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Nifty Drive

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Es ist immer eine gute Idee, etwas mehr schnellen Speicherplatz auf einem Laptop zu haben, gerade bei der Air-Serie von Apple, die derzeit nur 512 MB Flash-Speicher liefert. Eine elegante Lösung des Problems ist das erfolgreiche Kickstarter-Projekt «Nifty Drive», das eine Art Halterung für Micro-SD-Karten darstellt, die nahtlos mit dem Body eines MacBook Air oder Pro abschließt. In verschiedenen Farben verfügbar wird so der SD-Slot des Laptops genutzt, um ein zusätzliches internes Volume zur Verfügung zu stellen. Selbst mit den schnellsten SD-Karten erreicht man hier zwar nicht die Geschwindigkeit des internen SSD-Speichers, aber für eine mobile Reserve reicht es allemal. Den Nifty-Halter kann man mit einer Büroklammer oder dem beigefügten kleinen Werkzeug problemlos aus dem Laptop ziehen, wenn man etwa tatsächlich Bilder von einer herkömmlichen SD-Karte importieren will. Ob man die Micro-SD, die so nahezu fester Bestandteil des Systems wird, als Medium für Musik, Videos oder Dokumente nutzt, oder auch als eine Time-Machine oder Backup-Lösung für Teile der Laptop-Installation (für das System inklusive aller Daten sind 64 GB allerdings noch zu wenig) ist weitgehend egal – die Möglichkeit, elegant mehr virtuelle Festplatte zu haben, ist die 25 $, die der Nifty Drive derzeit (ohne SD-Karte) kostet, sicher wert.

7. März 2013 22:16 Uhr. Kategorie Technik. Tag , . 3 Antworten.

Easy Switch Keyboard

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Jeder Mac-Nutzer mit mehreren Geräten kennt das Problem: So schön die Wireless-Tastatur von Apple auch sein mag, die Verwendung an mehreren Devices ist ein Alptraum, weil man die Tastatur jedesmal trennen und wieder neu «pairen» muß, um sie verwenden zu können. Zweites großes Manko ist und bleibt Apples Entscheidung, die Tastatur nicht – wie am MacBook – mit leuchtenden Buchstaben zu versehen, die gerade beim Schreiben im Halbdunkeln eine wirkliche Hilfe sind.
Beide Probleme löst elegant eine neue Tastatur von Logitech, die sich via Bluetooth problemlos mit bis zu drei Geräten verbinden lässt – und beleuchtet ist.

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Auf Knopfdruck kann man mit dem Easy Switch Keyboard so etwa Laptop, iPhone und iPad mit einer externen Tastatur nutzen. Formfaktor und Chicklet-Layout der Tastatur gleichen weitgehend dem Apple-Standard, die Verarbeitung ist wie bei Logitech üblich, hochsolide und das Design gleicht weitestgehend dem MacBook-Stil.

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Die Tastatur benötigt keinen zusätzlichen Dongle, sondern verbindet sich einfach mit dem vorhandenen Bluetooth, das Pairing ist ein Kinderspiel. Betrieben wird das Keyboard nicht wie bei Apple von einzelnen Batterien, sondern wie bei Logitech inzwischen Standard mit einer fest verbauten Akku-Lösung. Nachteil ist, dass man nicht mit einem Batteriewechsel wieder frische Energie hat, Vorteil ist die längere Laufzeit und das Aufladen via USB. Unbeleuchtet läuft die Tastatur über Wochen, mit der beleuchteten Tastatur (die man manuell dimmen und abschalten kann) auch tagelang. Die Beleuchtung merkt, wenn man die Hand vom Keyboard nimmt bzw. sich annähert und nimmt entsprechend an Intensität zu oder schaltet sich ab.

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Das Easy Switch Keyboard ist eine elegante Ergänzung für alle, die auf mehreren Geräten längere Texte verfassen und dabei dauerhaft eine mobile, handliche Tastatur bevorzugen. In der Praxis fällt die Tastatur vor allem dadurch auf, dass sie nicht auffällt, sondern sich nahezu unsichtbar in bestehende Arbeitsabläufe einpasst, aufgrund ihrer geringen Größe immer dabei sein kann und eine Lücke schließt, die Apples eigene Keyboard-Lösung bislang offen gelassen hat.

14. Februar 2013 14:06 Uhr. Kategorie Technik. Tag , . Keine Antwort.

Philips Hue

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Bereits letztes Jahr bestellt und jetzt – allerdings früher als im angekündigten März – angekommen: Das Philips Hue Lichtsystem, mit dem Philips sich erneut als Trendsetter in Sachen iOS-Zubehör und Licht etabliert. Die 8,5 Watt-LED-Birnen entsprechen etwa herkömmlichen 50-Watt-Birnen, haben ein sehr akzeptables Starttempo und sind absolut flackerfrei und ruhig im Licht, verbrauchen aber rund 80 % weniger Strom als herkömmliche Birnen, die Lebensdauer ist auf 15.000 Stunden angekündigt (da darf man gespannt sein).

Der Clou an dem hue-System, das derzeit exklusiv über den Apple Store verkauft wird, ist, dass es eben auch exklusiv mit Apple-Produkten funktioniert. Die Lampen werden über eine iOS-App gesteuert, entweder direkt via WLAN oder – sofern man sich im huePortal angemeldet hat – auch über Funknetz. Das Portal dient zugleich der Synchronisation von Einstellungen und Lichtstimmungen. Die App kann her eine zentrale «Bridge», die per (beigelegten) LAN-Kabel am Router angeschlossen ist mit allen Lampen (laut Philips bis zu 50) kommunizieren kann und in Echtzeit die Befehle der App-Steuereinheit weitergibt. Die smarte Nutzung von App und dem etablierten ZigBeeLightLink ergibt eine in der Praxis absolut überzeugende Lichtlösung.

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Natürlich kann man mit den Hues ordentlich Disco machen (es gibt sogar eine entsprechende, klanggesteuerte App), der wahre Nutzen ist aber einfacher. Man kann im Büro über den Tag entweder manuell oder per Zeitsteuerung die globale sowie individuelle Lichtleistung komplett steuern, jeder Mitarbeiter kann via App «sein» Licht beeinflussen. Philips liefert fertige Lichtrezepte wie «Mehr Energie» oder «Konzentration» mit, die mal mehr mal weniger zu Tageslicht oder Warmlicht neigen, man kann aber auch komplexere Lichtstimmungen erzeugen, indem man etwa mit der einfach zu bedienenden Farbwerte aus einem Photo ausliest, wobei jede Lampe ihren eigenen Farbpicker hat. Das Anmelden des iPhone ist denkbar einfach, App starten, Bridge-Knopf zur Anmeldung drücken – und neue Birnen werden mit Hilfe der App einfach hinzugefügt und können individuell benannt werden. Dass die Birnen bei der Identifizierung blinken, hilft in komplexeren Situationen, die richtige LED zu finden.

Für ein Designbüro ist diese Sache deutlich mehr als ein Spielzeug. Wir können von Tageslicht zur normalen Farbbestimmung bis hin zu einer präsentationstaugichen Dämmerung das Licht sekundenschnell den Arbeitsbedürfnissen anpassen, ohne Lichtschalter bedienen zu müssen. Bei längeren Schichten kann man sich abends eine etwas kuscheligere Stimmung machen, wenn man konzentrierte Lichtpower braucht, ist aber auch ein helles, weißes Licht problemlos gegeben. Bürolampen werden auf einmal zu dimmbaren, weitgehend farbanpassbaren Umgebungsfaktoren – die ergonomische Wirkung ist enorm. Dazu kommt, dass das Licht durchaus angenehm ist, vor allem auch ein glaubhaftes «warmes» Licht möglich ist und die Lampen keinerlei Wärme abgeben.

Es ist zunächst ungewohnt, die Lampen nicht mehr durch die Lichtschalter zu bedienen (was jederzeit geht, natürlich), sondern per Smartphone, Web oder iPad zu steuern. Aber die Vorteile liegen auf der Hand: Die Lampen schalten sich automatisch vor Arbeitsbeginn an, man muss nie wieder ins Büro, weil man das Licht vergessen hat – und im Urlaub kann man eventuellen Einbrechern vom Strand aus eine belebte Wohnung vorgaukeln, wenn man will ;-).

Es ist etwas aufwendig, vor allem bei mehreren Birnen, das System sinnvoll einzurichten, da neue Birnen immer manuell konfiguriert werden müssen, also in einer Farbszene aktiviert sein wollen. Aber natürlich ist dies die Basis für Lichtnutzung in verschiedenen Räumen, da nur so jede Birne in einzelnen Szenen gezielt an/aus und auch hell/dunkel und nicht nur in der Farbe kontrollierbar ist.

Hue ist eine der ersten Anwendungen, die so effektiv Vernetzung/Smart Home und einen Alltagsgegenstand so nahtlos neu erfindet – man darf gespannt sein, wie diese Idee sich auch kommerziell und in interaktiven Experimenten und später zusammen mit «autolucenten» Wänden usw. einsetzen lassen wird. Mit Ideen wie dieser könnte der Abschied von der Glühbirne zumindest teilweise leichter fallen.

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16. Januar 2013 21:23 Uhr. Kategorie Technik. Tag , , , , , , , . Keine Antwort.

Langly Camera Bag

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Eines der erfolgreicheren Projekte – neben der Pebble Watch – der Crowdfunding-Plattform Kickstarter ist die Photo-Rucksack-Lösung Langly CameraBag. Von dem Photographen Evan Lane erfunden, ist der Rucksack Beweis für die Energie von Kickstarter – früher hätte Lane wahrscheinlich nie das Geld beisammen gekriegt, um sich in dieser Form seine eigene Ausrüstung entwickeln zu können, und selbst dann hätte er noch die ersten Kunden und Multiplikatoren suchen müssen. Bei Kickstarter hat er beides in einem, Mini-Kreditgeber und bereits die ersten Abnehmer.

Tatsächlich ist der Rucksack, wenn man die Qualität mancher Kickstarter-Erstgeburten kennt, überraschend solide und durchdacht, kein Hauch von «Beta-Feeling». Die gewachste Baumwolle, die Lederapplikationen, die Nähte – in jedem Detail steckt genug Liebe, um einen deutlich höheren Preis zu rechtfertigen (wenn ich bedenke, was ein guter Weekender ähnlicher Machart so kostet) und den Rucksack wirklich als Objekt, das mit den Jahren und Belastung nur schöner werden kann, zu schätzen. Aber auch der Aufbau ist absolut durchdacht, tatsächlich die beste Kameratasche, die ich je in den Händen hatte. Die Nahaufnahmen zeigen die Qualität:

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Haltbar vernäht, Leder, Baumwolle – ein Rucksack für die Ewigkeit (oder zumindest für eine ganze Reihe harter Außenaufnahmen)

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Erinnert nicht von ungefähr an Vintage-Parkas: Die LanglyCameraBag ist durch und durch vom Military-Style inspiriert.

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Dezentes und schickes Branding – der Schutzschild ist tatsächlich ein passendes Logo für die Belastbarkeit des Rucksacks.

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Was für ein Unterschied zu herkömmlichen Nylon-Rucksäcken! Beausage-Materialien, wo das Auge hinreicht, nichts, was schlecht altern würde, man darf hoffen, dass dieser Rucksack mit der Nutzung einfach nur verrockter und schöner werden kann. Man will förmlich sofort in den Regen und den Schlamm damit.

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Passend zum Bundeswehr-Look hat der US-Hersteller das schöne deutsche «Rucksack» in das innere Label gedruckt, das den Militärstil endgültig auf die Spitze treibt.

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Keine Angst vor den Verschlüssen, sie tun nur so kompliziert: Die oberen Verschlüsse sind in Wirklichkeit durch Magnete sicher, aber leicht zu öffnen gehalten, die Schnallen sind nur Dekoration. Einerseits etwas schade, weil so natürlich etwas unsicherer als bei echten Schnallenverschlüssen, auf der anderen Seite großartig, weil man in der oberen Tasche beim Shooting die Kamera ablegen kann und durch die Magnetverschluss-Lösung blitzschnell zu Hand hat. Ein optionaler «echter» Verschluss wäre schön gewesen, aber da die Objektive und Kamera auf Reisen im unteren Teil des Rucksacks verstaut werden können, ist der Rucksack kein echtes Sicherheitsrisiko. Man beachte die Vielzahl an zusätzlichen Taschen rund um den Sack – Platz für jede Menge Kleinkram.

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Liebe zum Detail: Die Rückseite des Rucksacks ist ergonomisch gepolstert, selbst absolut gefüllt trägt er sich absolut angenehm

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Die größere Fronttasche ist zusätzlich durch einen Reißverschluss gesichert. Die seitlichen nicht.

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Die obere Tasche lässt sich durch Druckknöpfe erweitern und verengen/verschließen – zusätzlicher Schutz vor Wasser und Langfingern.

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Von Innen ist der obere Teil mehr als Geräumig. Ob man hier bei der Arbeit kurz die Kamera parkt oder auf der Reise ein paar Kleidungsstücke o.ä. verstaut – Platz ist genug.

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Dahinter hat ein komplettes Laptop sicher Platz. Mein 13″ Air hat mehr als genug Platz und kann selbst bei absolut vollgestopftem Rucksack noch problemlos untergebracht werden.

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Im unteren Teil des Rucksacks, dessen Reißverschluss durch eine dicke Wulst vor eindringendem Wasser geschützt ist, finden die Objektive (und auf Reisen der Kamera-Body) Platz. Ich habe hier alle sieben Objektive, die ich sonst in einem Crumpler-Bag und einem Alu-Koffer hatte, unterbringen können, indem ich die kleineren Festbrennweiten etwas gestapelt habe. Ähnlich wie bei Crumpler und anderen Anbietern kann man sich den Stauraum mit gepolsterten Trennern, die mit Klettverschluss fixiert werden (stabiler als bei meinem Crumpler), aufteilen.

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Mit allen Objektiven untergebracht habe ich noch zwei längere Trenner über, es sollte also für alle Anforderungen reichen (die beiden eignen sich übrigens auch perfekt, um komplette Objektive «einzurollen»).

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In die obere Tasche passt tatsächlich die komplette 5DIII, mit Batteriegriff und einem 70-200 aufgesteckt. Griffbereit im oberen Rucksackteil ist das die bisher schönste Lösung für unterwegs, die ich kenne. Unten die Objektive, oben die Kamera sicher untergebracht – alles in einer Tasche und im Zweifelsfall trotzdem die Hände frei. Respekt, Mr. Lang!

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So sieht der Bag randvoll aus – hier ist vom ersten Kabel bis zum letzten Fisheye wirklich jedes Kamera-Zubehör drin, das ich besitze. Stoßfest, so wassersicher wie es ohne Koffer-Monster-Lösungen geht, mobil und tatsächlich phantastisch leicht… und vor allem: Mit Materialien, die einfach Spaß machen und keinen Kompromiss kennen (wie etwa die blöden Plastik-Clips bei Crumpler). Dabei kostet der Bag nicht so viel, dass man ihn nicht anstelle anderer Anbieter bedenkenfrei nehmen könnte. Die Tasche gibt es bei Langly in zwei Varianten (hier ist die Alpha-Version gezeigt) und zwei Farben (Khaki und Grün) zu jeweils 199 Dollar, plus etwa 40 € für den Zoll, die man einplanen sollte.

Die LanglyCameraBag gehört, wie Pebble oder der NittyDrive, zu den Projekten, die ich bei Kickstarter gefördert habe, weil die Idee dieser Plattform an sich so spannend ist – das Venture Capital von Morgen. Dass die Tasche dabei noch so überzeugend ist, ist fast ein Bonus. Sie ist funktional die beste Kameratasche, die ich bisher gesehen habe und ästhetisch eine reine Freude. Ich hoffe, dass es in Zukunft noch viele kleine Alltags-Entrepreneure gibt, denen durch Kickstarter ähnlich phantastische Produkte ermöglicht werden.

11. Januar 2013 19:43 Uhr. Kategorie Online, Stuff, Technik. Tag , , . Eine Antwort.

Wacom Bamboo Pen & Touch

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Auch von Wacoms Einsteiger-Tablett Bamboo ist eine neue Generation erschienen, die vor allem optisch deutlich erwachsener wirkt als die Vorgängerserie. Wenn auch längst nicht so reduziert und professionell wie die Intuos-Serie, wirkt die aktuelle Baureihe der Bamboo-Geräte nicht mehr wie Spielzeuge, auch wenn Namen wie Pen & Touch Fun dies nahelegen (Fun bezieht sich eigentlich nur auf das Softwarepaket).

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Es gibt von der Bamboo-Serie mehrere Varianten, darunter Pads, die nur Stifteingabe oder Stift und Touch-Bedienung unterstützen, zwei Größen beim Fun (small und das etwas größere medium) und verschiedene Softwareausstattungen. Da ich die Software nicht brauche und für die mobile Arbeit am Air als Gegenstück zum Büro-Intuos eher die handlichere Größe bevorzuge, ist das knapp 90 € teure Pen & Touch, dessen dezentes Schwarz mir eher liegt als das Pseudo-Apple-Alu-Plastik, die ideale Wahl gewesen. Das Gerät kommt mit einer neongrünen Kontrastfarbe für die Stiftlasche und die Rückseite, für meinen Geschmack etwas zu poppig, aber der Look unterstreicht den Freizeitcharakter und soll das preiswerte Gerät wohl deutlich von der Profi-Hardware unterscheiden.

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Wobei das kaum nötig wäre. Verarbeitung des Tabletts und vor allem das Feeling und die Responsivität des Stiftes sind mit dem Intuos kaum zu vergleichen. Wer die Arbeit mit einem Eingabetablett am Bamboo kennenlernt, wird sich vielleicht nie wirklich für ein Intuos entscheiden, denn der Unterschied ist so dezent wie entscheidend. Beide Geräte liefern Stifteingabe, aber wo das Intuos instinktiv, nahtlos und völlig natürlich reagiert, fühlt sich das Bamboo steifer und künstlicher an, ausreichend für »on the road«, aber beileibe kein Vergleich. Ich bin nicht mal sicher, ob es nicht vielleicht ein Marketingfehler ist, so eine Einsteigerklasse anzubieten… es verdirbt den Spaß am Tablett. Was nicht heißt, dass das Bamboo seinen Preis nicht wert wäre – es ist vielmehr so, dass der fast fünffache Preis für das Intuos eben absolut gerechtfertigt ist.

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Das Bamboo verfügt über weniger Programmiertasten als das Intuos und hat bei Toucheingabe im Groben die gleichen Probleme wie der große Bruder – die Oberfläche des Pads ist zwar größer als die des MacBooks, (allerdings deutlich kleiner als das Bamboo insgesamt vortäuscht und dabei drastisch reduziert im Vergleich zum Verhältnis passive/aktive Flächen beim Intuos – beim Bamboo ist die aktive Fläche irgendwo zwischen A5 und A6), aber auch weniger geschmeidig und »natürlich« und dabei anfälliger für Staubablagerungen. Dennoch ist das Bamboo für den kleinen Preis ein absolut überzeugendes Gerät – ideal für Retuschen unterwegs und durch die Toucheingabe etwas flexibler. Zahlreiche schöne Designdetails wie die eisschollenartige Struktur der Express Keys, die Stiftlasche (die ich mit am Intuos auch wünschen würde), der besser ins Gerät versteckte USB-Anschluss und vor allem die totale Mobilität des kleinen Pads überzeugen durchweg. Es ist der perfekte Kompagnon, wenn man auch unterwegs zumindest ein »Intuos Light« dabei haben will oder muss.

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Ein gerade mobil überzeugendes Feature ist die Wireless-Option von Wacom. Während mit das zumindest für meine Zwecke beim Intuos, das relativ fest am Schreibtisch seinen Platz hat, nicht sinnvoll erscheint, kann es beim mobile Arbeiten schon Sinn machen, wenn man kein störendes Kabel zwischen Notebook und Pad hat oder wenn man mit dem aufgeladenen Pad-Akku die Laufzeit des MacBooks etwas schonen kann, indem kein Strom via USB abgezogen wird. Das Wireless-Kit kann für verhältnismäßig moderate 40 € nachgerüstet werden – happig in Relation zum Bamboo, preiswert relativ zum Intuos (wo es aber eben weniger Sinn macht) – und ist mit zwei Handgriffen eingebaut, indem man den Akku und den Sender in die dafür vorgesehenen Slots schiebt. Über die Akkulaufzeit kann ich aus Erfahrung noch wenig sagen, laut ersten Tests kann sie bei wohl bis zu sechs bis acht Stunden liegen, was absolut ausreichend erscheint – aber eben nur für ein Bamboo.

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Ein Intuos bräuchte nämlich eigentlich eher eine Art Schreibtisch-Ladestation und Sender à la Logitech, um im Büro wireless Sinn zu machen. Denn ein großer Schönheitsfehler der kabellosen Freiheit ist, dass an einen dezidierten Empfänger an einen USB-Port anschließen muss. Heißt eigentlich also: Man braucht einen USB-Port für das Laden des Pads und einen als Empfänger, wenn man sozusagen frei zwischen Kabel und Wireless wechseln will. Aber selbst beim Bamboo ist es keine gute Entscheidung, am Air einen der zwei USB-Slots für einen Empfänger draufgeben zu müssen, wenn WLAN und Bluetooth eigentlich vorhanden sind und als Standards genutzt werden könnten. Ich kann mir nicht denken, dass die Daten so komplex sind, dass man sie nicht via 2.1er BT oder eben WLAN senden könnte – und sei es nur als Option (die aber im Handbuch nicht erwähnt ist, leider, und das Pad wird nicht vom System-Bluetooth erkannt). Das ist ein großes Manko, weil man dann eigentlich nicht von Einschalten-und-Loslegen sprechen kann, sondern eher wie früher bei Logitech Tastaturen und Mäusen immer wieder diese Dongle-Steckerei vorher machen muss. Es sollte eher so »gedankenlos« gehen wie das nutzen eines normalen Trackpads, das – einmal verbunden – nach dem Einschalten sofort verfügbar ist, ohne dass ich noch etwas an der Hardware machen müsste. Da hilft es leider auch nichts, dass im Gehäuse ein Platz für den Empfänger vorgesehen ist, so dass das kleine Gerät nicht verloren geht. Ich habe zumindest in der Kürze der Zeit noch keinen Workaround gefunden, Tablett und Air über das normale Bluetooth zusammenzubringen, obwohl der Empfänger-Dongle sehr deutlich macht, dass hier eine BT-Technologie verwendet wird. Was schade ist, denn beim Intuos 4 ging es mit dem «Onboard»-Bluetooth. Keine Frage, ein eigener Dongle macht es für den Nutzer einfach – einstöpseln, fertig – aber es sollte eine Pairing-Option geben, die den eigenen Empfänger überflüssig macht.

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Alles in allem ist das Bamboo für unter hundert Euro ein guter Einstieg in die Arbeit mit einem Pen-Tablett, obwohl jeder, der halbwegs ernsthaft am Rechner graphisch arbeitet, sorgenfrei auch den Mehrpreis für das Intuos investieren sollte, und eine phantastische Mini-Lösung für das Arbeiten unterwegs. Es funktioniert so zuverlässig wie man das von Wacom kennt – ich jedenfalls hatte keinerlei Probleme mit Hard- oder Software (obwohl ich persönlich finde, dass die Treiber von Wacom sich inzwischen in zu viel einmischen, weil sie mit ihren eigenen Gestendefinitionen ins System gehen, anstatt sozusagen einfach auf die normalen Trackpad-Gesten aufzusetzen. Less is more – so wie es ist, fühlt es sich leider mehr und mehr nach Logitech an). Wünschenswert wäre eigentlich nur eine nahtlose echte WLAN/BT-Anbindung (was fast via Firmware-Upgrade machbar sein sollte) und auf diesem Weg vielleicht eine Möglichkeit, Bamboo und iPad zusammenzubringen, was nicht so abstrus ist, wie es zunächst klingt… denn so könnte man die nuancierte Arbeit mit dem Stift auf dem Wacom auch mit dem iPad nutzen.

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18. März 2012 13:22 Uhr. Kategorie Technik. Tag , . Keine Antwort.

Wacom Intuos 5

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Das neue Wacom Intuos5 Pad ist seit Anfang letzter Woche auf dem Markt und obwohl es von 3 zu 4 bereits kaum so nennenswerte Verbesserungen gab, dass man upgraden musste, sind wir natürlich Wacom-Junkies genug, um das neue Fünfer-Pad ins Büro zu holen und eins der alten einzumotten.

Die neue Generation ist wie der Vorgänger schwarz, allerdings ist aus dem eher glänzenden Plastikgehäuse eine Art mattes Gummi geworden. Ich sag ja – matte Oberflächentexturen sind die (nähere) Zukunft. Es ist nicht wirklich Gummi, fühlt sich aber samtiger und griffiger an als das vorherige hochglänzende Finish. Auch die Funktionstasten – die ich zugegebenermaßen so gut wie nie benutze – haben sich drastisch geändert. Das ins Gehäuse integrierte LED-Display an den Tasten ist verschwunden, was etwas schade ist, weil das schon schick & praktisch war, und statt dessen wird über die Wacom-Software eine Art HUD im Bildschirm angezeigt, sobald man die Tasten an der linken Seite des Zeichenpads berührt. Dieses HUD ist allerdings ziemlich durchwachsen – während es für den Touchring, der vierfach belegt ist und wie alle Tasten einigermaßen frei konfiguriert werden kann, eine eher dezente Darstellung gibt, wird Touch AUS/AN so groß eingeblendet, dass es wahrscheinlich noch die Nachbarn auf der anderen Straßenseite lesen können. Hier müsste noch mal etwas Screendesign-Politur stattfinden.

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Die neuen Touch-Tasten, jetzt ohne eigenes Display.

Während das Intus 4 durch zwei USB-Eingänge so konzipiert war, dass die Zusatztasten links oder rechts sein konnten, habe ich beim 5 bisher keine Möglichkeit gefunden, die Orientierung zu ändern. Was ebenso schade ist wie die Tatsache, dass das Kabel rechts außen ist – es links anzubringen würde weniger Kabelsalat über meinen Schreibtisch laufen lassen, ergo die Reichweite erhöhen und sähe zugleich eleganter aus. Man kann sagen, dass dies keine Rolle spielt, da das neue Pad mit einem knapp 40 € teuren Wireless-Kit ausgestattet auch ohne Kabel auskommt (dazu später mehr beim Bamboo-Review), aber die Tatsache ist, dass der Akku so kurzlebig ist, dass ich das Intuos auf jeden Fall weiter per Kabel betreiben werde – und die Lösung beim 4er eigentlich gelungener fand, zumal auch der USB-Stecker etwas dezenter gelöst war. Der neue L-Stecker ist eine seltsame Fortsetzung der Entwicklung, dass der Anschluss von Wacom-Zeichentabletts mit jeder Generation etwas klobiger wird, denn tatsächlich waren die fest im Gehäuse verankerten alten Kabel weniger sperrig als die (die ansonsten ja sinnvollen) auswechselbaren heutigen Kabel mit ihren dicken Steckern.

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Die Funktionstasten sind weitgehend frei belegbar.

Die große Neuerung des Intuos ist, dass es zugleich ein «normales» Touchpad ist, etwa wie das Trackpad von Apple. Auf dem Papier ist das ein Must-Buy-Grund, die Idee ein A4-großes Touchpad zu haben, das Trackpad wegzustellen und das Intuos sowohl als Zeichentablett wie auch als Mausersatz nutzen zu können, klingt enorm verlockend. Und tatsächlich – die Software von Wacom lässt viele Einstellungen zu, die die Trackpad-Funktionalität von Apple abdecken, wenn es auch an entscheidenden Stellen ein zwei seltsame (und insofern ergonomisch ungewohnte, weil Gestensteuerung viel über motorisches Gedächtnis läuft) Abweichungen gibt… nicht, dass Apple hier besser wäre, die nach wie vor Trackpad, Mouse und iPad nicht wirklich kongruent haben. Bisher spielt zumindest bei mir (und wenn ich dem Wacom-Forum glauben darf auch bei manch anderen Nutzern) die Software einige Streiche… die Touch-Funktion streikt gelegentlich ganz oder verhält sich erratisch und ist nur durch Abziehen und wieder Anstecken des USB-Anschlusses wiederherzustellen. Irritierender aber ist, dass die Plastik-Oberfläche des Intuos nie ganz die perfekte Glattheit und widerstandsfreie Geschmeidigkeit des Trackpad erreicht. Wo bei Apple deine Finger wunderbar über die Touchoberfläche gleiten, ruckelt man beim Intuos eher über das Plastik, das sich zumindest bei mir aufgrund der geraden und großen Fläche auch sehr schnell sehr »staubig« anfühlt, egal wie oft man am Tag saubermacht und drüberwischt. Durch die Form des Intuos liegt zudem der Arm anders auf dem Schreibtisch als beim Trackpad, das ja meist eher neben der Tastatur steht – was zumindest bei mir früher zu Ermüdungserscheinungen in Hand und Arm aufgrund der weniger ergonomischen Haltung führt. Also kein vollwertiger Trackpad-Ersatz, aber jede alternative Eingabemöglichkeit hilft ja, weniger repetitiv und belastend zu arbeiten. Dazu kommt, dass das Pad via USB an einem MacPro das vielleicht mit letzte Non-Bluetooth-Eingabegerät ist, was Gold wert sein kann, wenn etwa das furchtbare BT am MacPro mal wieder spinnt und man so zumindest noch grundlegende Dinge (etwa einen BT-Explorer-Reset oder Neustart) vornehmen kann. Phantastisch ist übrigens, dass das Tablett die gleichzeitige Arbeit mit Stift und Touch zulässt – in Photoshop ist damit Zoomen, Drehen und Panning durch ein Bild ein Kinderspiel, man kann im Wortsinne erstmals völlig perfekt mit dem Tablett »auf dem Schoß« arbeiten und braucht Maus oder Tastatur immer weniger. Ich bin kein Zeichner – aber jeder, der am Rechner illustriert, wird diese Generation einfach lieben.

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Praktisch zum Kabelaufwickeln, ansonsten zu klobig: Der USB-Stecker.

Kurzum – wer noch kein Intuos hat, dem gibt die fünfte Generation eine Menge gute Gründe, endlich dieses für Designer mehr oder minder unverzichtbare Werkzeug zu kaufen. Es ist ein mit wenigen Ausnahmen wunderbares Stück Design, technologisch eigentlich inzwischen so ausgereift (schon seit einigen Jahren), dass Wacom kaum noch etwas wirklich drastisches daran verbessern kann, die Basics sind seit Ende der 90er perfekt, die noch größte Revolution war der Switch zu USB-Ports vor gut zehn Jahren. Entscheidend bleibt nach wie vor der Stift, die natürliche, superfeine Arbeit in Photoshop. Mir ist nach wie vor ein Rätsel, warum man mit der Maus in Photoshop retuschieren oder effektiv freistellen will, wenn es ein Werkzeug gibt, das so viel fluider und natürlicher arbeitet und so viel mehr kann als nur «binär» zwischen geklickt / nicht geklickt zu unterscheiden. Wer mit dem 4er oder 3er-Intuos arbeitet und damit zufrieden ist, hat keinerlei Grund, umzusteigen, es sei denn Touch oder Wireless-Option sind aus speziellen Gründen wichtig. An der Basis-Funktionalität des Wacom hat sich kaum etwas geändert, der Stift ist bei diesem Modellwechsel sogar ausnahmsweise gar nicht überarbeitet worden (was ich eher begrüße). Das Intuos ist ein phantastisches, wenn auch nicht unbedingt preiswertes Stück Hardware, das im Grunde an keinem Arbeitsplatz fehlen darf. Mir tut Wacom eigentlich etwas leid, weil ihr Kernprodukt seit Jahren so makellos ist – und so solide -, dass man es kaum auszutauschen braucht. Durch das 5er wird hier im Büro eines der ersten USB-Intuos frei, eins der frühen Modelle, die noch keinen gummierten Stift hatten (ein Sondermodell aus transluzent grauem Plastik, das optisch auf die alten G4 aus grauem Kunststoff abgestimmt war, da sieht man wie alt das Tablett ist)… und selbst dieses vielleicht älteste Stück Hardware im Büro ist nach all den Jahren, in denen hier bereits drei oder vier Rechnergenerationen ausgetauscht wurden, immer noch völlig makellos und in den Kernfunktionen (also: Stifteingabe) genauso gut wie die neueste Modellgeneration. Es ist nicht einmal wesentlich unschicker (anders als die Beigen Modelle davor), und die Stiftspitzen sind sogar etwas solider als in heutigen Intuos-Pads. Es ist selten, dass ein technologisches Werkzeug so zeitlos gut ist – und das neue Intuos 5 setzt diese Tradition hoffentlich fort. Die Kabelführung und die noch etwas wackeligen Treiber sind etwas schade und dass eine Plastikoberfläche nicht diese handschmeichlerische Perfektion des Apple-Trackpads erreicht ist wahrscheinlich nur normal… in der Praxis aber ist das 5er eine Evolution von der Vorgängerversion, die das Geld durchaus wert ist, schließlich arbeitet man ja nahezu jeden Tag damit und es gibt kein näherungsweise so »symbiotisches« Interface-Gerät wie das Intuos, das wie ein Stift auf Papier zur Schnittstelle mit der Arbeit wird, ohne Ruckeln, ohne Gesten, ohne Denken. An dieser Perfektion kann Wacom nichts verbessern und gottseidank hat die Firma den Stift nicht mit mehr Buttons oder anderen Schnickschnack modifiziert, sondern vielmehr mit der Touch-Option eine komplett neue Nutzungsschicht über die bestehende gelegt. An der Touch-Funktionalität gibt es sicher einiges zu verbessern in den kommenden Jahren, und das ist ja auch nur gut so – aber insgesamt ist das fünfte Intuos eine hervorragende Symbiose aus Innovation und Bewährtem.

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Glow-in-the-Dark: Dezente Lichtmarkierungen begrenzen die Touch-Zone (Der Stift nutzt hingegen die gesamte Tablettoberfläche).

14. März 2012 19:10 Uhr. Kategorie Technik. Tag , . 2 Antworten.

Bamboo Stylus

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Mit dem Bamboo Stylus bringt Wacom in diesen Tagen relativ spät einen Stift für das iPad und andere kapazitative Displays auf den Markt – aber das Warten hat sich gelohnt. Der Bamboo beweist, das wider Erwarten eben doch auch bei einem an sich so simplen Konzept wie einem Stift mit einer Gummiblase am Ende noch feine Unterschiede eine Rolle spielen können. Aber gegenüber dem Pogo, dem Erstling auf dem Markt, und auch gegenüber dem AluPen, dem bisher besten Schreibgerät für das iPad, kann der Bamboo spontan überzeugen.

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Wo der Pogo dünn und billig wirkt und aufgrund der eher aus Velcro-artigem Material bestehenden Spitze auch sehr unschönes, kratziges Schreibgefühl vermittelt, wirkt der Bamboo solide und edel verarbeitet, gemessen am noch einmal deutlich solideren AluPen überzeugt vor allem die feinere Form. Wo der Alupen eher an ein Stück Kreide oder einen Wachsmalstift erinnert und etwas schwer in der Hand liegt, ist der Bamboo leichter (aber dabei nicht so fragil wirkend wie der Pogo) und dünner, mehr wie ein normaler Schreiber oder Kuli/Gelroller. Er ist ein bisschen kürzer als ein normaler Stift, liegt aber dennoch gut und natürlich in der Hand, der Clip kann optional mit wenigen Handgriffen entfernt werden.

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Entscheidender Vorteil: Die Weichgummikuppe ist deutlich kleiner als bei vergleichbaren Lösungen und führt zwar nicht zu wirklich «feinerem» Schreiben – das gibt das Display des iPad gar nicht wirklich her, jedenfalls noch nicht – aber zu einem sehr viel natürlicherem Schreibgefühl und einer fast schon «echten» Schreibschrift. Die weniger ausgeprägte Spitze hat allerdings den Nachteil, dass man nicht nur mit einem Hauch mehr Druck auf den Bildschirm drücken muss, sondern auch, dass man aufgrund des dünneren Gummis dabei sehr viel schneller mit dem Metall über dem Gummiball auf den Bildschirm kommt – man muss sich also beim Schreiben etwas umstellen. Ebenso ist die Haltung der Hand etwas anders – mit dem zierlichen Bamboo ist die Hand bei mir eher auf dem Glas abgelegt als mit dem Alupen, dessen Formfaktor eine ganz andere Handhabung des Stiftes bedingt.

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Einziger Nachteil des Bamboo Stylus ist womöglich, dass man ihn eher verlieren wird, weil er so klein ist – beim Preis von rund 30 € heißt es also, aufpassen.

21. Juni 2011 18:35 Uhr. Kategorie Technik. Tag , . 2 Antworten.

Schutzengel sind gut, Backup ist besser…

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Obwohl das hier wirklich kein Technik-Blog werden soll – ich wurde kürzlich gebeten, meine Back-Up-Strategie zu erklären und dem will ich natürlich gern kurz nachkommen, auch wenn ich nicht weiß, ob unsere Strategie stellvertretend für ein Designbüro mittlerer Größe ist – seit etwa drei Jahren, mit dem Umzug auf OS X haben wir keine «offizielle» IT mehr und arbeiten mehr mit einfachen, überschaubaren Lösungen.

Zentrales Thema beim Backup ist die absolute und permanente Sicherheit von Kunden-Daten. Im Laufe der letzten 15 Jahre ist es nur einmal bei einem Kundenprojekt vorgekommen, dass wir einen richtig bösen Datencrash hatte, durch einen zerstörten Festplattenkopf und ein nicht-aktuelles Backup, und durch viele Beinahe-Katastrophen sind wir mit den Jahren so sensibel geworden, dass wir fast etwas Overkill betreiben und Daten sehr redundant speichern – und selbst das erscheint mir oft nicht sicher genug. Sowohl Archivdaten als auch laufende Projekte sind mehrfach, mindestens immer zweimal, vorhanden – und ich muss sagen mit dem Wechsel von Windows zurück zu Mac vor einigen Jahren sind die Backup-Methoden deutlich vereinfacht worden, weil OS X etwas Sync-freundlicher ist als Windows, wo Werkzeuge wie Acronis beispielsweise gern mal ein komplettes RAID-System so zerschossen haben, das man sehr froh über doppelte Speicherungen war. Unter Mac arbeiten wir nicht mehr mit RAID 5-System, aber auch Lösungen wie TimeMachine sowie diverse Ordner-Synchronisations-Werkzeuge machen uns das Leben deutlich einfacher.

Der Hintergrund: Wir arbeiten bei nodesign mit fünf Leuten und mit sieben Rechner, vier iMacs, ein MacPro, zwei Air fürs mobile Arbeiten und Präsentationen. Der MacPro ist mit 2TB und 3TB-Platten voll ausgestattet und dient dem Büro sozusagen als Datenserver für Bilder, alte Projekte und als Ort, an dem alle Projekte gespeichert sind (abgesehen von Zwischenstufen, die jeweils auf dem Desktop der Clients stattfinden können) und beinhaltet außerdem alle Medien – Fonts, Softwares, Musik, Filme, Bücher und so weiter. Die iMac-Clients haben jeweils 1 oder 2 TB Platten, die Airs 128 bzw 256 GB.

Es gibt keinen klassischen Backup-Plan und meine Methode dürfte jeden ITler in den Wahnsinn treiben, sieht aber etwa wie folgt aus:

Jeder iMac hat zwei externe HDD, je nach Kapazität 1 TB oder 2 TB. Früher waren das bevorzugt WesternDigital MyBook, seitdem WD diese aber zu «klug» gemacht hat, bevorzuge ich die Elements-Laufwerke, die keine vorinstallierte Software mitbringen, sondern einfache «dumme» externe Volumes sind. Eine der externen HDDs dient als Time-Machine-Backu-Medium, das andere spiegelt via Carbon Copy Cloner (der sich als etwas flexibler erwiesen hat als SuperDuper) einmal täglich die gesamte Festplatte. TimeMachine ist also sozusagen das Kurzzeitgedächtnis für versehentlich überschriebene oder gelöschte Dateien, CarbonCopy das Krisenmanagement für den Fall eines Absturzes, da man von diesen Clones aus komplett neu booten kann, sogar an anderen Rechnern. Die Platten sind Firewire- oder USB, tatsächlich ist vor allem aber TimeMachine so langsam, dass der Anschluß kaum eine wirklich spürbare Rolle spielt, zumal die Backups im Hintergrund stattfinden und CCC erst nach Feierabend um 18.00 alles sichert. Beide Methoden sind inkremental, brauchen also meist auch nicht lang.

Die Air-Macbooks haben das gleiche Konzept, allerdings mit einer LaCie Rikiki und einer Freecom XXS, jeweils 1TB – beide sind groß genug, um TM, CarbonCopy und sogar noch etwas Raum für externe Daten zuzulassen und sind zugleich so klein und mobil, dass sie dem leichtgewichtigen Reisespaß mit dem Air nie im Wege stehen. DIe Rikiki unterstützt USB3, das Air allerdings seinerseits noch nicht. Insgesamt ist die XXS die Platte, die ich von Herzen empfehlen kann, obwohl oder vielleicht gerade wegen der fast verbrecherisch leichtsinnigen Ummantelung, die im Grunde nur aus einer Neoprenhülle besteht. Kleiner geht es derzeit kaum.

Der MacPro ist von Ende 2010 und unterstützt insofern leider noch kein Thunderbolt – also habe ich eine LaCie USB3-Karte eingebaut, die zwei Minimus-Platten ansteuert. Die Platten sind klein uns leise und durch USB3 so schnell, wie die internen Platten (512 GB SSD, 2x 3 TB, 1×2 TB) und der Bus der Platten es eben hergeben. Thunderbolt und externe SSD-Laufwerke dürften hier noch mal einen Leistungssprung bringen. Aber um die Wahrheit zu sagen – siehe oben – bei beiden Sachen kommt es nur beim ersten Backup aufs Tempo an. LaCie hat einen eigenen USB-Treiber im Angebot, der derzeit einzige (meines Wissens nach) für Mac – der Haken bei der Sache ist, das er wirklich NUR LaCie-Produkte unterstützt, durch eine kleine Hardware-Abfrage. Verständlich von Seiten der Herstellers, aber nicht sonderlich sinnvoll auf Dauer. Aber ich denke, mit Thunderbolt dürfte sich die Frage nach der Zukunft von USB3 am Mac erledigt haben. Die Minimus-Platten sind nicht so robust im Handling wie die WD-Platten. Es kann schon einmal vorkommen, dass die Platten sich ungefragt aus dem System verabschieden – und hier hilft nur ein Neustart des Systems. Auch die Hotplug-Fähigkeit ist eher bescheiden, zieht man eine Platte ab, sind beide «unmounted» und auch hier hilft nur erneutes Booten… Kleinigkeiten, die den ansonsten guten Eindruck der LaCie-Produkte etwas trüben. Diese beiden Platten sichern via CCC und TM die SSD-Bootplate und die «Daten»-Platte sowie die wichtigsten Medien (iTunes-Bibliothek usw.), die auf der vierten Platte liegen.

Ein weiteres CCC-Backup läuft einmal wöchentlich und speichert Daten, die beiden 3-TB-Archive und die Media-Platte auf einen 8-TB-Drobo. Der inzwischen drei Jahre alte Drobo ist erste Generation (hat aber mehrere Platten-Updates hinter sich), hat vier Slots à 1 TB, ist per USB angeschlossen und im Schrank versteckt (wegen der doch recht lauten Lüftung) – und bisher tut der Drobo zwar nicht wirklich rasant schnell, aber mit zwei Ausnahmen doch sehr sicher seinen Dienst. Der Drobo ist ein redundanter Speicher – er sichert eigentlich nur Daten ab, die ja bereits im Archiv liegen und gewährleistet eigentlich nur, dass wir bei einem versehentlichen Überschreiben einer Datei im Archiv (was mit InDesign oft genug passieren kann, wenn man in einer Vorlage arbeitet und im Arbeitsfieber CMD-S drückt ) das Original wieder herstellen können bzw. sorgt einem HDD-Crash vor. Er ist keine aktive Platte, insofern ist mir das Tempo vom Drobo relativ egal, zumal die Backups automatisiert am Wochenende laufen. Achtung: Beim Drobo hat es sich als sinnvoll herausgestellt, immer eine Wechselplatte gleichen Formats zur Hand zu haben, falls einmal eine der vier Platten ausfällt und ausgetauscht werden muss. Der Drobo mit vier Slots braucht also eigentlich fünf Platten, der fünfer entsprechend sechs und so weiter.

Per Folderwatch werden in Echtzeit die Mediadaten (iTunes usw) auf einer 2-TB-TimeCapsule synchronisiert, die zugleich ein zweites WLAN neben der Fritzbox liefert. Die Daten sind eine 1:1-Spiegelung und dienen nur als Sicherheit – um versehentliches Löschen von Daten, das ja sofort mit-synchronisiert würde, abzufangen werden diese Daten außerdem einmal monatlich auf einer weiteren 2-TB-Elements-Platte von WD gesichert – in diesem Falle manuell per Forklift-Synclet. Das ist ein wenig Overkill, zugegeben – aber iTunes kann gelegentlich etwas wirsch reagieren und in drei Fällen hat es mich schon gerettet, einfach noch einmal an alte Tracks heranzukommen. Mit iCloud und iTunes Match könnte sich dieser Schritt als überflüssig erweisen, weil man ja ein Backup «in the cloud» hätte.

Apropos in the Cloud – SSD-Laufwerk, Daten und das Archiv 01 (aktuellere Projekte des letzten Jahres oder Projekte gerade akuter Auftraggeber) sowie iTunes werden zusätzlich per Backblaze gesichert. Backblaze ist für die hier bestehenden Datenmengen – etwa 5 TB – alles andere als geeignet, das Erstbackup dauert natürlich selbst bei voll aufgedrehtem Upload und VDSL ohne Frage Monate. Ich bin sicher, Backblaze ist eher für kleinere Systeme gedacht – MacBooks und iMacs dürften ideal sein -, aber es gibt kein tatsächliches Limit und es st ja relativ egal, wie lange der Upload dauert – als letzte Rettungsleine ist es irgendwann sicher dennoch zu gebrauchen und mit 5 Euro im Monat auch preiswert genug (auch wenn man kaum darüber nachdenken mag, wie lange ein Restore von einem solchen Backup dauern dürfte). Backblaze lässt sich einfach konfigurieren – welche Platten, welche Ordner nicht sichern, wie schnell, usw. – und macht dann mehr oder minder unsichtbar im Hintergrund seine Arbeit, sollte nur bei extrem zeitkritischen Uploads vielleicht kurz deaktiviert oder ausgebremst werden, ansonsten merkt man es im Alltag kaum, selbst wenn es permanent hochlädt. Ich glaube, diese Form von Online-Backup wird in Zukunft mehr zunehmen, mit wachsenden Bandbreiten im Web.

Last not least bleiben durch Hardware-Updates eine wachsende Anzahl von 1TB- und 2TB-Platten im Büro, auf die wir mit einem Sharkoon SATA Quickport unregelmäßig manuell wichtige Daten aus dem Archiv spiegeln – falls alle Stricke reißen, ist das besser als nichts. Von wichtigen Daten wie Photos bekommen zudem die Auftraggeber auf Wunsch eine Backup-Festplatte, so dass die Daten auch außer Haus gesichert sind.

Streamer und DVDs setzen wir (gottseidank) seit einigen Jahren gar nicht mehr ein und ich muss zugeben, ich kann es kaum abwarten, bis aus normalen Festplatten durchgehend SSD via Thunderbolt geworden ist und natürlich große Kapazitäten deutlich preiswerter sind – obwohl das noch Jahre dauern dürfte – um endgültig etwas aus den «mechanischen» Unsicherheiten sterbender Festplatten heraus zu sein. Obwohl wir mit unseren Datenmengen ein reines Online-Backup derzeit wirklich nicht als brauchbare Lösung betrachten, ist es für kleinere Systeme eigentlich ein ausgezeichneter Weg – wenn es auch keine Boot-Platte mit einem Clone des Systems ersetzen würde. Langfristig würde mich nicht wundern, wenn Sachen wie TimeMachine aber komplett «in the cloud» passieren und man vielleicht sogar mehr und mehr auch mit den akuten Daten, an denen man kollaborativ arbeitet, direkt auf einem Webserver arbeitet. Dazu müssen bei diesen aber Redundanzen, Versioning und Restores sicher deutlich einfacher und erwachsener werden.

Komplette Sicherheit gibt es selbst so freilich nicht – mit TimeMachine etwa geht es nur immer zur letzten Stunde zurück – aber alles in allem habt sich die Methode als verlässliches Sicherheitsnetz erwiesen, um sowohl kurzfristige Fehler durch Überschreiben alter Daten oder Fehlspeichern sowie komplette Systemausfälle (die wir in den letzten drei Jahren ohnehin nur einmal hatten bei einem Rechner) aufzufangen.

Ich weiß nicht, ob diese Information etwas hilft – zumal wahrscheinlich jeder seine individuelle Methode finden muss, sich «sicher» zu fühlen. Ich kenne Nutzer, die gar kein Back-Up machen und sich auf ihren Schutzengel voll verlassen (durchaus auch mit Erfolg), andere setzen nur auf TimeMachine und die Restore-Disk, andere clonen nur. Ich persönlich finde, das jede Form von Speicherkosten für uns gering ausfällt gegen die Kosten, ein verloren gegangenes Design noch einmal nachbauen zu müssen oder – persönlicher – auch gekaufte Musik und Bücher in großer Zahl nachkaufen zu müssen.

14. Juni 2011 12:13 Uhr. Kategorie Technik. Tag , , . Eine Antwort.

Fujitsu ScanSnap S1100

hd schellnack

Kein Zweifel – obwohl wir bei nodesign gerade auch gezielt bestimmte Prozesse wieder zum Papier zurückführen… etwa, indem wir nach wie vor Architekten-Zeichenrollen für Skizzen nutzen oder frisch ein großes offenes A3-Moleskine-Skizzenbuch für kollektives Brainstorming-im-Vorübergehen für alle Mitarbeiter eingeführt haben… wird das Leben immer digitaler. Neben den Büchern und der Musik verlieren auch die Dokumente ihre «Form», oder zumindest wird es wichtiger und einfacher, Papierdokumente auch elektronisch und mit Volltext-Suche zur Hand zu haben, anstatt in Ordnern zu wühlen.

Obwohl aber inzwischen ja immer mehr Korrespondenz ohnehin elektronisch läuft, gibt es immer noch Unterlagen und Rechnungen, die ganz klassisch auf Papier kommen. Neben der normalen Ordner-Ablage haben wir im letzten Jahr begonnen, die wichtigsten Papiere mit Evernote zu archivieren. Bisher bedeutete das aber immer, zu einem der Büroscanner zu gehen und per ScanDrop oder Apples eigenen Scan-Import nach Evernote zu importieren, was wenig unintuitiv war und – gerade wenn ansonsten auch viel zu tun ist – mal für Rückstau in den Ablagen sorgte. Das Problem an solchen Dingen ist aber, das man sie nicht tut, wenn sie nicht einfach, schnell, intuitiv und mit einem Hauch Spaßfaktor tun kann. Der ScanSnap S1100 ist eine perfekte Lösung für dieses Problem.

Gerade 28 cm breit und ansonsten nur um die 4 cm hoch und tief ist der Scanner ein Minimum an Technik – selbst aufgeklappt nimmt er auf dem Schreibtisch absolut keinen Platz weg, geschlossen wird er nahezu unsichtbar. Sobald man die vordere (etwas unsolide wirkende) Klappe öffnet, wird die Software auf dem Rechner wach (das Icon ändert sich von grün zu grau) und der Scanner ist sofort, ohne sonderliche Aufwärmphase, nach einem kurzen Surren scanbereit. Das Papier wird einfach frontal eingeschoben, was mit geknicktem oder dünnem Papier manchmal etwas frickelig sein kann – der Scanner schluckt dabei von der Visitenkarte bis A4 jedes Format problemlos und erkennt selbst, egal wo man das Papier einlegt, das Format. Mehrere Seiten lassen sich problemlos scannen, indem man einfach immer das nächste Blatt einlegt – für wirklich lange Dokumente ist natürlich ein richtiger Scanner mit Dokumenteneinzug besser, aber drei bis fünf Seiten lassen sich so wirklich völlig problemlos schnell wegscannen. Der SnapScan kann zwar kein Duplex – also nicht doppelseitige Dokumente vollautomatisch bearbeiten – hat aber eine recht brauchbare Lösung für ein so mobiles Gerät parat: Die oben aus dem Scanner erscheinende Seite kann sofort – falsch herum – wieder in den Scanner eingelegt werden und wird in der Software um 180° gedreht, so dass man relativ flott Vorder- und Rückseiten durchscannen kann.

hd schellnack

Überhaupt ist die Software das eigentliche Highlight des S1100 Ich war – und bin – skeptisch mit diesem Gerät, weil es den TWAIN-Standard nicht unterstützt, also wirklich nur mit der Fujitsu-eigenen Scannersoftware zusammenarbeitet. Andere Programme «sehen» den SnapScan nicht. Dieser proprietäre Ansatz scheint mir nicht sehr entwicklungs- und zukunftsoffen und macht den S1100 zu einer sehr geschlossenen Lösung, deren Nutzbarkeit enorm davon abhängt, wie schnell Fujitsu mit Updates ist und wie gut das Unternehmen auf Kundenwünsche eingeht. Dass die Software weder sonderlich gut aussieht – es sieht enorm nach schlecht portierter Windows-Software aus -, in den Details nicht immer ganz perfekt ist und zudem einiges an Speicher frisst (der ScanSnap-Ordner frisst 720 MB, für ein Scan-Programm generell schon etwas happig), gehört zu den deutlichen Nachteilen dieses Ansatzes.

Zu den Vorteilen hingegen gehört die Leistungsfähigkeit der Scan-Software. Egal, in welchem Format, egal in welcher Orientierung, egal an welcher Stelle des Scanners – eingezogene Dokumente werden analysiert und kommen mit überraschend hoher Treffsicherheit richtig erkannt aus dem SnapScanManager. Pre-Scans und Formateinstellungen sind unnötig, nahezu alles ist automatisiert. Dinge, die ich normalerweise bei einem Scanner verabscheue, die aber hier enormen Sinn machen für einen Desktop-Dokumentenscanner. Man kann eigentlich jedes beliebige Dokument unter A4 einlegen, die blaue Taste des Scanners drücken und sofort wird das Blatt durchgezogen – auch mehrere. Erst danach fragt die Software, was mit dem Scan passieren soll. Und die Möglichkeiten können sich sehen lassen für ein so relativ neues Gerät: Der Scan kann auf der Festplatte abgelegt werden soll, per Mail verschickt, direkt gedruckt, in Evernote eingefügt (als PDF oder JPG), zu Google Text&Tabellen, Word, Excel oder iPhoto geschickt oder per der integrierten Software CardIris von Visitenkarte zu VCF umgewandelt werden. Das Verschicken eines Dokumentes per eMail wird so zu einer enorm schnellen Angelegenheit – einlegen, Knopf drücken, an Mail senden, abschicken. Die Software erkennt automatisch, ob die Unterlagen eher farbig, grau oder s/w zu scannen sind, die «richtige» Orientierung wird bestimmt und in den meisten Fällen kommt ohne ein weiteres Eingreifen des Nutzers eine perfekte PDF mehrseitiger Dokumente in die Mail.

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In Evernote wird der Text vor dem Einfügen per OCR durchsucht – etwas redundant, da Evernote ja genau dieses Feature ja selbst bietet. Der User hat die Möglichkeit, dies abzuschalten und kann auch festlegen, ob Dokumente sozusagen nur «unsichtbaren» Text haben sollen (also durchsuchbar und Copy&Paste-tauglich, aber visuell immer noch «nur» ein Scan), oder ob das Bild komplett zu Text umgewandelt werden soll. Überhaupt sind nahezu alle Features abschaltbar und die Software ist relativ frei konfigurierbar – wobei tatsächlich die Automatik sich im Alltag sehr effektiv erwiesen hat. Es gibt zwar gelegentlich längere Dokumente, bei denen eine einzelne Seite farbig, alle anderen aber grau gescannt sind, aber das ist eher die Ausnahme als die Regel. Die OCR-Funktion scheitert an manchen Fremdsprachen, hat sich im Deutschen und Englischen aber als überraschend gut erwiesen.

Im Workflow würde ich mir wünschen, dass man mit einem einmal getätigten Scan adhoc mehrere Aktionen vollführen könnte – also Drucken und Mailen beispielsweise – vor allem aber wäre eine Art Dokumentenmanagement sinnvoll, in dem man die gescannten Seiten auf Wunsch selbst drehen, in der Reihenfolge anordnen und von farbig auf grau konvertieren könnte – in der Art wie ScanDrop es (sehr ansatzweise) anbietet. Tatsächlich wäre das ohne weiteren Zwischenschritt in das Interface zu integrieren und würde dem Nutzer eine zusätzliche Sicherheit bieten, wie ein Dokument final aussieht, bevor es archiviert oder verschickt wird. Man kann natürlich noch in der PDF an sich mit Acrobat herumwerkeln – aber das geht etwas gegen die eigentlich gedachte Einfachheit der ScanSnap-Lösung. Hier – bei aller Simplicity – etwas mehr Flexibilität zu bieten, täte der ScanSnap-Lösung sicher gut und wäre dem mit 179 € nicht ganz geringen Preis auch sicher angemessen.

Tatsächlich ist der S1100 nur im geringen Maße ein «richtiger» Scanner – und soll dies wohl auch nicht sein. Obwohl er 600 dpi liefert und wahrscheinliche eine Scanqualität, die an die meisten normalen Büroscanner aus Multifunktionsgeräten heranreicht, dient er weniger zum Einscannen von Photos oder hochwertigem Bildmaterial – mehr als eine Art Dokumentenkamera auf dem Schreibtisch oder (mit 350 g ist der S1100 ein Leichtgewicht) unterwegs. Es verwundert fast, das es keinen iPhone/iPad-Adapter und passende Scan-App dazu gibt, denn gerade für das iPad wäre der Scanner ein perfekter Partner. Bei allen kleineren Kritikpunkten ist der S1100 ein klarer Getting-Things-Done-Schatz auf dem Schreibtisch – selten hat es so viel Spaß gemacht, Papierstapel gar nicht erst entstehen zu lassen.

13. Juni 2011 15:29 Uhr. Kategorie Technik. Tag , . Keine Antwort.

AluPen

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Sicher, sicher – Steve Jobs glaubt nicht an Stifte und das iPad. Aber natürlich schreibt es sich mit einem Stift viel besser als mit dem bloßen Finger, der ja doch eher unsmooth über die Glasfläche fährt. Nachdem ich den Pogo Stylus eher unhandlich fand und das nicht ganz preiswerte Stiftlein auch binnen von einer Woche seinen Clip verlor, bin ich auf den AluPen gestoßen. Der klobig wirkende Pen wirkt nur auf den ersten Blick unhandlich – der hohle Aluminiumkorpus ist mit Gummi gefüllt und relativ leicht, etwa so schwer wie ein guter Füller, auch die Größe ist sehr angenehm und die große Form passt erstaunlicherweise sehr gut zu der ja auch etwas grobmotorigeren Art, auf dem Pad zu schreiben – weil es einfach noch keinen wirklich guten Stylus fürs iPad gibt, das kapazitative Display lässt keine wirklich «feine» Lösung zu, ist die Schrift ja immer eher so, als würde man mit einem Edding schreiben. Das rundliche Gummiende des Stiftes ist nicht – wie man meinen könnte von Photos – hartes Gummi, sondern innen hohl und federweich, so dass man ganz fluide und natürlich damit schreiben kann und tatsächlich halbwegs lesbare Ergebnisse erzielt … oder in meinem Fall ebenso unleserlich wie meine Handschrift eben auch auf Papier wäre. Auch Skizzen und Zeichnungen gehen hiermit gut von der Hand und mit Software wie Brushes oder Sketch dürfte der AluPen ordentich Spaß machen, sofern man (wie unter anderem ja David Hockney) in der Lage ist, auf dem iPad zu malen. Schön wäre eine Art Clip gewesen, um den Stift zu befestigen – und die große Form lässt sich natürlich durch keine normale Notizbuch-Stiftschlaufe schieben. Andererseits ist der Stift gegenüber dem Pogo so groß, dass man ihn wenigstens nicht permanent verlegt und vergisst und passt ästhetisch und vom Schreibgefühl her absolut makellos zum iPad. Als Notizblock benutze ich meist das wunderschön gemachte Penultimate – eine der wenigen Apps, die nicht meint, Schrift in Vektorformen ummodeln zu müssen, damit es kleine PDFs gibt -, leider gibt es noch keine gute OCR für das iPad (WritePad jedenfalls erkennt bei mir nur Unsinn – hier ist eigentlich eine Marktlücke für FineReader und Co.), aber ich denke, das ist nur eine Frage der Zeit, bis das besser wird.

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Bis dahin der Tipp, die Notizen, die man sich selbst als relativ kleine PNGs (etwa 110 kbpro Seite ) zumailen kann, in Evernote zu speichern – man hat dann zwar trotzdem nicht eine Textdatei (eigentlich schade, Evernote – das wäre doch ein tolles Feature), aber die Notizen werden auf dem Evernote-Server ausgelesen und man kann seine handschriftlichen Notizen je nach Lesbarkeit ziemlich treffsicher nach Textstellen durchsuchen – immerhin. Bei Kundenmeetings wirkt es immer doch sympathischer, wenn man nicht «tippt», sondern notiert (das iPad an sich ist ja immer noch so ein Ding, das bei vielen Meetings nicht gut ankommt), und man kann auch deutlich besser ohne hinzublicken mitschreiben. Mit dem AluPen funktioniert das auf dem iPad wenigstens ansatzweise lesbar – auch wenn es einen Stift und Papier noch nicht ganz ersetzt. Aber wir haben ja auch noch zig nodesign-Notizblöcke, die sollen ja nicht weggeworfen werden…

hd schellnack

15. Oktober 2010 15:18 Uhr. Kategorie Technik. Tag , . 2 Antworten.

Eneloop Tones

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Mal ganz ehrlich – niemand sieht, welche Farbe Batterien haben, wenn Sie in Verwendung sind, insofern ist es auf den ersten Blick seltsam, sie in Designerfarben zu wickeln.. Dennoch ist es natürlich eine spannende Idee, wenn Sanyo die ohnehin sehr brauchbaren Eneloop-Batterien schön bunt verpackt, um sie nicht nur etwas akzeptabler als Alternative zu herkömmlichen Batterien zu machen, sondern auch dabei hilft, geladene und ungeladene Batterien etwas besser zu unterscheiden – denn wer zwei Sets der bunten Akkus bestellt, kann natürlich superschnell nachvollziehen, welche gerade aufgeladen sind oder nicht. Die Zeiten, in denen man nie weiß, welche Batterien gerade aus dem Gerät kommen und welche aus dem Lader, sind damit offiziell vorbei. Zumal die Farben teilweise so nett sind, dass man fast den Deckeln vom Mausboden weglassen möchte…

22. September 2010 14:32 Uhr. Kategorie Technik. Tag . 3 Antworten.

Tanner

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Dieser Video
zeigt sehr schön, was mit der Canon EOS 5D Mark II in Sachen Video gehen kann. Was der Kamera noch fehlt ist ein ordentlicher Audiosync, um mehrere Bildquellen mit einer Audiospur absolut verlässlich zusammenzubringen. In Sachen Flair und Atmophäre ist die 5DII vielen DV-Kameras jedoch weit voraus. Ich sage einen Boom an preiswert gemachten aber tollen Videos voraus – die Plattformen dafür sind online da, die Software schon lange, die Hardware jetzt auch in bisher unvorstellbaren preissegmenten – alles was jetzt noch fehlt sind engagierte Macher mit Phantasie und zuviel Zeit, die einfach rausgehen und tolle Filme machen. Was die digitale Revolution der späten 80er und frühen 90er fürs Design bedeutete, dürfte jetzt beim Bewegtbild kommen. Ich bin gespannt.

via Marc.

26. März 2010 11:52 Uhr. Kategorie Technik. Tag , . 4 Antworten.

BassJump

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Eines der großen Probleme mit dem MacBook und MacBookPro ist der relativ schlechte Klang des Gerätes. Seit meinem uralten Toshiba-Laptop gab es eigentlich kein Laptop mehr, egal ob Windows oder OS X, das an sich einen halbwegs brauchbaren, klaren, lauten und halbwegs mit Bass versehenen Klang abgibt. Das bedeutet leider, dass man etwa bei Präsentationen teilweise ein komplettes externes Speakerkit mitbringt, um Video und Klang halbwegs druckvoll aufführen zu können. Das MacBookPro etwa hat einen grässlich höhenzergeligen Klang, der an sich kaum zu ertragen ist und mit dem man auf Reisen nicht mal ein Hotelzimmer beschallen mag. Das alles ändert absolut nachhaltig der BassJump von Twelvesouth.

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Das Gerät wird einfach, ohne Stromanschluß, mit einem normalen USB-Minikabel angeschlossen und funktioniert auch über die USB-Weiterleitung des speziell auf das MacBook zugeschnittenen 24″-Displays einwandfrei. Im Grunde versteckt sich in dem Aluminiumgehäuse nichts weiter als ein Subwoofer, der über eine spezielle Weichen-Software angesprochen effektiv ein 2.1-System ergibt, bei dem Bass-Signale aus dem BassJump kommen, Höhen und Mitten aus den beiden Speakern am MacBook.

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Die einfach zu installierende Software bietet einige Optionen (Lautstärke, Frequenztrennung) und ist nach kürzester Einstellung ideal abgestimmt für den eigenen Geschmack (die Presets sind eher schlecht, wie ich finde) und der drastische Soundunterschied kann in Echtzeit wahrgenommen werden, indem man in den Systemeinstellungen oder via Menüleiste den durch einen kleinen VU-Meter angezeigten Treiber aktiviert oder deaktiviert. Um es ganz klar zu sagen: Der Klangunterschied ist beeindruckend. Zwar ersetzt der kleine Subwoofer sicherlich kein teures Logitech-System mit großem Basswürfel, aber für eine Lösung, die in jede bessere Tasche passt, ist der Gewinn an Klarheit, Tiefe, Bass, Dimension und Zeichnung der Musik unglaublich. Für Reisen, Präsentationen, ein bisschen Musik unterwegs und so weiter – ist der Bassjump die absolut beste Lösung, um das Macbook zu erweitern. Dass man dabei auf eine Softwarelösung setzt und die Hardware somit nur auf eine spezifische Plattform abgestimmt ist, mag zunächst beunruhigen, aber für 79 Euro muss es ja auch nicht die Lösung für immer und ewig sein. Elegant, mobil und mit einem ordentlichen Kick in den Frequenzen, die am MacBook sonst verloren gehen, ist der BassJump die Sorte Zubehör, die man sich unbedingt näher anschauen (und -hören) sollte.

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17. März 2010 14:31 Uhr. Kategorie Technik. Tag , . 2 Antworten.

Der gute Service von Quato

hd schellnack

… ist immer wieder erwähnenswert. Nachdem die Firma mir schon problemlos vor einiger Zeit einen defekten 23″ umtauschte, sogar im Upgrade gegen den größeren 260 Excellence Wide Gamut, besticht Quato jetzt wieder durch eine traumhafte After-Sales-Einstellung. Bei dem 260er ist der Fuß defekt – tatsächlich ist der Monitor einfach durch das Gewicht des Lichtschutzes beim Versuch, den Bildschirm höher zu schieben, aus dem Plastikfuß gebrochen, was bei dem großen Monitor und insgesamt stets ein wenig wackeligen Fuß nicht die totale Überraschung war -, intern ist ein Plastikteil zerbrochen. Und auf eine freundliche eMail, was man da denn generell tun kann, haben Quato mir – ohne Rechnung, ohne irgendeinen Nachweis… – angeboten, sofort den Fuß zu ersetzen, das einzige, was sie brauchten, war die Seriennummer. Einfacher gehts nicht mehr. Tolle Sache und man hat für einen Moment fast ein schlechtes Gewissen, dass man durch den Umstieg auf die iMacs nur noch einen «klassischen» Monitor im Büro stehen hat, nämlich meinen, die anderen vier Rechner haben ja alle Apple Displays. Aber die Quatos, die ich bisher hier hatte, waren sehr gute, hardwarekalibrierbare, farbechte und zuverlässige Monitor-Arbeitstiere zu einem sehr fairen Preis. Natürlich nicht so billig wie Samsung-Mediamarkt-Monitore, aber auch nicht so overpriced wie die großen Eizo-Displays, dazu absolut verlässlich. Ich erinnere mich, wie ein Drucker vor ein zwei Jahren hier war, weil er bezweifelte, dass ich keinen Proof brauche, und – sehr nett – die gedruckten Exemplare mitbrachte, um sie mit dem Display zu vergleichen. Und der war danach ziemlich überzeugt, glaube ich. Überzeugend ist auch der Servive von Quato. Den ersten Monitor – damals noch 24″ HW-kalbriert – bekam ich als Leihgabe zum Testen, bevor ich ihn kaufte (was bei Eizo nicht drin war), der Upgrade von 23″ auf 26″ ist eine komplette Ausnahmeleistung im Hardwaremarkt und großartig, und die Reaktion jetzt ist auch bestens, zumal man ja inzwischen fast eher gewohnt ist, das Hardwarepartner Reparaturen und Austausch etwas abblocken. Der Service war bisher immer ein Traum, auch in Sachen Beta-Treiber (seinerzeit unter Windows Vista, ein Alptraum von einem Betriebssystem). Ich würde mir wünschen, mehr Firmen verstünden, wie wichtig dieses ganze Thema Umtausch/Wartung/Service ist. Ich erwische mich mehr und mehr dabei, nur noch bei Amazon zu kaufen, weil der Umtausch dort bisher ohne lange Debatten und superkulant ablief – da zahle ich auch gern einen kleinen Tick mehr, weiß aber, dass ich im Zweifelsfall ein Geld zurückbekomme.

Also: Wer da draußen einen guten Hochleistungsmonitor für Print sucht… mein Tip ist Quato. Man muss ja auch mal einfach Werbung machen dürfen :-D.

14. Januar 2010 08:21 Uhr. Kategorie Technik. Tag . 2 Antworten.

Desperate Times…

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Es scheint so,als sei die Windows-Welt derzeit etwas verzweifelt. Während Microsoft User in ein Wüsten-Workcamp einlädt, um Ihnen angeblich in der Mojave ihr nächstes Betriebssystem vorzustellen und Statements sammelt, es sich aber in Wirklichkeit – haha – um Windows Vista handelt, versucht Dell einen iMac-Killer an den Start zu kriegen. Vista wird nun aber leider auch im Blindtest und durch schlichte Nutzer-Irreführung nicht besser, ein bisschen rumspielen an etwas, was man für eine Beta halten darf, ist nicht zu vergleichen mit einem echten Test einer Software – und Vista ist und bleibt B-Ware. Dells Hybrid Studio mag den Vergleich mit dem (eventuell bald auslaufenden Mac Mini bestehen), aber als Set mit Monitor sieht es so aus, dass man schlechtere und weniger integrierte Hardware für mehr Geld kauft. Ein Dell Hybrid mit 24″ Monitor  und 4 GB RAM, an den 320 GB Harddisk und der unbefriedigenden OnBoard-Grafik kann man nichts ändern, schlägt mit 1914  zu, das schicke Bambus-Gehäuse kommt nochmals mit 130 Euro extra zu Buche. Ein 24″ iMac mit gleicher Festplatte, 4 GB, aber besserer Grafikkarte liegt bei 1759 €. Und ist generell das integriertere, bessere Gerät. Hat da jemand bei Dell nicht aufgepasst?

Microsoft muss schummeln, um sein OS besser dastehen zu lassen? Dell, der größte PC-Anbieter auf dem Markt, kriegt keinen ordentlichen Rechner hingestellt, der dem iMac den Garaus machen könnte? Es ist schon absurd, dass Marktführer es nicht hinkriegen, ein vergleichbares Produkt auf die Beine zu stellen, obwohl das doch eigentlich machbar sein sollte.

29. Juli 2008 16:52 Uhr. Kategorie Technik. Tag , . 7 Antworten.

Meek FM Typo-Synthesizer


Rob Meek stellt gemeinsam mit Frank Miller seinen Typographic Synthesizer vor, der Buchstaben-Design-Experimente à la Moog ermöglicht. . .  as seen on Typo 2007, jetzt aber auch mit reichlich Videos und Photos online.

(via Engadget)

24. Februar 2008 13:24 Uhr. Kategorie Design. Tag , . 3 Antworten.


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