
Das neue Semester beginnt und obwohl ich eigentlich erst im dritten Semester die Studenten übernehme – diesmal sogar mit zwei Fächern, weil ich zweiwöchentlich jetzt auch Experimentelle Typographie (whatever that means) mache – konnte ich gestern schon die neuen Erstemester aus allen Kreativbereichen der Akademie bei einem Workshop kennen lernen. Dieses Jahr haben wir – vielleicht wegen der Situation an der FH Dortmund, sicher aber vor allem durch den Wechsel von WAM-Filmlegende Frank Erhard zur Ruhrakademie – 22 Anmeldungen im Filmbereich, großartig, dass wir diesen Sektor so ausbauen. Der Workshop war das Designprozess-Spiel von Petr Blokland, das ich zwar auch so schon einige Male veranstaltet habe, aber nicht mit 70 Leuten zugleich, soviel, dass man schon eine Verstärkeranlage und ein Wireless-Mikro braucht, um im ganzen Raum verstanden zu werden. Durch die Menge an Teilnehmern ist das Spiel etwas lang geraten und hat so unfreiwillig die Übermüdung in echten Pitch-Situationen sehr gut nachgestellt, aber zur Belohnung gabs am Ende Gegrilltes und Bier auf dem Schlossgelände. Großen Respekt vor allen, die diesen ersten Vorgeschmack auf die Anstrengungen und Nachschichten und den alltäglichen freiwilligen Burn-Out in den Kreativbranchen so schön miterlebt haben, am Ende waren wir alle ordentlich müde, aber ich zumindest hatte einen sehr guten Tag mit euch :-D. Und nochmal vielen Dank an Christian und Danny, die mich geduldig hin- und zurückgefahren haben. You’re the best. Mehr hier…


29. September 2007 09:49 Uhr. Kategorie Leben. 3 Antworten.
wo war denn mehr geduld gefordert hin- oder zurück? nervös hin und aufgedreht zurück :-D
war ja schon witzig sie studienzeit, wenn man dann hier so als »einzelkämpfer« sitzt, ist das gelegentlich eine dröge sache, da waren die gruppenarbeiten, wenn die gruppe gut war, schon was anderes.
Bei der Geduld müsstest du Chris und Danny fragen. Ich glaub auf dem Hinweg hab ich viel gequasselt, aber das ist ja nix neues. Auf dem Rückwegs wars eher spannend, weil Daniela keinen Sprit mehr hatte und wir mit fast nichts im Tank endlich eine Tankstelle erreicht haben.
Das einzelkämpfertum ist an der RA leider weit verbreitet. Da ich an der WAM extrem auf Gruppenarbeit gesetzt habe, weil es dort einfach der sehr verschulten Form entsprach, und damit eigentlich gute Erfahrungen hatte, weil gerade schwache Studenten sprunghaft nach vorne gehen können in einer wirklich guten Gruppe, bin ich auch immer sehr dazu geneigt, es an der RA machen zu wollen. Aber die Leute wohnen sehr weit auseinander und beschweren sich dann gern, weil es organisatorisch problematisch ist. Ich selbst finde, die Vorteile für jeden Einzelnen überwiegen diese organisatorischen Nachteile und vor allem ist das wichtigste am Studium wahrscheinlich neben der Erfahrung einfach auch, dass man Leute kennengerlernt hat und sich ausgetauscht hat. Das ist Gold wert.
… und lernt, ein wenig zumindest, auf wünsche anderer einzugehen.