
Ich habe während der Diplomzeigung an der Ruhrakademie gestern ein paar Schnappschüsse gemacht, eher aus der Hüfte und was man so in dem Menschengewusel eben mitnehmen konnte (gerade gegen Ende war es oft unmöglich, die Vortragenden aufs Bild zu kriegen, sorry), also erwartet jetzt nichts Dolles, dazu noch alles mit 3200 ISO und wegen der Bildermenge hier auch total unbearbeitet, und irgendwie stelle ich fest, daß man trotz der Bilderflut nur einen Hauch Ahnung von der Mühe mitkriegt, die sich einige der Studenten bei der Präsentation ihrer Arbeiten gemacht haben. Ich fand eigentlich die Präsentationsform an der WAM – auf der Bühne stehen und einen Beamer-Vortrag halten zu müssen, im Stil einer Pitch-Präsentation – abstrakt immer irgendwie besser, enger am späteren Beruf, aber nach gestern bin ich mir nicht so sicher. Die Ruhrakademie hat eine stark künstlerischere Ausprägung und die Idee, eine Designleistung quasi galerie-artig in Szene zu setzen, hat in diesem Kontext etwas. Wenn ich zudem sehe, wie neben der reinen grafischen Arbeiten auch zunehmend eine aufwendige Rauminstallation stattfindet, wo Lesepulte geschreinert werden, Snowboards an die Wände kommen und Partystimmung erzeugt wird oder Licht und das Ambiente der RA selbst aktiv eingesetzt werden, um die eigene Arbeit ideal zu kommunizieren (was gerade bei komplexeren Aufgaben nicht immer so einfach ist…), dann denke ich, daß diese Form der Zeigung und die Chance zur direkten Interaktion mit Publikum und Jury eigentlich auch eine sehr richtige Sache ist. Großartig fand ich bei fast allen Studenten die Weiterentwicklung von Vorpräsentation (an der Ruhrakademie zeigt man seine Ideen und einen Zwischenstand vorab der Jury zur Vorkritik… eine sehr faire und hilfreiche Sache, wenn auch für die Studenten in dem Moment sicher manchmal auch sehr hart, weil man hier sehr klar gesagt bekommt, was Mist ist) zum Finale gab. Es waren auch eher maue und auch ein zwei schlechte Arbeiten dabei, aber im Schnitt haben sich alle Studenten gegenüber der Vorpräsentation individuell entscheidend weiterentwickelt, was sicher auch an der Beratung durch Andreas Darda und Daniel Klafke lag. Die ganze Sache hatte etwas von Event, die Jurysitzung war nicht nur spannend, sondern auch ungeheuer an den Interessen der Studenten und einer ausgewogenen Benotung interessiert – allein die Tatsache, daß zwei Studentenvertreter der Jury beisitzen ist positiv, ebenso das ein Dozent für jeweils «seinen» Studenten das Plädoyer führt –, und der ganze Tag, auch wenn ich eigentlich wie üblich gar keine Zeit hatte und ich am Ende des Tages auch doch überraschend ausgepowert war, ist perfekt gewesen. Nicht zuletzt, weil Raffael die verdiente Eins mit Auszeichnung erkämpft hat ;-). Photos von seinem Buch liefere ich noch getrennt nach. Aber jetzt erst einmal die Bilderflut von gestern, leider etwas wenig Ambiente. Ich brauche dringend eine größere Speicherkarte. 2 GB sind vielleicht ausreichend für eine 8 MP-Kamera, bei 12 MP sinds nur 135 Photos, das geht einfach nicht.






























































































































12. April 2006 06:00 Uhr. Kategorie Stuff. 5 Antworten.
WOW 1,0 mit Auszeichnung. Definitiv VERDIENT. Kompliment auch an den betreuenden Dozenten.
[...] Nach meiner gestrigen Präsentation bin ich nun stolzer Besitzer eines Diploms. Näheres erfahrt ihr auf dem Blog von meinem Dozenten und demnächst auch hier. [...]
herzliche gratulation!
wirklich eine knaller-arbeit!!
schick’ die unbedingt mal zum :output!!
Lieber Herr Schellnack,
Ihre Fotos mag ich und das Gespräch mit Ihnen und den Kollegen nach dem Rundgang mochte ich auch.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich Ihrem Diplomkandidaten und Ihnen als Diplombetreuer gratulieren!
Herzliche Grüße
Jürgen Störr
[...] Den ersten Tag der Diplompräsentationen an der RA habe ich ja verpasst, einfach weil ich nicht wusste, dass sie stattfinden. Gestern waren wir dann alle vor Ort – Steffi, Seán Marian und ich –, und ganz brav habe ich auch wieder Photos gemacht. Da ich diesmal keinen Diplomstudenten hatte, bin ich nicht in der Jury, mußtr also auch nicht allzusehr auf die gezeigten Arbeiten achten und hatte so schön die Hände frei für ein zwei Bilder :-D. Aus dem gleichen Grund habe ich aber leider auch keine weiteren Informationen, also Namen der Diplomanden oder Hintergrund-Informationen zu den einzelnen Arbeiten. Die Bilder sind alles, was ich liefern kann. Sehr schade fand ich, dass Kurt Schrage nicht da war… der wahrscheinlich beschäftigt mit der Vorbereitung seiner Straight Photography-Ausstellung in Herne war. ich hoffe, ich sehe dich Freitag, Meister. [...]