
Eine der großen Freuden an diesem Job – die irgendwie too much work for never enough cash aufwiegt – ist, dass ich in dem kleinen Büro hier immer wieder Leute sitzen habe,die ich herausragend finde. Einer davon ist Raffael Stueken, der nach seinem Diplom bei mir ein kurzes sechsmonatiges Praktikum hier macht. Der hat letztens eine Arbeit, die er für Kurt Schrages Photo-Brut-Mannschaft produziert hat, mitgebracht, die ich unbedingt zeigen wollte. Das Heft gibt es nur zweimal, es ist digitalgedruckt und handgenäht – es stellt die photographischen Arbeiten vor, gekoppelt mit internationalen Kochrezeoten, einer dekonstruierten Kamera und einer völlig grandiosen Abwesenheit von Informationen. Die Sache ist ein wunderbarer, assoziativer Bilderstrom, zeigt enormes Talent und macht absoluten Spaß beim Lesen. Schade, dass man es nicht kaufen kann…
































14. Mai 2007 16:33 Uhr. Kategorie Design. 10 Antworten.
ich hab das Ding vor etwa einem halben Jahr gesehen, als Raffael nach einer Bindung gesucht hat – und war damals auch völlig begeistert. Ich tue mich persönlich immer etwas schwer mit Dingen, die an einer Sinnfreiheit oder -losigkeit vorbei segeln. Aber ohne Zweifel das Dinge imponiert.
@Rafael: Schade, dass du am Samstag nicht da warst, hoffe aber natürlich auf mehr Zerstörung von dir.
GEIL!!!!
ist das der typ von dem du so geschwärmt hast die tage?
also falls ich dann irgendwann mal die geduld habe musik zu machen, werde ich dem lable sagen das ich auf das standardcover verzichte und dich damit beauftrage oder mir jemanden von dir empfehlen lasse =)
Ich glaube, bei Photo-Showcases kann man sich solche «Sinnfreiheit» erlauben. Der Sinn ist Bilder zu zeigen, nicht MIT Bildern etwas zu beschreiben. Das st ein Unterschied, der Freiheit schaffen kann. Da reicht es Bilder und Attitude zu zeigen, das ist hier gelungen. Die Ausgangssituation ist sicher beneidenswert, ich selbst habe – merke ich gerade – immer sofort unbewusst doch eine Art Zielgruppe und Leserschaft im Kopf und stelle mich darauf ein, entweder indem ich für oder aber indem ich gezielt gegen sie arbeite. Viele andere Designer gehen an Photo-Bücher hoch respektvoll heran, Raf hingegen setzt seine eigene Arbeit gleichwertig neben die Bilder, überschreibt, kontextualisiert, benutzt die Bilder nicht als Juwelen, für die er nur den Samtbackground schafft, sondern als Arbeitsmaterial für seine rauhe Gestaltung hier. Das ist insofern durchaus mehr als blosse Oberfläche, es sagt auch etwas aus über die Art und Weise, wie Photo Brut denkt und agiert. Ohne offensichtlich-billige Grunge/Punk-Scheisse wird hier dezent eine Respektlosigkeit kommuniziert. Feine Sache.
Marc- – gern. Es ist SO lange her, dass ich mal ein CD-Cover gemacht hab, dabei bin ich eigentlich deswegen mal in den Job gegangen. Immer eine schöne Spielwiese. Ich merk schon im letzten Jahr, wie mir Abendprogramme fehlen, wenn man sie etwas freier gestalten darf ;-).
dann mach ich dir ja gleich 2 mal ne freude wenn ich was fertig mache.
einmal das ich mich überwinde und das durchziehe und das du dich mal wieder so richtig! austoben kannst =D
aber wenn, dann wahrscheinlich nur auf grafischer ebene ohne coole gimmicks an der plattenhülle =(
hatte letztens ne coole vinyl-hülle mit rotem flockdruck o. ä. total porno!
aber wie man schnell cover gestalten kann hab ich ja auch bei dir gelernt:
man nehme eine bananenschale, ne durchsichtige vhs hülle, ein wenig müll und nen scanner =D
Was? Banenenschale? Kann ich mich nicht dran erinnern???
ja. ganz am anfang. das hattes tdu grün eingefärbt irgendwie. sah nacher nicht mehr wirklich nach der bananenschale aus.
du meintest wäre ne elektronische cd. frag mich bitte nicht wie die heißt
bei Dirk und Bananenschale fällt mir noch eine ganz andere Geschichte ein…
…,die du uns bestimmt gerne erzählen magst.