Hier wie versprochen eine kleine schnelle Übersicht Photo-Apps fürs iPhone, die ich benutze:
ZoomLens
Beileibe nicht perfekt ist diese Digital-Zoom-Software fürs iphone, aber solange es keine – à la Sony – in das Gehäuse integrierte optische Zoomfunktion gibt, ist es manchmal besser, ein hochskaliertes Photo zu haben als gar keins. Für 0,79 € tut Zoom Lens, was es kann und das recht stabil und schnell. Aber eher ein App, das man sehr selten brauchen kann.
Quad Camera
Die Auflösung der erzeugten Bilder ist, wie bei vielen iPhone-Photoapps, einfach gruselig schlecht. Trotzdem macht QuadCamera schon Spaß, wenn der Vierfach/Achtfach-Lomo-Spaßkamera-Effekt sich natürlich extrem schnell abnutzt. In der Praxis nutze ich QuadCamera so gut wie nie.
Camera Bag
Der Klassiker unter den Filter-Tools fürs iphone simuliert schnell, glaubhaft und in voller Auflösung verschiedene Spaßkameras wie die Holga, die Lomo, Crossentwicklung oder Leica-artigen s/w-Photographie und darf auf keinem iPhone fehlen. Schön wäre hier – wie bei den meisten Apps – wenn man in das Bild hineinzoomen könnte, um den Filter besser beurteilen zu können, oder wenn man auf die Parameter des Filters mehr Einfluss nehmen könnte. In Sachen Quick&Dirty ist CameraBag aber absolut klasse und der Holga-Effekt ist – vor allem gemischt mit anderen Apps – wirklich brauchbar.
CinemaFX
Dieses App von Nexvio ist ein weiterer Klassiker. Schnell, solide, exzellentes Interface und einprägsame, wenn auch nicht immer sinnvolle, Effekte plus die Möglichkeit, das Bild aufzuhellen, den Kontrast zu ändern, zu drehen und zu beschneiden machen CinemaFX zu einem sinnvollen Werkzeug, um Bilder schnell aufzuwerten. CinemaFX speichert die Bilder in voller Auflösung und bietet einige Effekte, die viele andere Tools in dieser Form nicht anbieten.
PhotoFX
Tiffen ist eigentlich als Hersteller von Objektivfiltern für Spiegelreflex-Kameras bekannt, produziert aber auch Photoshp-PlugIns (die allerdings wenig berauschend sind) und iPhone-Filter. PhotoFX ist vergleichsweise teuer, liefert aber auch professionelle Ergebnisse (sofern man das von einer Handy-Applikation überhaupt behaupten kann und will): Die Filter speichern in voller Auflösung, sind in Grenzen editierbar und lassen sich kombinieren. PhotoFX hat eine reiche Auswahl verschiedenster Filter, von denen sich ab der neuesten Generation einige zusätzlich als In-App-Kauf dazu erwerben lassen.
CoolFX
Die kleine Schwester von PhotoFX für 0,79 € liefert einen abgespeckten Umfang, aber durchaus andere Filter als die PhotoF-Sammlung, so deutlich mehr Schwarzweiß- und Noise-Effekte, interessante Lichtdiffusion und feiner abgestufte BleachingBypass-Filter.
HiCon
HiCon war eines der ersten und trotz zahlreicher Abstürze und Softwareprobleme besten Schwarzweiß-Apps und ist immer noch ein ausgezeichnetes Tool, das im Grunde nur eine einzige Sache kann und keinerlei Eingriff zulässt, aber ziemlich gute Ergebnisse zeitigt. Nicht ganz so unberechenbar, aber mitunter auch nicht ganz so dramatisch wie Spica, ist HiCon immer noch ein klasse Tool um etwas Leica-Flair auf das iphone zu bringen. Den Farbfilter kann man, meiner Meinung nach, völlig vergessen.
Spica
Spica ist eine relativ neue B/W-App, die in der neuen Fassung nicht nur live gemachte Photos, sondern auch Bilder aus der Photoroll bearbeiten kann. Im Dunkeln gemachte Bilder werden teilweise extrem rauschig und aufgehellt, aber es gibt derzeit keine App die unter den richtigen Bedingungen sehr dramatischere Schwarzweißmotive erzeugen kann. Spica hat ein ziemlich zufälliges Element – manche Bilder sind regelrecht unbrauchbar und kommen aus anderen Anwendungen deutlich besser, aber andere Bilder werden umwerfend.
Effects Lab
Exzellentes kleines Programm, das relativ normale Bearbeitungsmöglichkeite – Helligkeit, Sättigung, Histogramme, Gamma usw. – liefert und insofern ideal ist, um ein Bild jenseits von Effekten zu optimieren. Die Filter lassen sich kombinieren, Effects Lab arbeitet in voller Auflösung und bringt einen Haufen recht brauchbarer Fertig-Effekte mit.
Photo Forge
Photo Forge ist am nähesten an einer Art Pocket-Photoshop. Trotz des eher gewöhnungsbedürftigen Interface ist der Funktionsumfang mit Pinseln, Retusche, Filtern, Crop usw hervorragend. Auch hier gibt es fertige Filter, aber wichtiger sind die sehr umfangreichen Möglichkeiten, ein Bild an sich zu optimieren.
iFlash Ready
Eines der vielen vielen Pseudo-Blitz-Tools für das iPhone. Die alle an sich nicht viel bringen – dunkle Bilder kann man damit kaum retten, bei an sich guten Bildern aber durchaus, je nach Bild, einen interessanten Effekt erzeugen. Speichert in voller Auflösung.
CameraKit
CameraKit mochte ich zunächst gar nicht, weil es ein hochgradig unintuitives Interface hat und nicht gerade schnell ist, aber die Effekte sind relativ einzigartig und überzeugend – und in der Kombination durchaus überraschend und unkalkulierbar. Dem Look einer Spielzeugkamera, den anderen Tools versprechen, kommt CameraKit überzeugend nahe.Vignettierung, Überbelichtung, Falschfarben und B/W, Push-Process – mit einer ganzen Reihe von individuellen Einstellungen erzeugt CameraKit am Ende ein meist überzeugendes Bild (nur sollte das Ausgangsbild hell genug sein).
Edwin
Edwin macht eigentlich nur Rahmen um Bilder und wendet einen leichten Effekt an.Nett, aber kein Must-Have-Tool, zumal nur einer der Rahmen brauchbar ist und die Rahmen an sich immer gleich bin, es also keine Variation gibt – womit das Tool leider ein ziemliches One-Hit-Wonder ist.
Lomo
Verspricht, was Camera Kit besser hält – die Lomokamera im iPhone. Eigentlich eine App, das ich kaum noch benutze, die aber bei manchen Bildern (die allerdings ordentlich hell sein müssen) schon gute Effekte bewirkt, ohne dabei aber je an das echte LomoFlair zu kommen. Ist übrigens schade, dass kein Tool wirklich glaubhafte Lomo/Holga-Lichteinstreuungen machen kann. Die App, die ziemlich umfangreiche Lomo-Filter bietet, die man als User aber in keiner Form beeinflussen kann, verschiebt etwas die Farben und dreht am Kontrast, arbeitet auch mit Bildern aus der Photoroll und ist vor allem als Vorstufe für Weiterbearbeitung in anderen Filtertools gut brauchbar.
Polarize
Polarize hät, was es verspricht – es wandelt iphone-Bilder in Polaroids um. Allerdings ohne den Charme des echten, sehr zufallsbasierten Ergebnisses. Im Grunde scher auch eher eine One-Hit-App, wobei schon erstaunlich ist, wie sinnvoll ein Polaroidrahmen um die schlechten iphone-Pix wirkt.
Naked Touch
Naked Touch hat ein seltsames Konzept, es speichert Bilder in einer eigenen Gallerie, die von der Roll unabhängig ist. Es liefert – sehr schön umgesetzt – die üblichen Bildbearbeitungstools (Farbbalance, Helligkeit, Sättigung, Kontrast/Helligkeit), ibt dem User sehr umfangreiche Farbmanipulationsmöglichkeiten an die Hand, arbeitet in voller Auflösung, und zudem die Möglichkeit, die bearbeiteten Bilder zu facebook, flickr, tumblr oder via Mail zu versenden.
Mill Colour
Und noch eine App, die – sehr fein abgestuft – Manipulationen an Helligkeit, Sättigung, Kontrast, Gamma usw zulässt und auch einige vorgefertigte Filter mitbringt (Crossentwicklung, s/w, Bleached usw). Die Editiermöglichkeiten sind in Vergleich zu anderen Tools etwas eingeschränkt und teilweise so fein unterteilt, dass die Arbeit mit Mill Colour etwas nerven kann, zumal eigene Begriffe wie Gain oder Lift nicht auf den ersten Blick einleuchten. Auf der positiven Seite kann man in die Bilder hineinzoomen und so recht fein entscheiden, ob der gewünschte Effekt erreicht ist.
Best Camera
Best Camera kann eigentlich nicht sonderlich viel, vor allem wenn man von den Photosharing/Social-Web-Funktionen der Software keinen Gebrauch macht, liefert aber durchaus sehr geschmackvoll Out-of-the-Box-Effekte, die sich zwar kombinieren, aber nicht vom Benutzer verändern oder abstufen lassen. Es gibt aber durchaus hässlichere Instantfilter und meist liefert BestCamera ganz solide Ergebnisse.
Perfectly Clear
Perfectly Clear ist eines der zahllosen Bildoptimierung/Aufhell-Tools, die versuchen, den iphone-Bildern den Grauschleier auszutreiben. Wie alle Tools entsteht dabei oft ein stärkeres Rauschen, aber Perfectly Clear ist mit seinen fein einstellbaren Filtern und der sehr smarten Vorher/Nachher-Ansicht eines der besseren Angebote und rettet manche Photos wirklich.
LoMob
LoMob ist eine etwas seltsame App. Auch LoMob wischt nur mit vorgefertigtem Filter über die Bilder und ist langfristig sicher eher ein One-Hit-Wonder, aber eine krudere Versammlung von Lofi-Filtern gibt es derzeit im Appstore wohl kaum. Diverse Effekte und Rahmen, leider ohne große Variationsmöglichkeiten, aber durchaus erfinderisch gemacht – wie etwa neben dem üblichen Lomo/Pola-Sachen auch mit Transfereffekten und TTV-Looks – nutzen sich sicher schneller ab als ein guter, effektvoller und irgendwie ehrlicherer S/W-Filter, machen aber für 1,50 auf jeden Fall lang genug Spaß, um die Investition zu lohnen… außerdem lassen sich aus der Kombination mit anderen Filtern durchaus spannende Effekt erzielen.
Photoshop.com mobile
Was soll ich sagen? Der Klassiker der Bildbearbeitung kommt endlich auch in Deutschland aufs iphone und der erste Eindruck ist: Too little, too late. Wo andere Softwares schon fast Funktionen des «echten» Photoshops simulieren, ist Adobes eigene App eher eine Spar-Bildbearbeitung, fast eher ein Beta-Konzept als eine vollständige Software. Das Interface, bei dem einfach durch Slide-Bewegung auf dem Bild die Werte geändert werden und das generelle Handling ist absolut 1a und professionell, aber die etwas seltsam unstrukturierte Ansammlung recht beliebiger Instant-Effekte und die andererseits sehr begrenzte Auswahl von Editing-Möglichkeiten wirken fahrig und (noch) konzeptlos. Auch die Begrenzung auf die Adobe-eigene Gallery-Plattform wirkt etwas unzeitgemäß, Facebook, Twitter und Flickr dürften hier eigentlich nicht fehlen. Hier wirkt Adobe ein wenig hinter der Zeit – aber wir reden hier von der Firma, die immer noch 32-bit in Sachen Bildverarbeitung auf dem Mac anbietet und bei 3,7 GB den RAM-Riegel vorschiebt ;-). Andererseits ist das App gratis, etwas unerwartet bei Adobe, und wer will da meckern?
Hipstamatic
Diese Simulation einer alten analogen Kamera macht es einem eigentlich schwer, sie zu mögen – Effekte müssen als In-App-Kauf extra bezahlt werden, die Rahmen sind nicht abschaltbar, man kann keine Bilder aus der PhotoRoll nachträglich bearbeiten, die Einstellmöglichkeiten sind fast nicht vorhanden, es dauert ewig, bis ein BIld gespeichert und bearbeitet ist, und die ersten Versionen des Programms sind eigentlich permanent abgestürzt. Mit anderen Worten: Hipstamatic ist genauso unsicher und unkontrollierbar wie echte alte analoge Photographie. Ohne, dass ich wirklich sagen könnte, warum, ist dieses Programm in den letzten Monaten die Software geworden, mit der ich am meisten Photos mache. Zum einen, weil die Bilder wirklich ordentlich verändert werden und man in der Kombination von Film, Linse und Blitz eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Bildveränderung hat, zum anderen, weil sie bei allem Frust eben auch phantastischen Spaß macht. Und darum geht’s ja.
Plastiq
Die Plastiq Kamera ist ebenfalls eine Simulation, allerdings weniger konkret als Hipstamatic – und obwohl an sich userfreundlicher, macht sie alles in allem keinen Spaß. Unter den vielen Effekt-Apps, die es inzwischen im Appstore gibt, ist dies leider eine der schwächeren. Recht interessant ist das Feature, dass Bilder im Background bearbeitet werden, während man weiter photographieren kann. Man kann sogar die App verlassen und beim nächsten Start werden die Bilder weiter durch den «Darkroom» gezogen. Leider sind Effekte - s/w, Sepia, Posterize, Lomo, Holga usw – alle schon bei Tools wie CameraBag oder CameraKit deutlich besser vorhanden.
Retro Camera
Einen etwas anderen Weg als die meisten anderen Photoapps geht Retro Camera, bei dem ein Bild sukzessive vom Benutzer nach und nach mit verschiedenen Rahmen und Overlays, Grains und anderen Effekten auf Alt trimmen lässt. Tatsächlich ist hier etwas Geduld gefragt und die Ergebnisse sind nicht immer das, was man eigentlich erwartet, sondern eher ein wenig Kitsch-as-Kitsch-can. Aber grundsätzlich wenigstens einmal ein Programm, das etwas völlig anderes versucht. ich glaube, mit viel Fingerspitzengefühl lassen sich hiermit eigentlich ganz nett auf Alt getrimmte Photos machen, wenn man so etwas braucht.
MonoPhix
Es ist unweigerlich so, dass im Appstore mehr und mehr kleine Programme das im Grunde gleiche leisten – und die Entscheidung, welches davon nun das jeweils Beste ist, wird immer schwieriger. MonoPhix liefert im Kern die gleichen Ergebnisse wie CoolFX, Spica oder HiCon, erlaubt aber dabei eine gewisse Kontrolle der Veränderung von Licht und Dunkelheit in den Bildern. Die Bilder werden nicht ganz so genial wie die gelungenen Spica-Photos, sind aber im Zweifelsfall auch nicht so rauschig-schwarzweiß-zerstört wie Spica es eben oft liefert. Die Oberfläche ist gestalterisch ein Greuel und die Bilder werden etwas matschiger, unschärfer, als ich gut finde – aber die Einstellmöglichkeiten machen das mitunter etwas wett.
15. Oktober 2009 14:23 Uhr. Kategorie Technik. Tag Apple, iOS, Photographie. 11 Antworten.
oh man… da hab ich wieder was angerichtet.
aber danke für die vielen guten tips. falls ich mal ei niphone mein eigen nennen kann werd ich mir das ein oder andere davon mal anschauen
es gibt tatsächlich leute die mit nem iphone fotos machen? ich nehm lieber ne kamera
Adrian, die Herablassung kommt ohne soliden Grund daher. Einmal abgesehen davon, das ein Großteil der Bilduploads bei Flickr inzwischen von iphones kommen, insofern ziemlich viele Leute damit Bilder machen, kannst du dir u.a. bei iphoneography ziemlich viel Photos von (Hobby)-Photographen ansehen, die mit dem iphone arbeiten und wirklich saubere Bilder damit machen, trotz oder vielleicht wegen der sehr schlechten Qualität der Kamera. Ich selbst habe die 5DII oder selbst die kleine Leica seltenst dabei, und um schnell – daher kommen die Bilder von mir ja ins Blog – etwas als Bildnotiz festzuhalten ist das iPhone 3GS sehr okay. Druckreife Bilder wird man damit wohl eher nicht machen, aber darum geht es ja auch gar nicht.
Nicht zuletzt geht es um den Lofi-Fun an der Arbeit mit einer durch die mobile Koppelung mit Software extrem vielseitigen und verspielten Hardware. Die iphone-Kamera ist insofern nicht viel anders als Frühachtziger-Synthesizer, die an sich gruselig klingen, aus denen aber Leute wie Conny Plank mit sehr viel Liebe atemberaubende Klänge und Musik gemolken haben. Ganz ähnlich verhält sich das hier – die iphoneCam an sich ist technisch entsetzlicher Müll, Jahre hinter anderen Mobilkameras. Aber die Apps machen daraus ein kreatives Spielzeug, das man fast immer bei sich hat und mit dem man schnell einen Lotech-Video oder ein trashiges Photo machen kann.
Bilder, die man in ihrer Beiläufigkeit eben mit einer DSLR nie machen würde. Es sind einfach verschiedene Medien. Niemand würde behaupten, dass die Kamera im iphone eine Hasselblad oder eine RED ersetzen kann… ebensowenig wie Beatmaker Logic Studio ersetzen kann oder soll.
Was wenig daran ändert, dass die iphoneCam die wahrscheinlich revolutionärste Kamera seit der Polaroid darstellt.
war weniger herablassend, als mehr überrascht gemeint mein kommentar. aber liegt vllt. auch daran dass ich in meiner altersklasse ne ausnahme darstelle. bin 21, hab kein handy und fotografier analog, am liebsten mittelformat. daher versteh ich dieses ganze handyfotografiere einfach nich. ich brauch manchmal 10 minuten bis ich mein foto geschossen habe, bis dann der film voll und entwickelt ist kanns ne woche dauern bis ich das foto zum ersten mal sehe. und ich finds voll ok :) ich brauch keine 100 fotos von irgendner party zu machen, die ich dann eh irgendwann wieder lösch. schau dir mal dieses video von the onion an: http://www.youtube.com/watch?v=-BjXcAT4Gpk
das ist meine generation…klasse…
andere frage, warum fotografierst du nich mit ner echten polaroid oder ner lomo? wegen den kosten? klar, die filme sind teuer, aber die kameras spottbillig. wenn man bedenkt was ein iphone kostet.
the best camera kann man sehr empfehlen, sehr cool was chase jarvis da aufgezogen hat! verwende nur noch das und photo forge. http://bestc.am/photographers/2718
die raktionszeit eines handy ist einfach unschlagbar. der charme der iphone-bilder kommt dann noch hinzu. das sind keine bilder für die große masse, das sind private bilder und eigentlich passt dieses kleine bescheidene wirklich sehr intime format da wunderbar, finde ich.
Ich knips auch viel lieber mit ner großen cam, aber entweder gute Fotos oder Trash.
Aber auf KEINEN Fall so ne Kompaktkamera.
Wie wärs mit Pano von Debacle Software??
Adrian, sorry, dann kam das falsch rüber. Bei mir ist es ja eher umgekehrt, ich hab (natürlich) früher analog photographiert, hab aber inzwischen die Mamiya, Rolleiflex und die KB-Canon nicht mehr, sondern mache durchweg digital Photos – mit der 5DII, der kleinen Leica, die aber fast durch das iphone ersetzt wurde, das zwar exorbitant schlechter ist (Bildqualität, Zoom uswpp), aber immer in der Tasche. Ich mag analoge Kameras sehr und bewundere immer, dass Julia zB damit noch arbeitet – aber ich hab nicht Geduld und Zeit dafür und komme selbst ja eher vom Design zur Photographie, da ist es fast naheliegend eher mit Tools zu arbeiten, die selbst auch digital sind. Zumal es mich total annerven würde, immer mit einer Kamera rumzurennen. Im Urlaub mache ich das ab und an – obwohl mich auch da die Lust verlässt, immer einige Kilo Spiegelreflex bei mir zu haben – aber im Alltag ist das gruselig. Das die Bilder des iPhone einen extremen Lowtech-Charme haben, ist dabei ironisch genug, um ihre Funktion als kurze Notizen zu unterstreichen. Wenn normale Photos Kurzgeschichten sind, sind iphone-Bilder eher Limericks.
Das so viel photographiert wird (wobei The Onion ja nun mal Satire ist) – im Spiegel war letztens ein Bild von Barack Obama auf Truppenbesuch und JEDER Soldat hatte eine Digitalkamera oder ein Handy in der Luft – ist ein grundlegender Shift in der Gesellschaft, der längst auch weg vom Photo und hin zu Video geht. Die lückenlose Dokumentation des eigenen Lebens (zu welchem Zweck auch immer) ist eigentlich nicht mehr weit weg. Und ja durchaus auch nichts verwerfliches oder schlimmes, sondern ganz im Gegenteil eine eher spannende Entwicklung, die sich ja nahtlos in andere Kommunikations-Overflows (Twitter usw) fügt. Jeder wird ein Autor, mit allen Folgen, die das nun einmal haben wird. Die Frage, die ich mir stelle, ob es nicht manchmal besser ist, wenn man irgendwann eben nur die eigene, verschwommene, subjektive Erinnerung hat – und nicht 2 TB Jpgs.
[...] mehr Empfehlungen schaut doch mal direkt im Blog von HD rein! Er stellt dort 17 Applikationen vor und erzählt auch über seine eigenen Erfahrungen mit den [...]
oh man, beschäftige mich intensiv mit dem thema foto-apps – und doch sind in deiner liste wieder einige dabei, von denen ich noch nie gehört habe :)
mein favorit derzeit: cameramatic – schonmal probiert?
ansonsten: das hier sind meine favoriten:
http://foto-apps.com/foto-apps-fur-das-iphone-4-meine-empfehlungen/