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SIMPSONS – DER FILM

Matt Groening und Co haben sich ja angeblich lange bitten lassen zu diesem Film, weil ihnen eine adäquate Geschichte, die einen Film rechtfertigt, fehlte. Wenn man sich den fertigen Simpsons-Movie ansieht, kann ich diese Bedenken verstehen. Das Ganze fühlt sich – im Guten wie im Schlechten – an wie eine etwas gestreckte Doppelfolge der TV-Simpsons. Auf komplette Neueinsteiger wird nur minimalst Rücksicht genommen – wobei der Simpsons-Kosmos aber generell Newcomer-freundlich ist, da es ja keine echte Continuity gibt -, aber viele der zahllosen etablierten Nebenfiguren kommen ohnehin nur recht nebenbei vor, so dass man auch als Anfänger schnell drin ist in diesem neuen Abenteuer aus Springfield. Im besten Sinne haben die Macher im Verhältnis zur Serie kaum etwas geändert, es gibt sogar einen ironischen Fortsetzung folgt-Teaser mittendrin, auch einen TV-Werbestörer und fast den Original-Vorspann aus der Serie. Näher geht kaum. Und so spiegelt der Film den aktuellen Stand der postmodernen Simpsons wieder: Er ist schnell, witzig, etwas oberflächlich in Sachen Plot, medienironisch, hat den inzwischen zur Routine geronnen Spritzer Politikverdrossenheit und und und. Wer die Serie, die in ihrem jetzigen 18-jährigen Zustand eine sehr feste, vielleicht festgefahrene Form gefunden hat, mag, wird den Film lieben. Ein paar alte Gags und Handlungsideen werden leider aufgewärmt, ein paar neue Sachen kommen dazu, alles in allem ein saukomischer (im Wortsinn) und auch wie stets sehr niedlicher Film (Maggie!!!!), aber irgendwie auch nothing to write home about – der Film bleibt in sehr berechenbaren Bahnen und überrascht nicht einmal, vielleicht einfach, weil er es in der Logik der Serie eben gar nicht kann. Was leider etwas fehlt, ist der Sarkasmus und Zynismus, der ab und zu die TV-Serie durchtränkt und vielleicht das halsbrecherische Tempo, mit denen mehrere Plotideen aufeinandergestapelt werden, so dass in der Serie eine Geschichtemeist völlig anders beginnt als sie sich dann weiterentwickelt. gegen die Serie wirkt der Film seltsam linear und der Humor etwas zu sehr auf Slapstick getrimmt. Man merkt also schon an einigen Stellen recht deutlich die Zugeständnisse an den Massencharakter eines Kinofilms, ein paar der subtileren Nuancen gehen einfach unter, die prekäre Balance, die die Simpsons zwischen Merchandise-Massenartikel und Kultphänomen haben, ist nicht so GANZ gewährleistet, der Film kippt schon eher in Sachen kleinster gemeinsamer Nenner.  Aber papperlapapp….irgendwie auch alles völlig egal, immerhin darf man so eine ziemlich okay-e neue Doppelfolge der besten Serie der Welt einfach einmal ordentlich groß im Kinosaal genießen. Was will man mehr? P.S.: Unbedingt den gesamten Abspann ansehen.

30. Juli 2007 18:39 Uhr. Kategorie Film. 10 Antworten.

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