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RUHRAKADEMIE DIPLOME 0406

Ich habe während der Diplomzeigung an der Ruhrakademie gestern ein paar Schnappschüsse gemacht, eher aus der Hüfte und was man so in dem Menschengewusel eben mitnehmen konnte (gerade gegen Ende war es oft unmöglich, die Vortragenden aufs Bild zu kriegen, sorry), also erwartet jetzt nichts Dolles, dazu noch alles mit 3200 ISO und wegen der Bildermenge hier auch total unbearbeitet, und irgendwie stelle ich fest, daß man trotz der Bilderflut nur einen Hauch Ahnung von der Mühe mitkriegt, die sich einige der Studenten bei der Präsentation ihrer Arbeiten gemacht haben. Ich fand eigentlich die Präsentationsform an der WAM – auf der Bühne stehen und einen Beamer-Vortrag halten zu müssen, im Stil einer Pitch-Präsentation – abstrakt immer irgendwie besser, enger am späteren Beruf, aber nach gestern bin ich mir nicht so sicher. Die Ruhrakademie hat eine stark künstlerischere Ausprägung und die Idee, eine Designleistung quasi galerie-artig in Szene zu setzen, hat in diesem Kontext etwas. Wenn ich zudem sehe, wie neben der reinen grafischen Arbeiten auch zunehmend eine aufwendige Rauminstallation stattfindet, wo Lesepulte geschreinert werden, Snowboards an die Wände kommen und Partystimmung erzeugt wird oder Licht und das Ambiente der RA selbst aktiv eingesetzt werden, um die eigene Arbeit ideal zu kommunizieren (was gerade bei komplexeren Aufgaben nicht immer so einfach ist…), dann denke ich, daß diese Form der Zeigung und die Chance zur direkten Interaktion mit Publikum und Jury eigentlich auch eine sehr richtige Sache ist. Großartig fand ich bei fast allen Studenten die Weiterentwicklung von Vorpräsentation (an der Ruhrakademie zeigt man seine Ideen und einen Zwischenstand vorab der Jury zur Vorkritik… eine sehr faire und hilfreiche Sache, wenn auch für die Studenten in dem Moment sicher manchmal auch sehr hart, weil man hier sehr klar gesagt bekommt, was Mist ist) zum Finale gab. Es waren auch eher maue und auch ein zwei schlechte Arbeiten dabei, aber im Schnitt haben sich alle Studenten gegenüber der Vorpräsentation individuell entscheidend weiterentwickelt, was sicher auch an der Beratung durch Andreas Darda und Daniel Klafke lag. Die ganze Sache hatte etwas von Event, die Jurysitzung war nicht nur spannend, sondern auch ungeheuer an den Interessen der Studenten und einer ausgewogenen Benotung interessiert – allein die Tatsache, daß zwei Studentenvertreter der Jury beisitzen ist positiv, ebenso das ein Dozent für jeweils «seinen» Studenten das Plädoyer führt –, und der ganze Tag, auch wenn ich eigentlich wie üblich gar keine Zeit hatte und ich am Ende des Tages auch doch überraschend ausgepowert war, ist perfekt gewesen. Nicht zuletzt, weil Raffael die verdiente Eins mit Auszeichnung erkämpft hat ;-). Photos von seinem Buch liefere ich noch getrennt nach. Aber jetzt erst einmal die Bilderflut von gestern, leider etwas wenig Ambiente. Ich brauche dringend eine größere Speicherkarte. 2 GB sind vielleicht ausreichend für eine 8 MP-Kamera, bei 12 MP sinds nur 135 Photos, das geht einfach nicht.































































































































12. April 2006 06:00 Uhr. Kategorie Stuff. 5 Antworten.

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