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Pandora



Markus Sorger
hat mir Pandora vor einer ganzen Weile empfohlen und nach etwas Herumspielerei damit, gebe ich ihm recht: Die Idee hat Beine und macht einfach Spaß. Pandora basiert auf dem Music Genome Project und stellt eine Art Audiostream dar, mit verschiedenen virtuellen Stationen, die basierend auf einer Band- oder Songvorgabe Vorgabe des Anwender ähnliche Tracks abspielen. Das Ganze hat seine Grenzen, akustisch (nur 128 k, aber Stereo und somit durchaus ausreichend für «Radioqualität») wie technisch (vielmehr lizenztechnisch, Pandora darf gewisse Dinge einfach nicht), ist aber eine ziemlich geniale Sache, wenn man einfach mal eine bestimmte Richtung hören möchte, aber trotzdem überrascht werden will. Wenn man also vielleicht den Flair von Múm braucht, aber einfach nicht die Bands, die man eh schon kennt hören will. Interessante Methode also, um komplett neue Acts kennenzulernen. Und im Zweifelsfall sofort kaufen zu können :-D.

Ich frage mich, welche Funktion herkömmliche Radiosender, deren Playlists gerade mal im dreistelligen Bereich liegen, angesichts von iPod und Streaming-Music aus dem Web, noch innehaben wollen. Die müssen ganz schnell neue Konzepte und Angebote, eine neue Definiton haben, um zu überleben. Den reinen Bügelmucke-Funk kann es nicht mehr lange geben. Ich persönlich halte das Basiskonzept von EinsLive als ultraaktiven Entdecker-Sender vor Ort (also für den «Sektor»), also als sehr inklusives Jugend-Angebot, und das von WDR5 als reinen Kultur/Info-Sender für wegweisend,frage mich aber, was normale Kommerz-Sender machen wollen, die einfach nur Nachrichten und Musik liefern. Die werden sterben. Wenn die Flartrate fürs Handy preiswert und Breitband kommt, sind die doch tot.

Und die Fernsehsender sollten die drei vier Jahre, die ihnen die Technik noch läßt, nutzen, um sich ganz schnell was einfallen zu lassen. Denn die werden das gleiche Problem kriegen, sobald jedes Handy aus dem Web nicht nur Filme und beiträge streamen kann, sondern diese via UPnP an jedes beliebige TV oder Hifi-Gerät senden kann. In den Kinderschuhen geht das schon längt – Nokia bringt gerade ein via Bluetooth als UPnP-gerät nutzbares Handy auf den Markt.

Aber was, liebe TV-Sender, wenn das alles erst einmal ausgereift ist?

17. April 2006 14:56 Uhr. Kategorie Technik. Eine Antwort.

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