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Perfect As Cats: A Tribute To The Cure

Tribute-Alben sind ja immer so eine Sache. Mal sind sie grandios – ich erinnere mich an eine italienische Vinyl mit Joy-Division-Coverversionen, die grandios waren -, mal sind sie wenig mehr als drittklassige Bands, die mit ihren eigenen Songs keinen Erfolg haben und deshalb in einer seltsamen Form von Rache die Songs größerer Künstler foltern.

Perfect as Cats, interessanterweise, ist beides. Mit 20 Tracks ist das Album eine breite Spielwiese, in der verschiedene Alternative-Artists (von denen die meisten eher unbekannt sind, Bat for Lashes und The Dandy Warhols sind die wohl bekanntesten) sich durch die gesamte Schaffensperiode von Robert Smith & Co werkeln. Die Ergebnisse sind dabei, freundlich gesagt, heterogen und wechseln von schlechten Homerecording-Nachahmungen ohne eigenen Mehrwert (The Walk 2 von Geneva Jacuzzi oder auch Six Different Ways von Rainbow Arabia oder auch One Hundred Years von The Holy Kiss) zu grandiosen Re-Interpretationen (10:15 Saturday Night von Aquaserge, The Drowning Man von Caroline Weeks, Love Song von Mariee Sioux). Manche der Bands spielen die Songs relativ straight nach, wie etwa The Muslims, manche arbeiten hart gegen den bekannten Song  an (Hecuba, Indian Jewelry, We Are The World), und in diesem Spannungsfeld von kühner Dekonstruktion und zu devoter Verbeugung  entstehen tatsächlich extrem hörbare Songs. Es gibt Songs, die man besser sofort vergisst, aber im Durchschnitt schaffen die kleinen Indie-Acts es, den allzu vertrauten Classics einer der dienstältesten NewWave-Bands tatsächlich so etwas wie aktuelle Relevanz zu entlocken, die weit über bloße Nostalgie hinausgeht. Gitarren-Noise, Neofolk, Elektrogeschranze und straighte Updates, die zwar unbemerkenswert, aber trotzdem hörbar sind. Manche Songs erreichen nicht die epische Bandbreite der Originale, ganz zu schweigen von Smiths eigenwillig nöhlender Melancholie, aber das Gros der Songs steht deutlich über dem suppigen Approach von Nouvelle Vague, denn bei den guten Tracks hört man das größte Kompliment heraus: Bands, die Tracks nicht nachspielen un als Tribute unsichtbar werden, sondern sich komplett zu eigen machen. Bei keiner Cover-Compilation kann man aber erwarten, dass jeder Song auch gelingt. Die 60:40-Qutoe von Perfect as Cats ist da durchaus schon in Ordnung.

Das Album, dessen Erlöse dem Invisible-Children-Charity-Projekt im Sudan zufließen, gibt es bei Amazon übrigens einen Euro preiswerter als rein digital :-D.

7. Januar 2009 13:28 Uhr. Kategorie Musik. Tag . 6 Antworten.

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