
Ich schlage mich seit einiger Zeit mit dem Versuch herum, möglichst neutral, fair und transparent Noten vergeben zu können, die mir Spielraum für individuelle Begeisterung für einzelne Studenten und ihre Arbeit geben, zugleich aber den Studenten ein vorhersehbares Pattern geben, wie man welche Note erreicht. Nachdem ich einige Jahre mit normalen Mitarbeitsnoten gearbeitet habe, bin ich in diesem Semester bei einem Punktesystem angekommen, das wahrscheinlich eine Menge logistische Arbeit für mich bedeutet und wo ich noch nicht ganz sicher bin, ob ich es wirklich durchhalten kann, Chaot der ich bin. Das Ganze ist also ein Experiment und die Angaben hier und ich muss sehen, wie die hier vorgestellte Systematik sich in der Praxis noch ändern wird. Aber im Kern ist es ein solider Ansatz, um bestimmte Leistungsaspekte zu gewichten und zu benoten, von dem aus ich ein Punktesystem weiterentwickeln kann. Und so funktioniert es im Wintersemester 06/07
Anwesenheit 0 oder 3 (binär, Anwesenheit 3 Punkte, Abwesenheit 0)
Mitarbeit 0 bis 3 (Beteiligung am Unterricht usw)
Projekte 0 bis 10 (die drei Koans, die wir im Semester machen plus das Tag der offenen Tür-Pakat)
Deadline 0 oder 5 (pünktliche und vollständige Abgabe, binär)
Semesteraufgabe 0 bis 30 (Grenzen-Ausstellung, Plakat, Postkarte, andere Medien, Gestaltung der Ausstellung)
Bei durch mich ausgefallenen Terminen gilt: Volle Punktanzahl für Anwesenheit/Mitarbeit für alle Kursteilnehmer.
Das erste Koan hat 2 x 10 Punkte, Präsentation und Arbeit an sich und Bestehen des Praxistests, dafür entfallen die 5 Punkte für Deadline, da es keine Nachholbarkeit gibt.
Ansonsten gilt für alle Projekte, das sie spätestens EINE WOCHE nach dem eigentlichen Abgabetermin eingereicht sein müssen, ansonsten gilt die Aufgabe komplett als nicht bestanden. Eine pünktliche Präsentation ist allerdings auch gegenüber dem Kurs höflich und wichtig, da wir nur so die Chance haben, in der Gruppe über eure Arbeiten zu sprechen. Nachgereichte Arbeiten werden nicht mehr gezeigt, ihr versäumt also die Chance, euch von euren Peers mitbewerten zu lassen und so gemeinsam zu lernen. Also bitte unbedingt auf die Deadlines achten, die sind auch im echten Leben das A und O.
Punkte lassen sich wieder aufholen, etwa durch Referate und Hausarbeiten.
Referat 0-20 Punkte
Bei absolut herausragenden Arbeiten behalte ich mir bei Projekten, Semesteraufgabe und Hausarbeiten/Referaten bis zu 5 Bonuspunkte vor.
Wer in einem Semester durchfällt, hat die Möglichkeit, den Schein nachzuholen durch eine umfangreiche Hausarbeit, die etwa dem Umfang einer Diplomarbeit (minus Präsentationsmedien usw.) entsprechen sollte
Termine im WS 06/07 sind, soweit mir bekannt. Da mir die genauen Termine für 2007 noch nicht bekannt sind (Semesterbeginn nach Ferien und Semesterende) kann sich hier noch etwas leicht verschieben.
17.10. Vorstellung
24.10. Abgabe Koan 01 SELL YOURSELF
31.10. Workshop «Designprozess»
07.11. Abgabe Koan 02 UNSEEN
14.11. HD
21.11. Abgabe Koan 03 STOPSTART
28.11. Start GRENZEN / HD
05.12. Grenzen / HD
12.12. Grenzen / HD
19.12. Abgabe Grenzen.
Ferien
02.01. Grenzen Ausstellung / HD
09.01. Grenzen Ausstellung / HD
16.01. Eröffnung Grenzenausstellung
23.01. TdoT-Plakat / HD
30.01. TdoT-Plakat / HD
06.02. Abgabe TdoT
Unser fiktiver Idealstudent kommt im Semester auf 196 mögliche Punkte.
Die Notenvergabe sieht also wie folgt aus:
0,7 ab 200 Punkten
1,0 ab 186 Punkten
1,3 ab 172 Punkten
1,7 ab 158 Punkten
2,0 ab 144 Punkten
2,3 ab 130 Punkten
2,7 ab 116 Punkten
3,0 ab 102 Punkten
3,3 ab 088 Punkten
3,7 ab 074 Punkten
4,0 ab 060 Punkten
4,3 nicht bestanden
22. Oktober 2006 16:44 Uhr. Kategorie Stuff. 30 Antworten.
mmmh, also alles in allem hört sich das ja mal garnicht soooooo schlecht an! aber wie schon selbst erwähnt “wahrscheinlich eine Menge logistische Arbeit” :-))
erfahren wir studenten denn jeweils sofort die vergebenen punkte für koans, mitarbeit etc. bzw hat man die möglichkeit diese punkte irgendwo einzusehen?
Ich denke, am Semesteranfang lohnt sich das noch nicht so sehr, aber es dürfte, wen ich das System einmal eingespielt habe, kein Problem sein, den aktuellen Kontostand zu erfragen und dann Hausaufgaben oder Referate zu machen. Also:ich sage das nicht ständig an und ich glaube, man sollte sich als Student damit nicht irre machen, aber ich gebe auf Anfrage gern Auskunft. Was ich im Grunde nie tun werde, ist eine Entscheidung rechtfertigen. Wenn du für eine Arbeit 7 Punkte kriegst, ist das eine subjektive Entscheidung, die ich drei Wochen später nicht mehr auf Stock und Stein erklären mag und ich glaube, auch nicht muss. Wobei ich immer gut damit lebe, wenn ein Student auf einen echten Bewertungsfehler, der ja immer mal passieren kann, hinweist.
Am Ende des Semesters wird es umgekehrt so sein, dass ihr mich als Dozent bewertet. Das ist an anderen Schulen gang und gäbe, an der RA meines Wissens nicht. An der WAM habe ich es immer gemacht, wenn auch unter anderen Vorzeichen, ich werde es auch wieder an der Ruhrakademie einführen.
Das System ist so angelegt, dass reine Anwesenheit zu keinem Schein führt, reine Teilnahme an Aufgaben aber auch nur zu einer miesen Note. Das mündliche Mitarbeit einiges gutmachen kann, aber auch noch eine Eins drin ist, wenn man mal ein zwei mundfaule Tage hat oder sogar fehlt.
Ich hoffe, es funktioniert :-D.
ui, na das klingt ja nach dem ersten lesen schon nach ner menge disziplin und arbeit, um dieses ganze punktesystem durchzuführen! also wenn das so klappt, wie es sich anhört, dann: daumen hoch! – dass die bewertung am ende des semesters auch umgekehrt durchgeführt werden soll, finde ich super und einfach nur fair! – kann mich da anna nur anschließen, dass man irgendwann mal den punktestand abfragen können sollte! wobei es sicherlich auch irgendwie befangen machen könnte, jede woche nach irgendwelchen punkten zu fragen (für mich wäre es jedenfalls so), daher bloß nicht verrückt machen! ;-)
Bis Dienstag!
>wenn das so klappt,
DA bin ich auch gespannt.
>daher bloß nicht verrückt machen!
Auf keinen Fall. . .
Ich würde noch versuchen eine “Student kontrolliert und bewertet andere Studenten”-Komponente einzuführen, um den Überwachungsstaat perfekt zu machen…Ich stell es mir sehr schwer vor als Dozent wirklich im Kopf zu behalten, wer in einer Vorlesung wieviel gesagt hat…
Ich meine, man hört ja allgemein, dass die Lehrer/Dozenten nicht sooo fix drauf sind, aber wenn sie das schon nicht mehr nachhalten könnten.
Shimun, deshalb gibt es Dozenten und Studenten. Die einen sind schon aufgeräumt, die andren sollen es lernen. Bei manchen klappt es. Was das aber nun mit Überwachungsstaat zu tun hat???
Shimun, gegen das Peer-Benotungssystem, bei dem Studenten andere Studenten «kontrollieren» habe ich mich bei der WAM vehement eingesetzt,. dort sollte es tatsächlich eingeführt werden. Ich hab mich bei der Leitung dort ziemlich unbeliebt gemacht, weil die das System gerne einführen würden – «um den Studenten zu helfen». Fragt sich nur, wobei.
tatsächlich ist mir die Disziplin an der RA aber viel zu lasch. Ein Kurs, der zunehmend nur noch zu 40% erscheint spart MIR zwar viel Aufwand, ich muß mir weniuger Gesichter merken, rede mit weniger Leuten, betreue weniger Leute, aber schadet sich selbst. Man lernt voneinander, nicht vom Lehrer, im Designbereich. Durch die Zusammenarbeit. Der Gruppenzusammenhalt, an der WAM recht gut, ist an der RA eine Katastrophe, alles Einzelgänger. Insofern freue ich mich, daß Thomas Wenk und die Akademie zum Beispiel Anwesenheitspflicht eingeführt haben oder die Ilias-Pflicht. Weil ich jetzt zwei Semester lang gesehen habe, daß die Undisziplinierten auch immer und ausnahmslos die Schlechten sind und sich dann auch noch gerne über Dozent und Kurs beschweren wollen, weil sie es selbst nicht gepeilt kriegen. Insofern werde ich in diesem Semester, wie man hier schon merkt, das Korsett etwas tighter ziehen als zuvor. Wenn ich mir ansehe, wie das letzte 4. Semester über alle Dozenten hinweg durchhing und wie die nur mit erhöhtem Druck zur Arbeit zu bewegen waren, ist das vielleicht sinnvoll. Nicht für mich, sondenr für die Studenten selbst, von denen mir einige sagten, sie fänden es selbst scheiße, so einen Durchhänger gehabt zu haben.
Da mit dem Scheißspruch vom «Überwachungsstaat» zu kommen ist albern. Es ist eine Schule, kein Freizeitpark. Da gibt es Noten, da gibt es Leistungsdruck. Geh mal ein paar Semester an eine echte Uni, bitte. Am Ende willst du eine Leistung, mit der du am Markt bestehen kannst. Und von DEM Ende aus muß man argumentieren, nicht von dem Sesamstraßen-Schule-muß-Spaß-machen-Ding aus. Wobei ich den Spaßfaktor bekanntermaßen trotzdem wichtig finde :-D.
Und… die mündliche Mitarbeit habe ich mir seit dem zweiten Semester an der Wam immer mitt Schulnote für jedes Datum und für jeden Schüler sofort notiert. Das ist NIE 100% fair – welche Note ist das schon– aber es spiegelt meinen Eindruck wider und reicht definitiv. Ich hab in all den Jahren eine einzige Studentin gehabt, die ihre Note unfair fand. Eine. Und die war fast nie da, hat nie was gesagt und verglich sich dann noch mit dem Mädel neben ihr, das eine drittel (!!!) Note besser war. Als ich dann anbot, die Note ihrer Freundin ebenfalls eine Drittel Note NACH UNTEN zu schieben, war das Gespräch friedlich beendet. SSprüche wie «Aber die so und so ist doch viel schlechter als ich und der so und so hat doch auch nix drauf…» kann ich nicht ab.
meine erfahrungen während der kurzen lehrtätigkeit im kurs von rempen an der uni essen zeigte ganz klar das ohne druck (mit klaren, absoluten terminen und rigider benotung) nur das allerallernotwendigste passierte.
es war wirklich für alle anwesenden ELEND über kurz vor den besprechungen hingehauene idee sprechen zu müssen.
ich war teilweise wirklich fassungslos über die grundhaltung einzelner, die einfach nicht verstehen wollten das sie sich komplett selbst verarschen in dem sie sich durch nicht erledigen der arbeiten aus der diskussion und dem fruchtbaren austausch katapultiert haben.
Das ist leider auch meine Erfahrung. Und am schlimmsten leiden die Studenten unter ihrer eigenen Nullbock-Haltung. Du kommst als Dozent auch in eine seltsame Zwickmühle… benotest du sie dfair, hast du einen Kursschnitt zwischen 2 und 4 und alle hassen dich und sind erst recht demotiviert und frustriert. Machst du nette Noten, fühlen sich die Studenten nicht ernstgenommen, wiel sie GANZ TIEF DRINNEN JA WISSEN, daß ihre hingerotzten Arbeiten der letzte Dreck waren :-D. Ich frag mich nur echt, wie das später als Freelancer oder als Inhaber eines Büros funktionieren soll. Als Designer muss man sich ja eigentlich gegen zig externe Faktoren immer wieder intrinsisch motivieren, macht ja sonst keiner FÜR dich. Eher im Gegenteil.
Um das mal aus Studentensicht ganz spontan aufzugreifen find ich die Ansichten teilweise schon etwas komisch – diese Mentalität mit Anwesenheitspflicht (btw müssen manche Leute auch nebenbei Arbeiten und einfach Prioriäten setzen …) und “Druck ausüben sonst passiert nichts” klingen für mich eher nach Kindergarten oder sowas – die Studenten sind denke ich mal freiwillig an einer Uni – und sie sind erwachsene Leute denen man selber überlassen kann was sie machen. Wenn jemand nichts lernen möchte und dafür bezahlt, ist das für mich hauch ok ;) – kann man ja auch mit entsprechender nicht-Vergabe des Scheins honorieren, aber diesen pseudopädagogische Anspruch die Studenten zu irgendwas zu bewegen find ich übertrieben – man kann Informationen und Wissen anbieten, und wer Interesse hat – wird dabei was lernen …
Du schreibst ja selber – wer nicht intrinsisch motiviert ist wird später eh nicht weit kommen, also …
-um mal eine andere Sichtweise dazu in den Raum zu stellen.
Die Anwesenheitspflicht ist ab diesem Semester ein Wunsch der Ruhrakademie, den ich aber voll unterschreibe. Wer an einer privaten Akademie nicht zum Unterricht kommt, schadet nur sich selbst. Wie sollen wir eine Qualität der Lehre sichern, die der Student ja nun mal fordert, wenn er nicht zum Unterricht erscheint?
Natürlich klingt das nach Kindergarten. Und genau das ist es auch. Ich bin immer sehr gegen Anwesenheitspflicht gewesen an der WAM, zumal ich da ohnehin 99% ANwesenheit automatisch hatte. Aber an der RA? Schrecklich. Nach drei Semestern da bin ich absolut für Anwesenheitspflicht. Die es, nur um es klarzustellen, bei mir im strengen Sinne ja nicht gibt. Aber das man für Anwesenheit und Mitarbeit Punkte erhält, scheint mir sehr logisch.
Wenn jemand nichts lernen möchte, ist das VÖLLIG okay, VOR ALLEM wenn er dafür bezahlt. Ich akzeptiere sofort 10.000 solcher Leute und sie bekommen ein Sponsoren-T-Shirt. Aber keinen Schein. Und darum geht es. Niemand MUSS in meinen Unterricht. Es sei denn… es sei denn, er will einen Schein. Und selbst dazu gibt es ja noch die Möglichkeit, eine sehr große Hausarbeit abzuliefern (die dann aber wirklich fucking bril (danke liebe LassieSingers) sein muss).
Ich hab keinen pseudo-pädagogischen Ansatz. Ich habe gar keinen Ansatz. Nicht einmal einen Haaransatz. Ich bin als Dozent an der RA, um FÜR MICH Spaß zu haben. Und der ergibt sich daraus, gemeinsam mit Studenten etwas zu machen, zu diskutieren, zu arbeiten, Ergebnisse zu kriegen. Ich bin kein frustrierter Berufsschullehrer mit Flachmann in der Schublade, der irgendeine Scheißpflicht ausübt, weil er sonst nix hat, und sich schließlich mit Tabletten aus der Welt bringt.. Ich mach den Job aus SPASS. Ich hab nämlich einen Dayjob und auch DEN mache ich nur, weil er mir (meist) Spaß macht. Ich bin Dozent, weil ich da Lust drauf hab. Und wie gut oder wie schlecht ich bin hängt absolut ENTSCHEIDEND von den Studenten selbst ab, die den Unterricht, ob sie das wissen oder nicht, ganz grundlegend mitgestalten. Sind die Studenten scheiße, bin ich’s auch. Und umgekehrt. Die Studenten müssen MICH also motivieren. Mit guten Arbeiten, mit bissigen Kommentaren, mit Leidenschaft. Informationen und Wissen biete ich schon gar nicht an, dafür gibt es Bücher. :-D. Wer glaubt, in drei Stunden pro Woche etwas von Design zu lernen und sich ansonsten der Landschaftsgärtnerei zu widmen, ist bei mir etwas schlecht aufgehoben. Alles, was ich tun kann: Da sein, ansprechbar sein, teilen, Lob und Kritik geben, deine Nerven aufreiben. ich glaube, wer mich kennt, weiß, daß es keinen zugänglicheren Dozenten auf dem ganzen verfuckten Globus gibt als mich. Aber WISSEN? Sorry, go and read Indra Kupferschmid. Wobei ich zugebe, dass ich dieses Semester ein etwas konservatives Programm fahre. Keine geschlachteten Hühner, keine Pornographie. Ich werde altersmilde.
Ich hab persönlich GAR nichts gegen abwesende Leute, ciaociao, mehr Sauerstoff im Raum. Aber ich will ein Tool haben, das mir kalt und klar ermöglicht, zu differnezieren zwischen Leuten, die am Start sind und solchen, die nur durchhängen. Das scheint mir nur fair. Wer sowieso keinen Bock hat – oder mit mir nicht klar kommt, was es geben soll – darf gern zuhause bleiben, macht eine diplomartige Hausarbeit und kassiert so seinen Schein.
Ich bin Anarchist, nicht Faschist. Nur kann ich energielose Schlaffheit nicht ab. Dafür ist das Leben zu schön.
Junge, ich geh ja wieder ganz schön ab :-D .
Ein PS noch: Ich denke, eine kostenpflichtige Einrichtung ist es demjenigen der zahlt, und das sind ja nicht selten Eltern, schuldig, alles in ihrer Macht stehende zu tun, damit die Studenten am Unterricht teilnehmen und einen guten Abschluß hinbekommen. Diese Einstellung unterscheidet sie ja schließlich von einer schulterzuckenden Einrichtung wie einer Uni, wo es wirklich JEDEM egal ist, ob du nun da bist oder nicht. Da zählst du als Mensch nicht, im Gegenteil, während meines BWLStudiums wurde nichts unversucht gelassen, um Studenten zu vergraulen, einfach, um wieder überschaubare Studentenzahlen zu bekommen. Bei 1500 Erstsemestern alleine in einer Fachrichtung kann man verstehen, wenn da sehr schnell Klausuren mit 90% Durchfallquote aufkommen. An privaten Einrichtungen ist das meist anders.
Da ich aber auch gegen reine Zwangsmaßnahmen bin und weil ich nur zu gut weiß, daß es Talente gibt, die eben auch mal keine Lust zum Unterricht haben, aber trotzdem ideale Arbeiten abgeben, ebenso wie es eher weniger talentierte Studenten gibt, die sich aber wirklich bemühen (was man ja auch honorieren sollte), gibt es dieses Punktesystem. Wenn du es dir genauer ansiehst, so hoffe ich, wird klar, dass der Student eine Reihe Gestaltungsmöglichkeiten hat, wie er welche Note erreichen will.
lol Der mit dem Haaransatz war gut! Ich verstehe gar nicht so wirklich das Problem mit der Anwesenheitsliste. Wer nicht kommen möchte, der kommt nun mal nicht. Ich denke mal, dass die Ruhrakademie diese Liste befürwortet, da es sicher schonmal vorgekommen ist, dass manche Eltern völlig schockiert am Ende eines Semesters angerufen und sich beschwert haben, dass ihr Kind den Schein nicht erhalten hat. Mit der Liste kann man nachweisen, ob der/die Student/in anwesend war oder vll nur einmal in einem Semester gesehen wurde. Wer die Hilfe eines Dozenten nicht in Anspruch nimmt, ist selbst Schuld!
Habe etwas passendes für morgen entdeckt. Auf der Seite “http://www.zen-koan.de/” kann man sich Koans generieren lassen. top oder flop? :D
Der Link ist ja super.
Die Aufgaben stehen schon, weil ich sie 1:1 aus Chip Kidds Buch THE CHEESE MONKEY übernommen habe. LIFE IMITATES ART.
Das mit den Eltern kann ich mir so vorstellen ja. Und ich habe vor ein paar Wochen ein Interview mit Bernhard Bueb gelesen, dem Leiter es Internats Salem und Autor der Streitschrift Lob der Disziplin. Und obwohl ich selbst ein schrecklicher Anarcho in der Schule war (ist ja einfach gewesen bei meinen Noten) und bis heute hochallergisch auf jede Form von Autoritätsgehabe reagiere, hat der Mann mit manchen Argumenten auch recht.
Also versuche ich eine, Balance zu finden, die einerseits eine klare Orientierung gibt und eine Ansage liefert, wie sonst kein Dozent, den ich je hatte: HIER ist der Weg, wie du deine Punkte machst, jetzt kannst du planen, wie du welche Note erreichst. Es ist ein hoffentlich funktionabel austariertes System, das gleichzeitig etwas Disziplin und Freiheit bringt. Wer genau hinsieht, weiß auch schnell, dass «Ideal-Boy» (unser Idealstudent) auf 196 Punkte kommt, aber man mit 186 schon eine 1 hat. Da sind 10 Punkte Luft :-D. Die 0,7 ist natürlich etwas schwerer…
Für mich ist es ein Experiment, wie immer. Unterricht ist immer auch Experiment. Wie ein Stand-Up-Comedian, der zwar ein paar Classics hat, aber reichlich Material live auf der Bühne dazu erfindet. Und sich auf der Bühne auch selbst langweilen würde, wenn er nicht auch mal etwas erfinden darf. Da fährt man zwar auch mal einen Gag an die Wand, aber wenigstens steht man nicht selbst zu Tode gelangweilt vor dem Publikum.
Im Großen und ganzen ist mein Unterricht immer noch so, wie ich ihn immer schon beschrieben habe. Fröhlicher Stalinismus. Oder wie dieses Karate-Kid-Ding. Ich missbrauche fröhlich mein Privileg, euch Studenten seltsame Dinge abzufordern, die vielleicht ein paar Denkblockaden und Illusionen wegwischen. Wenn ein paar Leute nach dem Kurs entdecken, daß Design nicht ihr Ding ist, habe ich meinen Job gemacht. Wenn ein paar Leute entdecken, WAS Design eigentlich sein kann, habe ich meinen Job gemacht.
Diese Mischung, das weiß ich ja, verwirrt viele Leute. Einerseits kreative Wildheit einfordern, Frechheit, Boshaftigkeit… andererseits auf Deadlines bestehen und auf die korekte Form und all das. Aber… GENAU SO ist der Job später auch. Du kannst noch so kreativ sein, die Deadline ist auch wichtig. Du kannst noch so pünktlich sein, wenn es langweiliger Bockmist ist, dann… huch… au shit, dann ist der Kunde eigentlich ja meist total zufrieden :-D.
Ich glaube, wenn man meinen Unterricht als eine Art Karate-Kid-on-Mushrooms versteht, und auch bei sinnlos wirkenden Aufgaben (bei denen ich mich in eurem Semester diesmal ja SEHR zurückhalte, ist ja alles recht pragmatisch) ganz entspannt und glücklich alles gibt, was man überhaupt geben kann, ist man auf dem richtigen Kurs.
Und… mal ehrlich… um SCHEINE gehts bei dem Ganzen doch sowieso gar nicht.
> Die Aufgaben stehen schon, weil ich sie 1:1 aus Chip Kidds Buch THE CHEESE MONKEY übernommen habe. LIFE IMITATES ART.
ich wünsche mir dann eine ausführliche fotodoku davon!
für den dozenten wird das ein grosses vergnügen werden. für die studenten… ein grosse herausforderung. :)
Morgen kann ich nur eingeschränkt Pix machen, weil die Canon für die Who is Who-Bilder hier im Büro bleiben muss, als nehme ich die kleene Leica. Aber ansonsten hatte ich vor, das gesamte Semester zu blogifizieren. Es reicht mir einfach nicht mehr, mich nur vor 30 Leuten zu blamieren.
Nochmal einmal zu Sebastian und seinem «Druck»…
Es ist ja nun nicht so, als hätte ich vorher KEINE Noten vergeben, oder? Der Druck ist immer da und er sollte in einer Schule auch dasein. (Selbst)Disziplin ist schon ne gute Sache, der Kampf gegen den inneren Schweinehund. Es gibt so viele Leute, die ihr Talent aus Faulheit vergammeln lassen, das macht einfach traurig, vor allem wenn man bedenkt, in welchem Luxus wir eigentlich leben, über eine Karriere als Designer oder Photograph nachzudenken, während ein paar Kilometer weiter die Kinder deine Nike-Schuhe in der nachtschicht zusammennähen, wenn sie nicht gerade einem deutschen Touristen ihren zwölfjährigen Körper hinhalten müssen.
Nur habe ich bisher Noten nicht SO transparent gegeben. Anwesenheit und Leistung waren auch vorher wichtig, nur jetzt kann jeder Student klar die Gewichtung sehen und besser, informierter damit umgehen. Wenn überhaupt, mache ich mich verletzbarer, weil ich aus einer relativ diffusen Notenvergabe hinter dem schwarzen Vorhang etwas offenes mache. Gibt einen Grund, warum so viele Dozenten das NICHT wollen. Es ist mehr Verantwortung.
ich freu mich auf die fotos von den chipp kidd-aufgaben, wenn man das buch liest, möchte man die aufgaben unbedingt und sofort an studenten ausprobieren :)
und HD: warum rechtfertigst du dich dauernd? wie du ja schon selbst gesagt hast, ist die wirklichkeit im designalltag auch von druck und deadlines gesprägt – ich kenne nicht wenige leute, die sich nach dem designstudium beklagt haben, dass es sie ja so überhaupt gar nicht auf den alltag in einer agentur /eine grafikbüro vorbereitet hat. klar, soll man im studium auch mal ausprobieren und rumexperimentieren, aber wer immer 4 wochen zeit hat, für etwas was danach in 2 tagen fertig gestellt werden soll, hat dann ein ernsthaftes problem.
Ging mr auch so. And guess what… ich hab einfach entschieden es zu machen. Sorbeck ist mir eh so ähnlich, harharhar.
Seriously, das Buch wird ohnehin morgen als DIE offizielle Semesterlektüre empfohlen. Ausgezeichnetes wunderbares Buch, das ich ja nicht umsonst im Review gefeiert habe.
http://www.hdschellnack.de/?p=1227
Ich rechtfertige mich nicht… ich versuche nur offen zu sagen, wie mein Unterricht funktioniert. Soll keiner sagen, ich hätte nie gewarnt vor mir. Seriously, ein Blog wie dieses ist für Diskussionen da. Und auch wenn die Antworten von Shimun und Sebastian die leidlich bekannte Spaßgesellschaft-Weichnudelhaltung vieler Schülern widerspiegeln, sollte man trotzdem immer wieder drauf eingehen, anstatt es einfach wegzuignorieren, oder?
>Und auch wenn die Antworten von Shimun und Sebastian die leidlich bekannte Spaßgesellschaft-Weichnudelhaltung vieler Schülern widerspiegeln, sollte man trotzdem immer wieder drauf eingehen, anstatt es einfach wegzuignorieren, oder?
die andere methode wäre ein praxissemester :) es mag ja altbacken klingen (ha, sooo alt bin ich noch gar nicht!), aber was man selbst erlebt, macht doch immer mehr eindruck, als was einem so erzählt wird. wahrscheinlich finde ich deshalb sorbecks unterrichtsmethoden so exciting. haha.
Also, aus der Weisheit des Alters heraus: Als ich (so etwa vor 20 Jahren) in Saarbrücken Jura zu studieren begann, da gab es noch Studiengebühren. Manchmal hatte man Glück, und die Eltern haben die bezahlt. Es gab Bafög (das hieß noch Honnefer Modell aber mehr gab es deswegen auch nicht) Und es gab die sogenannnten An- und Abtestate (Stempel mit Namen und Unterschriuft des Profs, die dir meistens ein Assi verpasste) für die einzelnen Vorlesungen. Das war brillant. Ersteres gab es am ersten Vorlesungstag, letzteres am letzten. Hatte man beide dann hatte man, zumindest in den ersten Semestern damit den entsprechenden Schein. Später kannte man auch ein paar Streber, die haben dann dein Studienbuch mitgenommen, und sich 2 x angestellt, um deinen Stempel auch abzuholen. Aufgefallen ist das nie. Die Profs hatten Platz und Sauerstoff in den Auditorien und die am meisten frequentierten Lokale waren Tennisplatz, Schwimmbad und Mensa. Und natürlich mussta man arbeiten, um die Hobbies bezahlen zu können. Die späteren Semester waren dann kostenintensiv, mit Pepetitorien udn meist einigen Semestern an Paukunis wie z.B. Münster. Was sagt uns das? Es gibt tolle Juristen, die so studiert haben, weil- die Abschlussprüfungen, Staatsexamen etc., die machst du dann doch selber und dann zählt deine Leistung. Ansosnten finde ich so ein Arbeitspraktikum auch nicht blöde, weil man sich da an einen acht-Stunden Tag gewöhnt, und das 6 x die Woche. An welcher Schule, Uni, FH….. haste das schon.
Ich hab übrigens dann Jura abgebrochen und lieber ein bißchen Sprachen studiert. Das fand ich spannender, auch heute noch jeden Tag. Na ja, und dann HD…. gegen den ist jedes Arbeitspraktikum ein langer Urlaub – aber lange nicht so schön:=DD
Vielleicht wirkt Winter Sorbeck auch nur so cool, weil er die taffe smarte coole Himillsy Dodd als Folie hat, wer weiß. Das ganze Buch ist lesenswert, lustig und – für Designer – wichtig.
Praxissemester finde ich auch gut. Ist an der RA ja auch machbar, man kann problemlos ein Semester aussetzen. Nur die Vermittlung von Praktika übernehmen wir (noch) nicht.
Und dein Jurastudium klngt ja sehr relaxed, Frau Muttern. Ich kann nur sagen, dass es bei BWL kaum reine Anwesenheitsscheine gab und die Sache echt deutlich anstrengender war. Keine Tennisplätze at all.
jaaa, du bist ja auch noch ein junger Hüpfer. Du weißt doch was alte Leute immer sagen “Damals” war alles anders”. Ich sprach ja auch nicht von Anwesenheitsscheinen, sondern von 2 x hingehen (1. und letzte Vorlesung), Stempel holen und basta. Dein Staatsexamen konntest du so nicht bestehen, aber dafür ging man dann eben nach Münster oder Heidelberg. Aber das war alles vor deiner (eurer??) Zeit, kein NC, keine zentrale Studienplatzvergabe, alles ganz easy. Eben vor 40 Jahren, damals, als man noch Studiengebühren zahlen musste, da gab es sowas. Aber unsere Hörsäle waren auch mit Jungs und Mädels besetzt, Omas und Opas waren noch nicht so en vogue, da war mehr Platz.Obwohl – vielleicht hats ja auch Charme, sonne gemischte Altersgruppen im Hörsaal. Da kann man sich als Prof ja auch mal mit Altergenossen… Schluss mit Hetzen, ab anne Arbeit.
Bin durch Zufall auf diese Seite gekommen und kann die Aufruhr über das Bewertungssystem überhaupt nicht verstehen…ist doch super fair, ihr solltet echt mal an ne Uni oder FH gehen, da weht ein anderer Wind. Da biste ne Nummer, sonst nichts. Habe selbst Architektur an ner FH studiert, da warst du am Anfang dir selbst überlassen, von wegen der Prof hilft dir, die wollten dich loswerden…haste dich dann in den ersten 4 semestern nicht abschütteln lassen (das hat wirklich hart fürs Leben gemacht !!!), ging es dann langsam aufwärts. An meinen Leistungen hat es jedenfalls nicht gelegen, dann das Diplom war letztendlich sehr erfolgreich. Du hast dir den Hintern aufgerissen, hast “fast” ;-) alle Vorlesungen besucht, hast nächtelang am PC über deinem Entwurf gebrütet (nach zwei Nächten nicht schlafen geht bei einem echt ein Film ab…).Bei der Schlusskorrektur war der Entwurf noch gut , bei der Abgabe scheisse und “man hätte das ja letzte Woche nie gesagt, das der Entwurf in Ordnung sei”.Man hatte immer das Gefühl , dass die Prof`s, die allesamt ein eigenes Büro hatten, sich nicht die eigene Konkurrenz heranzüchten wollten. Das frustiert, macht unsicher und blockiert für die nächste Aufgabe. So war das ungefair bei 80 % der Leute. Und dann gab es diejenigen die überhaupt kein Interesse am Studium hatten, “Architektur studieren ist halt chic” , die haben das ganze Semester nix gemacht und waren nie da , schauten sich aber die Zwischenkorrekturen der anderen Studenten an, kopierten sie feinsäuberlich ab, und hatten auch noch Erfolg damit ,und der Prof. ,weil keine Leidenschaft an seinem Tun ,wohl nur Prof. aus Prestigegründen, merkte das noch nicht mal. Dieses System macht die wirklich Interessierten mürbe und frustiert. .Ich wäre wie viele andere Leidensgenossen aus meinem Semester sehr froh darüber gewesen, wenn eine gewisse Transparenz der Notenvergabe seitens der Professoren auch vorhanden gewesen wäre und dass es eben nicht reichen darf am Ende eines Semesters einen Entwurf einfach nur “abzupinseln”. Die Berufsausbildung bzw. Studium ist keine verpflichtende Angelegenheit mehr wie die Schulausbildung, die sucht man sich nach Neigung und Interesse selber aus…und dafür tut man dann auch was, und möchte natürlich auch dafür belohnt werden. Und wenn man dann noch einen Prof. hat, der voll hinter seinen Studenten steht, die Leistungen und das Angagement auch honoriert und jedem versucht gerecht zu werden, dann kann es doch nicht besser sein….
>sucht man sich nach Neigung und Interesse selber aus…und dafür tut man dann auch was
Jubel.
Aber gerade an Privatakademien erwarten die Studenten, dass es schulartig weitergeht. Wobei ich finde, dass man gerade Architektur, Design, Kunst,m Photographie nicht «lehren» kann. Man kann ein paar pragmatische Tools zur Verfügung stellen – bei Design ist das meist die Arbeit mit bestimmten Softwares, das Wissen um ein paar typographische Regeln, ehrlich gesagt Zeug, daß sich jeder halbwegs begabte Student in einigen Monaten auch schnell mit einer Hand voll Bücher beibringen kann – und vor allem aber dabei helfen, zu entdecken, ob man «es» in sich hat. Den in all diesen Bereichen geht es ja um das besondere Talent. Im Grunde ist eine gute Akademie also etwas wie ein Casting, nur ohne Dieter Bohlen. . . .
Huh, Jessi… deine eMail ist j.schellnack? Weird…
Nein, ich habe das nicht selbst geschrieben!
Genau das sehe ich auch so…
wie Du schon gesagt hast:
“man kann ein paar pragmatische Tools zur Verfügung stellen.”
Im Grunde genommen bekommst du am Anfang des Studiums einen leeren Werkzeugkoffer, der sich dann im Laufe des Studiums mehr oder weniger füllt. Ab dem 4 Semester hatte ich super Profs. , die dir auch wirklich Werkzeuge gaben…welche du davon benutzt und vorallendingen lernst damit umzugehen, hängt dann von deinem Engagement ab.( Man kann einen Akkuschrauber vor oder rückwärtslaufen lassen :-)).
Du musst natürlich die Werkzuege auch aus dem Koffer rausnehmen…und ein guter Prof. zeigt dir dann wie du sie am besten benutzt.
Aber ich denke das diese Eigenleistung das Problem bei der ganzen Sache ist, die kann dir leider keiner abnehmen…Entwerfen und Layouten ist eben ein Zusammenspiel dieser Komponenten.
Das schöne dieser Sammeleigenschaft ist aber, das je voller der Koffer ist, desto besser kommst du zu wirklich schönen abgefahrenen Ergebnissen, weil du dich um das Grundlegene dich nicht mehr kümmern musst…
Ich find ja nach wie vor, man kann und muß sich das auch selbst aneignen. Einfach viel lesen. Sowohl Monographien und Bücher von Designern/Künstlern/Denkern als auch die ganz pragmatische Schiene. Die wichtigsten DInge, die man über Typographie wissen muss, findet man in ein zwei Büchern und fertig. Der Rest ist schon Luxus und Fun. Das ist der Punkt. Design lernen ist ja keine Pflicht, kein zu erlernender Beruf wie Friseur, sondern ein Lebensprozess. Und es hört ja auch nie auf. Ich kaufe immer noch reichlich und mit voller Lust Bücher über Design. Bei Walther Koenig könnte ich mich totshoppen. Wer keine Lust hat, sich mit einem Designbuch zu beschäftigen, Ausstellungen zu besuchen oder sich stundenlang über die Bedeutung eines Logos zu streiten, der hat irgendwie schon ein Problem, finde ich. Design hat auch was mit Manie zu tun.
Meine Erfahung hat mir gezeigt, dass man ergründen muss , warum “Etwas so wirkt” wie es eben wirkt… und mit welchen Mitteln man “DAS” was man rüber bringen möchte, auch darstellt. Und das der Kunde sagt, das es ihm gefält, auch wenn er nicht weiss warum, das ist denke ich mal die Kunst bei der Sache, wie bei einem Film der Soundtrack.
Also muss man sich mit den Dingen auch ausseinander setzten ( in meinem fall Bücher, Bücher , Bücher, Wettbewerbe usw.)
und natürlich hat auch Architektur sowie Design auch was mit Manie zu tun, nach dem Studium ist man nicht mehr der Alte, man fährt in der Weltgeschichte rum und sieht seine Umwelt kritischer. Ich rege mich oft wegen irgendwelcher Bausünden auf, anstatt die Stadt mal in vollen Zügen zu geniessen…