebände bekommen, die die Entwicklung studentischer Arbeit mit Schrift und Layout über mehrere Jahre dokumentiert.

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Weil das hier kein gekauftes Buch ist, sondern ein Exemplar, das Patrick mir persönlich geschickt hat, würde ich es gern verlosen. (Liest so weit unten überhaupt noch jemand mit?) Die Sache ist relativ einfach: Mitmachen können nur Studenten (ich prüfe das nicht nach, ich vertraue den Einsendern). Bitte schickt mir eure beste eigene typographische Arbeit, je wilder, desto lieber – der Student mit der schönsten Arbeit (subjektive Entscheidung mit dem nodesign-Team als Jury) bekommt das Buch geschenkt, portofrei. Also: Einfach eine Mail an schellnack@nodesign.com mit einer kleinen PDF, vielleicht ein paar Worte dazu und eure Adresse. Einsendeschluss ist in einer Woche. Ich bin sehr gespannt, ob überhaupt noch Designer (geschweige denn Studenten) dieses Blog lesen und ob überhaupt bzw. was da bei uns ankommt.

16. Juni 2011 08:07 Uhr. Kategorie Design. Tag , . 4 Antworten.

Eingewechselt: HD bei DesignDiscussion 28

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Als Last-Minute-Ersatzmann für den erkrankten Hans Peter Thurn springe ich heute abend wahrscheinlich etwas übermüdet in der Krefelder Fabrik Heeder in der 28. DesignDiscussion mit Erik Schmid ein. Ich habe da etwas spontan zugesagt und bin natürlich total unvorbereitet, aber Erik scheint zu glauben, dass ich als «kommunikative Allzweckwaffe» irgendwie wohl auch so zu seinem Thema etwas sagen kann – ich bin ja mal gespannt. Thema sind Soziale Medien, Blogs, Twitter, Web, und wahrscheinlich (unweigerlich bei mir) auch iPad und Konsorten. Krefeld ist etwas abseits, aber vielleicht sieht man sich ja…

24. März 2011 12:20 Uhr. Kategorie Design. Tag . 5 Antworten.

GUM

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Es liegt schon eine ganze Weile, inzwischen etwas zerlesen, auf meinem Schreibtisch und obwohl Daniela es schon vor einer ganzen Weile photographiert hat, komme ich erst jetzt dazu, es vorzustellen, dafür aber umso überzeugter: Das GUM-Magazin der FH Bielefeld ist in der elften Auflage unter der Führung von Dirk Fütterer komplett überarbeitet und zu einem über 200 Seiten starken Portfolio mutiert ist. Von einem Magazin darf man kaum reden – auch wenn ja alle FH-Lookbooks sich so nennen -, es ist vielmehr eine Reise durch photographische und gestalterische Arbeiten der letzten Jahre, auf den inzwischen etwas unvermeidlichen rosa Kopierpapier-Look-Seiten von Text begleitet, ansonsten aber primär visuell, der begleitende Text zu den Arbeiten ist entlang der Lesbarkeitsgrenze versteckt.

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Das etwa A4 große Paperback ist natürlich traumhaft schön anzusehen, arbeitet es doch größtenteils mit atemberaubend gelungenen Photomaterial, dass die drei Designer frei flottierend auf den Seiten verteilen, über den Rand laufen, auf die folgende Seite umschlagen lassen. Das offen schwimmende ist Gestaltungsprinzip der GUM, und es schafft den selten Sprung, dass man die Gestaltung einer reinen Portfolio-Publiktation an sich überhaupt wahrnimmt. Mitunter ist das begeisternd, wenn man als Leser das Gefühl bekommt, sozusagen auf einer unendlich großen Leinwand herumzukrabbeln, die nur für die Publikation zerschnitten wurde. Ein Effekt, der absolut neugierig auf das macht, was da oben und unten am Rand «verschwindet». Manchmal, keine Frage, kann es aber auch nerven, wenn das Design so offensichtlich vor den Inhalt tritt und sich vielleicht einen Hauch zu wichtig macht, oft auch auf Kosten der Präsenz der Materialien, die in dem großzügigen und zugleich doch unruhigen Weißraum oft nicht richtig wirken, mehr Ruhe hätten gebrauchen können. Das Design wirkt insofern einen Hauch zu zeitgeistig, diese kleinen schwimmenden Bilder, die pinken Seiten, vermeidet aber die wirklich krassen Nachäffereien und schafft alles in allem einen enorm wertigen Auftritt durch das feine Papier, die zurückhaltende Typographie und das unruhige Raster, das das sehr heterogene Material eben einen Hauch «gleicher» wirken lässt und auch den ansonsten schwierigen Bruch zwischen Photoarbeiten und Designarbeiten sehr gut abfedert, eine Technik, die es ja zum Teil auch schon in der Bielefeld-Publikation «Gibt es die Welt auch ohne Mich» gab, allerdings von größeren Aufnahmen durchbrochen.

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Es ist manchmal erschreckend – und beflügelnd – welchen Unterschied eine einzige Person an einer FH, in einem Fachbereich, machen kann. An allen FHs, die ich so kenne, gibt es diese ein oder zwei oder drei Dozenten und den dazu gehörenden Kreis engagierter Studenten, die Projekte anschieben, die auf der Höhe der Zeit in Sachen Design denken, die wirklich gute Sachen anschieben. Und plötzlich entstehen da Publikationen, Veranstaltungen, Projekte, Workshops und die FH, die du vorher vielleicht nie auf dem Radar hattest, produziert in Kette beachtenswerte Sachen und wirklich gute Designer, die ohne Frage einen Footprint hinterlassen werden. Fütterer – zumindest wirkt es so auf mich – ist so einer von diesen Leuten, einer dieser Katalysatoren, der als Professor an der FH Bielefeld sogar fast beschwingter und leichthändiger, essentieller, wirkt als in seinen eigenen Arbeiten als Designer, als würde die Loslösung von einem konkreten Kunden in ihm frische Energien freisetzen, entfesseln. Es macht Spaß, diesem Prozess von Energiegewinnung in der GUM zuzuschauen, die Fütterer nach sechs Jahren Dornröschenschlaf wieder wachgeküsst hat. Ich jedenfalls freue mich auf die weiteren Ausgaben!

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3. Dezember 2010 18:55 Uhr. Kategorie Design. Tag . Keine Antwort.

Adieu!

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Hinter dem schönen Plakat verbirgt sich durchaus mehr als nur der Abschied einiger Studenten von ihrer Hochschule in die «echte Welt» – es ist auch der Abgesang auf die Designschmiede der Bergischen Universität Wuppertal, die über lange Jahre nicht nur wegen Brock und Loesch legendär war und die im Grunde mit dem Übergang zur Folkwang langsam aber sicher dichtgemacht wird.

Die Ausstellung, die hauptsächlich von HG Schmitz und Heribert Birnbach betreute Arbeiten zeigt, beginnt morgen um 18.00 h und endet am Samstag Sonntag um 18.00 Uhr auf dem Campus Wuppertal in der Fuhlrottstraße 10. Mehr Info und einige erste Bilder der Arbeiten gibt es hier.

30. September 2010 15:20 Uhr. Kategorie Design. Tag . Eine Antwort.

HahaH.Hehe hehihihi hoho, Huhuhu.

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Keine Frage – Dirk Fütterer von der FH Bielefeld macht das Beste aus seinem Job und kommt mit einer schönen Publikation nach der anderem aus seinem Institut für Buchgestaltung, sicher nicht zum Schaden seiner Studenten oder des Rufes seiner Hochschule. Nachdem bereits Leerzeichen für Applaus einen Verlag fand und demnächst bei Niggli erscheint (und das reale Erscheinen, wie ich finde, ist die Nagelprobe und Krönung zugleich für studentische Arbeiten, da die meisten viel zu teuer gedacht sind für die echte Verlagswelt) kommt hier ein Buch das nicht ohne Grund «Im Ernst» im Untertitel führt. Das kleine schwarze Magazin versammelt studentische Arbeiten aus den letzten 6 Jahren im Rahmen des Trauergewandes, Black in Black, und schafft so den clownesk-todernsten Rahmen für typographische Experimente, die nichts anderes tun, als Gelächter zu visualisieren. Was beim ersten Durchblättern ein wenig banal wirkt, entpuppt sich mit etwas Ruhe aber als so einfaches wie geniales Experiment im Sinne eines Emil Ruders oder Wolfgang Weingarts. Minimalistische Aufgabenstellung, minimalistische Typographische Möglichkeiten, keine Farbe und die Aufgabe, eine abstrakte emotionale Geste wie Lachen visuell abzubilden – und die Ergebnisse sprechen für sich. Vom lauthalsen, explosiven Lachen, vom Prusten, vom leisen Kichern, von einsamen und gemeinsamen Gelächter, vom betrunkenen Gegibbel, vom in sich kollabierenden Hahaha scheinen die Lautmalereien zu erzählen, deren typographische Expression oft an den frühen Loesch erinnert und einen seltsamen Flashback in die 70er, in die künstlerisch gestalteten Plakate mit sich bringt. Und immer wieder dabei Lösungen, die alles andere als langweilig sind, die gegen die Aufgabenstellung aufbegehren, die aus der lapidaren Aufgabenstellung mehr rausholen als eigentlich drin sein dürfte, die also wirklich gut sind.

Es ist seit jeher meine Aufgabe, dass es an Hochschulen absolut Sinn macht, scheinbar dumme Aufgaben zu stellen. Allein, um die Blockade bei den Studenten zu durchbrechen, deren erste Reaktion ja ein kollektives «Was soll der Scheiß» ist. Ich vergleiche das gern mit Karate-Kid, wo der junge Karate-Aspirant ja auch die dümmsten Aufgaben erfüllen muss, die sich aber später im Kampf natürlich trotzdem als sinnvoll erweisen. So ist das tatsächlich ein wenig. Zum einen lernt der Student, dass Design nicht wirklich immer Spaß machen soll – es ist keine hedonistische Angelegenheit, sondern eine empathische -, zum anderen nimmt man mit, dass man mit genug Liebe und Energie eben auch aus Mist etwas machen kann, auch aus unlösbaren Aufgaben eine Lösung melkt. Diese Art von Design-Koan-Übungen, die nirgends so gut exemplifiziert sind wie in Chip Kidds Cheese Monkeys , ist eine gute Vorbereitung auf die Briefings und Aufgaben, die du in der Realität als Designer vor dir hast, die oft auch davon leben, das man die Energie aufbringt, dennoch nach einer guten, spannenden Lösung zu suchen, wo auf den ersten Blick keine sein kann.

Insofern bringt das auf den ersten Blick so praxisfern scheinende Experiment in diesem Buch vielleicht dem Studenten mehr Erkenntnis als das Gestalten eines Corporate Designs oder zwei Stunden Photoshop-Tutorial. Nicht, weil er sich mit Schrift, Raum, Kinetik und Choreographie befassen muss, sondern vor allem, weil diese Aufgabe wahrscheinlich nach einer Weile herausragend spaßfrei ist und man sich als das fünfte Semester, das die gleiche Aufgabe angeht, sicher fragt, wie man aus dieser Idee noch irgend etwas Neues melken könnte. Und diese Frustration, dieses Nuß-Knacker-Denken, ist natürlich ein grandioser Schlüssel zum Design-Denken, und an den fertigen Arbeiten bekommst du dann eben auch eine Ahnung, wer von den gezeigten Studenten ein guter Gestalter werden könnte – und das sind nicht wenige.

Und jetzt bitte, in farblosestem Weiß natürlich, den Gegenband von sechs Jahrgängen, die in Buchstaben das Weinen visualisieren. ;-)

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15:07 Uhr. Kategorie Design. Tag , . Keine Antwort.

Schauraum 4

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Gestern war ich kurz auf der Diplomschau der FH Dortmund. Leider ohne so richtig Zeit, mich in die Sachen zu vertiefen – was bei 80 gezeigten Abschlussarbeiten (Diplom und Bachelor) auch völlig unmöglich war, zumal die Komplexität der Abschlüsse teilweise enorm ist. In die harte Kreativität eines halben oder ganzen Jahres, die sich in multimedialen Installationen, dicken Büchern, vertiefenswerten Photos und Illustrationen niederschlägt, kann man nicht in einer Viertelstunde, einer halben Stunde eintauchen. Und – schrecklicherweise – auf Erklärungen des Absolventen und hermeneutische Hilfestellung durch den Dschungel der Referenzen jeder einzelnen Arbeit hat man bei 80 Studenten eigentlich auch keine Lust. Und so führen Abschluß-Zeigungen heute eine seltsame Krux des Designs vor, indem sie einerseits zeigen, wie wenig der Arbeiten sozial sind, sofort verständlich, einfach, klar zugänglich und wie viele an der Grenze der Kunst laborieren, für die gute Note noch mehr beeindrucken müssen, spektakulärer, andersartiger sein wollen, und wie das in der Masse dann oft langweilend und verkopft wirken kann (in der Masse – die einzelne Arbeit für sich ist meist toll). Design wird so selbstreferentiell – und wenn man sich die Plakate ansieht, die in und an der Uni hängen, wird schnell deutlich, dass die Designer nur noch dann zeigen können, was sie wollen, wenn sie für sich selbst und Gleichgesinnte arbeiten, weil nur diese ihren Stil noch begreifen… und das ist eine bedrohliche Tendenz. Andererseits wird schon in diesem Mikrokosmos klar, dass wir eine gesunde Grenze in der Ausbildung überschritten haben – es gibt schon hier zu viele Arbeiten, um sie erfassen, gewichten, vergleichen, kennenlernen zu mögen. Wenn wir über die Übersättigung des Designmarktes sprechen, hier wird sie greifbar, hier greift sie sogar tatsächlich an – die Flut guten Designs wird geballt zur Attacke, der man am Ende durchaus auch entkommen möchte, aus dem Vakuum gutgestalteter Egozentrik zurück in die Welt häßlicher Plakate und Flyer, die aber wenigstens aus realem Auftrag kommen.

Wie gesagt, die einzelnen Arbeiten sind oft gut und sehr gut – würde man nur die besten zehn Arbeiten sehen, man wäre wahrscheinlich begeistert -, und wie im Vorjahr zeigt sich eine zwar sehr durchwachsene Qualität, die aber am oberen Ende, sofern sie nicht endlos Mario Lombardo kopiert, viel viel besser ist als die FH noch vor fünf Jahren war und die ein unglaubliches Potential zeigt. Es ist die schiere Masse, die dich erdrückt – das Zuviel an Bildern, Büchern, Gewolltem und Gutgemeinten. Und natürlich die Frage, was diese 80 (!!!) Absolventen eigentlich am Kreativmarkt machen werden. Laß es nur 30 oder 40 Designer sein, oder 20 Photographen… wo kommen die Aufträge dafür her? Und das ist nur eine FH, während drumherum in Essen, Wuppertal, Krefeld, Münster, Düsseldorf, Bielefeld etc. in ganz NRW mit der Umsetzung von Bologna und dem hohen Aufnahmedruck des Landes (der mit der ansonsten etwas populistisch-kurzsichtigen Abschaffung von Studiengebühren vielleicht wieder zurückgeht) ganz ähnliche Zahlen emergieren. Dass Designer ein neues Lumpenproletariat werden, Freelancer und Büros in einen selbstzerfleischenden Wettbewerb geschleudert sind, wird beim Gang durch die so herrlich bürokratischen und zugleich verrockten Gänge von Dortmund absolut greifbar – es ist, als würdest du als Auftraggeber plötzlich einen Pitch mit 50 Büros haben. Mein Mitleid gilt den Dozenten, die sich durch diese Flut voranschwimmen müssen und anders als die Kollegen in Jura und BWL nicht ein Fach haben, in dem klare Tests, hartes Absägen und nücherne Wissensorientiertheit als Werkzeuge zur Benotung zur Verfügung stehen, sondern eigentlich der individuelle Diskurs, die kleine Gruppe, das persönliche Vermitteln von Handwerk und Vision und einer ganz erschreckend vielseitigen Kulturleistung im Vordergrund stehen müssen.

In Wuppertal ließ Andreas Uebele, selbst Professor in Düsseldorf, keinen Zweifel daran aufkommen, dass seiner Meinung nach zu viele (und zum Teil wohl auch nicht immer die bestqualifizierten) Studenten Design studieren und es ging ein Raunen durch den Raum einer Fachhochschule, deren Designbereich gerade geschlossen wird. Aber generell hat er unbedingt recht… nicht einmal nur, weil am Ende zu viele Leute mit zu leicht verdienten 1,3er BAs durch den Markt gehen, sondern vor allem, weil niemand sich die Mühe macht, den Studenten zu erklären, dass sie in eine möglicherweise prekäre Berufssituation hineinstudieren. Es ist stets die Krux des scheinbar im späteren Leben Erfolg versprechenden Studiums, dass es durch die eigene Beliebtheit dann irgendwann so überlaufen ist, dass der versprochene Erfolg für viele Studenten ausbleiben wird. Dieses universale Glücksversprechen eines verworrenen und weichgespülten Bildungssystems, in dem der Staat allen Eltern das perfekte Glück für ihre Kinder versprechen will – möglichst jeder kann Abitur machen, möglichst jeder kann studieren, möglichst jeder kann Kanzler werden – ist an sich wunderbar, nur leider ist es nicht gerecht, weil es immer schon gelogen war. Es gibt in jeder Branche Effekte von Mangel und Überflutung, von Angebot und Nachfrage… und wenn das Bildungssystem nicht sorgfältig auf solche Tendenzen reagiert, wenn es so gar kein Konzept dahinter gibt, was wer wie wo studiert oder studieren kann, wenn anything goes die Maxime ist und wenn Unterschiede im Können durch eine zunehmend egalitäre Notenvergabe ausgeschliffen werden, dann greifen eben andere Mechanismen, die leider viel härter sind, später im Leben kommen und die in ihrer Gnadenlosigkeit viel ungerechter sind als eine frühe pädagogisch ernsthafte Härte. Nur kann dem Staat es dann eben etwas egal sein, denn den Rest regelt der böse Arbeitsmarkt, und für den kannst du als Politiker nichts, du kannst die Opfer dann mit Sozialleistungen abfedern – und die sind dann perfiderweise im Haushalt höher, viel höher, als die Bildungsausgaben. Nur – sinnvoller wäre es eben anders herum.

Und so gehst du in Dortmund an teilweise ausgezeichneten Arbeiten vorbei, bist traurig, in der Flut keine Zeit für das Einzelne zu haben, durch die Masse innerlich unruhig zu werden und nur kursorisch hier zu blättern und dort zu schauen, weil es so ist, als würden in einem Plattenladen fünfzig Alben gleichzeitig laufen. Das Zuviel, an dem die Gesellschaft ja insgesamt leidet, wird hier erstickend deutlich. Und wo es einerseits enorm Freude bereitet und Stolz macht, dass so viele junge Menschen so kreativ auf die Reise gehen, sich entdecken und testen und finden, wo es toll ist, wie jeder individuell sein Ding macht… so zynisch wird man in der Gesamtschau, wenn man sich betrachtet, wie in der Design-, Photo-, Architektur- und Filmbranche gerade Aufträge vergeben werden und wie schon die bestehende Struktur kaum noch ernsthaft aufrechterhalten werden kann. Und gerade da wirst du traurig, wegen des Missverhältnises zwischen den guten Arbeiten und den tollen Leuten hier, die mit Herzblut und Energie bei der Sache sind, und der harten Realität, die diese Leute zwingt, sich härter und schneller zu prostituieren oder unter Wert zu verkaufen, als gesund ist. Ich jedenfalls drücke den Absolventen, die hier teilweise großartige Arbeiten gezeigt habe, beide Daumen…

So, genug geredet, her mit ein paar lose geschossenen Eindrücken:

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18. Juli 2010 09:12 Uhr. Kategorie Design. Tag . 6 Antworten.

Schauraum 4

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Die über 90 Dortmunder Abschlussarbeiten aus Fotodesign, Grafikdesign, Objekt- und Raumdesign sowie Film zeigt die FH Dortmund vom 16. – 18. Juli 2010 in der vierten Schauraum-Ausstellung. Weitere Infos gibt es hier, einen kleinen Trailer als Vorgeschmack hier.

7. Juli 2010 13:24 Uhr. Kategorie Design. Tag . Keine Antwort.

Kokolores in der Novum

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Die Novum lesen wir ja ohnehin sehr gerne im Abo und lieben sie wegen der immer schönen Vorstellung von ausgefallenen Papieren und Drucktechniken, aber diesen Monat war die Freude im Büro extragroß, als unsere Praktikantin Danny entdeckte, dass ihr Diplom «Kokolores» in der Novum-Diplomschau vorgestellt wurde. Danny und ihr Freund Sebastian liefern sich derzeit fast eine Art Gefecht, wer öfters gefeatured wird… ;-)

21. Juni 2010 17:40 Uhr. Kategorie Design. Tag . Eine Antwort.

Kannst du es sehen

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Wie sieht es hier in 10 Jahren aus? Mit dieser Frage tauschten 12 Photostudenten der Ruhrakademie und der Berliner Neuen Schule für Fotografie die Heimat – die Studenten aus dem Ruhrgebiet und Berlin wechselten die Positionen und nahmen aus der Neugierde der Neuankömmlige das jeweils andere Territorium zwischen touristischer Neugierde und frischem Blick auf Vertrautes auf. Das Ergebnis ist Kannst du es sehen?

Heute um 19 Uhr ist nach der Berliner Ausstellung die Eröffnung im Ruhrgebiet, genauer in Essen von 19-22 Uhr. Die Ausstellung selbst läuft vom 11. Juni – 09. Juli in der Galerie Kalthoff, Sabinastraße 1 45136 Essen.

Update: Hier noch ein paar Bilder von der Eröffnung:

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11. Juni 2010 18:47 Uhr. Kategorie Design. Tag , . Keine Antwort.

Leerzeichen für Applaus

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Dieses Diplom, dass die 26-jährige Jenna Gesse an der FH Bielefeld gemacht hat, ist bereits auf den ersten Blick ungewöhnlich. Normalerweise neigen Designstudenten dazu, übergroße aufwendige Bücher zu produzieren, die schnell auf den ersten Blick mit wilder Typographie und großen Bildern, die sofort beeindrucken. Jenna geht das ganz anders an: Ihr Buch ist grau, klein und kommt ohne Bilder aus – bescheidener, zurückhaltender geht es kaum. Der einzige Luxus ist ein türkisgrüner Farbschnitt, der das Büchlein einfasst. Der Rest ist so einfach wie wunderschön: ein phantastisches Buch, das zurückhaltend gestaltet ist und im wahrsten Sinne des Wortes zurück zur Buchkunst kommt, zu guter Typographie, liebevoller Verarbeitung und schönen Texten. Jenna mischt lyrische und prosaische Texte rund um die Arbeit von Designern und Gestaltern, die nicht wie bei manchen anderen Diplomen eine Art Blindtext sind, sondern absolut lesenswert, humorvoll und klug. Mit Dirk Fütterer als Dozent steht ihr natürlich ein absoluter Könner in Sachen Buchgestaltung zur Seite, aber Jenna selbst – die im Team schon als Studentin zahlreiche Designpreise einheimsen konnte – zeigt eine für ihr Alter beeindruckende Zurückhaltung und ein Fingerspitzengefühl, das die kleinen Gags und Feinheiten, die das Buch auszeichnen, umso schöner hervorstechen lassen. Die Typographie ist da, ohne jemals zu laut zu werden, sie ist gekonnt und präsent und nicht zu konservativ, aber sie macht auch keine Mätzchen um der Mätzchen willen – alles ist eine wunderbare dichte Einheit, die harmonisch funktioniert, Tschichold würde es (wahrscheinlich) lieben.

Man kann kaum viel über das Projekt schreiben, weil man es selbst lesen muss, selbst haben muss. Ich bin mehr als sicher, dass dieses Buch über kurz oder lang beim Hermann-Schmidt-Verlag erscheinen wird/muss – aber bis dahin könnt ihr es bei der Autorin selbst aus der kleinen Diplomauflage bestellen unter jenna.gesse(at)gmx.de. Gar nicht lange überlegen, sondern direkt hinschreiben, solange es die Bücher noch gibt – ihr werdet es nicht bereuen. Dieses Buch ist klein, fein, mutig, witzig, irritierend, klug, überraschend, smart und in sich eine wunderbare Reflektion des Prozesses, eben ein Buch zu gestalten – und ein großartiges, rundum gelungenes dazu.

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9. Juni 2010 20:31 Uhr. Kategorie Buch, Design. Tag , . 2 Antworten.

Was kostet Design?

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Heute abend treffen in der FH Wuppertal erneut im Rahmen der Ferngespräche-Reihe zwei namhafte Größen der Branche aufeinander. Nachdem in den letzten Wochen bereits Uwe Lösch, Niklaus Troxler, Horst Moser und Sarah Illenberger sich die Klinke der Folkwang Universität der Künste auf dem Wuppertaler Campus in die Hand gaben, sind nun mit Johannes Erler und Andreas Uebele zwei der erfolgreichsten Designbürobetreiber der Branche zu Gast, Erler hat mit Factor Design schlichtweg moderne Designgeschichte geschrieben und ungezählte ähnliche Büros inspiriert, Uebele ist wie kein zweiter deutscher Designer zu einem Begriff für Informationsdesign geworden und hat mit dafür gesorgt, dass uns Gestaltern auch eigentlich der Architektur verwandte Betätigungsfelder immer selbstverständlicher offenstehen.

Johannes Erler hat sich bereits im vergangenen Jahr via Fontblog mehrfach zu Wort gemeldet, um seine Haltung zu Design, Honoraren und den Arbeitsbedingungen der Branche zu teilen und ist dabei auf durchweg positives Feedback gestoßen. Dabei redet er nicht nur, sondern handelt auch, etwa indem Factor Design ein nuanciertes Praktikums-Angebot ausgearbeitet hat. Andreas Uebele ist mit seiner Meinung weniger publik, aber seine Erfahrung in der Praxis und Bildung sowie einige Statements von ihm machen klar, dass auch er eine pointierte und klare Meinung zu unfairen Wettbewerben, Preisdumping und Crowdsourcing hat.

Ein Abend also, nachdem ich im letzten Monat arbeitsbedingt die Ferngespräche versäumt hatte (sehr ärgerlich, weil alle drei Veranstaltungen top waren, Troxler ist immer sehenswert, Horst Moser ein unfassbarer Schatz an Information), den ich ohnehin besucht hätte. Umso schöner, dass man mich jetzt zwingt, dorthin zu kommen, weil ich den Abend moderieren darf. Als Ersatz für Deutschlands Trendforscher Nr. 1 Prof. Peter Wippermann einzuspringen, ist allerdings in jeder Hinsicht eine schlichtweg nicht zu meisternde Aufgabe, an der ich hoffentlich zumindest mit etwas Würde scheitern werde. Ich hoffe darauf, dass die beiden Gäste den Abend schon retten werden ;-). Dazu passt ja durchaus, dass ich seit Samstag eine Halsentzündung habe und ohnehin wenig sprechen kann – was ja bei mir durchaus mal eine Abwechslung wäre.

Wenn jemand Fragen zum Thema Design/Kosten/Honorare an Erler oder Uebele hat, schreibt sie bitte in die Kommentare, vielleicht kriege ich eine eingebaut. Ansonsten freue ich mich sehr auf heute abend und auf eine spannende Diskussion.

7. Juni 2010 11:19 Uhr. Kategorie Design. Tag . 5 Antworten.

Ferngespräche: Ilka Helmig / Jonas Natterer / Eike König

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Totgesagte leben länger – oder doch zumindest intensiver. Unter der Moderation von Bernhard Uske und dem Titel Ferngespräche gibt es zwei weitere Diskurs-Runden an der Bergischen Universität Wuppertal, deren der Schließung oder Umstrukturierung entgegeneilender Fachbereich Design die erfolgreichen «Ortsgespräche»fortsetzt, diesmal aber (der Name lässt es ja vermuten) mit Designern aus fernen Städten wie Berlin, München oder Hamburg usw.

Am 21. Januar sind Ilka Helmig aus Köln und Jonas Natterer aus München zu Gast. Ilka Helmig spricht als Leitwerk-Gründerin  über ihre Erfahrungen im Zwischenbereich von Kunst und Design. Jonas Natterer ist unter anderem Art Direktor des NEON-Magazins und gibt in seinem Vortrag  Einblicke in das  Redaktionsleben der Twen-Zeitschrift.

Am 28. Januar kommt Eike König aus Berlin, und berichtet aus der Arbeit seines Design-Studios Hort, das für Kunden wie Nike, Volkswagen, Wallpaper, New York Times und Universal Music arbeitet und sich einen für deutsche Verhältnisse ausgesprochen individuellen Stil angeeignet hat.

Beide Events finden statt in der Universität Wuppertal, Gebäude I, Hörsaal 26, Beginn jeweils  18 Uhr. Das Ganze ist kostenlos und Bier gibt es auch.

Die schönen Plakatmotive oben arbeiten mit Photos der Vortragenden und sind von Dirk Büchsenschütz gestaltet.

18. Januar 2010 10:35 Uhr. Kategorie Design. Tag . Eine Antwort.

Tag der offenen Hochschultür 30.01.2010 Dessau

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Wir alle werden Ende Januar leider keinen Millimeter von unseren Schreibtischen wegdürfen – aber für Designinteressierte mit mehr Zeit oder mehr Nähe zu Dessau, klingt der Tag der offenen Tür der Hochschule Anhalt, die am 30. Januar Arbeiten ihres integrierten Designstudiengangs (Kommunikation/Produkt/Medien) präsentiert und dabei en passant die Vorteile eines integrierten Studienganges Design zeigen will, der den Studenten auch im Rahmen des Bachelor/Master-Abschlusses mehr Wahlmöglichkeiten eröffnen soll. Für Studieneinsteiger gibt es an diesem Tag übrigens auch die Chance, Mappen vorzuzeigen und sich beraten zu lassen – das nächste Wintersemester steht ja quasi schon vor der Tür :-D. Also: hinhin…

17. Januar 2010 22:38 Uhr. Kategorie Design. Tag . Keine Antwort.

Einzelstücke auf der Buchmesse

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Apropos Buchmesse: Das phantastische Einzelstücke-Team der FH Dortmund war ebenfalls in Frankfurt am Start und hat dort ausgewählte Bücher präsentiert hat. Auch ein toller Stand und eine großartige Aktion! Bilder gibt es hier und hier. Riesenglückwunsch an Sebastian Michailidis, der mit seiner Payback-Arbeit einen RedDot gewonnen hat und mit dem ich über sein Buch angeregte Diskussionen hatte :-D. Und wer sich für Sebastian Möllekens A40-Buch interessiert, kann es bei ihm bestellen. Das Format ist fast A3, Hardcover in limitierter Auflage von 35 Exemplaren für runde  120 € solange der Vorrat reicht. .

3. November 2009 12:12 Uhr. Kategorie Design. Tag , . Eine Antwort.

Ich hinterlasse gern Fingerabdrücke in Büchern

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Der folgende etwas comiclastige Text wurde – mehr oder minder live und ohne Korrekturen – für das phantastische Paperworks-Projekt von Nora Gummert-Hauser und ihren Studenten geschrieben. Da ich meine Texte halbwegs im Blog zusammen haben möchte (und mein Text überklebt wurde auf der Buchmesse :-D), kommt er hier als ungefilterte Wiederholung. Tippfehler usw bitte ignorieren. Ich hätte es wahnsinnig gern live gesehen – das und unsere große Jan-von-Holleben-Photowand für den Vorlesewettbewerb -, hab’s aber leider einfach nicht zur Buchmesse geschafft.

Ich hinterlasse gern Fingerabdrücke in Büchern

Bei Diplomen oder Jurysitzungen werde ich gern – und manchmal entsetzt – gefragt, warum ich die ausgestellten Arbeiten (meist ja nun mal Bücher) stets ohne Handschuhe durchblättere. Die Antwort ist wahrscheinlich, dass ich es aus dem gleichen Grund mache, aus dem ich Filme gern ohne Sonnenbrille anschaue oder Musik ohne Ohropax höre. Ein Buch will gerochen und eben vor allem auch gefühlt werden, die Bindung, die Textur und das Volumen des Papiers, die Laufrichtung, die Art, wie die Papieroberfläche unter deinen Fingern entlang gleitet, wenn du umblätterst. Wie willst du ein Design begreifen, ohne es begreifen zu dürfen? Was immer zu etwas seltsamen Momenten führt, wenn ich eine Weile lang ein Buch mit geschlossenen Augen in den Händen hab und meine Umwelt mich für völlig plemplem abschreibt.

Das mag ein Kindheitsschaden bei mir sein. Ich bin mit alten Comics groß geworden, die ich auf dem Flohmarkt und in Comicshops kaufte. Die Hefte waren natürlich oft einige Jahre alt, gebraucht, eselohrig, speckig, die Seiten fehlten hier und da. Und schon bald habe ich als Kind gelernt, die feinen Unterschiede zwischen den Serien zu bemerken. Da waren die Marvel-Comics, von Williams ab etwa 1974 liebevoll im Stil des Silver-Age eingedeutscht, inklusive Handlettering und sogar mit fast original billigen, gruselig farbaufsaugenden, ungestrichenen Zeitungspapieren. Da war auf der anderen Seite Ehapa – mit Superman, Batman und den anderen DC-Helden – auf glänzend gestrichenem, recht dünnen Rollenoffsetpapier, auf dem die Farben immer einen Tick zu intensiv wirkten für die grellen einfachen Farben, mit denen Comics damals coloriert waren. Ehapa hatte in diesen Heften und auch in den lustigen Taschenbüchern immer eine mechanisch gesetzte Typographie, irgendeine Art von Helvetica-Lichtsatz, die sich lieblos anfühlte und nur selten sauber in die Sprechblasen passte. Von der Übersetzung über die Schrift bis hin zum Papier war mir selbst mit acht Jahren dann irgendwie klar, dass Ehapa hier leider weniger Liebe in seine Hefte steckte als Williams, dass ein viel stärker kommerzielles Reihenprodukt vorlag, während Die Spinne und die Fantastischen Vier wie handgemacht wirkten… trashiger aber eben auch viel liebevoller. Ich weiß noch, wie unglücklich ich als Kind war, als Williams aufgrund rückläufiger Verkaufszahlen und der hohen US-Lizenzgebühren sein Programm einstellte und der Condor-Verlag ab 1980 Spider-Man veröffentlichte… natürlich auf glänzendem Bilderdruckpapier und mit mechanisch gesetzter Schrift, genau wie Ehapa, und sich auch noch für die bessere Qualität rühmte, obwohl in Wirklichkeit Übersetzung, Cover und Innenleben der Hefte ein wahrer Alptraum waren. Es mag an diesem Wechsel zur Lieblosigkeit liegen – oder daran, dass die Geschichten von Spider-Man nach dem Weggang von Autor Stan Lee und Zeichner John Romita Senior auch tatsächlich eher schlechter wurden – aber etwa genau zu dem Zeitpunkt verlor ich auch den Spaß an Comics. Vielleicht weil ich spürte, dass jetzt auch Marvel genau so eher lieblos publiziert wurde wie vorher die DC-Comics bei Ehapa. Ehapa und Condor brachten übrigens auch Taschenbuch-Sammelbände heraus, in denen nicht nur aufgrund der 50%igen Verkleinerung nahezu kein Platz für Text war, sondern bei denen auch das (hier wieder ungestrichen grobe) Papier schon beim ersten Durchblättern aus der billigen Klebebindung herausfiel. Den Zusammenhang zwischen Papier, Verarbeitung und genereller Liebe zum Detail hat man so selbst als Kind schnell, eben ganz handfest, verstanden.

Aber auch als ich mich später als Teenager mehr oder minder komplett durch die Stadtteil-Bibliothek unserer Schule las, waren Papier und Schrift immer unweigerlich miteinander verbunden, war Papier sozusagen die Art und Weise, wie sich eine Schrift «anfühlt», eine Art selbstverständliche, weitere, eben haptische Dimension von Typographie. Ob gewollt oder ungewollt, Papier und Satz schienen oft zusammenzupassen: von dem groben Werkdruckpapier und der riesigen Pulp-Schrift von Jugendbüchern à la Mark Brandis oder Monitor/Giganto über die viel erlesenere Produktion und feinere Typographie von gebundenen Büchern für Erwachsene (ah, der wunderbare Blocksatz alter Diogenesbüchern oder die alten Penguin Books) bis hin zu den dicken Photobänden mit dem blitzweißen lackierten Bilderdruckpapier, das fast schläfrig langsam umblätterte und bei dem ich mich immer fragte, warum ausgerechnet Papier für Photobände so bösartig blenden muss. So wie es verschiedene Autoren zu entdecken gab, eröffnete sich zugleich ein ganzer Kosmos von Papiersorten und Schriftarten, Satzfinessen und Umschlaggestaltungen – die Sachen eben, die Bücher zu so einem ganzheitlichen Vergnügen machen.

Bis heute ist deshalb Papier für mich kein Selbstzweck, sondern fast symbiotisch mit Lesen, mit Bildern und vor allem mit Schrift gekoppelt. Auch bis heute liebe ich die etwas unfertige, grobe Machart vor allem amerikanischer Massenmarkt-Paperbacks, die mit ungehobeltem Papier und grobschlächtiger Schriftwahl immer etwas rotziges und ehrliches haben – Bücher, die ohne großes Tralala einfach gelesen werden wollen, die klar sagen, wofür sie da sind. Diese Ehrlichkeit suche ich nach wie vor in Sachen Papier.

Ich kann als Designer heute stundenlang über Papierproben sitzen und überlegen, welche Papiersorte ideal zu einem Kunden passt, immer auf der Suche nach Papier, das entspannt sein kann (nicht aufdringlich in den Vordergrund will mit Prägungen und Leinenstrukturen, Wasserzeichen und Effekten) und trotzdem einen kraftvollen Auftritt bringt, die richtige Papiertextur hat, sich richtig anfühlt, ökologisch möglichst korrekt ist und eben eine eigene Ehrlichkeit hat. Und bin immer schrecklich frustriert, wenn es gerade von dem endlich gefundenen perfekten Papier dann natürlich keine gerade benötigten Grammaturen, Formate oder Umschläge gibt (ganz zu schweigen von dem stets prekären Übergang von Stationery-Papier zu Drucksachen). Corporate Paper zu finden ist dementsprechend oft eine frustrierende Angelegenheit, weil es in der Flut von Papieren doch nie das ganz perfekte Angebot gibt – auch wenn man mit den Jahren meist schon irgendwie ahnt, welches Papier passt, so wie man fast schmecken kann, welche Schrift zu einer bestimmten Kunden gehören könnte… und man also eher aufpassen muss, nicht in Routineentscheidungen abzurutschen, neugierig bleiben muss.

Und deshalb trage ich keine Handschuhe, wenn ich in einer Jury sitze, auch wenn es mir natürlich um die möglichen Fingerabdrücke auf den Unikaten immer leid tut. Weil ich das Papier sonst nicht hören kann. Papier spricht – das ist die Lehre aus den Comics meiner Kindheit und den ungezählten Büchern, die seit ich zwölf bin durch meine Hände gegangen sind. Ich habe am eigenen Leib erfahren, dass Papier als essentieller Bestandteil von Design verstanden, eben «gehört», werden kann, auch von Laien, wenn auch oft vielleicht unbewusst. Papier verhält sich dabei zum gedruckten Inhalt wie nonverbale Kommunikation zum gesprochenen Wort. Was nicht zu unterschätzen ist, wenn man bedenkt, dass nicht-sprachliche Signale über sechzig Prozent der tatsächlichen Kommunikation ausmachen und für Emotionen und Entscheidungen oft viel wichtiger sind als das, was eigentlich gesagt wird. Jeder Leser kann mit den Fingerspitzen eine Beziehung zu einem Briefbogen, einer Visitenkarte, einem Buch, einer Broschüre aufbauen – und was seine Finger spüren (und was seine Nase riecht) kann ebenso wichtig und prägend sein wie das, was seine Augen sehen. Das klingt so selbstverständlich, aber in viel zu vielen Medien, die man im Alltag in die Hände nimmt, wird das ignoriert, vielleicht, weil auch die Entscheider (Drucker, Designer und nicht zuletzt die Kunden) zunehmend verlernt haben, ihrem Papier zuzuhören. Finanzielle und technische Bedingungen diktieren heute oft Papierentscheidungen und durch die mediale Digitalisierung verliert man ohnehin etwas den Bezug zum Papier, vergisst es entweder oder fetischisiert es auf der anderen Seite auch allzuleicht, was oft sogar noch schlimmer ist, weil man hier Papier zum Special Effect macht, zum Bestandteil der Veredelungspornographie. Wie bei so vielen Dingen im Design geht es auch und vor allem beim Papier um die Angemessenheit, und die kann man nur durch Lesen und Anfassen lernen.

Am besten ohne Handschuhe…

08:14 Uhr. Kategorie Design. Tag , . Eine Antwort.

Botenstoff III

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Zufall ist das Thema der dritten Ausgabe des Designbereich-Magazins der FH Krefeld, diesmal betreut von Silvia Beck, und gestalterisch hauptsächlich von Dirk König und Franz Thues geprägt. Dem Titel entsprechend drehen sich die Artikel um die Rolle des Zu-/Unfalls in der Gestaltung und der kreativen Arbeit. Wo die erste Ausgabe sich sehr auf die Darstellung des hochschulischen Arbeitens fokussierte und im besten Sinne ein Portfolio sein wollte, die zweite Ausgabe eher frei flottierend ein Thema beleuchtete und selbst Kunst/Design war, ist die dritte Ausgabe ein durchaus geglückter Zwitter beider Ansätze, gestalterisch wieder einen Tick konservativer und im Fahrwasser vertrauter Editorial-Visuals anderer Magazine, mit Retroserifen und unterstrichener Sans, weitestgehend souverän durchgestaltet, ohne dabei je zu langweilen. Studentisch wirkt an diesem Magazin optisch nichts mehr, auch die Texte und Artikel sind so geschrieben, dass man auch als Leser, der so gar nichts mit der Krefelder FH am Hut hat, bestens informiert und/oder unterhalten wird. Zufallsexperimente in Illustration und Photographie, nachdenkliches über generatives Design, wilde Experimente, spannende Projekte – und das alles umhüllt von einem Cover, das an sich ein Random-Experiment ist und den Namen Botenstoff jedesmal wieder neu remixed (dazu kommt ein limitiertes, eingelegtes Original-Photo von Ines Werner). Die Bandbreite geht weit über das Design hinaus, streift Musik und Kunst, Augmented Reality. Drogenexperimente und fehlgeschlagene Experimente, die zu weltberühmten Erfindungen wurden. Diese Botenstoff zu lesen macht Spaß – und das wieder auf eine ganz andere Art als die beiden vorherigen Male, was an sich eine Leistung ist, sich zum zweiten mal aus einer Form zu befreien und frisch zu bleiben, ohne beliebig zu werden. Respekt – und weiter so!!!

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2. November 2009 14:03 Uhr. Kategorie Design. Tag , . 4 Antworten.

Paperworks

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Nora Gummert-Hauser ist zusamen mit fünf Studenten der FH Krefeld – und einer ganzen Reihe von namhaften Künstlern und Designern wie Klaus Staeck, Fons Hickmann, Andreas Uebele, Uwe Loesch, Markus Hanzer und vielen anderen, die sich auf die eine oder andere Art und Weise mit Papier befassen – auf eine Reise in die Welt der Papiere gegangen, die alle Grenzen sprengt. Das Ergebnis ist eine monströse 1200 Seiten umfassende, fast fünf Meter große Buchinstallation,  die das Paperworks-Team an Stand N24 in Halle 4.1 auf der Frankfurter Buchmesse präsentieren wird. So wie die Dinge derzeit aussehen, werde ich es wohl nicht auf die Buchmesse schaffen – obwohl ich wirklich gern dort wäre – aber ihr solltet alle allein schon wegen Paperworks dahin, oder z.B. auch wegen der «Einzelstücke» der FH Dortmund. Ich weiß aus Erfahrung, wie schwer solche Projekte mitunter sein können und 1200 Seiten klingt nach einem fulminanten Ergebnis, auf das Nora und ihre Studenten (Michel Holzky, Julia Pardon, Sebastian Steinhoff, Kai Tusar und  Miriam Unger) ordentlich stolz sein können und hoffentlich auch sind.

3. Oktober 2009 08:46 Uhr. Kategorie Design. Tag , . Eine Antwort.

Typoversity

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DMIG-Macher Patrick Sommer hat kaum die letzet Ausgabe seines Mags online, da werkelt er schon wieder an einem Projekt. In dem Buch Typoversity soll es um verschiedene studentische Arbeiten gehen, egal ob Semesterprojekt oder Diplomarbeit, die ihren Schwerpunkt im typographischen Bereich haben. Wer also Arbeiten hat, die nicht älter als Januar 2008 sein, kann sich für eine kostenlose Veröffentlichung bewerben, einfach eine Mail mit PDF-Augenfutter an Typoversity.

17. September 2009 06:05 Uhr. Kategorie Design. Tag , . Keine Antwort.

Mascha Artz: Vegan NYC

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Für ihr Diplom hat Mascha Artz die persönliche Leidenschaft zum Thema gemacht und sich in New York mit einer Wohngemeinschaft befasst, die jenseits aller Klischees vegan lebt. Maschas analog gemachte s/w-Photos lassen uns unverstellt und ohne das Feeling inszenierter Photographie einen Blick ins urbane Leben werfen.

20. August 2009 13:16 Uhr. Kategorie Design. Tag , . Keine Antwort.

Fontplore

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Fontplore ist ein Projekt, das an der FH Potsdam von Christian Hertlein und Marcus Paeschke entwickelt wurde und bei dem mittels eines interaktiven Tisches Schriften aus einer bestehenden Datenbank gesucht und verglichen werden können, mithilfe eines mehrschichtigen Tagging-Systems. Die Arbeit mit den runden und eckigen Klötzchen wirkt jedoch noch etwas retrofuturistisch – eine Sache, die man in SF-Filmen sieht und zugleich doch irgendwie unintuitiv findet, weil solche Systeme eigentlich ohne Tools, also mit reinen Handbewegungen laufen müssten. Dennoch zeigt Fontplore nicht nur, wie aufregend das Durchwühlen von großen Datenbeständen grafisch gelöst sein kann und das Font-Sites nicht alle gleich (und oft gleich langweilig) aussehen müssten (denn ein ähnliches Konzept wäre ja problemlos in Flash umsetzbar), sondern wäre eigentlich auch eine tolle Einrichtung für die nächste TYPO in Berlin…, auch wenn die Sache im Video noch quälend langsam und vorsichtig aussieht.

httpv://www.youtube.com/watch?v=vWCNRnpAugc

19. August 2009 06:55 Uhr. Kategorie Design. Tag , . Keine Antwort.

Werktage

Schöne Plakatidee und sicher eine tolle Konferenz: Die von Studenten der Burg Giebichenstein in Halle initiierte Konferenz Werktage vom 21. bis 25. Oktober 2009. Es geht um das Designstudium selbst, Inhalte, Form, Zukunft. Und dürfte hochspannend werden. Mehr Info unter www.werktage.org

14. August 2009 14:18 Uhr. Kategorie Design. Tag . Keine Antwort.

Schauraum III


Wir haben heute in Dortmund unserer neuen Mitarbeiterin Katharina Mönkemöller geholfen, ihre Diplompräsentation vorzubereiten. Denn ab morgen gibt es an der FH Dortmund Schauraum III, jede Menge Diplom aus Design und Photo zu sehen. Wenn alles klappt gehe ich Samstag mal schauen und zeige Photos.

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16. Juli 2009 21:32 Uhr. Kategorie Design. Tag . 5 Antworten.

FH Dortmund: Buchmesse Frankfurt 09

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Ich habe die wirklich große Freude gehabt, neben Sabine an Huef (FH Dortmund), Dirk Fütterer (FH Bielefeld) und Silke Löhmann/René Weynand (Oktober Design) die Bücher mitauswählen zu dürfen, die die FH Dortmund auf der kommenden Frankfurter Buchmesse präsentieren wird. Es gab viel schönes zu sehen, eine tolle Vorbereitung durch das Studententeam (in dem nicht zufällig Schatzsucher und Reflektor-01-Macher auftauchen… die engagierten Leute sind immer die gleichen, oder? Klasse!), eine konstruktive Diskussion am Ende und vielleicht war am Ende alles einen Hauch schnell vorbei, aber nächste Woche ist ja schon wieder FH Dortmund (Diplomshow), dann sieht man sich hoffentlich wieder.

Hier gibts übrigens bessere Photos von der Jurierung auf dem Blog der Studenten.

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11. Juli 2009 16:59 Uhr. Kategorie Design. Tag . 13 Antworten.

Ei Ei Ei

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Auf Seite 53 der aktuellen PAGE 4/09 entdecke ich endlich die lang angekündigte Schrift, die unsere Praktikantin Bianca Berning an der FH Krefeld im Typo-Projekt bei Ursel Schiemann gemacht hat – der eiernde Rasterfont ist nur eins der spannender Ergebnisse aus Ursels Arbeit mit ihren StudentInnen, die vorher nie eine Schrift entwickelt hatten. Gute Sache – und schön, dass die Page einem Studentenprojekt 6 Seiten Raum gibt.

2. März 2009 18:50 Uhr. Kategorie Design. Tag , . 3 Antworten.

33 Pt Eskapade

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Am 03. und 04. April 2009 findet in der FH Dortmund das bekannte Typographiesymposium 33pt. statt, diesmal mit dem Thema Eskapade. Die Dortmunder fahren zu diesem Thema ziemlich sehenswerte internationale Gäste auf, darunter der David Crow (Autor des phantastischen Visible-Signs-Buches), Phil Baines (Autor von Lust auf Schrift), Barbara Hahn und Christine Zimmermann, Autobahn, Sven Ehmann vom Gestalten Verlag, einer der Fontstruct-Macher Rob Meek und viele mehr. Mit dabei ist auch das von der TYPO bekannte  Typeradio (www.typeradio.com), mit dem Donald Beekman und Lisa Enebeis die Veranstaltung begleiten werden.

Was sich anhört wie die große Berliner Typo im kleineren Format ist tatsächlich ein rein studentisches Projekt, bei dem eine Gruppe von Studenten Konzeption, Gestaltung und Durchführung übernimmt. Und weil Studenten wissen wie es ist, in tolle Veranstaltungen mangels Geld nicht hineinzukommen, ist bei 33pt. der Eintritt frei.

Mehr Infos unter www.33pt.de, wo sich in den nächsten Wochen vor der Konferenz noch einiges tun soll.

2. Februar 2009 07:41 Uhr. Kategorie Design. Tag , . 5 Antworten.

*Freu*

Justyna Haronski schreibt mir gerade und ich erfahre, dass sie und Jacqueline nicht nur einen if-Award für ihr You are always on my mind-Diplombuch gewonnen haben, sondern sogar einen der 5 Special Awards geholt haben, die man in der Too Good to be true-Abteilung bekommen kann. Wenn ich bedenke, wie sehr die beiden von der Diplomvorpräsentation verunsichert waren und dass sie bis zum Ende Angst um die Note hatten, ist das total verdient und hoffentlich eben auch die Bestätigung einer international hochrangig besetzten Jury (darunter Fons Hickmann und Markus Hanzer), dass ihr Buch in jeder Hinsicht rockt. Ich freu mich total für euch!!!

Wenn jetzt nur mal die anderen auch alle endlich mal ihre Sachen einreichen würden… :-D

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Kategorie: too good to be true
Auftraggeber: Justyna Haronski & Jacqueline Scheibel, Remscheid/Deutschland
Projekt: Rock’n'Roll | Buch
Design: Justyna Haronski & Jacqueline Scheibel, Remscheid/Deutschland

Begründung: „Dieser Beitrag ist eine überzeugende Wiederbelebung eines verloren gegangenen Lebensgefühles, ohne dabei in Klischees oder ewig Bemühtes abzugleiten.“ 

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1. September 2008 13:11 Uhr. Kategorie Leben. Tag . 3 Antworten.

Folkwang Diplome

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Nach Unkontrolliert und dem Rest-Schauraum der  FH Dortmund war ich heute noch bei den Diplomen der Folkwang-Designabteilung am Essener Kopstadtplatz, wo ich die meisten Arbeiten leider sehr brav, unambitioniert und auch handwerklich nicht immer überzeugend fand. Die Arbeiten im Designbereich wirken seltsam zweckorientiert und teilweise, in Ermangelung eines besseren Begriffes, designfrei. Man kann auch positiv sagen, die Arbeiten hängen nicht dem Zeitgeist hinterher, aber das versuchen einige durchaus, nur wenig überzeugend. Es gibt bei jeder Diplomzeigung eimnige gute, viele durchschnittliche und einige miese Arbeiten, aber im Grafik-Design war es hier wirklich nicht überzeugend in Essen, und das obwohl hier drei absolut namhafte Dozenten involviert sind mit de Jong, Wippermann und Rempen. Da verstehe ich nicht, woran es liegt, dass mich keine einige der gezeigten Arbeiten berührte und einige sogar wirklich C-Klasse waren, mehr nach Medienausbildung als nach DESIGN-Diplom aussahen. Von den drei Zeigungen gefiel mit Unkontrolliert von der Attitude her in den meisten Arbeiten am besten und das nicht nur, weil sie die erste war und ich weniger an den immer gleichen Designarbeiten sattgesehen war :-D. Unkontrolliert hatte ein eigenes Design, einen Flair, einen Hauch Rebellion und einige der dort gezeigten Arbeiten hatten Chuzpe, waren unverschämt. Was will man mehr.

Mehr Bilder…

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17. Juli 2008 21:09 Uhr. Kategorie Design. Tag . Keine Antwort.

Schauraum

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Die FH Dortmund zeigt auch dieses Jahr wieder – auch noch am Freitag und am Sonntag – ihre Designdiplome. Anstatt lange zu reden, kommen hier einfach Bilder. Ich bin mir nicht sicher, ob ich alles gesehen habe. Das Orientierungssystem hat mich zuverlässig bis zu dreimal an den gleichen Ort geführt und nach der gleichen Logik habe ich andere Sachen sicher verpasst. Als einzigen Kommentar zu den ansonsten oft sehenswerten Arbeiten vielleicht ganz neutral, dass die Location einfach nicht gut ist für die Diplome, die oft zu zweit in engen Räumen gezeigt werden und entsprechend unterinszeniert sind – die zehn Unkontrolliert-Diplomanden taten also vielleicht ganz gut daran, raus zu gehen und sich einen Ort mit mehr Charme zu suchen.

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08:56 Uhr. Kategorie Design. Tag . 3 Antworten.

Unkontrollierte Photos

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Bei der sehr schönen und liebevoll gemachten Diplomshow der FH-Dortmund-Abtrünnigen gab es  einige wirklich großartige Arbeiten zu sehen (noch bis Sonntag!!!). Ich habe etwas ungeplant mit der kleinen Leica etwas rumgespielt, mit der ich lange nicht mehr was gemacht habe und mehr machen müsste, auch wenn jedes dritte Bild verwackelt ist. Hier ein paar davon…

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12. Juli 2008 01:00 Uhr. Kategorie Design. Tag . 7 Antworten.

Creative Sweat

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Etwas weit entfernt, um vorbei zu fahren, und die auf der HP gezeigten Arbeiten sehen recht pragmatisch aus, vielleicht weil eine Berufsakademie eben auch joborientierter an Design herangeht als etwa eine FH, aber wegen der liebevollen Präsentation der Abschlussarbeiten online erwähnenswert: Creative Sweat zeigt am 12. 07.08 die Diplomarbeiten der Ravensburger Berufsakademie.

11. Juli 2008 19:23 Uhr. Kategorie Design. Tag . Keine Antwort.

Unkontrolliert

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Im Dortmunder Künstlerhaus im Sunderweg 1 stellen zehn frische Talente ihre Diplomarbeiten aus. Heute abend um 20.00 wird eröffnet, Samstag und Sonntag gibts auch bis jeweils 22 Uhr etwas zu sehen. Danke an Seán für den Tipp.

18:31 Uhr. Kategorie Design. Tag . Keine Antwort.

Schauraum

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schauraum nennt der Fachbereich Design der FH Dortmund die Zeigung der aktuellen Abschlussarbeiten 2008. Foto, Design und Filme sind von Mittwoch den 16.7. ab 18.00 Uhr bis Freitag den 18.5. um 21 Uhr zu bestaunen. Genau der richtige Einstieg in die Loveparade, die am Samstag den 19. durch Dortmund brettern wird.

9. Juli 2008 18:38 Uhr. Kategorie Design. Tag . 2 Antworten.

Folkwang Werkschau am 12.7.

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A 12.7. zeigen die Studierenden des Folkwang-Design-Bereiches Ihre Diplome im Forum für Kunst und Architektur in der Essener Innenstadt. Das auf dem Plakat der Streckenstrich beim Datum nicht stimmt, Uhrzeiten, Daten und Telefonnummern etwas bedenklich gesetzt sind und die Wortabstände zu groß, vom Kerning der Versalien zu schweigen… all das sollte uns aber jetzt keine Sorgen machen, oder? :-D.
Ernsthaft, die Sache klingt sehenswert.

09:58 Uhr. Kategorie Design. Tag . 4 Antworten.

Fit For Plakat?

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Der Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks dreht sich ums Thema Fitness. Mal komplett abgesehen von gestalterischen Fragen bei den Erstplatzierten, fällt auf, dass die beiden Siegerplakate auffällig enge Verbindung zu Technik haben – sind Laptop und Handy die Metaphern, mit der man Studenten am besten erreicht? Ohne jede Kritik damit zu verbinden,wäre das eine interessante Tendenz, oder?

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Ganz subjektiv gefällt mir Platz zwei übrigens um Längen besser als das Siegermotiv oben. Schlicht, graphisch, und man muss ne Sekunde nachdenken, bis man es versteht…

6. Juni 2008 08:02 Uhr. Kategorie Design. Tag . Keine Antwort.

Was treibt Designstudenten an – Leidenschafft, Erfolg oder Geld?

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Wer mich etwas kennt, weiß, dass ich mich langsam mit der Frage beschäftige, was ich nach der Ruhrakademie so als Dozent mache, und da ich an der RA für mich persönlich (und hoffentlich auch für die von mir betreuten Studenten ;-)) sehr viel erreicht habe von dem, was ich dort im Rahmen der Möglichkeiten erreichen konnte und wollte, stellt sich für mich die Frage: What’s next? Insofern denke ich, wenn mal Freizeit ist, viel darüber nach, was Design in Zukunft bedeutet, für Studenten, aber auch gesamtgesellschaftlich und wie man bestimmte Metaziele, die weit über schicke Diplomarbeiten hinausreichen, erreichen kann.

Dazu passend fand ich im Creative-Review-Blog ist eine Gesprächsrunde zwischen 15 Studenten der LCC, ihren Dozenten und Jonathan Ellery festgehalten, die sich um die Zukunftshoffnungen und -ängste von Designstudenten im soziokulturellen Kontext dreht. Klingt nach sehr motivierte, guten Studenten, einem guten Studium, einer gut ausgerichteten Schule. Sehr interessanter Lesestoff über Design im Spannungsfeld von individuellem Ausdruck und Auftragsarbeit. Sehr spannend auch Nina Kleins Ansatz, dass sie lieber in London als in Deutschland Design studierte,weil sie Design nicht als Handwerk, sondern als intellektuelle Herausforderung lernen wollte.

Hier nur einige Auszüge:

The conversation started, as most conversations about design do, with attempts to define graphic design. Is it now even an obsolete term?

There’s beauty and pleasure in designing something as deceptively simple as a letterhead.

The design community needs to understand its influence and effect in socio-political terms

With neither a brief nor a client, how can this work claim to be graphic design

I chose to study in London, rather than Germany because I knew that I would be taught design as an intellect­ual activity and not as a craft, she said. The briefs I’ve worked on have had very few restrictions and rarely dictated a format for the outcome. I’ve learnt to question everything, to develop strong concepts and to communicate these effectively. With my work, I might not end up selling a product but, instead, give someone a new perspective on a subject they might not have considered before

Courses are not really equipping us with the entrepreneurial skills we need to get out there and make things happen

I love that graphic design encourages me to observe the world more carefully drawing me into territories that I don’t know much about. I think this partly explains why design is so unique and why designers always seem so passionate about their work

A solution is successful if it answers the brief – but the client should be just a little scared to use it.

They’ve seen through the self-initiated, egotistical bollocks that wallpaper the pages of some design magazines and crave a sense of purpose to define their work and, there­fore, in a way, their own moral selves

28. Mai 2008 14:18 Uhr. Kategorie Design. Tag , . Eine Antwort.

Daniela bloggt

Okay, es ist offiziell: Jeder hat inzwischen ein Blog zum Diplom anscheinend  — ich mag das gar nicht auf ganz Deutschland hochrechnen. Daniela Sattler, die ihr von ihrem DDR-Buch kennt und die eigentlich ihr Diplom bei mir gemacht hätte und jetzt von Jürgen Störr betreut wird, zeigt, was sie macht online … hier

27. Mai 2008 17:50 Uhr. Kategorie Online. Tag . 2 Antworten.

Pockybox

Die von mir über alle Maßen verehrte Maren Marmulla hat ihre Site online, noch nicht voll ausgebaut, aber schon ganz wunderbar im Retro-Gamestyle. Total nah dran an einer Idee, die – ich glaube – Fabian und ich einmal für die Ruhrakademie-Site hatten und insofern nett, es so grandios und phantasievoll von einer Ruhrakademie-Studentin gemacht zu sehen. Richtig super animiert wäre es noch schöner, aber die Idee, die kleinen Gags und das Feeling eines 80s-Telespiels (die ich ja noch live miterleben musste) ist kick-ass. Die Frau wird mal was ganz großes (ist sie eigentlich schon).

25. April 2008 10:49 Uhr. Kategorie Online. Tag . Eine Antwort.

Design is like Songwriting

Gestern spät abends bis nachts ganz ganz lieben Besuch meiner Diplomanden – und von zwei Leuten, die im Herbst Diplom bei mir gemacht hätten. Neben einer Kuchen, Sekt, guter Laune, einer New-Kids-On-The-Block-12″ (you GOT it), einem ausgezeichnet-Button, einem brandneuen Zerstörungsbuch und Danielas Projektbuch zur DDR (morgen mehr) gab es auch ein super T-Shirt. Mit einem Spruch, den ich wohl ein paarmal zu oft gebracht habe. Die Story dahinter ist, dass ich bei der Vorpräsentation der Diplome lang und breit bei einem Diplom erklärte, wie wichtig ich es finde, dass die Studenten ihren eigenen Ausdruck finden, und eine Geschichte erzählen, wie mit einem Film, wie mit einem Gedicht, wie eben mit einem Song, fiel dieser legendäre Satz. «Design is like Songwriting.» Und in Natalies Trailer zu ihrem Diplom-Film über die Ruhrakademie kam  ich eben auch vor, mit einem einzigen Satz und der war – ausgerechnet -: «Design is like Songwriting.» Wunderbar peinlich :-D.
Aber abgesehen davon stehe ich zu dem Spruch. Und jetzt kann ich ihn relaxt auf der Brust vor mir hertragen.

Ganz ganz tolle Idee, vielen Dank!

23. April 2008 21:35 Uhr. Kategorie Leben. Tag . 11 Antworten.

Going Down South

Christoph Wilde macht sein an der Ruhrakademie von  Hendrik Lietmann betreutes Photodiplom in Südafrika, der bestdenkbare Ort, um sich dem Thema «Sicherheit» anzunehmen. Ein Land von Armut, Unruhen und Angst geschüttelt, in dem sich die Superreichen in Gated Communities verstecken, das hat einen Hauch von Zukunft à la J.G. Ballard. In seinem Blog kann man die Reise und die Entstehung der Photoarbeiten nachvollziehen – ich bin mehr als gespannt drauf.

14. April 2008 20:12 Uhr. Kategorie Online. Tag . 5 Antworten.

Clownfisch 02: Zerstörung

Die zweite Ausgabe von Clownfisch ist da…

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8. März 2008 14:09 Uhr. Kategorie Design. Tag , . 5 Antworten.


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