HD Schellnack /// Kontakt Twitter iPhoto pointandshoot Typographie Alternative Pop Licht nodesign Aktionen Zitat Natur Photographie Denken Fail ScienceFiction Apple Studium Belletristik Comics Dayshot Vernacular Scratchbook Werbung Fragen Winter Software Medien Fun Retro Gesellschaft Farbe Print Electronic Magazine iOS Zukunft Web Drama Frühling Jazz Sommer Kitsch Kunst Sachbuch Hardware Fantasy Klassik Herbst Thriller Emma

Full frontal is the way to go

hd schellnack

Wunderbar, wunderbar geschmacklose Anzeige. Wunderbar schlechte Montage. Bin hin zur Armbanduhr des male models und dem Blick der Dame links neben ihn ein kleines Stück Kunst. So viel Spaß kann Technologiewerbung machen. Keine Ahnung, ob man so ein positives brand image aufbaut, aber immerhin: niemand guckt an dieser Anzeige vorbei :-D.

28. November 2012 18:41 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , . Eine Antwort.

Apple, das ist nicht mehr witzig

hd schellnack

hd schellnack

hd schellnack

16. Juni 2012 22:17 Uhr. Kategorie Technik. Tag , , . Keine Antwort.

Paper

hd schellnack

Was von Null zur App der Woche wird, muss schon etwas besonderes sein. »Paper by FiftyThree« ist das zumindest ansatzweise. Es fällt irgendwo zwischen die Notizbuch- und Zeichenapps, die es für das iPad gibt, kommt aber an die besten Vertreter beider Gattungen nicht wirklich hundertprozentig heran. Notebook-Apps wie Bamboo Paper, Noteshelf oder Penultimate können längst Photos importieren, haben variable Stiftgrößen, können zum Teil direkt Texteingabe und sind mitunter an Evernote und Dropbox angebunden und erlauben so einen sehr flüssigen Workflow mit handschriftlichen Notizen. Auf das reine Zeichnen am iPad kaprizierte Apps hingegen bieten volle RGB-Farben, multiple Brushes, Pan und Zoom, Ebenen und höhere Auflösungen. In beiden Bereichen kann »Paper« nicht wirklich mithalten, im Gegenteil. Ist die App dennoch die rund 8€ wert, die sie am Ende kostet, wenn man per In-App-Kauf die kompletten Stifte aktiviert hat?

Jein. »Paper« hat ein herausragendes Interface, mit dem eine Art Moleskine-Skizzenbuch mit einem Bamboo-Stift erstmals wirklich aufkommt. Wie man die Bücher mit einem Pinch öffnet, darin blättern kann, mit einem weiteren Pinch auf der Seite ist – hervorragend gelöst und phantastisch animiert. Der Flow der simulierten Tinten, Bleistifte und Wasserfarben lässt alle anderen Notizbuch-Applikationen (wenn auch nicht SketchBookPro) alt aussehen. Es macht Spaß, in »Paper« zu arbeiten, selbst wenn ich die skeomorphe Werkzeugpalette zu aufdringlich finde. Die Ergebnisse, selbst schnellste Skizzen, können sich sehen lassen und die verschiedenen Werkzeuge und Farben reichen allemal, um Ideen festzuhalten ohne (wie bei reinen Malprogrammen) den User gleich im Overkill der Optionen zu frustrieren oder in der Arbeit zu bremsen. Unter dem Aspekt finde ich die eingeschränkte Farbpalette des Programms fast positiv. Die Rewind-Geste zum Rückgängigmachen bzw. Wiederherstellen ist gegenüber den sonst üblichen Undo/Redo-Buttons ein Geniestreich, so wie Gestensteuerung von »Clear« ja auch ein Gamechanger ist.

hd schellnack

Auf der anderen Seite fehlt es »Paper« an vielem. Der Output ist – obwohl das Programm sich »retina«kompatibel nennt, nur 1048×768 Pixel, also nur halbe Retina-Auflösung, das ist einfach zu wenig. Auch ist es kompliziert, Bilder zu exportieren – ich würde dankbarst auf Twitter und Facebook verzichten, wenn die App wenigstens direkt in die Camera Roll speichern könnte. Aber bisher ist der einzige Weg, Bilder zu exportieren, sich selbst eine PDF zuzuschicken. Von Dropbox oder Evernote keine Spur, obwohl beides gerade für Skizzenbücher enorm Sinn machen würde. Dazu passt leider nur zu gut, dass man nur Einzelseiten als JPG, kein gesamtes Buch als PDF exportieren kann – eigentlich ein Standardfeature in anderen Notizbuchprogrammen. Auch die Fähigkeit, in das »Blatt« zu zoomen und somit etwas feiner arbeiten zu können, sollte eigentlich gegeben sein, und wäre ideal im Kontext mit höherer Bildauflösung. Dagegen ist schon fast ein Detail, dass man beim Umblättern – obwohl das insgesamt schön intuitiv gelöst ist – andauernd unfreiwillig Striche in die Zeichnungen »malt« oder das beim Schreiben am unteren Seitenbereich immer wieder die riesige Werkzeugpalette hochfährt, wodurch dieser Bereich etwas unbrauchbar wird. Zu diesem etwas unfertigen Feeling passt auch, dass es keinen hochformatigen »Portrait«-Modus gibt (wobei man aber, da es ohnehin keine mittlere Trennung der »Doppelseite« gibt, auch im Hochformat malen kann), sondern die App nur quer funktioniert. Schade ist auch die Tatsache, dass es bislang nur unliniertes und unkariertes Papier gibt – wobei ich denke, dass ein Anbieter, der sich jeden Pinsel bezahlen läßt, auch bald auf die Idee kommen wird, zusätzliche Papiere zum Kauf anzubieten.

hd schellnack

Insgesamt hat »Paper« soviel Potential wie Probleme. Interface und Inkflow sind grandios, der Spaßfaktor Ist zweifellos hoch, die einzelnen Notebooks und ihre Cover sehen phantastisch aus, dagegen wirken Bamboo und Noteshelf spontan unattraktiv. Dennoch bringt der schönste Spaß nichts, wenn der Output nicht stimmt. »Paper« braucht vor allem höhere Auflösung, bessere Exportoptionen und dann mehr Werkzeuge und Optionen, um vom Spiel- zum Werkzeug zu werden. Wenn FiftyThree in den nächsten Versionen soviel Detailliebe und Perfektion an den Tag legt wie mit dem Debüt, darf man gespannt sein und auf eine funktionale Einlösung des Versprechens hoffen, dass »Paper« hier abliefert.

hd schellnack

29. März 2012 21:51 Uhr. Kategorie Technik. Tag , , . Keine Antwort.


Creative Commons Licence