
Ja. Nein. Vielleicht. Weiß nicht.
So, das war der Film in Kurzform, für die, die keine langen Filmkritiken mögen.
Der Rest folgt mir hier lang.
Wie bereits gesagt, muß der 8-jährige in mir zwanghaft in Superhelden-Filme, und das Superman sozusagen die Mutter aller Filme dieses Genre ist, ist Superman Returns natürlich Pflicht. Und was gab es im Vorfeld für ein Drama. Das Script von Kevin Smith, die bestätigten Gerüchte über den schrecklichen Einfluß von Jon Peters, der weder Kostüm noch einen fliegenden Superman, dafür aber gigantische Spinnen und Eisbären wollte, Tim Burton und Nicolas Cage, ein ziemliches Horrorszenario, obwohl ich Burton mag, ein endloses Hin-und-Her an Ideen und Gerüchten, bis dann schließlich Bryan Singer in die Fußstapfen von Richard Donner trat, um Superman in die Kinos zu bringen.
Und das mit den Fußstapfen ist wörtlich zu nehmen. Vielleicht aus Notwehr gegen die allzu kreativen Produzenten des Films, hat Singer sich komplett auf die etablierte Kinofassung aus den Siebzigern gestützt. Das Kostüm von Superman an sich, das mit dem kleinen S-Schild etwas zurückgeht zu der der noch älteren Max-Fleischer-Serie, ist noch die größte Abweichung. Ansonsten schließt Singer nahtlos an den ersten und zweiten Film an, die eher mediokre dritte und vierte Episode scheint ausgeblendet. John Ottmans Score übernimmt nahtlos, 1:1, Elemente aus John Williams legendärem Soundtrack. Die Festung sieht aus wie in den Filmen, ein eisiger Kristallpalast, Luthor schießt nahtlos an Gene Hackmans Interpretation an, ohne Otis, aber mit alberner Gespielin, Clark Kent ist nahezu verblüffend identisch und so weiter. Der Vorspann setzt das Meta-Thema des gesamten Filmes – ein leichtes Update der fliegenden transparenten 3D-Buchstaben aus dem ersten Film, irgendwie nach 70er-Jahre-Disco aussehend, im Background aufgepeppt mit aufwendiger 3D-Animation eines Flugs durch das Weltall (von Krypton zur Erde) – und so ist der ganze Film… eine Art Remake eines Songs, das über den eigentlichen Track nur neue Drums und ein paar Sounds legt. Bei den Szenen im Daily Planet wird das deutlich. Das Setdesign ist weniger realistisch als im ersten Film – erinnert streckenweise an eine etwas aufgeräumtere Version von Burtons überdesignten Art-Deco-Gotham City–, aber wirkt dennoch irgendwie altmodisch und könnte so aus einem 70er-Film stammen, wären da nicht Computerbildschirme und TFT-Fernseher. Der Bruch wirkt verstörend. Es ist, als hätte Richard Donner mit seinen ersten Teil à la George Lucas digital überarbeitet. An diesen seltsamen Spagat zwischen Nostalgie und moderner Technik muß man sich gewöhnen.
Insofern wirken auch die Trickeffekte seltsam. Ganz überdeutlich ist Superman hier eine sehr häufig komplettanimierte Figur, vom jungen Clark, der durchs Feld springt bis hin zum fliegende Superman (auch eine Homage an den ersten Film) zum Schluß. Auf der anderen Seite gibt es Effekte, die in ihrer Schlechtheit auch aus den Seventies stammen könnten. Die Startsequenz von Superman und Lois Flug über die Stadt, manche Landemanöver. Überhaupt bewegt sich Superman zu langsam… vielleicht um die mangelnde Gelenkigkeit des Computer-Superman abzufedern… wirkt steif, posierend. Jede Haltung scheint einstudiert, gefroren, übermenschlich. Das ist sicherlich eine tiefere Absicht – Superman unwirklich, alien, wirken zu lassen, ebenso wie das sehr kühle Make-Up, das Licht, die ätherische Makellosigkeit. Singer betont durchgehend, daß Superman kein normaler Mensch ist, körperlich wie seelisch ein Alien. Sein Clark Kent wirkt inmitten der Menschen unbeholfen, eine Maske, ein Spion, der sich nicht richtig assimilieren kann, während sein Superman wie ein Demigott erscheint, seltsam verschüchtert, fremdelnd, unbeholfen in die Kameras wirkend. Ein Boyscout, dessen demonstrative Höflichkeit und Freundlichkeit nur verdecken, wie entfremdet er sich fühlt. Ein einzelner Gast auf einer Party, der betont nett zu allen ist, um gemocht zu werden… und dabei vielleicht etwas anstrengend seltsam wirkt. Brandon Routh gibt einen Superman, der Christopher Reeves seltsame Schüchternheit aufgreift, aber surrealer, entrückter wirken läßt. Sein Superman, noch mehr sein Clark, ist ein Milchbubi, ein fast unsympathisch kantenloses, perfektes, Wesen. Wenn Superman am Ende des Films nachts heimlich in das Schlafzimmer seines Sohnes fliegt und dem schlafenden Jungen streichelt… wer denkt da nicht an Michael Jackson. Dieser Superman ist ein seltsam unmenschliches, gefühlsverwirrtes Wesen, bei dem man sich schon wundert, wie Lois überhaupt von Supie schwanger werden konnte (im zweiten Teil, aber dessen Superman war menschlicher. Wobei mir einfällt…hat Lois im zweiten Teil den Sex mit Clark nicht hypnotisch vergessen? Wundert die gute sich dann nicht etwas, schwanger zu werden??? Wäre das dann so etwas wie eine unbefleckte Geburt?).
Es ist viel über die Parallelen zwischen Singers Superman und Jesus geschrieben worden und ja, sie sind aufdringlich. Das Vater-Sohn-Geplänkel als Klammer um den Film (der Vater schickt seinen Sohn, der seltsame Fähigkeiten ist, zu den Menschen, damit sie wie er werden mögen), die Posen von Routh im Weltall (grandios ästhetische Cape-Animation, nebenbei) und auch vor der Sonne, die Metaphorik ist nicht gerade dezent. Dieser Subtext stört nicht, bietet sich sogar an, auch wenn ich mich Frage, ob die beiden jüdischen Schöpfer von Superman, Siegel und Shuster, das nun unbedingt so gewollt hätten. Superman war bei Ihnen ein fast sozialistischer Held des Volkes, kein abgehobener Gottesgesandter. Und so macht es Sinn, daß dieser seltsame Gott sich um Bankräuber und Lx Luthor kümmert, aber nicht um den Hunger auf der Welt, um den Krieg im Nahen Osten und so weiter. Und das obwohl Singer die echte Welt ja in den Film läßt – das WTC-Attentat, wird angedeutet, hat in Supermans Abwesenheit stattgefunden. Superman scheint die Welt nicht zu verstehen, wie ein Kind aus Impulsen zu reagieren. Wissenschaftler finden eine Spur seines Heimatplaneten und woosh, ist der Mann mal fünf Jahre weg, ohne sich groß zu verabschieden. Und kommt dann zurück und denkt, alles müsse wieder so sein wie zuvor. Wundert sich eigentlich niemand, daß Clark auch fünf Jahre verschwunden war? Kaum wieder da, nimmt sich Clark seinen alten Job zurück und tritt auch sofort wieder in Lois Leben, die aber inzwischen mit ihrem rundweg als nice guy etablierten neuen Freund Richard zusammen und mit Kind im Anhang. Wenn man so will drängt sich Superman hier also in eine bestehende Beziehung. Und ruiniert sie… es ist im Film klar, daß Lois Richard gegenüber Superman relativ egal ist. Wie ein Kind greift sich Superman, was er will, ohne die Konsequenzen zu verstehen.
Lois wird von Kate Bosworth, entgegen den vielen Kritiken, sehr solide und engagiert gegeben. Vielleicht gegenüber Margot Kidder eine Spur zu jung, nicht die zynische Reporterin, die wir kennen, ist sie eher eine junge, hungrige, ehrgeizige Frau, die alles und jeden riskiert, wenn es um ihre Story geht. Bosworth bringt das glaubhaft auf den Punkt, wie überhaupt das Casting des Films gelungen ist. Routh tritt so souverän in Reeves Stiefel, daß man es sich nahtloser, integerer kaum denken kann. Spacey nimmt die Rolle des albernen Luthors aus den ersten Filmen und melkt aus dem humorigen Luthor von Gene Hackmann eine bei aller Opera-buffo-Attitude doch wahnsinnige, doch böse Figur. Wie ein Tarantino-Bösewicht gibt es diesem Luthor eine schöne Fallhöhe, wenn er über weite Teile des Films abstrus agiert und Spielzeuglandschaften explodieren läßt oder seltsame Welteroberungspläne hat und generell agiert wie ein Bond-Gegenspieler auf Acid… um dann plötzlich umzukippen in eine ganz physische, echte, glaubhafte Wut, als Superman durch Kryptonit geschwächt am Boden liegt. Wie der offenbare Feigling Luthor Superman erst durch seine Vasallen weichprügeln läßt, um ihn dann in endloser Wut zu treten und ihm einen Kryptonitsplitter in den Rücken zu jagen… das ist eine der besten Sequenzen im Film. Vom Einbringen des Prometheus-Mythos als Motivation für Luthor, von den kleinen angedeuteten Feig- und Eitelkeiten von Spaceys Luthor bis hin zu der reinen, machtvollen Wahnhaftigkeit… Spacey bringt den Film-Luthor deutlich in eine neue Dimension. Die Idee, das ALTE zu nehmen und etwas Neues daraus zu spinnen, ist hier völlig gelungen. Aber auch Richard, Perry, Jimmy und selbst der kleine Jason funktionieren sauber. Olsen nervt, aber das ist Teil seiner Rolle, und altkluge Kinder wie Jason sind im Kino immer anstrengend und kitschig, aber über weite Strecken des Teils funktioniert der kleine sauber. Aber mal im Ernst: Wer nicht schon in der ersten Sekunde denkt: Hmmm, die Haare von Jason sehen aber aus wie bei Clark, der ist blind. Schön ist, daß Jason ein anfälliges Kind ist… vielleicht weil er ein Hybrid aus menschlichem und kryptonischen DNA ist.
Es gibt einige wenige unfreiwillig peinliche Situationen in diesem Film, wie es sie in jedem Superhelden-Kostümschinken gibt. Ein Mann, der Unterhose über der hose trägt, in einem flatternden Cape herumspaziert und in Primärfarben gekleidet ist – cool ist sicherlich anders. Aber Singer gelingt es, vielleicht gerade, weil er auf Donner aufbaut, daß all dies meist homogen und natürlich wirkt und Superman nicht wie ein unwirklicher Störfaktor wirkt. Bei Singer ist die Welt weniger 100% realistisch, im Gegensatz zu Donner, der seinen Superman in ein absolut echtes NY-als-Metropolis setzte. Der Daily Planet und andere Sets sind etwas aufgebretzelter, aber es gibt auch eine wunberrbare Katastrophen-Film-Sequenz, die Superman fest in der Realität verankert. In vielerlei Hinsicht wirkt Clark unwirklicher als Kal-El, wegen seines Milchbrötchen-Looks. Hier etwas moderner und wirklicher zu werden wäre eine aufgabe für kommende Filme, die gnadenlose Homage, die Singer hier fährt, auf die Gegenwart abzustimmen. Als Wiedergutmachung für die wenigen Peinlichkeiten gibt es eine ganze Anzahl von majestätischen Bildern, die die Kräfte von Superman fast schwerelos und überzeugend inszenieren.
Der Plot an sich ist eine Melange der Ansätze, die schon seit Jahren kursieren, man fühlt deutlich, daß Singer gerettet hat, was zu retten war, aus den endlosen Skriptvarianten und Gremien das kondensiert hat, was ging. Ich denke, auch der rückgriff auf den 70s-Superman ist ein solcher Rettungsansatz… lieber zurück zum etablierten Original, als die Hollywood-Produzenten Superman in ein Batman-Kostüm stecken lassen. Wieviel von dem Plot wirklich «sein» Superman ist, ist fraglich. Brauchte man Jason? Mußte Superman «rückkehren»? Man hätte all diese Elemente nicht gebraucht und ich denke, vor allem Supermans Sohn wird in folgenden Filmen ein richtig ernsthaftes Problem werden, es sei denn, man baut darauf auf und macht aus der Richard-Superman-Lois-Jason-Clark-Richard-Beziehung ein Element, das eine Trilogie ergibt. Jason ist sicherlich eine Brücke für jüngere Zuschauer, die über ihn die Figur Superman erleben und bestaunen dürfen.
Überhaupt ist der Film überraschend kindsgerecht geraten. Die Gewalt ist auf ein Minimum reduziert, man sieht für einen modernen Film unglaublich wenig Blut, es gibt genug Humor, Luthor ist als kindertauglicher Räuber-Hotzenplotz-Schurke angelegt (inklusive dem disneyesquen Ende von Luthor, die moralische Strafe, allein auf einer einsamen Insel mit Kitty Kowalski zu landen). Der Plot ist für Kinder vielleicht etwas zu komplex, aber das, was an Subtext über ihren Horizont geht, blenden sie aus und der Rest müßte durchaus einfachst funktionieren, kompliziert ist die Hauptgeschichte ja mal beileibe nicht. Der Plot entspringt im Grunde eher einem Serien-Niveau, es sind die Details drumherum, die die simple Story erträglich machen, die Symbolik, die Bildersprache. Mit 2 Stunden 30 Minuten ist der FIlm für 8-10jährige aber vielleicht etwas lang geraten (und dabei ist es ja schon um 30 Minuten gekürzt). Aber Singer versucht – einigermaßen gelungen – den Spagat zwischen den 30-40jährigen, die hier ihren inneren 8järhigen aufleben lassen wollen (wie ich) und ihren Kindern, denen hier Superman das erste Mal wieder-begegnet. Das ist riskant und nicht einfach, aber größtenteils gelungen.
Natürlich hat der Plot gigantische Löcher, natürlich ist er unlogisch, natürlich benehmen sich sowohl die Superkräfte von Superman als auch das Kryptonit seeeehr seltsam. Superman wird auf der Kryptonit-Insel erst so geschwächt, daß er von Luthor fast zu Tode geprügelt wird… und kann dann plötzlich genau die gleiche Insel plötzlich ins All wuchten? Okay. Aber über so etwas muß man bei Filmen dieses Genres wohl etwas hinwegsehen. Schade, in den Comics kommen die Autoren sinniger mit der Aufgabe zu Rande, einen übermächtigen Helden in spannende Aufgaben einzuspannen.
Natürlich sieht man dem Film das angeblich gigantische Budget nicht an. Ich denke, viel Geld ist in die 3D-Animation geflossen, das wird sich erst ab dem zweiten Teil rechnen. Die analogen Bauten und das Setdesign sind beeindruckend, es gibt schon Szenen mit deutlichem WOW-Faktor. Aber wirklich umwerfend im Sinne des ersten Matrix-Filmes oder der Highlight-Szenen der beiden Nachfolger ist Superman nie wirklich. Gerade der finale Kampf zwischen Neo und Smith macht deutlich, was hier an visuellem Impact erreichbar wäre.
Unterm Strich ist Superman eine wackelige Angelegenheit. Ein Film, der vielen Anforderungen gerecht werden mußte und eine der schrecklichsten Produktions-Vorgeschichten schlechthin auf dem Buckel hat. Und Jon Peters als Produzent. Der einen verbrauchten Mythos aufpolieren soll, der seit Jahren auch in den Comics eher lustlos stagniert herumflattert. Der für Erwachsene und Kinder funktionieren sollte, aber auch für das Teen-Publikum, das in den Staaten das Hauptpublikum der Kinos ausmacht (und ich denke, an dieser Front versagt der Film leider etwas, hip oder cool ist er so gar nicht). Das Ergebnis ist ein seltsamer Film. Etwas starr, etwas schüchtern – wie der Superman im Film selbst – etwas unsicher und tapsig, irgendwie desorientiert aber gerade deswegen auch wieder liebenswert. Er ist wie ein Pflänzchen, bei dem man sich irgendwie freut, daß es überhaupt gewachsen ist und um das man sehr in Sorge war und hey… es ist ja doch ganz okay, also Gießen und hoffen, daß es wächst. Die Spider-Man-Filme immerhin werden ja auch von Teil zu Teil besser, jedenfalls wenn Teil III hält, was der Trailer verspricht.
Superman Returns ist ein simpler kleiner Film, trotz des großen Budgets ein seltsam bescheidener Film, ein old school movie, überraschend und vielleicht wohltuend weit weg von Singers X-Men. Durch und durch eine Hommage an Donners Film, wirkt er zunächst sehr zeitlos und arbeitet sich im Verlauf des Films an moderne Standards vorsichtig heran. Singers Leistung ist, den Film sauber ins Ziel gebracht zu haben und dabei einen unterhaltsamen, mitunter auch coolen Film auf Hollywood-Niveau gemacht zu haben. Superman kämpft nicht gegen riesige Spinnen, Luthor nicht gegen Eisbären, der Mythos ist intakt und respektvoll behandelt, die massiven Kürzungen, die Singer auf Wunsch von Warner vornehmen müssen (die komplette Krypton-Sequenz ist ja entfernt worden, ebenso der neue Lebensgefährte von Ma Kent usw.), fallen nicht wirklich immens auf.
Gemessen an anderen Filmen ist Superman Returns eine der ernsthaftesten, respektvollsten Herangehensweisen an einen Mythos. Luthor fällt als clownesque Figur fast aus dem Rahmen, aber der Rest ist Emo-Superman pur, gegen Ende bis hin zur depressiven Frisur. Superman hier ist eine tragische Gestalt. Singer ist hier dicht an Sam Raimis Spider-Man, der den Mythos schon wandelt, aber immer sehr behutsam wirkt, sehr oldschool. Wie Spider-Man liefert auch Singer ein paar Insider-Gags. Ein Boot, das an John Byrnes Man-of-Steel-Serie erinnert, Alex-Ross-artige Bilder, die fast schwerelos und zeitlos schwebend sind, bewegte Gemälde, eine Homage an das erste Action-Comics-Cover aus den dreißiger Jahren. Jede modische Verortbarkeit wird ansonsten vermeidet. Superman Returns verbiegt sich also nie so wie Batman Begins, wird nie so chaotisch und Matrix-Derivat wie X-Men. Was fehlt ist jeder Versuch, den Mythos zu erneuern und frisches Blut hineinzupumpen, zu aktualisieren. Aber das haben die Comics in den letzten 20 Jahren ja selbst auch kaum geschafft, trotz aller Versuche. Während Batman auch heute noch aktuell wirkt, ist Superman in seiner eigenen Serie ein fader Pfadfinder mit wenig Tiefgang, nur für straighte Action und ein bißchen Soap zu gebrauchen. Und mehr und weniger liefert Singer eben auch nicht ab. Solides Handwerk mit wenig Inspiration und wenig Tiefgang, aber sicher genug Unterhaltungswert, um sehenswert zu sein. Returns wird, da er dem Mythos wenig eigenes hinzufügt, sondern nahezu unsichtbar in Donners Schatten fungiert, niemals den historischen Wert haben wie Superman – The Movie, aber heute zutage ist so etwas vielleicht auch nicht mehr denkbar.
Immerhin haben wir uns inzwischen ja doch längst an fliegende Menschen gewohnt.
17. August 2006 13:34 Uhr. Kategorie Film. 19 Antworten.
Mein Gott, HD, hat dich eine Schreibwüteritis gepackt?
gib dem mann ein wort und er schreibt dir den roman dazu – in zwölf bänden versteht sich ;D
mann, der text ist ja umfangreicher als der plot
Darf ich mal fragen, ob du im Kino noch entspannen kannst oder machst du dir erst am Ende des Films so umfangreiche Gedanken zu Inhalt und Gedanken?
Hupps…zu Inhalt und Intention meinte ich!
Ja, ich hab auch nach dem veröffentlichen gedacht: Hups, da liest man länger, als der Film dauert :-D. Ist halt die Langeweile beim Bilder-Umrechnen.
Und keine Angst, ich kann im Kino schon entspannen, mit Popcorn und Softdrink oder Bier. Mein Gehirn arbeitet da im Autopilot. Aber wofür Filme schauen, wenn sie nichts lostreten und man drüber nachdenkt?
Und immer bedenken… diese Kritiken sind in erster Linie Memos an mich selbst, mnir ist schon klar, daß die für Außenstehende in Länge und Abschweifigkeit eher abschreckend sind. Haben immer so die Länge eines langen Zeit-Feuilletonbeitrages, nur leider nicht das Niveau :-D
nothing compares to green hornet
fliegende superhelden – leute die die unterhose ÜBER der strumpfhose tragen – neeeeeeee – fand ich schon als kind irgendwie komisch
;-)
Wo nehmt Ihr alle die Zeit her, das alles zu lesen???
Simone, wer sagt das die das alle alles lesen?
wie lesen? ich bin gestalter – ich guck nur bilder
Mein Problem
a) ich lese sehr viel und sehr schnell. Ich erwarte das unbewußt auch bei anderen und vergesse, daß Lesen eine sterbende Kunst ist.
b) ich schreibe extrem schnell. Schon in der Schule hatten Arbeiten in der Oberstufe in Deutsch und Englisch mal fix 30-50 Seiten A4, auch nur eingedämmt durch die physikalische Grenze, daß mein Arm nicht mehr mitmachen konnte. Am Rechner schreibts sich noch schneller, leider mit noch mehr Schreibfehlern.
c) Ich schreibe hier im Blog frei, also ohne Redigat, ohne nochmal zu kürzen. Wenn ich die Sachen dann ein paar Wochen später selbst nochmal lese, muß ich immer selbst lachen, aber bei einem Blog habe ich keine Lust und Zeit, die Texte nachzubearbeiten, es ist keine Zeitung. Außerdem bleiben sie so irgendwie authentischer in dem Moment des Schreibens, was den Zweck eines Blogs (für mich) besser erfüllt.
Ich erwarte echt von keinem, daß er sich 4 Seiten A4 über Superman durchliest. Ich könnte aber ohne Probleme auch 30 drüber schreiben. Nicht über den FIlm, über die Figur als Mythos und ihre kommunikationspsychologische Bedeutung. Superman ist da sehr spannend.
Kino: Superman Returns…
Nach 5 Jahren Selbstfindung schaut er mal wieder auf der Erde vorbei: Superman. Und wir haben ihn getroffen: Im Kino. Seit Donnerstag im Programm hat er sich im Großen und Ganzen recht gut geschlagen. Es gibt wieder kleinere und größere Heldentaten ……
Wer übrigens denkt, ICH schreibe lange reviews, read this:
http://www.fuenf-filmfreunde.de/2006/08/17/supermans-ruckkehr/
PS: Das alternative Ende.
http://www.youtube.com/watch?v=tvyiZxtlRYk
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