
Die erste von Chip Kidds The Cheese Monkeys entlehnte «Koan»-Aufgabe für den Konzeption & Layout-Kurs im Wintersemester 2006 war:
Ihr erstellt in Form eines A1-Plakates eine Gestaltung, die EUCH SELBST verkauft. Es muss nicht schön sein, es muss nicht smart sein, es muss nur funktionieren.
Die Gestaltungsmittel sind völlig frei, aber: das Plakat ist nur schwarzweiß und nur typographisch angelegt. Die Plakate werden dem Kurs vorgestellt und dann praktisch getestet.
ZUSÄTZLICH MITBRINGEN: Ein weiteres weißes A1 Blatt. Schwarzer dicker Edding. Bei schlechtem Wetter wetterfeste Kleidung.
Mysteriös, mysteriös.
Wichtig bei den Aufgaben ist mir, dass man daran scheitern kann, darf und vielleicht sogar muss. Es geht nicht um das schönste Plakat der Woche, sondern um die Auseinandersetzung mit der Aufgabenstellung, ihren Freiheiten und Einschränkungen und ihrer Bedeutung. Ähnlich wie die Aufgabe Helges Leben im letzten 3. Semester geht es gar nicht so sehr ums Gestalten, als vielmehr ums Denken.
Die Photos sind von Johannes, der unfairerweise mit der kleinen Leica bei recht miesem Licht hantieren mußte und das beste draus gemacht hat. es sind nicht alle Photos von allen Studenten etwas geworden, aber trotzdem macht es Spaß, noch einmal draufzuschauen. Vielen Dank.

Anna B. ist unsicher und kommt mit einem Fragezeichen und vielen Adjektiven, ebenfalls mit Fragezeichen. Ob man sich so etwas unsicher ideal verkauft?

Anna K. kommt mit sehr viel Text, der gut ist, aber nicht so richtig plakativ.

HD ist so schnell, dass er auf jedem Bild unscharf ist.

Christine ist auch unscharf schnell. ICH BIN ICH ist ihre These, selbstbewusst. Aber der Kurs fand, es sagt nicht viel aus, oder?

Wer das Lesen konnte, durfte dem kleinem Buchstabengesicht von Chris einen Kuss geben. Auch wenn das Gesicht hier etwas uncharmant positioniert ist. Sehr schöne, ganz schlichte Idee, die ihn zwar nicht wirklich selbst verkauft, aber einiges über seinen Witz und Charme aussagt. Und sein Bedürfnis nach Erotik…

Daniel baut aus Text sein Gesicht und sieht dabei etwas aus wie der junge Marc Almond.

Fanny präsentiert sich als unverkäufliches Muster, eine der vielen, die sich der Aufgabe eigentlich verweigern und sich weder verkaufen wollen noch so etwas wie ein Plakat mt Fernwirkung produzieren.


Noch einmal jede Menge Adjektive, diesmal von Judith. Eigentlich eine Web-2-Tagwolke, oder? Ich finde, die Typo passt nicht immer sonderlich zum Inhalt. Da muß man echt mal sensibilisieren. Aber jeder, der ernsthaft kuschelbedürftig auf ein Blatt Papier bringt und es vor 35 Leuten an die Wand hängt, hat Respekt verdient.


Johannes tritt selbstsicher auf, attestiert sich aber Selbstzweifel. Seltsam, dass gerade das Wort ZWEIFEL so selbstsicher, in Versalien und Schmalfett daherkommt. Wie viele andere Motive wirkt auch dieses insgesamt etwas ungestaltet. Eine Gestaltung nur mit Schrift, ohne Bild, scheint im dritten Semester (nach zwei Semester Typographie, immerhin) für die Studenten ungewohnt zu sein.

Katharina baut aus handgezeichneter Schrift ein Smiley-Face.

Marcel zeigt, dass er zwar sexuell bewandert ist, aber mit der Rechtschreibung ein Problem hat. In Versalbuchstaben gibt es kein ß und BLÄST schreibt sich ohnehin nur mit einem S, nicht mit SS. Auch hier eher eine Nicht-Gestaltung. Eine Zeile Text auf Weiß kann cool sein, kann aber auch einfach nur Word sein :-D.

Maren macht eine seriös wirkende Großanzeige als Extra-Auge.

Die Gruppe bewertet die Arbeiten, je drei kritische Stimmen je gezeigter Arbeit. Bei über 30 Arbeiten eine Menge Arbeit.

Simpel und volksnah, kam Karols Idee bei allen gut an.

Mascha gibt ehrlich zu, daß sie 1000 Ideen hat, sie aber nicht umgesetzt bekam. Bonuspunkte für Ehrlichkeit und Handarbeit, aaaaaber… :-D


Nochmal Adjektive, diesmal von Kirsten, diesmal mit Fragezeichen UND Ausrufezeichen. Vorteil: Gut lesbare Headline. Aber schrecklicher Blocksatz mit klaren Bächen. Und: Verkauft man sich so wirklich? Mit einer beliebigen Vielzahl von teils widersprüchlichen Adjektiven? Die Kunst des Designs ist zuspitzen, dramatisieren, greifbar machen. Und dann ordentlich gestalten.

Der dezente Hinweis von HD, das wir inzwischen drei Entwürfe mit exakt der gleichen Idee haben. Es sollte alle besorgen, wenn zu viele Leute in der Rubrik VERKAUFE-DICH-SELBST mit deutlich den gleichen Ideen kommen. DER Wink mit dem Zaunpfahl, sich selbst einzigartiger und unverwechselbarer im Denken zu machen. Jeder Mensch ist etwas besonderes und sollte in seinen Ideen auch so herüberkommen. Diese drei Plakate sind insofern etwas wie Gedichte, in denen Worte wie ROSE, MOND, HERZ und SCHMERZ vorkommen. Austauschbar. Einer der Gründe für diese Übung ist, genau das festzuhalten. Wenn deine Ideen nicht einzigartig sind, musst du daran arbeiten, dass sie es werden, dass sie mehr sind als Ideen, die andere vor dir auch schon hatten.
(Bild und Text hier auf Wunsch der Studentin gelöscht)


Das genaue Gegenteil von Manuela, die sich als Generation Praktikum auf den Punkt bringt. Minimalistische Gestaltung, vielleicht ein bisschen zu sehr Richtung Todesanzeige, aber in Sachen Text schön knackig Punkt :-D. Man merkt, dass die Studenten mit großer Überzahl Systemschriften benutzen. Wundert sich jetzt jemand, warum ich für eigene Laptops und Schriftpakete für Studenten plädiere? Typographie ist eben nicht nur Theorie, sondern Anwendung. Routine. Aber wie soll man etwas routiniert anwenden, wenn man nur Tahoma und Arial hat?



Milka präsentiert Feminismus dritter Generation. Was man leider auf dem Photo nicht sieht: In dem schwarzen Fond verstecken sich weitere assoziative Begriffe (leider, wie erschreckend oft heute, mit Schreibfehlern), die die dreiste Behauptung kontern. Hat mir gut gefallen. Vor allem, weil danach die gesamte Diskussion über das Plakat irgendwie schlüpfrig wirkte. Begriffe wie «herausragend» klangen selten so deplaciert :-D. Völlig falscher Apostroph, übrigens. Und Wortabstand Kerning verbesserungsbedürftig.
Aber schön, dass dieses Strange Statement aus meiner Sicht wirklich die beste Selbstverkaufe war. Nicht wegen dem offensichtlichem Sex-Gag, sondern weil hier eine ganz prima Selbstironie durchkommt.

Karol mag’s jedenfalls.

Ich finde immer noch, das sieht etwas nach einem Cover für einen Schmonzettenroman aus, oder? Und natürlich ist ein Schlüsselloch ein graphisches, kein TYPOgraphisches Element. Ansonsten auch hier die Adjektivwüste und die unsichere Schriftwahl. .

Mochte ich vom Ansatz. Peter Löhrs Idee. Über den falschen Zeilenabstand, das fehlende Kerning und die Tatsache, dass man auf die InterCaps hätte verzichten sollen, rege ich mich mal gar nicht erst auf. Aber hier ist eine uns bereits sehr bekannte Idee– Adjektive – wenigstens mit einem klaren Hang zur Gestaltung angegangen worden. Und mal nicht mit reiner Systemtypo, wenn die Trajan sicher auch eine recht abgegriffenen Typo ist.

Sex scheint, nebenbei, ein wichtiges Thema zu sein.

Woher kennen wir die Idee…? Adjektive, die in der Senkrechten ein neues Wort ergeben…?

HD guckt kritisch, ist aber alles ganz egal, den Ramona hat heute Geburtstag. Happy Birthday to you…

Minimalistischer Erpresserbrief? «fotodesign» und eine Adresse stehen darauf. Noch ein Antiplakat. Schon ab 10 cm unlesbar. Ein bisschen mehr «design» wäre einfach super gewesen.

Nö, können wir alle nicht lesen, Sebastian, sorry…


Fabian hingegen hat aus allen Buchstaben, die Bitstream jemals hergestellt hat, ein Selbstportrait seines wirren Geistes gezaubert. Schaut gut aus, aber ob es ihn auch verkauft? Bonuspunkte für die Verwendung von etwa 40 Schriften, die ich im Leben nie mehr wieder sehen wollte. Jede Menge Info, erkennbar mehr Know-How mit Satzprogrammen als andere Leute im Kurs (praktische Arbeit ist Gold wert) und ein typischer Fabse. Bonuspinkte dafür, daß es nicht geklebt, sondern real ausgedruckt und an einem Stück ist. No patchwork, please.

Ähnlicher Dada-Ansatz, aber eben komplett handgemacht. Auch keinerlei Selbst-Verkaufe, weil eigentlich nur ein komplexeres Namensschild, aber für selbst gemalt eine schöne Tendenz zum Graphischen.

Whoa, Adjektive. Diesmal von Daniela.

Kennen wir Adjektive nicht irgendwoher?

Jana macht eine Art Homepage auf Papier, deren Fernwirkung auch zweifelhaft ist, die aber schon cool und ruhig gestaltet ist. Auch mit Adjektivflut, aber anstelle der Fragezeichen kommen hier Widersprüchlichkeiten auf wie tiefsinnige Oberflächlichkeit. ich finds hier eigentlich ganz cool, dass ein Student mal souverän underdesigned, ohne dass es gänzlich willkürlich oder hingeknallt wirkt. Es hat aber noch etwas zu sehr den Charme von Textverarbeitung. Tipp: Noch mehr das vorhandene Feeling für Seitenaufteilung schulen. Trotzdem. Irgendwas klickt hier. Klar, es ist auch keine Selbst-Verkaufe. Aber irgendwas hat die Sache… es ist schwer zu erklären, warum eine Sache unfertig wirkt und die andere, fast ebenso ungestaltete, die richtige Menge an Ruhe und Dynamik vereint, ergo gestalteter, beabsichtigter wirkt.


Sebastian hat auch Adjektive, mit t. Seltsam femininer Entwurf für einen Mann, ebenso wie Janas Entwurf recht maskulin für eine Frau war.

Kritische Blicke.

Wanda verkauft sich als Titel eines Musicals. Ich hab hier ein paar sehr derbe Kerningprobleme (aber seien wir ehrlich, an diesem Punkt ist Unterschneidung das geringste Problem, oder), aber mag den Mix aus Pinselstrich und Druckschrift. Es verkauft auch nicht wirklich, aber trotzdem wird etwas Persönlichkeit rübergebracht. Und damn, das N sieht einfach super aus.
Ohne Umschweife. Der richtig große Designwurf ist nicht dabei, oder? Härter arbeiten, mehr lesen, mehr anschauen, mehr eigene Power entwickeln.
Aber: Es ging ja gar nicht nur um Design und Ästhetik, sondern um Verkaufe. Wie testet man das in der Praxis?
Wir halten ein Auto an. Wer mit seinem Schild ein Auto stoppt, hat gewonnen.
Leider war dann irgendwann Johannes Akku leer, so daß es keine Bilder von Daniela Brands Aktion gibt, die kurzerhand auf eine Tempo-70-Landstraße geht, ihr Plakat in der Hand und ein Auto tatsächlich ausbremst und so zum Anhalten bringt. Und uns zeigt. Funktionierendes Design braucht nicht immer nur gute Etepetete-Gestaltung, sondern manchmal einfach nur den Mut, sich vor ein heranrasendes Fahrzeug zu werfen. Während die meisten Leute unsicher mit ihrem Zettel am Straßenrand standen. Aber Gestaltung findet solange nicht statt, wie sie nicht mutig in der Straßenmitte steht. Der beste Entwurf ist wertlos, wenn er keine Energie hat, wenn er nicht mit voller Leidenschaft gebracht wird.













Das Fazit ist wie immer am Anfang des dritten Semesters: beflügelnd und ernüchternd. Den Studenten fehlt es am Know-How in DTP und am Computer, an gestalterischen und typographischen Grundregeln und man möchte sofort den eigentlichen Beruf aufgeben und 24 Stunden am Tag unterrichten. Es ernüchtert mich jedesmal, auf einer Privatakademie im dritten Semester so wenig Können zu sehen. Das war an der WAM oft ähnlich, ist an FHs oft auch so und trotzdem jedesmal schockierend. Wir müssen an der Ruhrakademie sehen, dass die Studenten ab dem ersten Semester mit den richtigen Werkzeugen arbeiten und auf der anderen Seite sollten die Studenten härter und engagierter daran arbeiten, sich selbst fortzuentwickeln und Wissen anzueignen, ihr Auge und ihre Hand trainieren. Wie ein guter Musiker, der täglich an seinem Instrument übt. Gut wird man nicht von allein, es ist das ergebnis harter Arbeit und trotziger Disziplin. Plus Talent. Plus Kreativität. Es gibt viele Wurstfachverkäufer und wenig wirklich gute Designer. Und dafür gibt es einen Grund. Design ist ein verdammt anstrengender Beruf, am besten vergleichbar mit einem Musikerjob in Jazz oder Klassik, bei dem Handwerklichkeit, Routine und mentale Beweglichkeit, Kreativität, Energie und Disziplin, Hunger und Können, gleichermaßen zusammenfließen müssen.
Beflügelnd ist, und das können die Photos ja nie so gut wiedergeben, der Geist und der Spaß (die hatten mich ja noch nicht lange als Dozent) der Studenten, die in diesem Kurs bisher großartige Diskussionskultur (bin ich viel schlechteres gewohnt) und die Leute, die du sofort magst. Die den Humor haben, sich wirklich an die Straße zu stellen und die mitspielen und offen sind, neugierig bleiben, wo man ja einfach «Was’n das für’n Mist» sagen könnte. Die lernen WOLLEN. Man möchte nur wirklich statt 14 x einmal die Woche 3 Stunden viel mehr Zeit haben.
Was übrigens unterstrichen wurde, heute, von der sehr spannenden Projekt- und Diplomberatung bis 18:30. Ich hoffe echt, ein paar Leute machen die angesprochenen Themen im Oktober. Das könnte spannend werden.
25. Oktober 2006 00:09 Uhr. Kategorie Stuff. 47 Antworten.
Also, ich mag Karols kompromisslose Verkaufe. Wenn er dann auch noch seinen eigenen Schreiber mitbringt……..
Fabians Idee ist eine prima Vorlage für ein T-Shirt . Glückwunsch an die Mieze Ramona, aber reizvoll schreibt man auch am Geburtstag mit nur einem R.
Fanny hat sicher Recht aber der Sinn ist doppeldeutig. Auch Ladenhüter sind unverkauflich und ein Muster ist ein Vorlage die durch alle Hände geht (auch wenn es dann hinterher niemand will). Verkauft man sich so??? Bei Ich habe Titten hätte ich als Zusatz “und kann Kaffee kochen” nicht übel gefunden. Na ja, so richtige eyecatcher sind – für mich – nicht dabei – außer Karol, das gefällt mir.
Darf ich mal fragen, ob diese furztrockenen Kommentare auch im Unterricht kommen? Ja? Dann schreibe ich mich nächstes Semester ein! Und das Austesten in der “Praxis” ist ja einfach genial. Danke, selten so viel Spaß beim zweiten Kaffee gehabt!
Immer wieder erfrischend die Arbeiten der Studenten zu sehen und ich stimme HD uneingeschränkt zu, wenn ich mich da so an meine Studienzeit erinnere.
Halblebigen Rechner, ein paar Schriften und keinen Drucker, geschweige denn Ahnung von den Layoutprogrammen. Aber der Ehrgeiz war trotzdem ungebrochen, so dass ich mir im ersten Semester mein Typokursabschlussplakat für 70 Euro in einem mittelmäßigen (wie sich hinterher herausstellte) Copyshop ausdrucken liess. (siehe Fabian)
wo ich den einen herren mit händen in der tasche sehe und die eine dame mit verschränkten armen. wir haben zu diesem zweck präsentationen mit der cam aufgenommen und wir mussten uns das dann anschauen und erkennen, was wir so falsch machen bzw. verbesserungsbedürftig ist.
und ich gebe dir recht, was typo angeht. was genau machen die bei euch zwei semester lang? das ist ein ganzes jahr? in der realität ein ganzes jahr pennen ist ein todesurteil!
Mum > Ramona hat nach eigener Aussage LRS.
Johannes > Solche Kommentare kommen da, nur nicht so trocken. Denk in Richtung «Stand-up-Comedy auf schlechten Drogen meets Freitag den 13ten».
Thomas > Ich kenne unseren Typo-Unterricht nicht, aber den Dozenten und Gerd Schröder ist ein guter. Ich denke, und weiß aus der Praxis, zwei Semester sind einfach sehr wenig, vor allem, wenn man bei Null anfängt. Ich finde es auch nahezu unmöglich, moderne Typographie zu LEHREN. Da müssen jede Menge Schriften her und dann muß damit gearbeitet werden, aber das ist noch Zukunftsmusik.
Ach so… und bei der Präsentation vorm Kurs find ich ein«professionelles» Auftreten nicht wichtig. Zum einen, weil ich diese pseudoprofessionellen körpersprachlichen Verhaltenstipps hasse, die dich nur verzerren und austauschbar machen wollen, zum anderen, weil wir ja gemütlich miteinander sprechen und uns austauschen, keinen Pitch simulieren. Und ich weiß, daß es im dritten Semester Akt genug ist, bibbernd vor einem Raum voller Leute seine Ideen den Löwen zum Fraß vorzuwerfen. Ich hatte auch schon Kurse, wo sich die Leute strikt geweigter haben, nach vorne zu kommen. Das muß man alles prozessual sehen. Wichtig ist, wie am Ede des 8. Semesters das Diplom aussieht. in dem einen Jahr, das ich mit dem Kurs habe, kann man da nur eine Saat legen.
… die Aktion hat auf jeden Fall Spass gemacht, und bringt einen (oh Wunder …) auch dazu sich so seine Gedanken darüber zu machen wie man es anders machen könnte …
Ich muss auch nochmal anmerken das es in manchen Studienfächern bis jetzt gar keine Typokurse gab (…ja es gibt jeden Tag Pflichtkurse so das sich leider fast alles deckt ( überschneidet :/ DTP passt diese Semster leider auch nicht so wirklich ) (ich spreche jetzt mal nur für die Fotodesigner) – auch wenns das natürlich kein Grund ist, es nicht selber zu lernen, um dir schon mal vorzugreifen HD ;)
naja ich bin neugierig auf nächste Woche..
harhar, ich hatte gerade viel Spass! :)) weiter! mehr! :)
irgendwie hat die idee von der “unverkäuflichen funny” was.
die von chris gefällt mir auch …
ach und nochwas von wegen Typo braucht moderne Rechner und viele Schriften… ich hab mal schnell 3 Bleisatzplakate zusammengesucht: 1. Projekt im 1. Semester Visuelle Kommunikation an der HGK Zürich, Dozent Rudolf Barmettler. 2 Wochen Zeit. ok. inklusive Nacht und Wochenenden.
http://svk02.hgkz.ch/ambroschuetz_julia/bilder/ungaro/ungaro4.jpg
http://svk02.hgkz.ch/herrmann_jeannine/bilder/miyake1.jpg
http://svk02.hgkz.ch/yamazaki_tamaki/bilder/typo/comme_plakat.jpg
Natürlich kann man da jetzt nicht dieperfekten Plakate erwarten, aber was man den späteren Arbeiten dieser Studenten (die haben mittlerweile Diplom gemacht) immer ansieht, ist, dass sie Spass an Typo haben. Und das konnte dieses Projekt (und vor allem der engagierte Typodozent) auf jeden Fall vermitteln. Auch erstmal ohne Rechner ;)
Steffi und Sean bestätigen mir übrigens, daß ihre Arbeitren im 3 Semester bei mir nicht besser waren, ich an der WAM aber mehr Gruppenarbeit gemacht habe, so daß man es besser kaschieren konnte :-D.
Und eben ganz wichtig: Bei diesen Aufgaben geht es NICHT um Gestaltung, sondenr um das Anregen von Denkprozessen ÜBER Design. Ich denke, so wäre es bei Winter auch gemeint gewesen. Das die Ergebnisse natürlich idealerweise nothing else but beautiful sein SOLLTEN… keine Frage :-D
Esther… wie gesagt: Bleisatz ist lustig. ABER WANN HAST DU DAS LETZTEMAL EINE 120SEITIGE IMAGEBROSCHÜRE SO GEMACHT?
Es ist alte Technologie. Tot. Mort. Sie macht Spaß, aber sie ist nicht aktuell. Guck dir auf dem typographie.info an, wer sich noch für Bleisatz begeistert. Es ist eine (tolle) Nische, aber nicht das, was heute zählt. Die sollen ab 1. Semester an Indesign und mit Emigre, FSI und solchen Sachen loslegen dürfen. Direkt voll rein.
Wobei ich Bleisatz toll finde, aber wir haben diese Facilities nicht an der RA und bevor man damit anfängt, sollte man lieber auf hightech setzen.
17″ Powerbook.
Creative Suite
Dreamweaver/Flash
Maya oder §DSMAX oder so etwas
Videoschnittsoftware.
Musiksoftware.
Etwa 100 ausgewählte Schriftfamilien, von Classic wie Helvetica, Rotis und Garamond über Modern Standards wie Thesis, Meta, Scale und so weiter zu ganz aktuellen Sachen.
Und dann sieben Semester voll durcharbeiten.
Und DANN bin ich gespannt auf die Diplome.
Die drei Beispiele gefallen mir übrigens ausgezeichnet, auch wenn Miyaka sehr nach Uwe Lösch aussieht :-D. Das droitte zeigt schön, wie aktuell auch Bleisatz noch wirken kann.
Ich geb zu… wenn es das an der RA gäbe, würde ich als erster an der Maschine stehen, um zu lernen, wie es geht :-D. Aber da es so nicht ist, würde ich lieber in die Zukunft der Gestaltung marschieren wollen. Mal sehen, ob man das gemeinsam mit Studenten, Dozenten und Leitung, die ja die Entscheidungen treffen muss, hinkriegt
Solange aber arbeite ich generell unter den Bedingungen, sie man halt hat. Einen Computerraum an der Akademie, Studenten mit MAc/PC-Laptops, einigen Schriften (oder auch nicht, je nach Studi), einigen Programmkenntnissen (oder auch nicht, je nach Studi), zu wenig Zeit, zu wenig Stunden, zu lange Ferien, und eben immer wieder einigen untermotivierte Studenten, die denken, Designer sein kann man lernen wie Autofahren, aber eigentlich manchmal nicht mal dazu motivierbar sind, überhaupt ins Auto zu steigen :-D. Denen kann man dann nur ehrlicherweise den Weg zum Fußgängerdasein eröffnen. Und immer wieder auch einige, die du (bzw. die KomDesign-Dozenten gemeinsam, wir haben ja alle unsere bestimmte Rolle, Daniel, Andreas, Nicolas, Gerd, Thomas und ich, wobei ich eben den Part «Der böse Onkel auf LSD» übernehme) dazu kriegst, richtig gut zu werden.
hehe, neee das plakat hat mir damals gereicht. eine broschüre will ich damit nie und niemals machen müssen. aber es hat mein interesse an typo geweckt. es war herausfordernd und hat spass gemacht, aus so wenig was zu machen… mittlerweile gibt’s das projekt glaube ich auch gar nicht mehr, da bringen die studis im 1. semester ihr PB mit.
Ah, wenn es Bleisatztechnik gibt, wäre das schade. Fingerdreckigmachen ist schon geil. Aber an der RA gibts zwar eine Litho, aber keinen Bleisatz. Und erst recht nich so grandiose Typo dabei. Was echt schade ist.
Wobei alle meine Studenten mal ganz lieb ganz rot werden dürften, wenn sie sehen, wie GEIL diese Bleisatz-Plakate aus dem ERSTEN SEMESTER aussehen, oder? Schon sehr gutes Gespür in den Sachen. Das Tamaki-Motiv finde ich großartig.
«mittlerweile gibt’s das projekt glaube ich auch gar nicht mehr, da bringen die studis im 1. semester ihr PB mit.»
esther, ich habe vor wenigen wochen das propädeutikum (ehemals und schöner tönend: vorkurs) angefangen. als vorkürsler kann man auch sehr billig semesterkurse besuchen, die gibts zu ganz vielen themen. eines davon: bleisatz. und zwar bei rudolf barmettler. ich habe leider die anmeldefrist verpasst (bzw. alle kursplätze waren schon vergeben), kenne mittlerweile aber jemand der dabei ist, und die meinte ich solle doch am donnerstag vorbeikommen, das gehe sicherlich problemlos, wenn ich rudolf zeige wie interessiert ich daran bin.
also hoffe ich, dass ich ab donnerstag auch einen bleisatz-kurs besuchen kann. freude herrscht! :)
die von dir verlinkten poster sehen wirklich gut aus. macht gleich noch mehr lust.
Hey Thierry, geh UNBEDINGT zu Rudolf Barmettler in den Bleisatzkurs! da gehen auch viele Studenten, die schon bei Ihm studieren hin (zb um mal irgendwelche «echten» Plakate in Kleinauflagen herzustellen, nein HD, keine Broschüren ;) )
Ich war da auch mal, kann ich nur empfehlen. Braucht zwar ziemlich viel Geduld und Ausdauer, aber ist einfach ne schöne Art, sich mit Typo auseinaderzusetzen und Rudolf Barmettler vermittelt seine Typobegeisterung auch toll :)
Und zeig uns deine Ergebnisse… wenn das so toll wird wie die Arbeiten aus Esthers Links, und da bin ich bei deinem Talent mehr als sicher, bin ich gespannt. Scheint aber so, wenn du da hingehst, das schon ziemliche Profis den Kurs mitnehmen, oder?
Nein, das ist meist gemischt: Studenten und solche, die es werden möchten ;)
Da es eher so werkstattmässig aufgebaut ist, macht das aber nichts. Lernt man auch gut was voneinader, aber in sehr entspannter Atmosphäre. Da gucken dann so 4 Leute aus einiger Entfernung auf den 1. Ausdruck und diskutieren über die Buchstabenabstände und haben Spass dabei :)
Was ich bei der ganzen Diskussion irgendwie vergessen haben zu sagen und eigentlich sagen wollte: ich glaube, das wichtigste ist, dass man Spass hat, an dem was man tut. Dass man sich dafür interessiert, mehr wissen und mehr können will. Dozenten können das natürlich födern (mit so koolen Aktionen à la Winterbeck zum beispiel ;) ) aber wenn man schon mit einer Nullbock-Haltung da ankommt und Diskussionen losgehn um Anwesenheistpflichten und zu leistende Arbeiten, dann ist man eh im falschen Beruf.
Deshalb mein Beispiel mit dem Bleisatz: Wenn das Interesse an Typo geweckt ist, dann WILL man das eben auch aus eigenem Interesse mit dem Rechner ordentlich hinkriegen, dann ist das eben kein MÜSSEN, sondern ein wollen. So verstehe ich zumindest meinen Beruf.
Ich gehe immer davon aus, wer für 300 bis 600 Euro eine Schule besucht, hat auch Lust drauf. Ansonsten kann man ja eben gehen.
erst denken dann schreiben: SORBECK meinte ich natürlich. ah
Zum Trost… andere Leute rocken auch noch nicht so sehr…
http://www.typoduell.de/
zu Ramona hat LRS: ja, – und Titten, das reicht????
Rechtschreibfehler?Bei mir?
Wo?
Kann mich verlesen haben. Stand da nicht Puder mit DD? Nicht empfindlich sein, please…
oh das große “ß” ist echt son fehler den man bei dir nicht machen darf.. aber mehr sag ich zu dem plakat jetzt auch nicht…. =D
salut esther. ich versuche auf jeden fall mein bestes, rudolf morgen von meiner begeisterung zu überzeugen – er hat darüber zu entscheiden, nicht ich. der kurs hat eben schon vor ca. einem monat angefangen, aber da sie noch bei eher grundlegenden fragen sind, werde ich hoffentlich trotzdem gut reinkommen.
ich würde sehr gerne mal mit bleisatz arbeiten, erstens um zu lernen und zweitens auch weil ich daran wohl viel spass haben würde.
hd, dir zeige ich die arbeiten gerne. du kannst dann ja entscheiden ob du sie zeigst oder nicht – auch wenns ökonomisch gesehen vielleicht gut wäre, so ein richtiger selbstdarsteller werde ich wohl nie sein. aber ist auch ok so.
Das Plakat mit dem ß hat auch gut auf die Ohren gekriegt, muß ich sagen, obwohl ich mich sonst zurückgehaltzen habe. Ich hoffe, Marcel strengt sich in Zukunft mehr an.
Thierry, der muß dich nehmen. Du bist super. Sag ihm, ich will deine Arbeiten sehen.
In Sachen Selbstdarsteller reicht es ja, wenn ich einer bin.
JA; GENAU UND – DER SELBSTDARSTELLER HD HAT HEUTE GEBURTSTAG!!!!! GANZ VIEL LIEBE SOHNA.
Maren kann übrigens Kaffee kochen:=D
Können Sie mir bitte die mit den Titten zu senden? Danke.
ja glückwunsch HD!!! :-D
@ Serifenlos: erst mal Rechtschreibkurs machen, dann selber suchen
Damn, Frau Mutter, ich sollte dich mal als Dozent an die RA holen, das wär lustig.
Und in Sachen Rechtschreibung sogar sinnvoll.
nee, lass mal – und die würden mich auch nicht bezahlen wollen;=D
Außerdem habe ich doch schon Woche um Woche 17 arme Würmchen zum Quälen hier sitzen. Du weißt doch: Straelen: nicht sooooo urban – aber viel Knete rundum und viele Kinder. Grünware bringt immer noch Geld (°__°) und im Winter ist Zeit für andere Sachen.
Ach ja, nomma heppi börtseldey.
wer zu spät kommt den bestraft das leben: momentan sind noch 3 hgkz-studenten, die sich im sommer angemeldet haben, vor mir. wenn einer von denen nicht kommt bis nächsten donnerstag, dann bin ich drin – sonst leider nicht. immerhin, hoffnung besteht noch.
HEY ! WIE IST DIE AUFGABE FÜR DIENSTAG? BZW GIBT ES EINE? ODER SOLLEN NUR A1 PAPIER UND EDDINGS MITGEBRACHT WERDEN?
Hallo Anna… du bist da EINE WOCHE HINTERHER.
Edding und A1 war LETZTEN DIENSTAG :-D. Und die Aufgabe siehst du auf den Photos oben. Du warst nicht da.
Nächsten Dienstag ist der Workshop Designprozess, etwa 6 Stunden. Mitzubringen ist Bastelpappe, Copics, Malzeug, Schere, Kleber usw. Ansonsten Zeit und gute Nerven.
Informationen findest du auch bei Ilias. Zum Dienstag danach ist die neue Aufgabe, UNSEEN, dran.
wieso bin ich eine woche hinterher?? Du hattest die Aufgabe gegeben, A1 Papier und Eddings für Dienstag den 31.10 mitzubringen ist.Was ist das für eine Aufgabe, die wir 5t Semester als Anternative machen können? greetz
Die Aufgabe 1 war,wie sie oben auch steht und auch seit meiner ersten Stunde in ILIAS zur Verfügung stand:
Ihr erstellt in Form eines A1-Plakates eine Gestaltung, die EUCH SELBST verkauft. Es muss nicht schön sein, es muss nicht smart sein, es muss nur funktionieren.
Die Gestaltungsmittel sind völlig frei, aber: das Plakat ist nur schwarzweiß und nur typographisch angelegt.
Die Plakate werden dem Kurs vorgestellt und dann praktisch getestet.
ZUSÄTZLICH MITBRINGEN:
Ein weiteres weißes A1 Blatt.
Schwarzer dicker Edding.
Bei schlechtem Wetter wetterfeste Kleidung.
Zu bearbeiten bis 10:00, 24.10.2006
DIESEN Dienstag ist Workshop, sechs Stunden. Dazu sind Bastelmaterialien (Pappe, Kleber, Schere, Malzeug) mitzubringen.
NÄCHSTEN Dienstag ist die zweite Aufgabe fällig
Erarbeite ein Design (Plakat Din A1, vierfarbig) mit allen gestalterischen Mitteln deiner Wahl (Photo, Typographie, Graphik, Illustration, Malerei, Handmade, digital, was auch immer in jeder beliebigen Mixtur….) mit etwas, was ich noch NIEMALS zuvor gesehen habe und NIEMALS mehr vergessen werde.
Abgabe reicht analog, also nur auf Papier. Nach Möglichkeit KEINE zusammengeklebten Zettel mehr, sondern handwerklich überzeugend auf einem Stück A4, entweder als Ausdruck oder in Handarbeit.
Zu bearbeiten bis 10:00, 07.11.2006
Es würde natürlich helfen, über solche Sachen Bescheid zu wissen. Und dazu solltest du idealerweise – es ist auch Voraussetzung für den Schein – auf der Ilias-Platform der Ruhrakademie in meinen Kurs eingetragen zu sein. Wer nicht auf meiner Mitglieder-Liste ist, bekommt keinen Schein, das gilt für alle. Es fehlen immer noch Teilnehmer auf der Liste. Also tragt euch bitte ein. Ich weiß, Ilias ist unhandlich, aber da müssen wir gemeinsam durch.
Und für Wiederholer ist es möglich, einen Schein nicht durch Anwesenheit und Teilnahme nachzuholen, sondern durch eine große Hausaufgabe, deren Tiefe und Leistungsumfang– da sie ein ganzes Semester umfasst, man also nominell ein halbes Jahr Zeit hat – ansatzweise an das Diplom heranreichen sollte und vom Studenten auch selbst als «Fingerübung» für das Diplom betrachtet werden sollte. Diese Hausaufgaben betreue ich im Rahmen meiner Diplombetreuung gern, sie können aber auch als Blindflug gemacht werden, d.h. abzugeben am letzten Unterrichtstag des Semesters und ich benote auch ohne Korrektur. Wobei ich vielleicht dazu raten würde, sich Feedback und Korrekturen zu holen :-D. Thema kann sich der Student selbst aussuchen, ich muß es aber absegnen und gut finden. Das Medium – Buch, Plakatserie, Spiel usw. – ist freigestellt, aber auch abzusprechen.
umfassende gruppenarbeit hierbei möglich?
Nein, es soll ja ein individueller Schein sein. Und wer Spaß an Gruppenarbeit hat, kann ja auch gern im Kurs seinen Schein machen. Es ist ja eher ein Angebot für die Leute, die nachholen und schreckliche Einzelgänger sind und sich nur zu Hause vergraben. Wer Spaß an Kooperation und Abenteuer hat, ist im Kurs live und direkt ja sicher besser dabei, oder?
ja schon.aber ist es nicht möglich den schein in ner gruppenarbeit nachzuholen. also diese riesenaufgabe die übers ganze sem ist??du willst doch dass wir kooperieren.
appropo wie 6stunden workshop?? machst du 2kurse aus dem einem?
Nein, der Schein ist eine Einzelleistung. Ich kann sicher über ein Semester hinweg, aus der Mixtur Anwesenheit, mitarbeit, Gruppen, Einzelleistungen eine individuelle Note ermitteln… aber nicht wirklich anhand einer einzigen Arbeit. Sehr schwierig. Sowas würde ich nur als Ausnahme machen, auch maximal bei zwei Personen und das Projekt müßte unbedingt diesen Umstand rechtfertigen, der ja auch im Diplom Ausnahmecharakter besäße.
Dienstag ist, wie angekündigt, der Unterricht länger, weil wir einen kleinen Workshop jenseits des normalen Unterrichtes fahren, der von einigen Leuten angefragt wurde und den ich, wenn das funktioniert, fest in mein Semesterkonzept einbetten würde in Zukunft.. Hendrik fällt aus, dafür gehts bei mir etwas länger, weil der Workshop 4 x 45 MInuten Blöcke hat plus Korrekturphase, die so bei Gruppen dieser Größe 15-30 Minuten dauern kann, plus eventuelle Pausen. Man ist am Ende mit 6-7 Stunden dabei.