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POST OPTIMAL ELECTRONICS

Der Weg von Form Follows Function (it never ever actually did, Dieter) zum Emocore-Design heutiger Tage. Electronica als Erlebniswelt. Die These: In Zeite technisch ausgereifter, insofern optimaler Produkte brauchen wir post-optimale Produktwelten, die ein sensorisches, ein spielerisches Mehr-Erleben bieten. Im Kern genauso falsch, und dabei zugleich genauso so richtig wie die lustfeindliche Nüchternheit der 50er. Niemand braucht Telefone, die taktile Qualitäten haben, sich aber kaum verwenden lassen. Durst ist nichts. Image ist alles. Niemand braucht aber langweilige Telefone, die in ihrer reinen Zweckerfüllung erstarrt sind, das ist Stillstand. Das ist Wartburg und Trabant. Die These, daß Design längst neben Qualität und Preis/Leistung längst entscheidender intrinsischer Warenwert ist, ist insofern natürlich nicht zu verneinen. Dabei pendeln wir Gesellschaftlich stets stets zwischen ornamentalem Kitsch (und ja, auch oberflächlicher visueller Minimalismus kann Ornament sein, wie Phillipe Starcks Zitronenpresse belegt oder der aktuelle Apple iPod) und nüchternem Funktionalismus. Nicht das schlechteste Spielfeld.
Präsentation von Nick Sharwood-Smith hier.

2. März 2005 19:19 Uhr. Kategorie Technik. Keine Antwort.

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