
Eigentlich witzig, dass die gleiche Firma, die mit Vista das meistverkaufte Betriebssystem der Welt so surreal verbockt hat, andererseits auch für derart aufregende und coole Ideen stehen kann:Die Technologie von Seadragon könnte die Art, wie wir Bilder managen völlig revolutionieren und Photosynth als praktische Anwendung wird Flickr und user-generated Content auf ein ganz neues Niveau heben… Dank Seadragon – einer Technologie zum management großer Bildmengen bei gleichzeitig extrem detaillierter on-the-fly-generierter Auflösung – jedenfalls werden wir Designer über die Skalierbarkeit von Bildmaterial neu nachdenken müssen. Interessantes Buzz-Word in dem Beitrag von Seadragon-Chef Blaise Aguera y Arcas auf der TED ist Gigapixel. Zusammen mit Surface ist Microsoft derzeit irgendwie gar nicht so un-innovativ, wie man meinen möchte. Es kommt nur bisher zu wenig beim User an ;-) Ganz klar ist hier aber der Trend weg vom Computer, wie man ihn bisher kennt, hin zu Geräten ohne Tastaturen oder Maus, die intuitiv mit dreidimensionalen Pixelströmen arbeiten können. Das Büro der Zukunft, wie man es in Steven Spielbergs Minority Report noch als Science Fiction gesehen hat, ist deutlich absehbar.
25. Juni 2007 20:08 Uhr. Kategorie Technik. 2 Antworten.
Hab ich doch schonmal gesehen ;). Geile Sache und wo ich Gigapixel lese will ich auch verdammt noch mal die 4GP-Cam haben =)
okay, aber in den demo-videos von surface sind nur so »multimediale alltags-spielereien« zu sehen. wie soll das ding mit sagen wie ID funktionieren? PS ist ja noch recht gut vorstellbar. aber tippen von text wie in office? es zeigt und »verwaltet« optisch doch nur content auf eine andere art und weise. nettes ding, um omi und litte enkel zum rechner zu bringen, weil es eine schnittstelle zwischen unserer haptischen welt ausserhalb des rechners ist und der abstrahierten symbol- und äquivalentwelt im rechner darstellt. mal ganz davon abgesehen, dass die bewegungsradien der hände für den berufsanwender sehr viel größer werden durch die art der funktionalität von surface. haben wir doch gelernt effizient mit der maus in einer bewegung von 2 cm über 30″ zu flitzen. (WOBEI ich an jeder tastatur mein apple-scrollpad vermisse. also ich habe, wenn ich die hand auf der tastatur liegen habe, oft keine lust zu maus zu greifen, um zu scrollen, dann wünsche ich mir ein scrollpad, zwei finger drauf und gib ihm.)
optisch beeindruckend ist es allemal. aber hast du gesehen, wie die bilder im zune verwaltet werden? reinziehen und weg. ABER wohin? das ist doch genau das, was rechner nicht machen sollten. den user von den geheimnissen im innereen seiner struktur fernhalten. es ist einfacher, aber wehe du willst gezielt sachen sortieren etc. apple schafft das zum beispiel in iPhoto auch nicht. ein totales (zwar nachvollziehbares) chaos, wenn man ausserhalb des programmes im finder ein bild sucht. praktisch nicht lösbar.
bis dato ist surface für mich ein nettes gadget für photographen (wenn die datensortierung/keywording sinnvoll machbar ist) und private anwender. wenn man eine tastatur anschließen kann wirds dann aber wieder sinnvoller für andere anwendungen.
wollen wir mal hoffen, dass MS das ding dann mal zur abwechslung zu ende bringt, bezahlbar macht und darauf verzichtet, das ding mit MS-üblichen idiotien zu überziehen … schön wäre es eigentlich.