
Sister Corita Kent war eine Nonne und Kunstlehrerin der Immaculate Heart College im Los Angeles der sechziger Jahre und auch selbst eine für ihre Drucke in den 60ern und 70ern hochbekannte Künstlerin. Die 10 Regeln, die sie für ihre Studenten aufgestellt hat, finde ich bis heute zutreffend.
(via Hi and Low)
4. Februar 2008 20:37 Uhr. Kategorie Design. 8 Antworten.
this is the right jedi-way.
jehhhaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Das sollte ich mir mal zu herzen nehmen.
nicht passend, aber dachte es interessiert dich: http://readingroom.faz.net/littell
Hey Jen, danke. Ich muss aber zugeben, dass mir die Aufarbeitung des Dritten Reiches inzwischen Langeweile bereitet. Einerseits immer wieder ein faszinierendes Thema – eine extreme, historische Ausnahmesituation mit soviel entsetzlichen Einzelschicksalen, dass es nie zu enden scheint, und selbst die Nachkriegszeit ist faszinierend, wie etwa Project Paperclip zeigt … – , und ich mochte zum Beispiel den Artikel im Spiegel letztens über Hitlers Aufstieg sehr… auf der anderen Seite ist es irgendwie seltsam, dass sich nahezu alles historische Interesse auf diese Periode zu richten scheint. Der Erste Weltkrieg, die 20er, die Ruhrbesetzung, ganz zu schweigen von anderen Perioden – all das geht unter, gerade mal die 68er Zeit und die RAF können sich noch gegen den alles schluckenden Aufarbeitungswahnin Sachen Hitler & Co halbwegs durchsetzen. Und diese Hyperfokussierung an sich – gemischt mit immer wieder dem Hauch von Sensationalismus der all die Bücer udn Filme irgendwie durchweht -, macht mir Sorge. Ist das Böse so spannend? Mir scheint, wir gehen mit dem Dritten Reich um wie die Amerikaner mit Vietnam – eine Wunde, die immer und immer wieder herausgezerrt wird. Und ich bin der erste, der GEGEN ein Vergessen wäre – aber was mir mißfällt ist der unweigerliche Unterton der Faszination, der so viele Texte zu dem Thema durchweht. So gehäuft finde ich das Interesse der Deutschen an nur einer Periode ihres Daseins furchtbar – wie ein alter Mann, der sich immer und immer wieder an seine Teenager-Kriegsabenteuer erinnert.
Die «Hollywoodisierung» dieser Periode stinkt mir. Und wenn wir auch noch fiktive Nazis erfinden, um die echten zu analysieren – weiß nicht, irgendwas in mir sträubt sich da. Denn Littels Max Aue ist ja nicht echt, sondern nur eine phantasmagorische Gestalt, nicht authentisch, sondern nur eine Erfindung, ein Sprechautomat des Autors. Das verzerrt die schon nicht immer einfache Darstellung in historischen Quellen noch obendrein. Ist möglichweise ein gutes Buch, aber nichts, was mich selbst interessiert. Manchmal glaube ich, wir sind so vom Faschismus fasziniert,w eil gegen die Greueltaten von damals der alltägliche Bullshit-Rassismus von heute fast erträglich wirkt. Es ist wie Daily-Talk-TV. Man schaut zurück in den Zerrspiegel der Vergangenheit und kann sich immer sagen: Wow, aber SO schlimm sind wir doch heute nicht mehr. Und muß sich nicht mehr fragen, wie schlimm man denn tatsächlich trotzdem noch ist.
Kann ich nachvollziehen, sehe ich sehr ähnlich.
Finde auch eher das Veröffentlichungsprinzip sehr interessant (und beim Reinhören bisher, denn recht neuen/anderen Weg ein solches Buch zu schreiben [theoretisch auch losgelöst von realer Geschichte]).
Ja.
Was aber auch stimmt und sich, wenn man mal drauf achtet, immer wieder feststellen lässt: Gestalter sind besonders anfällig für kluge Sprüche …
… vielleicht ist das aber ja notwendig als zeitweiser support für dies?