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Traps

Having to be different is the same trap as having to be the same.
Robert Rauschenberg

2. September 2012 16:48 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , . Keine Antwort.

Slanted 17: Cartoon / Comic

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Wie ich bereits mehrfach schrieb, ist das eigentlich spannende an der Slanted nicht mehr (nur) so sehr der Inhalt, als vielmehr die Evolution des Blattes als solches, als visuelles Experiment. Innerhalb des groben Rahmens eines typographischen Magazines hat das Magazin so viele fröhliche Änderungen durchlaufen wie kaum eine andere Publikation – vom reinen Blog zum schwarzweiß-Magazin im aufgebohrten Copyprint, zum richtig gedruckten und «echt» vertriebenen Magazin – und mit der 17. Ausgabe haben sich Format und Layout wieder geändert. Größer ist es geworden, wahrscheinlich, um in der Flut nahezu gleicher A4-Formate herauszuragen, dicker ist es geworden und das Layout hat sich auch geändert, wirkt gestraffter. Geblieben ist die Vorstellung zahlreicher Fonts eingebettet in ein Layoutabenteuer, die klare Trennung von Bildspielplatz und lesbaren (und stets lesenswerten) Texten, die aus meiner Sicht ja der eigentliche Schatz des Magazins sind. Von deutschen Handlettering über Manga-Fonts und ein Interview mit dem Schrift/Comicgrenzgänger Alesso Leonardo bis hin zu der bei diesem Thema wahrscheinlich nicht fehlen dürfenden, aber irgendwie nicht sonderlich erwähnenswerten Comic Sans. Es gibt auch ein paar aus der Reihe tanzende Texte, wie etwa Julia Kahls Interview mit Matthew Carter, die das Monothema-Heft etwas auflockern, dafür fehlt mir als US-Comic-Fan dieser nicht unwichtige Teil der Comicgeschichte absolut, auch wenn ein paar Marvel-Ikonen im Bildteil zitiert werden und einige Soundwords genutzt werden, um die Fonts vorzustellen… wobei eben gerade diese Reduzierung von Comic auf «Peng! Bumm! Klatsch!» immer etwas schmerzhaft ist. Bei Typographie und Comic wären einige US-Handletterer wie Chris Eliopoulus, Künstler wie Eisner und Steranko, aber sicher auch ein Interview mit Rian Hughes spannend gewesen. So wie eigentlich (vielleicht verständlicherweise) jede kulturhistorische Betrachtung von Comics als Medium etwas fehlt – aber vielleicht ist das auch nicht der richtige Ort dafür. Dennoch schade – auch wenn er im Sterben liegt und ich eigentlich gut finde, europäische und asiatische Comics gegenüber dem US-Spandex-Genre zu betonen, gerade in Sachen Typographie gibt der Markt der US-Comics einiges her.

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Das ist aber tatsächlich schon alles, was mir einfällt angesichts eines Heftes, das sich wieder einmal erfolgreich neu erfunden hat, das zum Entdecken und Spielen einlädt und auch in der 17. Ausgabe die Balance zwischen Spaß und Seriosität immer wieder wunderbar kippelig hält – die Stärke des Heftes ist einfach, dass es keinerlei Botschaft, keine Inhalte, keine Funktion hat, sondern einfach nur ist. Auf dieser Basis, die sich so spürbar von den meisten anderen Zeitschriften mit mehr Sendungsbewußtsein abhebt, oder die eine Zielgruppe bearbeiten wollen/müssen, oder die «journalistisch» sein wollen/müssen, entsteht eine bunte Mischung aus High-End-Schülerzeitung und Fanmagazine, die mich vom Spaßfaktor an Clownfisch und andere Portfolio- oder Uni-Magazine erinnert, aber zugleich fokussierter ist. Abgesehen davon, dass es eine phantastische Mischung aus Spielwiese, Aquise- und Netzwerktool für Magma ist, ist es unterm Strich einfach eine der lesenswertesten Publikationen im Typobereich, paradoxerweise eben, weil die Slanted so ein bisschen wunderbar ziellos ist und du sie weniger wie eine ernsthafte Zeitschrift liest, sondern mehr wie ein Videogame durchwanderst, Dinge entdeckst, Geheimnisse dekodierst, Aufgaben löst und auch mal einfach Sachen überspringst. Man darf nicht drüber nachdenken, wenn andere Bereiche so wunderbar explorativ über sich selbst berichten würden und das nahezu filterlose Tumblr-Scrapbook zum journalistischen Werkzeug erheben würden.

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10. April 2012 12:09 Uhr. Kategorie Design. Tag , , , , , . 3 Antworten.

Blue

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8. November 2011 13:44 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , . Keine Antwort.

Skin

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Großartige Arbeit der New Yorker Künstlerin Adriana Page-Russel, die sich intensiv mit Haut, Bodystyling und Design auseinandersetzt – und dabei zu ziemlich verstörenden Bildern kommt.

Photo: Ariana Page Russell

25. Oktober 2011 15:51 Uhr. Kategorie Design. Tag , . Keine Antwort.

Marcus Coates

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Und noch ein bemerkenswerter Künstler: Der Brite Marcus Coates, der oft seltsame Kontraste zwischen Mythologie, Schamanismus und Folklore einerseits, der Profanität des Alltags andererseits konstruiert, dessen Arbeiten komisch und skurril sind, oft an die Monthy Pythons, im nächsten Moment an den Humor von Duane Hanson erinnern, dessen Installationen und Videos so düsterexzentrischüberdreht sind, wie es vielleicht eben nur ein Brite hinbekommt, und der vielleicht ein grandioser Abzocker sein mag, aber dennoch phantastische Bilder generiert und mit diesem Zitat sowieso völlig unangreifbar grandios ist: «Most of the work comes from the idea of being an 8 year old.»
Hier.

24. Oktober 2010 12:07 Uhr. Kategorie Design. Tag . Keine Antwort.

Doug Aitken: Migration

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Wunderbare Installations/Video/Photokunst des kalifornischen Multimedia-Künstlers Doug Aitken aus dem Jahr 2008.

Hier und hier und hier.

23. Oktober 2010 13:27 Uhr. Kategorie Design. Tag . Keine Antwort.

Gestaltentreffen Gruppenausstellung

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Der vielen von den Buch-gegen-Photo-Aktionen aus dem letzten Jahr (wo ich, hoppla, immer noch Bücher versenden muss, mea culpa!) sicher noch in bester Erinnerung verbliebene Tobalo ist einer der Aussteller, wenn es ab dem 15. Mai in der Kampstraße 44 im Freien Kunst Territorium Bochum die 5. Gruppenausstellung gestaltentreffen gibt.

Zwölf Photographen und Künstler aus ganz Deutschland zeigen ihre Arbeiten in verschiedensten Techniken und Sujets – zur Vernissage und Finissage gibts ordentliche Musik und sogar eine Lesung. Klingt spannend, wird es sicher auch. Weitere Infos rund um das gestaltentreffen gibt es hier.

12. Mai 2010 13:56 Uhr. Kategorie Design. Tag . 2 Antworten.

Szimpla Dupla

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Ob es nun szimpla dupla heißt oder .simpla..dupla, ganz egal – die kleine aber feine Ausstellung im Künstlerhaus in Dortmund hatte es in sich und war zur Eröffnung ausgezeichnet besucht, unter den routinierten Beats von Annika Jannsen und Seán Nagel kam gute Partystimmung auf. Hannes Woidich, Willi Otremba und Szolga Hajnal haben aus Budapest und Pécs neun Installationen mitgebracht, die bereits vor dem offiziellen Start von Scene Ungarn zeigen, wie nah die osteuropäische Kunstszene im Grunde Arbeiten ist, die wir auch aus Deutschland kennen, meist sehr multimedial, modern, abstrakt, eher tastend als didaktisch, und wie so oft bei moderner Kunst auch etwas unwirklich. Ich war überrascht, dass mir Hajnalka Tarr, deren Arbeiten ich bereits kannte und sehr mag, in diesem Kontext sogar noch am wenigsten gefiel, obwohl sie quasi als einzige etwas «klassisch» arbeitete. Einen großartigen Opener gab die Installation von Szövetség’39 ab, eine große «Lichtorgel» mit batteriebetriebenen LEDs, die bereits zum Start der Ausstellung ausfielen und so im Verlauf von szimpla dupla zufallsbasiert immer neue, sich selbst zerstörenede Pattern entwickeln. Ein weiteres Highlight war eine andere Lichtinstallation von Csenge Kolozsvári, abgehängte selbstgebaute Lampen, die bei Berühung durch in das mattierte Aluminium eingefräste Schlitze erleuchten und einen jeweils anderen Ton abgeben. Leider ging die sehr stimmungsvolle Installation etwas unter, sie hätte vielleicht einen eigenen, vielleicht auch dunklen Raum gebraucht, um ihr Flair so richtig zu entfalten – aber auch so macht es Spaß, Kunst anzupacken und mit ihr spielen zu können. Inspirierend war Anna Baróthys dreidimensionale Skulptur, die sich aus einer aufgezeichneten Tanzperformance ergab – was bei Gehry ein Haus würde, ist hier eine wirklich schöne Skulptur geworden, deren Idee faszinierend ist. Marianna Szabó hat geisterhafte Mumien aus einzelnen teilweise gehärteten Fäden nach Dortmund gebracht, die wie Schlafende oder Tote im Künstlerhaus liegen. Ádám Kokeschs «Sensoren»-Installation fand ich persönlich weniger gelungen, wiewohl ich die einzelnen Sensoren sehr niedlich fand, hat sich die Idee als Ganzes nicht erschlossen und wirkte artifiziell. Barbara Follárd hatte eine Videoinstallation dabei, und ich bin ganz individuell an dem Punkt, wo ich geloopte Videos einfach nicht mehr sehen mag, es liegt an mir – Videoart muss einfach einen Schritt weiterkommen und interaktiver werden im Zeitalter von Youtube. Umso schöner dann die Primitivität, Ehrlichkeit und der schiere Arbeits- und Spaßfaktor von István Csákánys Rauminstallation, die ein massives Holzgebirge ins Künstlerhaus stemmte, über das jeder Besucher klettern musste, um die Ausstellung weiter sehen zu können. Abgesehen von meinem Respekt vor der reinen Bauleistung mit Säge und Akkuschrauber, vor der wackelig wirkenden, aber wunderbar massiven Konstruktion, vor der fraktalen Optik von so viel Baumarkt-Holz, war diese Kunst wunderbar ins echte Leben integriert, lud zum Draufsitzen ein (und ächzte ziemlich unter den fast zwölf Leuten, die zwischenzeitlich auf dem Holzberg saßen) und wurde auch ein wenig zur Hürde für das weniger junge Publikum, das trotzdem mit reichlich Humor auf das Holzhindernis kraxelte.

Die Ausstellung im Künstlerhaus läuft noch bis 30. Mai. Ein paar Bilder nach dem Break…

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10. April 2010 10:22 Uhr. Kategorie Design. Tag . Keine Antwort.

Freies Kunst Territorium Bochum

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Ihr alle kennt Tobalo schon als grundguten Photographen aus den Giveaway-Aktionen… und anscheinend macht er jetzt ein Projekt, dass ein wenig wie eine Mischung aus Clownfisch und Unperfekthaus klingt, also absolut sympathisch. Tobi schreibt:

Man nehme sechs beherzte Künstler aus Polen , Deutschland und Spanien; eine Fabriketage in einem ehemaligen Lager für Sanitärbedarf im kultigen Bochumer Westend, ein paar Eimer Farbe und einen netten Vermieter: fertig ist das neue Atelierhaus. Eröffnungsausstellung für alle Menschen, die solche Projekte lieben und unterstützen wollen:
Sa 11. Juli ab 16h
So 12. Juli  ab 11h
Diekampstraße 44, Bochum

Mehr Info unter: http://fktbo.blogspot.com/

9. Juli 2009 20:12 Uhr. Kategorie Design. Tag . 5 Antworten.

Kunstcluster + Schöpfung + Langer Tisch = Dabeisein

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Nachdem bereits letzte Woche die sehr gelungene Clownfisch-Release-Party in der alten ELBA-Fabrik in Wuppertal gestiegen ist, bei der neben der schönen Ausstellung der Blanko-Ausgaben und anderer Arbeiten, einem wunderbaren dritten Magazin auch eine rappelvolle Party mit zwei Dancefloors und einem monströsen D’n'B-Livedrumset begeisterte, geht es diese Woche weiter mit dem Kunstcluster, der von Thilo Küpper von den Arrenbergschen Höfen organisierten über mehrere Stockwerke laufenden Kunstausstellung in der rohen Atmosphäre der historischen Fabrikhalle. Die Ausstellung läuft bereits seit dem 23, aber merkenswert sind vor allem die Tage, in denen Wuppertals Langer Tisch mit Kunstcluster und Schöpfung kollidiert, also richtig was los ist. Am 27.Juni gibt es deshalb nicht nur zwei laufende, große Ausstellungen (Kunstcluster und Schöpfung), einen durch die halbe Stadt ziehenden Kulturevent mit erwarteten 600.000 Besuchern, sondern auch einen Design- und Modemarkt zwischen U-Club und Robert-Daum-Platz, abends mit Tanztheater, Tango und Reaggae-Soundsystem. Klingt nach einem guten Samstag.

25. Juni 2009 08:29 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , . Keine Antwort.

Kunst Cluster

Obwohl wir ja eigentlich Designer und gar keine Künstler sind, hat uns Thilo Küpper von der Kunst-Cluster-Initiative Wuppertal eingeladen, 2009 zu den vielen Künstlern zu gehören, die in der ELBA-Halle in Wuppertal ihr Arbeiten zeigen. Wir freuen und sehr, nicht zuletzt, weil Beate und Christian von Clownfisch in der gleichen Location am 20.6. die dritte Ausgabe Ihres Kunstmagazins präsentieren wollen – und werden zu dem Anlaß die Astronauten noch einmal – quasi als Abschied, denn die Saison ist ja in Bielefeld vorbei – in die Arena bringen, vielleicht mit den Konzertplakaten der Saison (oder deren Restbeständen) als Gratisbeilage, mal sehen. Am 6.6. ist die Auftaktveranstaltung (von Clownfisch, Kunst-Cluster und Shakespeare Live gemeinsam veranstaltet), die Kunst-Cluster-Ausstellung geht vom 24.6. bis zum 28.6.. Vom 6.6. bis zum Finale am 28. kann man übrigens auch in der ELBA-Halle die Blanko-Heft-Ausstellung zur Schöpfungs-Ausgabe von Clownfisch sehen, wo alle eingesendeten und handbearbeiteten leeren Hefte, die die Redaktion weit verteilt hat, zu sehen sind – das dürfte spannend werden…  so oder so eine gute Ausrede/Gelegenheit für uns, im Juni hoffentlich ein paar gute Stunden mit ein paar der besten Menschen in Wuppertal zu verbringen, worüber ich mich eigentlich am meisten freue.

16. Mai 2009 18:46 Uhr. Kategorie Leben. Tag , . 3 Antworten.

Mirrormask Title Sequence

Dave McKean gehört zu den Leuten, die mich – seinerzeit mit seinem genresprengenden Coverartwork für Neil Gaimans Sandman-Serie – für Grafik-Design begeistert haben. Oft kopiert ist der Brite bis heute unerreicht und einer der wenigen Designer/Künstler, bei denen man sich fragt: Wie zur Hölle hat er das gemacht? Es gibt kaum einen so über allen Grenzen hinweg multimedial tätigen, erfolgreichen, klar stilistisch verortbaren und doch immer wieder überraschenden Künstler.

Hier gibt es seinen Mirrormask-Opener als HD-Version zu sehen. Immer wieder erstaunlich, wie McKean seinen zweidimensionalen komplexen Stil nahtlos in die dritte Dimension übertragen hat.

12. Mai 2009 16:19 Uhr. Kategorie Design. Tag . Eine Antwort.

Kultursymposium NRW: Bilder

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Beim Clownfisch-Kultursymposium am NRW-Tag in Wuppertal ging es trotz etwas chaotischer Umstände ganz wunderbar kreativ und spaßig zur Sache. Bewusst offen gehalten – dem interdisziplinären Anlass entsprechend, aber auch, weil ich glaube, dass man allein über die Definition von «Kunst» trefflich jahrelang streiten kann, geschweige denn über die Schnittstellen verschiedener Bereiche dazu – warfen sich die Designprofis Markus Hanzer, Chris Rehberger und Martin Woodtli die Bälle zu, die von den Kulturprofis Olaf Bargheer und Reinhard Wiesemann sowie dem Architekten Björn Syffus souverän angeschnitten zurückgeflankt wurden. Ich selbst war noch im Urlaubsmodus und etwas vergrippt, aber die auch bewusst als Modus gewählte leicht verpeilte Art (T-Shirt statt Anzug, Bier statt Wasser) passte eigentlich auch sehr schön zum Kunstcluster in den Elba-Hallen und das Ambiente drum herum, wo Improvisation und Humor-trotz-allem an der Tagesordnung standen. Christian Hampe und Beate Blaschczok haben hier aus eigener Initiative und ohne große Fördermittel eine auf 200o Quadratmeter weitgehend überzeugende Ausstellung/Performance organisiert … und das allein zeigt, wie sehr Kunst, Design, Bau, Kultur und all die anderen Kreativberufe von den einzelnen Menschen leben, die etwas bewegen wollen.

Vor etwa 150 Zuschauern haben wir gut zwei Stunden lang durch die verschiedensten Themen gewildert – und genau diese Sprunghaftigkeit kam bei vielen Zuschauern, die nachher zu mir kamen, ganz gut an. Und nur so kann man auch den gebündelten meinungsstarken Talente gerecht werden, zumal alle Themen/Fragen, die ich mir im Vorfeld notiert hatte, auch ganz natürlich und wie selbstverständlich behandelt wurden. Dass es in der Kürze der Zeit nicht tief ins Fleisch der Themen geht – und wir paradoxerweise am wenigsten über Kunst gesprochen haben, vielleicht weil die beiden geladenen Künstler nicht erschienen – tat der kontroversen, vielstimmigen, im Kern aber doch sehr harmonischen Diskussion keinen Abbruch. Allein, dass klar wurde, wie heterogen der subjektive Kunstbegriff unweigerlich ist/sein muss, macht die Sache wertvoll – ganz zu schweigen davon, dass den weitestgehend jungen Zuschauern auch recht vielstimmig ein Bild in die Wirklichkeit von »Kreativwirtschaftlern» und den Widersprüchen, die dieses Leben mit sich bringt, gegeben wurde. Dass das Publikum rund 180 Minuten zugehört und anschließend mitdiskutiert hat, obwohl draußen Sonne und Bier warteten und obwohl es im Kunstcluster unendlich viel zu entdecken gab, ist ein echtes Geschenk und spricht für die Entertainment-Qualität der sechs Gäste.

Olaf hat die Sache eigentlich besser zusammengefasst als ich es je könnte -  insofern bleibt mir noch einmal ein herzlicher Dank an die geduldigen und wunderbaren Gäste für den Talk und einen sehr netten Abend – trotz der wirklich miserablen Musik bei der EinsLive-PlanB-Party :-D.  Jeder der eingeladenen Gäste bedeutet mir aus den verschiedensten Gründen etwas – mit Ausnahme von Olaf, den ich auf begeisterte Empfehlung von Nicole Lohrisch eingeladen habe und der dem vorauseilenden Lob wirklich mehr als nur gerecht wurde -  und ich habe mich sehr gefreut, so unterschiedliche Temperamente nebeneinander versammelt zu sehen und fand hinreissend, wie lebhaft und eben UNkonferenz-ig das Gespräch war. Vielen Dank, Leute!

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4. September 2008 16:54 Uhr. Kategorie Design. Tag , , . 3 Antworten.

Vormerken: Kunstcluster am NRW Tag

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Ende August wird es in der riesigen ELBA-Halle in Wuppertal  ordentlich spannend. Gestern gab es das vorläufige Programm, zu dem sicher noch einige Überraschungen dazu kommen dürften. Wer als Künstler oder Designer mitmachen will in der Ausstellung, wer sich für den DesignMarkt interessiert und dort seine Arbeiten, Entwürfe, Mode usw anbieten will, meldet sich am besten direkt hier

12. Juli 2008 12:00 Uhr. Kategorie Design. Tag . Keine Antwort.

Wieso das lange Gesicht?



Heute abend zeigen sechs Studenten der Kunstakademie Düsseldorf, u.a. aus den Klassen Lüpertz und  Immendorf, ihre Arbeiten im gemütlichen Daheim-Flair in der Merowinger-Straße 67, Düsseldorf, ab 19 Uhr.

12. Juni 2008 13:13 Uhr. Kategorie Stuff. Tag . 3 Antworten.

Geotagging Artwork

In William Gibsons letztem Buch, Spook Country,spielt Geotagging als Kunstform, also Kunst, die sich GPS-Signale zu Nutze macht, eine zentrale Rolle. Und wie immer ist Gibson nicht bei Science Fiction, sondern einfach auf der Höhe der Zeit. Erik Nordenankar hat mit Hilfe von einem Aktenkoffer mit GPS-Signalgebern sein Portrait auf die gesamte Weltoberfläche gemalt – das größte Bild der Menschheitsgeschichte.

(via Swissmiss)

28. Mai 2008 14:40 Uhr. Kategorie Design. Tag . 10 Antworten.

Stories of the Erased

Amnesty International und das Slovenische Designstudio Poper erinnern an die fast 20.000 Bürger, die 1992 aus den slovenischen Bürgerregister gestrichen wurden, ohen Benachrichtigung, ohne Prozess, ohne rechtliuche Grundlage, die einfach – soweit es den Staat betraf – unsichtbar wurden. Plakate, Schilder und andere Medien in Lubljana erzählen die Geschichte einiger dieser Menschen.  Mehr hier.

The Erased is the common name for 18,305 individuals who at the time of independence had a registered permanent residence in Slovenia and are mostly of a nationality other than Slovenian. On February 26, 1992, they were unlawfully removed (erased) from the Registry of Permanent Residents of Slovenia. They were not informed of the removal from the registry, which was carried out without any legal procedure. Due to losing the status of permanent residents they were deprived of numerous rights, such as: the right to social security, access to the health system/insurance, the possibility of employment, the right to unemployment protection, the right to protection (arising from the regulated status in Slovenia), access to the educational system and other rights. The Erased are still a stigmatized social group and they encounter various difficulties: from identity to political, economic and cultural. Most of them are members of other nationalities of the former Yugoslavia though Slovenians can be found among them. 

via Osocio

25. Mai 2008 20:40 Uhr. Kategorie Design. Tag . Keine Antwort.


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