
Bereits letztes Jahr bestellt und jetzt – allerdings früher als im angekündigten März – angekommen: Das Philips Hue Lichtsystem, mit dem Philips sich erneut als Trendsetter in Sachen iOS-Zubehör und Licht etabliert. Die 8,5 Watt-LED-Birnen entsprechen etwa herkömmlichen 50-Watt-Birnen, haben ein sehr akzeptables Starttempo und sind absolut flackerfrei und ruhig im Licht, verbrauchen aber rund 80 % weniger Strom als herkömmliche Birnen, die Lebensdauer ist auf 15.000 Stunden angekündigt (da darf man gespannt sein).
Der Clou an dem hue-System, das derzeit exklusiv über den Apple Store verkauft wird, ist, dass es eben auch exklusiv mit Apple-Produkten funktioniert. Die Lampen werden über eine iOS-App gesteuert, entweder direkt via WLAN oder – sofern man sich im huePortal angemeldet hat – auch über Funknetz. Das Portal dient zugleich der Synchronisation von Einstellungen und Lichtstimmungen. Die App kann her eine zentrale «Bridge», die per (beigelegten) LAN-Kabel am Router angeschlossen ist mit allen Lampen (laut Philips bis zu 50) kommunizieren kann und in Echtzeit die Befehle der App-Steuereinheit weitergibt. Die smarte Nutzung von App und dem etablierten ZigBeeLightLink ergibt eine in der Praxis absolut überzeugende Lichtlösung.

Natürlich kann man mit den Hues ordentlich Disco machen (es gibt sogar eine entsprechende, klanggesteuerte App), der wahre Nutzen ist aber einfacher. Man kann im Büro über den Tag entweder manuell oder per Zeitsteuerung die globale sowie individuelle Lichtleistung komplett steuern, jeder Mitarbeiter kann via App «sein» Licht beeinflussen. Philips liefert fertige Lichtrezepte wie «Mehr Energie» oder «Konzentration» mit, die mal mehr mal weniger zu Tageslicht oder Warmlicht neigen, man kann aber auch komplexere Lichtstimmungen erzeugen, indem man etwa mit der einfach zu bedienenden Farbwerte aus einem Photo ausliest, wobei jede Lampe ihren eigenen Farbpicker hat. Das Anmelden des iPhone ist denkbar einfach, App starten, Bridge-Knopf zur Anmeldung drücken – und neue Birnen werden mit Hilfe der App einfach hinzugefügt und können individuell benannt werden. Dass die Birnen bei der Identifizierung blinken, hilft in komplexeren Situationen, die richtige LED zu finden.
Für ein Designbüro ist diese Sache deutlich mehr als ein Spielzeug. Wir können von Tageslicht zur normalen Farbbestimmung bis hin zu einer präsentationstaugichen Dämmerung das Licht sekundenschnell den Arbeitsbedürfnissen anpassen, ohne Lichtschalter bedienen zu müssen. Bei längeren Schichten kann man sich abends eine etwas kuscheligere Stimmung machen, wenn man konzentrierte Lichtpower braucht, ist aber auch ein helles, weißes Licht problemlos gegeben. Bürolampen werden auf einmal zu dimmbaren, weitgehend farbanpassbaren Umgebungsfaktoren – die ergonomische Wirkung ist enorm. Dazu kommt, dass das Licht durchaus angenehm ist, vor allem auch ein glaubhaftes «warmes» Licht möglich ist und die Lampen keinerlei Wärme abgeben.
Es ist zunächst ungewohnt, die Lampen nicht mehr durch die Lichtschalter zu bedienen (was jederzeit geht, natürlich), sondern per Smartphone, Web oder iPad zu steuern. Aber die Vorteile liegen auf der Hand: Die Lampen schalten sich automatisch vor Arbeitsbeginn an, man muss nie wieder ins Büro, weil man das Licht vergessen hat – und im Urlaub kann man eventuellen Einbrechern vom Strand aus eine belebte Wohnung vorgaukeln, wenn man will ;-).
Es ist etwas aufwendig, vor allem bei mehreren Birnen, das System sinnvoll einzurichten, da neue Birnen immer manuell konfiguriert werden müssen, also in einer Farbszene aktiviert sein wollen. Aber natürlich ist dies die Basis für Lichtnutzung in verschiedenen Räumen, da nur so jede Birne in einzelnen Szenen gezielt an/aus und auch hell/dunkel und nicht nur in der Farbe kontrollierbar ist.
Hue ist eine der ersten Anwendungen, die so effektiv Vernetzung/Smart Home und einen Alltagsgegenstand so nahtlos neu erfindet – man darf gespannt sein, wie diese Idee sich auch kommerziell und in interaktiven Experimenten und später zusammen mit «autolucenten» Wänden usw. einsetzen lassen wird. Mit Ideen wie dieser könnte der Abschied von der Glühbirne zumindest teilweise leichter fallen.

16. Januar 2013 21:23 Uhr. Kategorie Technik. Tag Apple, Farbe, Fun, Hardware, iOS, Licht, Produkt, Software. Keine Antwort.

22. August 2012 18:33 Uhr. Kategorie Photos. Tag iPhoto, Kitsch, Licht, Natur, Sommer. Keine Antwort.
22. Juli 2012 07:52 Uhr. Kategorie Photos. Tag iPhoto, Licht. Keine Antwort.

30. Juni 2012 15:42 Uhr. Kategorie Photos. Tag iPhoto, Licht. Keine Antwort.

27. Oktober 2010 00:32 Uhr. Kategorie Photos. Tag Herbst, iPhoto, Licht, Natur. Keine Antwort.
Leider sieht man es auf dem Photo nicht so gut, ich hatte nur das iPhone dabei – aber auf dem Post-it, der da am Armaturenbrett klebt steht «Licht!». Und da frag ich mich sofort, was das bedeutet, welche Geschichte dahinter steckt. Vielleicht auch nur, weil es so schön an die kleinen Alzheimer-Zettelchen in Sunshine Cleaning erinnert… und weil die Vorstellung eines Demenzkranken am Steuer eines Fahrzeugs so surreal wäre. Aber die Ausstattung des Wagens sieht zu jung aus – und niemand würde seine demenzerkrankte Oma ja wirklich Auto fahren lassen und ihr nur entspannt einen «Licht anmachen!» Zettel ans Dashboard kleben. Aber was bedeutet es dann?
26. Juli 2010 11:42 Uhr. Kategorie Stuff. Tag iPhoto, Licht. 6 Antworten.
19. Juni 2010 18:29 Uhr. Kategorie Photos. Tag Licht, Natur, pointandshoot, Sommer. 2 Antworten.

GeoTagged, [N51.51163, W7.46238]
12. April 2010 18:40 Uhr. Kategorie Photos. Tag iPhoto, Licht. Keine Antwort.

9. April 2010 18:47 Uhr. Kategorie Photos. Tag Frühling, iPhoto, Licht. Keine Antwort.

1. April 2010 21:27 Uhr. Kategorie Photos. Tag iPhoto, Licht. Keine Antwort.

Weil er Markus so gefällt.
15. Januar 2010 21:04 Uhr. Kategorie Photos. Tag iPhoto, Licht. Eine Antwort.