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Slanted # 16 Bold-Light

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Mit diesem Heft hat die Slanted-Redaktion bei mir leicht gewonnen. Zum einen liebe ich helle und dunkle Schriften im Kontrast, das taucht immer und immer wieder bei mir auf, zum anderen ist Muhammad Ali via Bildern aus dem Corbis-Archiv photographisch heftigste in dem Heft präsentiert, der als Kindheitsidol durchgeht und bis heute vieles was an den 60ern gut und vieles, was verdammt schlecht war verkörpert und der zwar wie ein Schmetterling zu schweben verstand, aber stets eher schwer als «light» war und das in jeder Hinsicht. Davon abgesehen ist das Heft wieder Spielwiese für die Magma-Designer, die hier natürlich experimenteller abgehen können als im Alltagsgeschäft… auch wenn ich zugeben muss, dass ich genau diesen Look, so sehr ich den an sich mag, langsam aber sicher nicht mehr sehen kann, weil es zu viele Magazine und Bücher, zu viele Büros in einer bestimmten Sparte von Design und viel zu viele Studenten gibt, die mal besser mal schlechter diesen etwas hingenöhlten Design-Look fahren, so wie vor 15 Jahren alles nach Carson aussah. Wenn dieser Look aber langsam in den Theater-Spielzeitheften und Massenpublikationen ankommt (wo man sich fragen muss, ob er da überhaupt hingehört) kann und darf die Slanted eigentlich eine andere Richtung einschlagen, wie immer die auch aussehen mag. Den aktuellen Trend zu in-allen-vier-ecken-soll-typo-stecken… hey, vielleicht mag ich den einfach persönlich nicht, weil ich die 80er selbst live erlebt habe :-D.

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Dennoch ist dieses Heft bereits anders als die drei Vorgänger, wieder einen Hauch cleaner bei aller Liebe zum Chaos – und es steht so einem Heft, das keinen tighten roten Faden verfolgt, vielleicht ja auch ganz gut, wenn es etwas Notizblock-haftes hat, zusammengerockt wirkt, den Geruch von Überstunden, Koffein und Abreagieren hat, man den Seiten den Spaß und die therapeutische Wirkung briefingfreien Arbeitens ansehen kann. Schwerer zu lesen ist die Slanted dieses Mal, weil fast durchsichtig dünne Schriftschnitte oder sehr kompresse und fette Sachen wie die Ambrosia Françoise Bold schon auch auf die Augen gehen – andererseits, wer vor 15 Jahren durch dekonstruktiven Kram kam, überlebt das auch und ein bisschen soll es ja eben auch Abenteuerspielplatz für den Leser sein, denke ich. Wie auch die Produktion mit Papierwechseln, Verdelungen, Sonderfarben zeigt, wie weit das Magazin von seinen Kopierwerk-Anfängen gekommen ist. Bei all dem dürfen die Texte nicht zu kurz kommen – obwohl sie das in dem stream of conciousness der Slanted mitunter durchaus tun -, die Interviews (u.a. mit Jost Huchuli) oder die Essays (u.a. von Yves Porchez) – die die Slanted immer wieder zu einem wunderbar nerdigen Faszien für Schriftfreaks machen und ihr einen festen Platz sicher nicht nur in meinem Herzen sichern, weil kein anderes Magazin so unilateral auf Schrift als Medium festgenagelt ist in Deutschland und zugleich so grandios irrlichtern kann und das Thema so unlangweilig präsentiert – obwohl es ja durchaus langweilig sein könnte. Also, wenn ihr noch kein Weihnachtsgeschenk für den freundlichen Type-Geek in eurer Agentur oder in der Wohnung nebenan habt, wist ihr ja jetzt, wie man ihm oder ihr eine Freude machen kann: Mit einem Abo für die Slanted – für 40 € doch perfekt für den Weihnachtsbaum.

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24. November 2011 19:24 Uhr. Kategorie Design. Tag , .
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