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Q.E.D.

Gerade bei WDR 5 zwei großartig zusammen passende News.

Starintendant Claus Peymann fordert in einem Interview am Rande der Ruhrtriennale mutigere Stücke und Regisseure und sieht das deutsche Theater kurz vor dem Untergang.

Nur scheinbar widersprüchlich: Elmar Goerdens zweite Spielzeit hat dem Schauspielhaus Bochum eine Besucherzahl von über 190.000 beschert. Das erfolgreichste Stück war… Das Gespenst von Canterville, mit rund 30.000 Zuschauern.

Peymann hat offensichtlich Recht.

PS: Was nicht heisst, dass Peyman damit Goerden meint… ich finde nur persönlich sehr passend, das nun ausgerechnet das grell inszenierte Wilde-Familienstück so ein Publikumsrenner wird… entweder geht Peymanns Wunsch nach böserem Theater also völlig an denen des Publikums vorbei, dass sich nach einer Art Augsburger Puppenkiste deluxe zu sehnen scheint, oder es ist tatsächlich so, dass die urbanen Theater zu so etwas wie einem Obere-Mittelschicht-TV-Ersatz mutieren und sich damit um ihre Bedeutung bringen…  beides durchaus möglich. Die beiden Nachrichten so direkt hintereinander sind so oder so einfach schön (un)passend gewesen. Goerden und Peymann treffen sich übrigens am 3.10. zum Gespräch im Schauspielhaus Bochum, 11:00 Uhr in den Kammerspielen, Karten sind noch verfügbar. So oder so ist natürlich schön, dass Goerden sein Haus vollkriegt. Niemand will ein smartes, aber leeres Theater. Aber ich finde immer, volle Besucherränge sind ein MITTEL, kein Zweck.

11. September 2007 13:17 Uhr. Kategorie Stuff. 9 Antworten.

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