
Etwas still heute im Blog, weil wir heute morgen seeeehr überraschend eine eMail bekamen, daß wir die Logo-Ideen für die Gastronomie im Schauspielhaus Bochum und Düsseldorf haus bis heute mittag einreichen sollten… und wir waren immer noch in der Ideen-Sammeln-Phase. Eine wichtige Sache bei den Logos ist, das beide zusammen gehören und auch in Verbindung als eine Einheit für das Catering-Unternehmen genutzt werden. Insofern haben Seán und ich heute in ziemlicher Hektik an den Logoscribbles gebastelt. Im Grunde hatten wir rund vier Stunden Zeit, die Sachen zu erfinden und zu bauen, nicht gerade Luxus, aber wie so oft hat man halt im Vorfeld zu lange recherchiert und gegrübelt und sich am Konzept abgearbeitet, bevor der potentielle Kunde ungeduldig wurde, und das rächt sich dann eben auch mal. Vieles von den Ideen basiert noch als Skizze auf Stock-Art-Elementen, die man in der zweiten Phase in eigenes Artwork umarbeiten müßte. Ein paar Sachen sind vielleicht noch eher farblos, anderes ist schon ganz gut gediehen und ausbaufähig. Grundidee dahinter ist, die unterschiedlichen Flairs der Geld- und Adelstadt Düsseldorf einerseits und der Arbeiter- und Industriestadt Bochum andererseits gegeneinander auszuspielen, daher also Pudel und Labrador, kommunistische Stern und Krone, florale Elemente und Schweissen-Sprühfunken, das feine Zucker-Besteck und der eher alltägliche Weinflaschenöffner, analog auch Zepter und Gabel. Andere Ideen spielen mit der Idee, Farben und Elemente zu überlagern. Die Farbverläufe sind leider im Ausdruck recht schlecht geworden, sorry. Wie gesagt, alles nur Skizzen, da ist noch vieles, was man im zweiten Schritt hinterfragen und modulieren und reinzeichnen müßte. Die Sterne und Krone bei dem ersten Entwurf zB sollten auch etwas «gesprayt» aussehen, so wie schnell und frisch hingesprüht. Auch die Hunde sind eher reine Beispiele, da sollte man dann echte Tiere knipsen und digitalisieren. Das Besteck stammt aus dem letzten kaupp-Katalog, wobei ich DAS sogar tatsächlich, wenn wir dürfen, im Auswahlfalle präferieren würde, weils einfach so schön ist. Es sind halt eben alles nur Ideenskizzen.
Bin gespannt, ob die Zeit noch halbwegs hinkam und ob und wie es weitergeht.
Als Wiedergutmachung für die Funkstille also ein paar undeutliche Shots von den Ausdrucken…














































18. August 2006 18:56 Uhr. Kategorie Arbeit. 16 Antworten.
Oh ja und das florale Element stammt natürlich aus dem Ur-Pitch für Bielefled. Never let a good idea go to waste…
Und die Nebel-Zeichen sind aus Lucs Nebulae… da müßte man auch sicher eine handgemachte Variante nehmen, wenn es das werden sollte.
Wenn überhaupt etwas durchkommt :-D
ui!
die wunderkerzen dinger find ich sehr schön hat was von saucenkleksen
“Never let a good idea go to waste…” ^^
Ein paar sehr schöne Arbeiten dabei. Danke für die Einblicke.
Das wird was!
Edles Besteck!
:-D
Und gut photographiert. Diese Sache mit den Wir-bauen-Sterne-aus-Objekten mach ich auch im Katalog. Auf jeder dritten Seite. Mit den Schränken und Puppen und…
Martin.. schönes Blog, das ich noch nicht kannte, damn! :-D
Wirklich richtig schicke Logos dabei…ich find die ersten 5 am besten, wobei die weissen highlights auf Stern und Krone bei dem Stencil-Look für meinen Geschmack etwas zu “sauber” sind. Trotzdem echt klasse Arbeiten.
Wie im ext gesagt,alles nur roughs. Würde man einen Stencil-Look nehmen, so müßte man das gesamte Logo neu konstruieren (zumal es mir jetzt noch zu sehr aus Standardelementen besteht) und dann sprühen, wieder scannen, vektorieren, bereinigen und DANN ists richtig. Aber dir Feinarbeit machste doch nicht für einen Scribble :-D
Das macht ihr alles in vier Stunden. Respekt. Bei so vielen tollen Entwürfen hat es die Kundschaft ja richtig schwer. Hoffentlich komme ich mal irgend wann in die Lage ein Grafik-Büro für einen Auftrag zu suchen. Dann würde ich Euch nehmen.
Wir hasben den Auftrag übrigens nicht bekommen, weil die Entwürfe nicht «brav» genug für das Theaterpublikum sind.
hmm ich würde auch zu den bestecken tendieren. die idee mit den hunden finde ich etwas merkwürdig, denn DIESE landen zumindest im europäischen genussraum eher selten im topf …
das besteck ist einfach, das, was am edelsten mit essen zusammen zu bringen ist, bei den entwürfen hier.
ah habe den letzten eintrag nicht gelesen. doof. vielleicht zieht sich proggressivität auf der bühne nicht durch bis auf den teller und da bleiben es »bauern, die nicht essen, was sie nicht kennen«.
und wieder was zum behalten. und dann steht im nächsten eintrag in 2h gemacht und alles sagt ihr helden macht uns schwanger. jaja … :-)
Wobei ich «brav» (mal im Sinne Meiréscher kluger Konservativität) ja durchaus sehr gerne und auch recht gut bedienen kann. Es muß dann nur auch im Briefing kommunziert sein. Wenn von dynamisch, frisch, jung die Rede ist, hol ich nicht die Walbaum aus dem Koffer.
oder vielleicht gerade doch? kann aber auch daran liegen, dass ich mich im moment ein wenig in klassizistische verliebt habe.
aber mal im ernst, denkst du der gehobene 60er oder 50er von mir aus geht im piekfeinen anzug in ein lokal, dessn logo ein wappen ist? der könnte ein wenig den eindruck bekommen in einer noblen frittenbude gelandet zu sein, OBWOHL es genau sowas ja geben soll in d´dorf und nun auch hier in aachen, da bekommst du deine cuyyrwurst mit trüffelsauce …
schön finde ich die entwürfe trotzdem.
Zum einen gehen in Bochum nun wirklich nicht nur 50 oder 60jährige in Theater… und man sollte eh nicht in Zielgruppen denken, das engt ein. An Zielgruppendenken ist Smart zugrunde gegangen. Und wo siehst du ein Wappen? Wenn du die Krone meinst, so spielt die auf DD als «hochherrschaftliche» Stadt an, der Arbeiterstern eben auf Bochum als Malocher-City. Und beides ist im höchsten Maße respektlos behandelt… und genau das macht modernes Theater aus, paßt schon. Sind ja auch alles nur Sachen, die man in den Raum stellt, um mal in Diskussion zu kommen. Wir spielen da ja oben ein paar Sachen durch, die in ganz unterschiedliche Richtung von simple bis overkill gehen… und nicht alles finde ich selbst 100% passend, aber man kommt über sowas ins Gespräch. Nur in diesem Falle halt nicht. Was ich nur vermeiden wollte, waren so Klischee-Sachen, die im Gastrobetrieb immer kommen. Handschriften, Trajan und andere Vorhersehbarkeiten (wobei ich die Trajan bei Meyerhof eigentlich ganz gerne verwende)…
Und was haben die zu den Entwürfen mit den Initialen gesagt. Die sind doch recht “klassisch” aufgebaut und trotzdem “modern”.