




Wenn das Projekt auch bereits ein Jahr alt ist, ist es doch mehr als nur einen Twitter-Eintrag wert: die freie Künstlergruppe robotlab, gegründet von Matthias Gommel, Martina Haitz und Jan Zappe, präsentiert auf ihrer Site eine Installation namens bios [bible], bei der ein Industrieroboter binnen nur sieben Monaten die gesamten 66 Schriftrollen Bibel kalligraphisch reproduziert. Ein interessantes Konzept, eine subversive Idee und ein überraschendes Ergebnis: Der Roboter ersetzt die handschriftliche Arbeit eines Mönchs in der Manufaktur des Bibel-Skriptoriums perfekt und geht so einen seltsamen Cyber-Parallelwelt-Weg zu Gutenbergs Erfindung der beweglichen Lettern, mit denen Gutenberg ja genau diese Substitution menschlicher Schreibkraft ja auch durchführen wollte.
Die anderen robotlab-Projekte des Trios sind ebenso sehenswert.
6. September 2008 08:09 Uhr. Kategorie Design. 9 Antworten.
ist echt cool
gibt es das auch als plotter?
Da Bekommt das Typoherz einen ordenlichen Flattersatz :)
Mit der Feder was gestalten wäre auch mal ein nette Aktion hier.
http://www.hdschellnack.de/uploads/etchasketch_poster_klein.jpg ist ja schön und gut,
aber mit der Feder etwas zu produzieren eine viel grösere Herrausforderung.
Von Hand kann ich GAR nichts. Da mußt du andere Leute fragen – ich bewundere das zutiefst, ist aber meine Sache nicht und wird es nie sein.
Das Etch-a-Sketch-Poster ist nicht von mir, sondern von Katharina – und das Artwork darauf ist von den 25 Leuten, die mit dem Spielzeug mitgespielt haben.
Auch auf die Gefahr hin, als riesiger Klugscheisser dazu stehen, aber Gutenberg war nicht Erfinder des Druckes mit beweglichen Lettern. Er hat die Technik und die Herstellung schon soweit entwickelt gehabt, dass sie über Jahrhunderte nahezu unverändert blieb, aber die eigentliche Erfindung war wesentlich früher (China). So, jetzt ist es raus :D
»Hektor« ist ja ein ähnlich spannendes Prinzip, wobei mir der Roboter von robotlab irgendwie unheimlicher ist.
http://www.hektor.ch/
Aber die chinesischen Lettern sollten nicht die Bibel nachschreiben – eine Aufgabe, die Gutenberg im Sinn hatte: Den Prozess der Bibel-Manufaktur zu optimieren.
Ja na klar, das bestreite ich ja auch nicht. Mir ging es nur um die Formulierung mit der Erfindung des Druckens mit beweglichen Lettern. Die chinesischen Lettern haben es ja auch nie ansatzweise in die Nähe des Fertigungsprozesses wie Gutenberg geschafft.
fette maschine, kann mir jemand sagen wo man die ausleihen kann ????
Könnte da schöne experimente in meinem diplombuch mit machen ;)
@greg: Naja, der Füller selbst ist ein einfacher Lamy Joy. Die gibt es in jedem Schreibwarenladen – mit dem mechanischen Arm könnte es ein wenig komplizierter werden. ;-)
geile sache obwohl es donnoch in die sparte “dinge die die welt nicht braucht” gehört.
aber echt cool