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29. Januar 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
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25. Januar 2013 22:02 Uhr. Kategorie Photos. Tag Natur, pointandshoot. Keine Antwort.
22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
24. Januar 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

22. Januar 2013 16:43 Uhr. Kategorie Photos. Tag Licht, pointandshoot. Keine Antwort.

16:08 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Scratchbook. Keine Antwort.
21. Januar 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

15:17 Uhr. Kategorie Photos. Tag pointandshoot. Keine Antwort.

Im Zitatekabinett
Es ist bereits seit ein oder zwei Dekaden ein wie Mehltau auf unserer Zeit liegendes Gefühl, dass alles schon einmal da gewesen sei, nichts wirklich Neues mehr gesagt, getan oder gedacht werden kann. Dass wir nur noch im Remix der Stilzitate unseren Ausdruck finden. Wer das Cover des neuen Bowie Covers oder eben «Cloud Atlas» sieht, mag diesem dumpfen Gefühl von Postmoderne sicher zustimmen. Vielleicht ist es auf eine bestimmte Art sogar passend, wenn ein Film, der Reinkarnation und das Zyklische als Motiv hat, selbst an so vielen Stellen seltsam vertraut wirkt… das Neue an der Kooperation der Wachowski-Geschwister und Tom Tykwer sind jedenfalls weniger die erzählerisch verwobenen Vignetten selbst als vielmehr ihre Verkettung miteinander. Die vorbei wehenden Themen wirken ansonsten weitgehend vertraut: Südstaatenepos, postapokalyptische Primitiv-Gesellschaft, «Matrix/Blade-Runner»-artige Zukunftsvision, Musiker/Genie-Drama, Irrenhaus-Komödie, 70er Jahre Sozialdrama à la «China Syndrome» und so fort – die Macher scheinen sich dieser Tatsache sogar bestens bewusst zu sein. Nicht ohne Grund zitiert der Film wahrscheinlich erst «Soylent Green» wortwörtlich als O-Ton und dann nur Minuten später auf Plot-Ebene erneut. Im Spiegelkabinett von «Cloud Atlas» mag es insofern auch Absicht sein, dass sich die Wachowskis selbst parodieren und Darsteller sowohl aus «Matrix» als auch aus Tykwers «Das Parfum» auftreten. Die Wirkung ist ähnlich der an alte Loriot-Filme erinnernden permanenten Mehrfachbesetzung von Rollen mit den gleichen Darstellern: Man weiß nie ganz, ob man diese Form der Wiederholung nervig oder genial finden soll.
Film als Design
Wenn es aber nicht die Geschichten an sich sind, dann muss es hier die Form sein, die uns als Zuschauer fesseln soll. Und die ist tatsächlich ambitioniert. Nicht nur, weil Tykwer hier alles daran setzt, einen deutschen Film zu machen, der möglichst wenig «deutsch» wirkt, sondern auch, weil er an das Kino als große Emotionsmaschine glaubt. Seit «Lola rennt« scheint es dem Regisseur mehr das Austesten bestehender Grenzen zu gehen als um reines klassisches Erzählkino. Ob die reine Freude an größeren Produktionsstandards, an für sein Publikum unerwarteten Stoffen oder am raffinierten Spiel mit der Mechanik von Cinematographie und Storytelling – Tykwer ist kein Romancier, der Filme macht wie andere Bücher schreiben würden und der sein Handwerk in den Dienst einer Geschichte stellt, sondern umgekehrt ist er ein freudiges Spielkind im Chemielabor des Kinos, und die Geschichte folgt den Versuchsanordnungen seines Experiments. Oder vielmehr: sie ergibt sich im besten Falle fast zwangsläufig daraus. Deshalb fragt man sich bei «Cloud Atlas» auch besser zu keinem Moment, ob es eine gelungene Adaption ist – an dieser Frage kann man nur scheitern, da der Film im Sinne von innovativer Struktur sehr wohl Mitchells Mut und viele seiner visuellen Motive aufgreift, aber im herkömmlichen Sinne als Nacherzählung scheitert. Nicht nur, weil er weglässt oder hinzudichtet (was alle Adaptionen tun und tun müssen), sondern weil er den chronologischen Kreislauf der Buches, die durch die Spiegelung in der Mitte entstehende Taktung des Buches (die ihrerseits stark an Alan Moores Watchmen-Mittelteil «Fearful Symmetry» erinnert) zerstört. Zerstören muss. Die chronologische Staffelübergabe im Buch, die von Medium zu Medium, Erzählform zu Erzählform (Tagebuch, Brief, Interview usw.),Vignette zu Vignette wechselt und dabei doch ein kohärentes Ganzes bildet, eine Rahmenhandlung, die eben ohne Rahmen auskommt, kann in einem Film niemals funktionieren. Die Entscheidung, statt dessen auf moderne Reizüberflutung zu setzen, eine Form des permanenten Trailers, der über drei Stunden lang simultane, sozusagen genetisch verwobene Handlungsstränge miteinander zu verweben versucht, ist die einzig wirklich richtige Designentscheidung für Film, wo es – zumindest wenn man ihn im Kino sieht – kein Vor- und Zurückblättern gibt und wo Zeit nicht langsam und vom Leser gesteuert, sondern eben zerhackt, schnell, impulsiv und vom Regisseur gesteuert vergehen muss. Die Entscheidung, anstelle logischer Chronologie eine Gleichzeitigkeit und somit eine Zeit-Losigkeit zu postulieren, Geschichte als fraktale Wendeltreppe zu zeigen, die sich in sich selbst schimmernd widerspiegelt, rettet den Film.
Erfolgreich gescheitert
Denn nur so sind die abstrus schlechten Körperprothesen zu rechtfertigen, die stetige Variation des überschaubaren Darstellerensembles durch Computer und Make-Up, die den Betrachter oft aus dem Film zieht. Wenn etwa Halle Berry sich als «weiße» Frau kaum bewegt, um die digitale Retusche zu erleichtern, oder wenn man zu deutlich sieht, wie Hanks mit Make-up künstlich gealtert wurde. «Cloud Atlas’» seltsamer Mix aus tatsächlichen Schauwerten und B-Movie-Effekten verleiht dem Film dabei überhaupt erst seinen Charme. Man mag enttäuscht sein, dass die Wachowskis hier eigentlich nichts mehr auf ihre technischen Innovationen bei «The Matrix» aufzusetzen vermögen, eher wie eine Selbstkopie wirken, oder die Historien-Teile ähnlich angeplüscht wirken wie «Das Parfüm». Man darf sich aber auch freuen, weil der Film ohne diese Schwächen einfach zu wuchtig wäre. Nicht nur, weil eine auf sechs Ebenen simultan vorwärtslaufende Geschichte vielleicht gerade in den einzelnen Elementen nicht auch noch wahnwitzig innovativ sein darf, sonst wird es fürs normale Publikum (das man mit Hanks und Berry unweigerlich anvisiert) wahrscheinlich einfach zu schwer verdaulich, weil Struktur und Bauelemente zu «anders» sind, sondern vor allem auch, weil solche Unzulänglichkeiten den Film liebenswert machen. Komplexität in der Struktur, dabei aber vertraut wirkende Einzelelemente waren hier vielleicht einfach eine sicherere Entscheidung. «Atlas» hat in vielen Details und im narrativen Aufbau den Ansatz zur emotionalen und intellektuellen Überforderung des eigenen Publikums. Dieser Ansatz ist so vermessen wie auch liebenswert – zum einen ist immer schön, wenn Regisseure ein bisschen gegen ihre eigene Zielgruppe sowie gegen den allgemeinen Trend zur Vereinfachung arbeiten, zum anderen ist es selbst bei einem der teuersten Independent-Filme bisher natürlich undenkbar, in der Preisliga noch einen wirklich sperrigen und unverständlichen Film zu produzieren. Ergo ist «Atlas» zu jedem Moment natürlich unbedingt als Blockbuster konzipiert. Es ist ein Film zwischen den Stühlen. Ein komplizierter Film, der ein Kassenknüller sein will und bei den Produktionskosten auch sein muss. Ein Erfolgsfilm, der (relativ) schwierig und anspruchsvoll sein möchte. Ein Film, der den Zuschauer stellenweise wirklich verärgern kann und im nächsten Moment wieder zu begeistern versteht. Und der gerade in dieser Unentschiedenheit wirklich Spaß macht, weil er spürbar mit Liebe und Enthusiasmus gemacht ist und trudelnd, schlingernd an sein Ziel kommt. Das fast zu glatte Happy End verzeiht man «Cloud Atlas» insofern lieber als jedem überproduzierten Hollywood-Produkt, weil es das Produktionsteam in jeder Hinsicht verdient hat, eine «happily ever after…» am Ende dieses Films stehen zu sehen.
11:12 Uhr. Kategorie Film. Tag Drama, ScienceFiction. Keine Antwort.
20. Januar 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
19. Januar 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

17. Januar 2013 17:34 Uhr. Kategorie Photos. Tag Natur, pointandshoot. Keine Antwort.

Bereits letztes Jahr bestellt und jetzt – allerdings früher als im angekündigten März – angekommen: Das Philips Hue Lichtsystem, mit dem Philips sich erneut als Trendsetter in Sachen iOS-Zubehör und Licht etabliert. Die 8,5 Watt-LED-Birnen entsprechen etwa herkömmlichen 50-Watt-Birnen, haben ein sehr akzeptables Starttempo und sind absolut flackerfrei und ruhig im Licht, verbrauchen aber rund 80 % weniger Strom als herkömmliche Birnen, die Lebensdauer ist auf 15.000 Stunden angekündigt (da darf man gespannt sein).
Der Clou an dem hue-System, das derzeit exklusiv über den Apple Store verkauft wird, ist, dass es eben auch exklusiv mit Apple-Produkten funktioniert. Die Lampen werden über eine iOS-App gesteuert, entweder direkt via WLAN oder – sofern man sich im huePortal angemeldet hat – auch über Funknetz. Das Portal dient zugleich der Synchronisation von Einstellungen und Lichtstimmungen. Die App kann her eine zentrale «Bridge», die per (beigelegten) LAN-Kabel am Router angeschlossen ist mit allen Lampen (laut Philips bis zu 50) kommunizieren kann und in Echtzeit die Befehle der App-Steuereinheit weitergibt. Die smarte Nutzung von App und dem etablierten ZigBeeLightLink ergibt eine in der Praxis absolut überzeugende Lichtlösung.

Natürlich kann man mit den Hues ordentlich Disco machen (es gibt sogar eine entsprechende, klanggesteuerte App), der wahre Nutzen ist aber einfacher. Man kann im Büro über den Tag entweder manuell oder per Zeitsteuerung die globale sowie individuelle Lichtleistung komplett steuern, jeder Mitarbeiter kann via App «sein» Licht beeinflussen. Philips liefert fertige Lichtrezepte wie «Mehr Energie» oder «Konzentration» mit, die mal mehr mal weniger zu Tageslicht oder Warmlicht neigen, man kann aber auch komplexere Lichtstimmungen erzeugen, indem man etwa mit der einfach zu bedienenden Farbwerte aus einem Photo ausliest, wobei jede Lampe ihren eigenen Farbpicker hat. Das Anmelden des iPhone ist denkbar einfach, App starten, Bridge-Knopf zur Anmeldung drücken – und neue Birnen werden mit Hilfe der App einfach hinzugefügt und können individuell benannt werden. Dass die Birnen bei der Identifizierung blinken, hilft in komplexeren Situationen, die richtige LED zu finden.
Für ein Designbüro ist diese Sache deutlich mehr als ein Spielzeug. Wir können von Tageslicht zur normalen Farbbestimmung bis hin zu einer präsentationstaugichen Dämmerung das Licht sekundenschnell den Arbeitsbedürfnissen anpassen, ohne Lichtschalter bedienen zu müssen. Bei längeren Schichten kann man sich abends eine etwas kuscheligere Stimmung machen, wenn man konzentrierte Lichtpower braucht, ist aber auch ein helles, weißes Licht problemlos gegeben. Bürolampen werden auf einmal zu dimmbaren, weitgehend farbanpassbaren Umgebungsfaktoren – die ergonomische Wirkung ist enorm. Dazu kommt, dass das Licht durchaus angenehm ist, vor allem auch ein glaubhaftes «warmes» Licht möglich ist und die Lampen keinerlei Wärme abgeben.
Es ist zunächst ungewohnt, die Lampen nicht mehr durch die Lichtschalter zu bedienen (was jederzeit geht, natürlich), sondern per Smartphone, Web oder iPad zu steuern. Aber die Vorteile liegen auf der Hand: Die Lampen schalten sich automatisch vor Arbeitsbeginn an, man muss nie wieder ins Büro, weil man das Licht vergessen hat – und im Urlaub kann man eventuellen Einbrechern vom Strand aus eine belebte Wohnung vorgaukeln, wenn man will ;-).
Es ist etwas aufwendig, vor allem bei mehreren Birnen, das System sinnvoll einzurichten, da neue Birnen immer manuell konfiguriert werden müssen, also in einer Farbszene aktiviert sein wollen. Aber natürlich ist dies die Basis für Lichtnutzung in verschiedenen Räumen, da nur so jede Birne in einzelnen Szenen gezielt an/aus und auch hell/dunkel und nicht nur in der Farbe kontrollierbar ist.
Hue ist eine der ersten Anwendungen, die so effektiv Vernetzung/Smart Home und einen Alltagsgegenstand so nahtlos neu erfindet – man darf gespannt sein, wie diese Idee sich auch kommerziell und in interaktiven Experimenten und später zusammen mit «autolucenten» Wänden usw. einsetzen lassen wird. Mit Ideen wie dieser könnte der Abschied von der Glühbirne zumindest teilweise leichter fallen.

16. Januar 2013 21:23 Uhr. Kategorie Technik. Tag Apple, Farbe, Fun, Hardware, iOS, Licht, Produkt, Software. Keine Antwort.

15. Januar 2013 22:16 Uhr. Kategorie Photos. Tag pointandshoot. Keine Antwort.
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16:02 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Scratchbook. Keine Antwort.
14. Januar 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

14:25 Uhr. Kategorie Photos. Tag pointandshoot. Keine Antwort.
12. Januar 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
11. Januar 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

Eines der erfolgreicheren Projekte – neben der Pebble Watch – der Crowdfunding-Plattform Kickstarter ist die Photo-Rucksack-Lösung Langly CameraBag. Von dem Photographen Evan Lane erfunden, ist der Rucksack Beweis für die Energie von Kickstarter – früher hätte Lane wahrscheinlich nie das Geld beisammen gekriegt, um sich in dieser Form seine eigene Ausrüstung entwickeln zu können, und selbst dann hätte er noch die ersten Kunden und Multiplikatoren suchen müssen. Bei Kickstarter hat er beides in einem, Mini-Kreditgeber und bereits die ersten Abnehmer.
Tatsächlich ist der Rucksack, wenn man die Qualität mancher Kickstarter-Erstgeburten kennt, überraschend solide und durchdacht, kein Hauch von «Beta-Feeling». Die gewachste Baumwolle, die Lederapplikationen, die Nähte – in jedem Detail steckt genug Liebe, um einen deutlich höheren Preis zu rechtfertigen (wenn ich bedenke, was ein guter Weekender ähnlicher Machart so kostet) und den Rucksack wirklich als Objekt, das mit den Jahren und Belastung nur schöner werden kann, zu schätzen. Aber auch der Aufbau ist absolut durchdacht, tatsächlich die beste Kameratasche, die ich je in den Händen hatte. Die Nahaufnahmen zeigen die Qualität:


Haltbar vernäht, Leder, Baumwolle – ein Rucksack für die Ewigkeit (oder zumindest für eine ganze Reihe harter Außenaufnahmen)

Erinnert nicht von ungefähr an Vintage-Parkas: Die LanglyCameraBag ist durch und durch vom Military-Style inspiriert.

Dezentes und schickes Branding – der Schutzschild ist tatsächlich ein passendes Logo für die Belastbarkeit des Rucksacks.


Was für ein Unterschied zu herkömmlichen Nylon-Rucksäcken! Beausage-Materialien, wo das Auge hinreicht, nichts, was schlecht altern würde, man darf hoffen, dass dieser Rucksack mit der Nutzung einfach nur verrockter und schöner werden kann. Man will förmlich sofort in den Regen und den Schlamm damit.

Passend zum Bundeswehr-Look hat der US-Hersteller das schöne deutsche «Rucksack» in das innere Label gedruckt, das den Militärstil endgültig auf die Spitze treibt.

Keine Angst vor den Verschlüssen, sie tun nur so kompliziert: Die oberen Verschlüsse sind in Wirklichkeit durch Magnete sicher, aber leicht zu öffnen gehalten, die Schnallen sind nur Dekoration. Einerseits etwas schade, weil so natürlich etwas unsicherer als bei echten Schnallenverschlüssen, auf der anderen Seite großartig, weil man in der oberen Tasche beim Shooting die Kamera ablegen kann und durch die Magnetverschluss-Lösung blitzschnell zu Hand hat. Ein optionaler «echter» Verschluss wäre schön gewesen, aber da die Objektive und Kamera auf Reisen im unteren Teil des Rucksacks verstaut werden können, ist der Rucksack kein echtes Sicherheitsrisiko. Man beachte die Vielzahl an zusätzlichen Taschen rund um den Sack – Platz für jede Menge Kleinkram.

Liebe zum Detail: Die Rückseite des Rucksacks ist ergonomisch gepolstert, selbst absolut gefüllt trägt er sich absolut angenehm
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Die größere Fronttasche ist zusätzlich durch einen Reißverschluss gesichert. Die seitlichen nicht.

Die obere Tasche lässt sich durch Druckknöpfe erweitern und verengen/verschließen – zusätzlicher Schutz vor Wasser und Langfingern.

Von Innen ist der obere Teil mehr als Geräumig. Ob man hier bei der Arbeit kurz die Kamera parkt oder auf der Reise ein paar Kleidungsstücke o.ä. verstaut – Platz ist genug.

Dahinter hat ein komplettes Laptop sicher Platz. Mein 13″ Air hat mehr als genug Platz und kann selbst bei absolut vollgestopftem Rucksack noch problemlos untergebracht werden.

Im unteren Teil des Rucksacks, dessen Reißverschluss durch eine dicke Wulst vor eindringendem Wasser geschützt ist, finden die Objektive (und auf Reisen der Kamera-Body) Platz. Ich habe hier alle sieben Objektive, die ich sonst in einem Crumpler-Bag und einem Alu-Koffer hatte, unterbringen können, indem ich die kleineren Festbrennweiten etwas gestapelt habe. Ähnlich wie bei Crumpler und anderen Anbietern kann man sich den Stauraum mit gepolsterten Trennern, die mit Klettverschluss fixiert werden (stabiler als bei meinem Crumpler), aufteilen.

Mit allen Objektiven untergebracht habe ich noch zwei längere Trenner über, es sollte also für alle Anforderungen reichen (die beiden eignen sich übrigens auch perfekt, um komplette Objektive «einzurollen»).

In die obere Tasche passt tatsächlich die komplette 5DIII, mit Batteriegriff und einem 70-200 aufgesteckt. Griffbereit im oberen Rucksackteil ist das die bisher schönste Lösung für unterwegs, die ich kenne. Unten die Objektive, oben die Kamera sicher untergebracht – alles in einer Tasche und im Zweifelsfall trotzdem die Hände frei. Respekt, Mr. Lang!

So sieht der Bag randvoll aus – hier ist vom ersten Kabel bis zum letzten Fisheye wirklich jedes Kamera-Zubehör drin, das ich besitze. Stoßfest, so wassersicher wie es ohne Koffer-Monster-Lösungen geht, mobil und tatsächlich phantastisch leicht… und vor allem: Mit Materialien, die einfach Spaß machen und keinen Kompromiss kennen (wie etwa die blöden Plastik-Clips bei Crumpler). Dabei kostet der Bag nicht so viel, dass man ihn nicht anstelle anderer Anbieter bedenkenfrei nehmen könnte. Die Tasche gibt es bei Langly in zwei Varianten (hier ist die Alpha-Version gezeigt) und zwei Farben (Khaki und Grün) zu jeweils 199 Dollar, plus etwa 40 € für den Zoll, die man einplanen sollte.
Die LanglyCameraBag gehört, wie Pebble oder der NittyDrive, zu den Projekten, die ich bei Kickstarter gefördert habe, weil die Idee dieser Plattform an sich so spannend ist – das Venture Capital von Morgen. Dass die Tasche dabei noch so überzeugend ist, ist fast ein Bonus. Sie ist funktional die beste Kameratasche, die ich bisher gesehen habe und ästhetisch eine reine Freude. Ich hoffe, dass es in Zukunft noch viele kleine Alltags-Entrepreneure gibt, denen durch Kickstarter ähnlich phantastische Produkte ermöglicht werden.
19:43 Uhr. Kategorie Online, Stuff, Technik. Tag Hardware, Photographie, Vintage. Eine Antwort.
10. Januar 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
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If it’s good, it’ll drag you in.
Nick Tosches, Esquire, 12/12
27. Dezember 2012 11:21 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Zitat. Keine Antwort.
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21. Dezember 2012 15:11 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Scratchbook. Keine Antwort.

«Rosemarie’s Baby» trifft «I Robot» – diese 1977er Verfilmung eines B-Schockers des Vielschreibers Dean R. Koontz ist alles in allem ein ausgesprochen seltsamer, unwirklicher Film. Streckenweise unfreiwillig komisch, streckenweise psychedelisch, streckenweise body-horror um Dekaden vorweggenommen. Der Londoner Regisseur Donald Cammell ist eine exzellente Wahl für diese exzentrische Mischung, immerhin hatte er zehn Jahre zuvor in seinem bis dahin einzigen Film («Performance») schon einen eher surrealen Kult-Pop-Krimi produziert. Unter seiner Führung wird der plumpe Horrorstoff zu einem gleichzeitig grandios schlechten und schlicht grandiosen Kammerspiel zwischen Julie Christie, Fritz Weaver und Robert Vaughn als Stimme des Computers Proteus IV, der in einer etwas oedipalen Wendung als eigentlich für den militärisch-wirtschaftlichen Komplex unterirdisch konstruiertes Superhirn gegen seinen Schöpfer Dr. Alex Harris auf und schwängert (!) dessen Frau Susan, um selbst – Pinocchio würde es garantiert verstehen – menschliches Dasein erleben und Sterblichkeit begreifen zu können. Ganz à la Frankensteins Braut will Dr. Harris das natürlich nicht unbedingt zulassen, weswegen Proteus sich praktischerweise in das Labor seines Schöpfers hackt und vom dortigen Terminal aus nicht nur zu einer monströsen Metallplatten-Skulptur mutiert, sondern auch noch die gesamte Haustechnik übernimmt und Susan spontan im Keller vergewaltigt, da sie sich trotz bester Argumente Proteus’ freiwillig so gar nicht für eine Mensch-Maschine-Symbiose begeistern kann. Gespickt mit entsetzlichen aber liebevollen Trickeffekten, die teilweise so atemberaubend dreist bei Kubrick gestohlen sind (bietet sich bei einem Film über eine boshafte Künstliche Intelligenz ja auch an), das man ganz hingerissen ausrufen will: «So schlecht und so gut!» Denn trotz oder vielleicht sogar gerade wegen einem Hang zu britischer Skurrilität, seltsamen Wendungen in der ohnehin eher wirschen Handlung, trotz sowohl steifer wie auch hysterischer Darsteller, trotz der genial nebelmaschinenverhangenen Trick ist dem Film in jedem Moment eine ganz eigene Leidenschaft anzumerken, eine besondere Intensität. Und die sorgt tatsächlich für einen unwirklich-alptraumhaften Horror, der sich eben gerade wegen der irrationalen Handlung einstellt. Die Verve, mit der Cammell seinen Zug von der eigentlichen Science-gone-wrong-Schiene entgleisen lässt, verunsichert für den Rest des Films, weil man diesem Film jederzeit jede noch so abstruse Wendung zutraut… und in dieser Erwartung auch selten enttäuscht wird. «Demon Seed» ist seltsamerweise ein Film, der viel will, an den eigenen Ambitionen furios scheitert und gerade deshalb, in seinem Scheitern überhaupt erst gut wird. Ein besserer Film wäre wahrscheinlich insgesamt einfach ein anderer Film, mit plausibler Handlung, einer glaubhaften Motivation für Proteus, mit weniger dreisten Zitaten – wahrscheinlich hätte es den Film dann einfach nie gegeben. Ein nur noch marginal schlechterer Film hingegen wäre als platter Horrorschocker längst vergessen in der Schublade von Filmen, die selbst Corman noch zu peinlich wären. Aber so? Irgendwo zwischen Ballard und Hammer-Studios? So ist «Demon Seed» beunruhigend, verwirrend, bis zum letzten Moment durch und durch anders. Wir finden oft genug Filme gut, weil sie auf amüsante Art «trash», «camp» oder einfach eben genial schlecht sind, aber ein Film, der nur funktionieren kann in dem, was er eigentlich erreichen will, weil er es eben nicht erreicht? Atemberaubend selten! Im Grunde ist «Demon Seed» in seinem Scheitern ein gelungenes Stück Kunst.
09:16 Uhr. Kategorie Film. Tag Retro, ScienceFiction. Keine Antwort.
20. Dezember 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

Allein die Musik im Vorspann ist bereits legendär und schafft die perfekt Endzeitdisco für das nahezu bürgerkriegsähnliche Feeling eines Films, der ohne lange Worte zur Sache kommt. Es gibt kaum einen Soundtrack – Carpenters eigenes «Escape from New York» vielleicht ausgenommen – der so effektiv morbide, beklemmende Stimmung, Zeitdruck und einen Hauch von Science Fiction zusammenfasst. Es ist die elektronische Musik des Proto-New-Wave, zurückgeworfen auf sich selbst… düster, verloren, menschenlos. Für einen Endzeit-Film wie «Assault» könnte man sich keinen besseren Soundtrack wünschen, sie macht viel der Energie des Films aus. Ansonsten sind es im Rückblick natürlich vor allem die Details, die begeistern, diese Hollywood-Nostalgie, die inzwischen eben auch eigentlich recht jüngere, aber bereits seltsam anachronistisch wirkende Filme der 70/80er erfasst. Ein echter Vorspann vor dem Film… und dabei noch so kurz. Autos mit Scheiben, die noch händisch herabgekurbelt werden, manuelle Schreibmaschinen, Telefonanlagen, die verkabelt sind wie Uralt-Moogs, ein altes Motorola-Logo auf einer Funkanlage, Autos aus einer Zeit, in der die erste Ölkrise die Produktion in Detroit noch nicht verändert hatte. Die Technologien einer untergegangenen Epoche der Transistoren, prä-digital, in der die Hand noch das formende Bedienungselement war, nicht der Finger, Epoche einer grobschlächtigeren User Experience, die aus heutiger Sicht rustikal wie eine Hütte im Schnee wirkt – und seltsamerweise auch ähnlich anheimelnd.
Carpenters Handlung ist minimalistisch wie ein John-Cage-Stück: Es ist die erste Arbeitsnacht von Lieutenant Bishop in seinem alten heruntergekommenen Wohnviertel. Er scherzt am Funk, ein Held sein zu wollen und ahnt dabei noch nicht, wie dieser Tag enden wird, der so ruhig im Precint 9, Division 13 beginnt. ZUsammen mit dem Schwerverbrecher Napoleon Wilson trifft, der auf dem Weg zur Todeszelle einen kleinen Umweg macht, weil ein anderer Inhaftierter unterwegs transportunfähig krank wird, und einer Sekretärin der stillgelegten Polizeiwache findet sich Bishop alsbald in einem unmöglichen Kampf gegen eine Gang wieder, die den Polizeimord eines Bandenmitglieds rächen will und dabei einen Miniaturbürgerkrieg anzettelt, der an eine attackierende Zombiehorde erinnert. Carpenters Gang, über deren wahrscheinlich durch politische Korrektheit erforderliche extrem multi-ethnische Zusammensetzung sogar im Film gescherzt wird, ist zunächst noch durch eine Handvoll bitterböser Charaktere umrissen, die aber im weiteren Verlauf einer blinden Horde weichen, die einfach in immer neuen Wellen das Precinct zu stürmen versucht. Das dieser Angriff an einen Indianerangriff auf ein verlassenes Fort erinnert und die langen Schußwechselpassagen des Films sehr bewusst Western-Ästhetik zitieren ist kein Zufall – Carpenter wollte ursprünglich einen Western drehen, wurde aber von der Produktion auf einen aktuellen Film eingeschworen. Dass «Precinct» trotzdem ganz offensichtliche Anleihen bei «Rio Bravo» macht, ist aber nicht zu übersehen.
«Precinct 13» ist der Inbegriff einer cinematographischen Coolness, die Carpenter später nur noch selten so pur erreicht. Alles an diesem Film hat Charisma – die Kleidung der Gangmitgliedern (Proto-Samuel-Jackson), der schwarze Wagen, die seltsame Ballard-artige Kälte der sonnendurchfluteten LA-Ghetto-Straßen, die grauweiße Farbstimmung, die enorm sachlichen und ruhigen Kameraeinstellungen, die heißeisige Kälte der Icetruck-Scene – da kommt keim Remake heran. Der Film profitiert rückblickend von der damaligen längeren Schnittfrequenz, die aus heutiger Sicht ruhiger wirkt, die einzelnen Einstellungen bedrohlich länger wirken lässt, entspannt und gefährlich wie ein zu langer Augenkontakt. Wir sind diese Taktung in einem Film nicht mehr gewohnt und sie ist gerade dadurch überraschend effektiv. Diese eidechenhafte Ruhe macht dann plötzliche Gewaltausbrüche umso erschreckender, zumal wenn sie unangekündigt am hellichten Tage passieren. Die finale Attacke auf die Polizeiwache schwächelt aus diesem Grunde etwas – der Film ist am stärksten, wenn am wenigsten passiert, das damals möglicherweise furiose Shoot-Out-Finale wirkt heute schwächer als der lange ausgehaltene Aufbau der Grundstimmung.
Ein moderner Western, mit einem einsamen Sheriff und einem stillgelegten Fort, einer klaren bösen Übermacht und zwielichtigen Verbündeten… eine Welt, in der du als Vater eben nicht die Polizei rufst, wenn deine Tochter ermordet wird, sondern wie selbstverständlich zur Waffe greifst und dem inneren Lynchmob gehorchst. Carpenter skizziert mit wenigen Strichen ein Anti-Rockwell-Amerika, in dem die Flagge selbstverständlich eingerollt in der Ecke steht oder zerschossen wird, in der das Faustrecht regiert, eine anachronistische Nachmoderne. Ohne Trickeffekte, nur durch das bloße Weglassen, durch Reduktion und Sparsamkeit gelingt Carpenter ein dichtgewobener apokalyptischer Spaghettiwestern mit drei Außenseitern und Anti-Helden, die in ihrer Reduktion auf minimalste Charakteristika die Handschrift des Regisseurs in der vielleicht klarsten Form zeigen.
15:12 Uhr. Kategorie Film. Tag ScienceFiction, Thriller. Keine Antwort.
19. Dezember 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

15:12 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Scratchbook. Keine Antwort.
18. Dezember 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

«Soylent Green» ist einer dieser wegweisenden und prägenden Filme für mich, die Sorte, die du als Kind siehst und die sich in eine bestimmte Genre-Ecke bewegen. Weniger Science als Social Fiction hat er mich vor zig Jahren auf eine ganze Flut von Büchern und Filmen gestoßen und zu einem lebenslangen Fan spekulativer Fiktion dieser Art gemacht, weniger Raumschiff, mehr soziopsychologische Experimentierkammer. Aus den Thesen des Club of Rome entwickelt, ist der Film nahtlos in der Tradition von diesen Siebziger-Filmen, die wenig mit dem Weltall und Strahlenkanonen anfangen können und mehr mit der konkreten Alltagszukunft der Menschheit, die eine ehrlichere, direktere Reflektion beziehungsweise Extrapolation gegenwärtiger Tendenzen sind. Oder vielmehr der Ängste ihrer Zeit, wobei nur wenige Filme jener Periode die erwachenden Umwelt- und Wachstumsängste so gekonnt ganz wortwörtlich zu Hobbes »Homo homini lupus« verdichten wie «Soylent Green» und die Kannibalen-Apokalypse beklemmender inszenieren als die meisten Zombie-Filme von heute es könnten.
»Soylent« wirkt dabei an manchen Stellen natürlich ebenso »preachy«, übertrieben und angestaubt wie viele andere ähnliche Werke aus dieser Periode (wie ja etwa selbst «The Sheep Look Up» von Brunner), besticht beim Wiedersehen aber eigentlich sogar durch genau diese Uncoolness. Der Film hat eine Botschaft und ist sich nie zu fein, diese auch mit dem Holzhammer ins Gesicht der Zuschauer zu prügeln. Es ist ja inzwischen eigentlich wohltuend, einem Regisseur bei der Arbeit zuzusehen, der bei allem kommerziellen Ansatz eines SF/Krimi-Films noch versuchte, sein Publikum zu erziehen und dabei recht unzierlich ist. Richard Fleischer, 1973 bereits durch und durch alter Hollywood-Kriegshengst mit fast drei Dekaden Erfahrung, ist in den 60s und 70s auf der Höhe seines Schaffens und als Blockbuster-Lieferant genügend Rang, um einen Film zu produzieren, der einerseits gnadenlos akute soziale Themen aufs böseste ausschlachtet, andererseits genug Vibration erzeugt, um bis heute als Klassiker zu gelten. Tiefe und Gewicht bekommt Soylent dabei vor allem durch «The Book» Ernest Borgnine, dem man die nostalgische Verzückung wegen ein paar Lebensmitteln ebenso abnimmt wie die fast transzendente kontroverse Euthanasie-Szene. Die fein nuancierte Kunst des wunderbar gegen seine eigene Bad-Boy-Schublade anspielenden Borgnines gibt dem Film eine Glaubwürdigkeit, die sich aus Andeutungen zu ergeben scheint, aus Beiläufigkeiten. In einem Film, in dem die Oscarkategorie « Dramatischstes Overacting» bereits vom Hauptdarsteller Heston perfekt abgedeckt ist, liefert der während der Dreharbeiten bereits an Krebs erkrankte (und in der Sterbeszene insofern den eigenen Tod selbst vorwegnehmende) Borgnine eine der Rollen seines Lebens, macht mit einem Augenblick mehr als Heston mit allem Schwitzen, Grunzen und Prügeln. Sein Solomon Roth ist die Figur, an der wir das Elend der gesellschaftlichen Niedergangs tragischer erleben als an den überfüllten Straßen. Es ist Borgnines Verdienst, dass es bei «Soylent Green» eigentlich völlig egal ist, wie die Leiche zu Beginn des Filmes heißt, die als reiner McGuffin die Handlung lostritt (es ist William R. Simonson, Chef der Soylent Green herstellenden Firma). Der wahre Mord, das wahre Verbrechen in diesem Film ist das Leben in einer Welt, in der der Freitod nicht nur gesellschaftlich gewollt, sondern individuell die sachlich bessere Wahl ist, die wirkliche Glücksstrategie in dieser stinkenden engen Welt ist der Selbstmord.
Aber auch Charlton Heston – heute eher als Witzfigur für Michael Moore berühmt als der Kinostar, der er einst war – ist aus diesem Film nicht wegzudenken. Ähnlich wie bereits in «Planet der Affen» und «Omega Man» zeigt er (wahrscheinlich unfreiwillig) gerade in seiner lauten Fast-Parodie des Actionhelden (später nur noch zwischentonfrei von Arnold Schwarzenegger übertroffen) den Macho im Zusammenbruch. Seine körperliche, wütende Aggression, der frustrierte Handlungsdrang – Heston ist ein Cowboy in einer Welt, die er nicht mehr versteht, ein Outcast, ein Mann, der mit seinen Fäusten nicht mehr in der Lage ist, die Komplexität der Realität zu verformen, gefangen im Netz von Sachzwängen und Deals. Wenn er als Polizeidetektiv Robert Thorn den Zuhälter der «Furniture»-Mädchen prügelt, wenn er Lebensmittel stiehlt oder sich an den Edel-Prostituierten aus Simonsons Appartement bedient, dann ist Heston der inkarnierte Jäger und Sammler der Urzeit, Huxleys edler Wilder in der Schönen Neuen Welt. Thorns kleine Ganovereien sind dabei einerseits natürlich absolut funktional in der Nachkriegsstimmung dieser überbevölkerten Mangelgesellschaft, andererseits ist seine Hilflosigkeit im zynischen Geflecht von Politik, Gewinnmaximierung und Sachzwang symbolisch für die Ängste Amerikas in dieser Periode… hier zeigen sich psychologisch tatsächlich tiefere Ängste als die, die man oberflächlich dem Ölschock zuweisen kann. Während Clint Eastwood oder Michael Douglas erst Dekaden später ratlose Tatmenschen verkörpern, ist Heston bereits hier orientierungslos und schlägt wütend, ultimativ wirkungslos, auf die Glaswände seines Gefängnisses ein. Was schließlich ist noch vernünftig, wenn die ganze Welt verrückt geworden ist? Und was wäre eine sinnvolle Alternative zum höflich gebrochenen Kannibalismus, der hinter der Produktion von Soylent Green steckt? Am Ende bleibt nur die Wahl, so legt Fleischer uns nahe, zwischen Thorns furioser, aber letztendlich sinnlos verpuffender Wut und Rothmans resignierendem Sterben. Diese böse Botschaft in einen Film zu verpacken, der dennoch den üblichen Handlungsstrukturen eines Hollywood-Thrillers entspricht, ist beachtenswert.
Denn auch ohne die Öko-Botschaft ist «Soylent Green» ein beachtlicher Film Noir, der hemmungslos bei Chandler klaut und der mit Thorn eine Figur erschafft, die in ihrer Korruption und Aufrichtigkeit so sehr Kind der 70er ist, wie zugleich wegweisend für spätere gebrochene Antihelden. «Blade Runners» Rick Deckart beispielweise hat hier einen eindeutigen Vorläufer, auch wenn die Dystopien sich natürlich grundlegend unterscheiden… jeweils ihr eigenes Jahrzehnt wiederspiegeln. «Soylent» ist auch deshalb so erfolgreich gewesen, weil es einer der ersten deutlichen Genre-Mashups war: Die SF-Elemente dienen hier einerseits nur als Background und ungewohntes Setting einer relativ normalen Krimihandlung à la Philip Marlowe, paradoxerweise macht aber nur diese Handlung den Kern des SF-Frameworks wirkungsvoll und überhaupt verdaulich. Das Zukunfts-Szenario wirkt wie eine Frischzellenkur für die relativ abgegriffene Krimihandlung, aber die Vertrautheit eben dieser Handlung macht die an sich massiv ungenießbare Club-of-Rome-Botschaft überhaupt erst verdaulich und nachhaltend wirksam. Es ist, anders gesagt, ein hochelegantes Film-Design, das hier am Werk ist, das gekonnt kommerzielle Wirksamkeit als Basis einer weiterführenden Intention ausnutzt. Es gibt wenig Filme, die das halbwegs erfolgreich und zugleich ehrlich hinbekommen – die Siebziger gehören zu den etwas besseren Dekaden für diese Art von Film –, und genau deshalb wirkt «Soylent Green» in der Rückschau zwar unweigerlich etwas angestaubt und unentspannt zugleich, überzeugt aber immer wieder durch Mut zum absonderlichen Detail und durch zwei Darsteller, die in Hestons Fall perfekt das eigene Image gegen sich selbst wenden, in Borgnines Fall große darstellerische Qualität in einen eigentlichen B-Movie bringen und diesen dadurch erstrahlen lassen. Am Ende kann sich Soylent nie ganz entscheiden, ob er Dystopia, Krimi, Charakterstück oder Action-Drama sein will… und genau diese dem echten Leben seltsam nahekommende unfreiwillige Unausgeglichenheit, die so seltsam aus dem Handgelenk geschüttelt wirkt, macht den Film auch noch nach fast vierzig Jahren viril.
18:01 Uhr. Kategorie Film. Tag ScienceFiction. Eine Antwort.
17. Dezember 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

14:52 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Scratchbook. Keine Antwort.

14. Dezember 2012 20:19 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Scratchbook. Keine Antwort.
13. Dezember 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

11:54 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Scratchbook. Keine Antwort.
12. Dezember 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

11. Dezember 2012 23:11 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Scratchbook. Keine Antwort.
22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
10. Dezember 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
9. Dezember 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

10:21 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Scratchbook. Keine Antwort.
8. Dezember 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

7. Dezember 2012 18:12 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Scratchbook. Keine Antwort.
6. Dezember 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

15:59 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Scratchbook. Keine Antwort.
for the harmony of the world is made manifest in form and number, and the heart and soul and all poetry of natural philosophy are embodied in the concept of mathematical beauty
12:52 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Zitat. Keine Antwort.
5. Dezember 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
4. Dezember 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

3. Dezember 2012 21:31 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Scratchbook. Keine Antwort.
30. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
29. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

21:53 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Scratchbook. Keine Antwort.
wo klarheit herrscht, ist auch ruhe, oder entsteht doch nach und nach von selbst
f. w. von humboldt
17:22 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Zitat. Keine Antwort.
28. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
Ohne lange Worte: Photos von der neuen Slanted:


















































20:13 Uhr. Kategorie Design. Tag Magazine, Typographie. Keine Antwort.

Wunderbar, wunderbar geschmacklose Anzeige. Wunderbar schlechte Montage. Bin hin zur Armbanduhr des male models und dem Blick der Dame links neben ihn ein kleines Stück Kunst. So viel Spaß kann Technologiewerbung machen. Keine Ahnung, ob man so ein positives brand image aufbaut, aber immerhin: niemand guckt an dieser Anzeige vorbei :-D.
18:41 Uhr. Kategorie Stuff. Tag iPad, Werbung. Eine Antwort.
New York City Ballet http://t.co/Z4bypwUs ->
27. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
26. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.


Auch ein ganz interessanter Trend derzeit: Vater mit Kind. Die Idee der Vererbung. Patek macht das schon lange, jetzt kommen sie alle hinterher. Bei Uhren noch vage verständlich, aber bei eau de toilette?
15:12 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Werbung. Keine Antwort.
25. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

(crushed by the wheels of industry)
23. November 2012 13:02 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Scratchbook. Keine Antwort.
22. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

17:09 Uhr. Kategorie Photos. Tag Kitsch, pointandshoot. Keine Antwort.
21. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
20. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Eine Antwort.

Etwas schöne Handarbeit von unserer neuen Praktikantin Mareike – und natürlich ein nach wie vor phantastisches Buch. Alle Papierliebhaber werden uns jetzt wahrscheinlich für das Übermalen hassen.
08:00 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Typographie, Vernacular, Vintage. Keine Antwort.
19. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

Dame
Es ist bemerkenswert, das Judy Dench im dritten der Relaunch-Bondfilme eine so zentrale Rolle besetzt. Bereits Casino Royale und Quantum of Solace gaben der Darstellerin mehr und mehr Raum, den sie sich sozusagen erarbeitet hat – ihre M ist eine der besten Figuren im Bond-Relaunch, neben Craigs etwas mehrschichtigerem 007 im Grunde der einzig dreidimensionale Charakter der Serie. Insofern ist es konsequent und zugleich auch schade, dass die Reise dieser Protagonistin hier Höhepunkt und Ende findet. Schade ist vor allem, dass auch Dench nicht der Versuchung widerstehen kann, der sehr harten und kalten Figur am Ende einen weichen Kern zu unterstellen, als Schauspielerin an einer tragischen Figur interessierter war als daran, Unschärfe und Geheimnis von Bonds Vorgesetzter beizubehalten. In den vergangenen Teilen war die Andeutung genug, eine fast subkutan gespielte Anteilnahme an ihrem Agenten, den sie ansonsten jederzeit kalt opfern würde – hier kippt die Beziehung zum Ende aber in eine seltsame Ersatzmutter/Sohn-Rolle. Es ist für Darsteller und Drehbuchautoren natürlich verführerisch – und insofern auch ein zentrales Element des New Bond – den Menschen hinter der funktionalen Maske zeigen zu wollen, die berufliche Deformation bloßzulegen. Die Gefahr ist allerdings groß, dass die Maske selbst zeitloser und größer ist als der Mensch dahinter, dass die Enthüllung enttäuschend und banal ausfällt, und der einmal demaskierten Figur insofern nur der Abtritt als Ausweg bleibt. Auch, weil sie ja keineswegs einen echten Menschen zeigt, sondern nur eine neue Maske, die Autor, Regie und Schauspieler anlegen und die meist nicht so langfristig gewachsen ist wie das ursprüngliche vorherige Rollenklischee. Während also M als ambivalente Figur zwischen Professionalität in einem mörderischen Gewerbe und einem fast widerwillig erhalten gebliebenen Restbestand Menschlichkeit eine von Dench über Jahre solide und glaubhaft etablierte Rolle ist, wirkt die Mutterfigur, die so plötzlich hervorspringt, dünn. Die vom Autor gewollte Katharsis für 007, der späte Ritterschlag durch die Mutterfigur, führt Regisseur Mendes und seinen Autor Neal Purvis aber zu einem weniger rebellischen »erwachsenen« Bond und schließt den mit Casino Royale begonnenen Zyklus.
Bube
Was wäre 007 ohne seine Gegner? Im 23. Film übernimmt der Spanier Javier Bardem die Rolle des britischen Geheimagenten und auch die wohl böseste Blondierung der Filmgeschichte kann nicht davon ablenken, dass hier etwas nicht ganz zusammen passen will. Bardem, ein herausragender Darsteller, der mehrfach bewiesen hat, dass er absolut zu Understatement und tiefem, emotionalem Spiel in der Lage ist, wirkt übermäßig aufgekratzt als Raoul Silva, ein Spanier, der ausgerechnet beim britischen Geheimdienst arbeitet. Vielleicht liegt es daran, dass eine so mehr als andeutungsweise homosexuelle Figur in einem Testosteron-Film à la Bond nicht ausgerechnet den Schurken geben sollte – auch wenn wir dadurch einen sehr bemerkenswert Bond-untypisch bisexuellen Kommentar von Craig bekommen.
Als Gegenspieler leidet Silva an einem Problem, das freilich nicht nur auf Bond-Filme beschränkt ist: Am Anfang nahezu als allmächtig aufgeplustert, um als filmtaugliche Bedrohung zu dienen, geht ihm am Ende die Luft aus. Warum ein global operierender Bösewicht, der eine komplette Armee sein eigen nennt, Satelliten fernsteuert und in einem nahezu aberwitzig überkomplexen Racheplan arbeitet, am Ende allein und recht verwirrt wirkend durchs Hochmoor stakst und eher die unfreiwilig-hysterische Komik-Bedrohlichkeit einer Cruella De Vill ausstrahlt, ist mir schleierhaft geblieben. Wie überhaupt über manche Entwicklung der Handlung besser nicht nachgedacht werden darf. So schön es jederzeit ist, Bardem auf der Leinwand zu sehen – als Bond-Schurke ist er ein Rückschritt gegenüber den beiden bisherigen Relaunch-Gegnern, die einfach etwas glaubhafter, weniger operettenhaft angelegt waren. Wie bei so vielen Dingen in diesem Film versucht Regisseur Sam Mendes hier einen Spagat zwischen dem «neuen» Bond und einer Rückkehr zu älteren Elementen vor dem Relaunch. Dieser Mix aus Modern und Retro funktioniert in diesem Aspekt aber ausgesprochen schlecht. Goldfinger passt eben nicht in die Welt von Jack Bauer.
König
Und tatsächlich stellt Skyfall einen Abschied von dieser Welt der Bauers und Bournes dar. Das Ende des Films führt Bond zurück zu seinen Anfängen. Sein Chef ist ein Mann, Miss Moneypenny sitzt hinter dem Schreibtisch und à la Connery ist da sogar ein Hutständer. Wo die beiden vorhergegangenen Filme einen Neuanfang wagten, und damit vielen Kritikern zu ernst waren, kehrt Mendes vehement zu einer Version von James Bond zurück, die er wohl aus seiner eigenen Kindheit kennt. Die bisher vor allem seit etwa den 80er Jahren aus der Welt der Comics bekannte Dynamik von Neuaufbruch und radikaler Veränderung und Trägheitsmasse von Publikum und Kreativen, die im Kern jede Abweichung vom Vertrauten ablehnen, hat damit auch die Filmbranche erreicht. Sinnigerweise, denn die auf Sequels ausgelegte Logik des modernen Kinos leidet unter den gleichen zyklischen Problemen wie etwa ein monatliches Spider-Man-Comic, der gleichen immer schwerer zu leistenden Existenzberechtigung, zu einem schulterzuckenden «Well, the fans demand more of the same…» wird.
Mendes Regieansatz ist die unwillkürliche Reaktion von Traditionalisten auf einen Relaunch – und mitunter ist man als Konsument ja auch dankbar für diesen Pendelschwung zwischen den Kräften von Innovation und Inertia einer Marke, vor allem wenn sie so zeitlos ist wie 007. (Und Bond ist natürlich keine Figur, kein Charakter, sondern eine Marke, die fast perfekte «Brand» sogar.) Insofern mag das Ende von Skyfall vielen Classic-Bond-Fans ein Aufatmen entlockt haben. Craigs Bondfigur mag immer noch blond sein, aber die meisten anderen Neuerungen sind mit diesem Abschluss ab dem nächsten Film potentiell ignorierbar. Es ist jedoch auch ein mutloser, enttäuschender Gang, der vielleicht der schwierigen Produktion und Finanzierung des letzten Bond-Films geschuldet war, der Angst der Broccolis, sich vielleicht zu weit aus dem Fenster gelehnt, zu leichtsinnig den Kern der 007-Identität aus dem Blick verloren zu haben. Und so fühlt sich Skyfall an wie aus einer vergangenen Zeit hochsteigend, ein Film mit nicht mehr Anspruch als den Mythos künstlich zu beatmen und dabei ein elegantes Werbeumfeld für Bier und Autos zu liefern, in dem Omega-Uhren so häufig aufblinken wie Google-Adwords in der Suchmaschine. Dass die Serie damit fast symbolisch für ein Gefühl von sozialer Stasis ist, für die Frage, was sich außer technologischem Fortschritt und krasserer Kommerzialisierung seit den 60er Jahren wirklich gesellschaftlich getan hat, ist insofern kein Zufall. Bond ist deshalb als Serienkino so erfolgreich, weil in seiner Welt ebenso wenig passieren kann und darf wie in der der «Simpsons». Insofern waren Casino Royal und Quantum of Solace nur eine «Illusion of change», nur ein Vorgaukeln von Wandel, der am Ende doch wieder im Status Quo mündet,
Ass
All das ändert wenig am Highlight des Films, an Daniel Craig. Im Kontext des etwas statischeren Skyfall-Films kann er nicht so glänzen wie dem bewegteren, schnelleren Quantum of Solace, aber dennoch gelingt ihm in vielen Nuancen eine bestechende Auseinandersetzung mit dem modernen Mann. Sein Bond ist ein Dandy, der sich die Cuffs zurechtrückt, obwohl er gerade während einer Verfolgungsjagd auf einen Zug springt und der im Arbeitsanzug aussieht wie ein GQ-Model. Und da Darsteller wie Craig oder Willis oder Gosling ja tatsächlich auf Modemagazinen Kleidung ausstellen, schließt sich hier ein Kreis, der zu Zeiten von Connery und Moore noch nicht in dieser Nahtlosigkeit existierte. Bond als Figur ist – wie Steve McQueen oder Cary Grant oder Gary Cooper, nur eben als imaginäre Chimäre – ein Spiegel dessen, was eine Dekade als Männlichkeit zu definieren scheint… gebrochen im Kontext eines Actionfilms, in dem die Männer per Definition immer hart, einsatzbereit und «in control» sein müssen. In dieser enorm engen Maske verleiht Craig der 007-Figur scheinbar nebenbei kleine Eigenarten, die den Charakter wie beiläufig, aber dabei signifikant vertiefen. Sein Bond ist nicht ironisch, wie Connery oder Moore es waren, sondern sarkastisch. Nicht distanziert-britisch, sondern stets irgendwo zwischen amüsiert und genervt. Nicht manieriert oder arrogant, sondern durch Scheitern und Verlust verkapselt. Als würde eine innere Dissonanz des ambitionierteren Darstellers über den Job als Actionstar durchblitzen, wirkt Daniel Craigs Darstellung von James Bond immer so, als würde er sich eigentlich eine bessere, andere Berufswahl vorstellen können, als wäre Ausstieg immer eine Option und Sehnsucht, ohne dass Bond am Ende dem Magnetismus der eigenen Arbeit widerstehen könnte. Craig schafft es, en passant in seinem Bond ein Zerrbild des modernen Söldners im Management anzulegen, der sich mit identischen Äußerlichkeiten umgibt. Das Auto, die Uhren, die Anzüge – schon rein äußerlich wäre 007 problemlos in den obersten Ebenen von Banken und Unternehmen daheim und auch seine Normen und Werte, sein Verhaltenskodes sind inzwischen «corporate»-tauglich. So wird Bonds Dasein als Workaholic, immer an der Grenze zum Burn-Out, dem das Privatleben aber doch nie gelingen will, seine Hassliebe zum System und seinen Vorgesetzten, zur Karikatur des modernen Angestellten, zugleich vielleicht zur Affirmation dieses Daseins. Craigs Bond ist wie Jon Hamms Don Draper zugleich coole Stilikone und nahezu entkernter Charakter, zerrissen, entfremdet, treibend und dennoch absolut hyperfunktional, wenn es darauf ankommt. Das Privatleben nicht vorhanden oder nur der Form halber als Wunschbild existent, fliehen beide Figuren vor ihrer Vergangenheit und sind zugleich für immer in ihren Urinstinkten als Beutejäger verstrickt. Helden und tragische Figuren zugleich. Es ist Craigs Leistung, diese Komplexität in zwei Stunde in die eigentliche Handlung eines Hollywood-Blockbusters zu schmuggeln, mit einem Minimum an darstellerischem Aufwand. An einen 007 nach Craig zu denken, ist derzeit schwierig.
20:01 Uhr. Kategorie Film. Tag Thriller. Keine Antwort.



Absolut gekonnte Anzeigenserie des britischen Herrenausstatters Alfred Dunhill, die an Reduktion und Klarheit kaum zu überbieten sind – phantastische Testimonials, herausragend ausgewählte Markengesichter, gute Photographie, zeitlose Typographie. Und das ganze dann ganz modern mit kleinen Video-Botschaften im Netz weitergeführt. Wunderbare Arbeit.
17. November 2012 20:35 Uhr. Kategorie Design. Tag Werbung. 2 Antworten.

16. November 2012 23:52 Uhr. Kategorie Photos. Tag Licht. Keine Antwort.
22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
Ein paar Dinge, die mir zu diesem schönen Beispiel von Vintage-Werbung aus 1964 für eine Submariner 5513 von Rolex einfielen:
A) Understatement. Mag sein, dass die ein oder andere moderne Rolex wie manche andere Uhr des gehobenen mittleren Segments irgendwie einen maskulinen Geltungsdrang bespielt und ins zu gewollte und große kippt. Aber davon ist hier keine Spur. Alles an dieser Anzeige ist souverän, sachlich, aufs wichtige reduziert – und damit ein Paradebeispiel dafür, wie Design und Werbung die Qualitäten eines Produktes visuell manifestieren. Kein Machismo, keine Hard-Sell-Anstrengung, das Produkt verschwindend bescheiden und genau dadurch im Fokus.
B) Design. Hier kannst du nichts mehr wegnehmen – der Mut zum schwarzen Weißraum, der reine Verzicht auf alles Dekorative sagt mehr als jede Headline oder Illustration es je kann. Anzeigenülatz ist teuer und subkutan realisiert jeder Leser, dass ein Hersteller, der es sich erlaubt, 50% dieser Bruttofläche einfach ungenutzt zu lassen, ernstzunehmen ist. »Weniger, aber besser« ist selten so formvollendet zu Papier gebracht. Und was da ist, ist eben keineswegs mehr Dekoration – das Design leitet sich nahezu zwangsläufig aus den Maximen der Uhr selbst ab, die selbst anderen Klassikern ihrer Zeit gegenüber ein ungewöhnlich aufgeräumtes Ziffernblatt hat (man vergleiche Speedmaster oder Navitimer aus den Sechzigern). Sogar verglichen mit der 5512 ist das aufgeräumtere Dial der Submariner ja eine dezente Reduktion, es gibt von dieser Marke faktisch kaum eine Uhr, die weniger vom Betrachter will. Die Eleganz der Anzeige ist also keine aufgesetzte Designwillkür, sondern folgt der Produktlogik und extrapoliert diese lediglich. Das die Taucheruhr zugleich auch im Layout sozusagen am Seeboden »liegt« und uns visuell klar wird, dass irgendeine Tauchuhr für 40 $ eben nicht so tiefentauglich ist wie die teurere Rolex, wird dabei fast unterschwellig mitkommuniziert, indem der obere Teil der Headline eine Art imaginärer Wasseroberfläche bildet und die Rolex dagegen quasi zur Bathysphäre wird,die in die Tiefe der Seite eintaucht. So schlicht und dabei so treffsicher gemacht – Respekt.
C) Copy. Und viel davon. Großartige, wunderbare Textmengen, perfekt abgestimmt auf die Argumentation, ein Mini-Essay, nicht zu kurz, nicht zu lang, jedes Wort gewählt und mit Bedacht gesetzt, auf Spalten- und Zeilenmaß passend geschrieben… und dabei doch so beiläufig klingend, eine beneidenswerte Mischung, die natürlich gerade im Englischen so überzeugend gelingen kann, dank der schönen Diffusität von »You«, und um die man im Deutschen viel härter kämpfen muss. Wunderbar noch mit scheinbar sinnlosen, aber mythos-generierenden Fakten unterfüttert, schafft der Text eine Preis-Rechtfertigung, die sich deutlich von heutigen Strategien unterscheidet. Heute ist die Marke im Luxussegment zuhause und der Preis sozusagen bereits per se ein Abgrenzungsmerkmal für die Käuferschaft, losgelöst von der tatsächlichen Qualität des Produktes. Die Uhr ist teuer, weil es ihr Sinn ist, teuer zu sein und insofern Kaufkraft zu kommunizieren. 1964 war die Uhr aber »nur« ein Arbeitswerkzeug, der höhere Preis ist also nutzen-orientiert abgeleitet, qualitativ plausibel argumentiert. Die Uhr präsentiert sich über den Bluff der anscheinenden Entschuldigung für den auf den ersten Blick so hohen Preis rhetorisch geschliffen als hochwertiges Produkt. Welcher namenlose Madison-Avenue-Texter hier auch dahinter stecken mag, es ist ein Artefakt aus einer Zeit, in der Copy-Autoren spürbar davon träumten, ernsthafte Schriftsteller zu sein und etwas unzynischer als heute handwerklich meisterhaft mit ihrem Werkzeug Text eine »Stimme« für die jeweilige Marke erarbeiteten, bis diese ihren ganz ureigenen, markanten Sound hatte – weit von der sonst oft anbiedernden Art naiverer 60s-Werbung entfernt ist. Bereits vier Jahre später hat sich Role von diesem produktorientierten Ansatz abgewendet, um zeitgeistiger und »cooler« zu werben, auf den Abenteuer-Aspekt zu setzen, der bis heute Chronometer-Werbung dominiert (wie akut wieder die Zenith-Werbung mit Baumgartner zeigt). Leider. Gegen dieses fünfzig Jahre alte Stück Gebrauchsgrafik sieht ausnahmslos sämtliche Uhrenwerbung von heute zu aufdringlich und zugleich zu unentschieden aus, es fehlt gegenüber dem Beispiel oben an Klasse, Zurückhaltung und Charisma. Die Uhrenreklame heute setzt (bei einem oft greifbaren Mangel an Gespür für Design) auf prominente Gesichter und (mehr oder minder frei erfundene) Angriffsflächen für die Zielgruppenidentifikation – anstatt kühl und klar, aber charmant auf die Magie des Produktes selbst aufzusetzen. Und die geht in dem Getöse zunehmend verloren. Wenn Omega mit einem denkbar zugeknöpften James Bond für die Skyfall-Speedmaster-Chrono wirbt, der einfach nur (sogar mit verdeckter Uhr) im Mantel herumsteht und so gar nichts aufregendes macht… was sagt das über die Uhr und ihre Hersteller?
D) Preis. Keine 200 $ für eine Rolex? Warum hat man eigentlich keine Zeitmaschine zur Hand, um ganz à la Biff Tannen ein paar Uhren zu diesem Preis in die Gegenwart zu holen, sich (immerhin haben wir 1964) ein paar frühe Spider-Man von Dito und Lee signieren zu lassen, gleich ein paar Aktien mitzunehmen und auf ein paar Baseball-Endspielergebnisse zu setzen?
03:59 Uhr. Kategorie Design. Tag Vintage, Werbung. Eine Antwort.

So eine tolle Handschrift.
14. November 2012 22:47 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Typographie, Vintage. Keine Antwort.

00:13 Uhr. Kategorie Photos. Tag pointandshoot. Keine Antwort.
13. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
12. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

16:28 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Scratchbook. Keine Antwort.
11. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

21:34 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Scratchbook. Keine Antwort.

2Do – das bessere Things? Das ist mein erster Eindruck nach ein wenig Testen mit dem neuen Taskmanager von GuidedWays, die neben vor allem islamischer Software bisher durch die exzellente 2Do-Software für iOS und Android bekannt waren. 2Do für OSX ist das Dektop-Gegenstück der mobilen Software und setzt wie diese auf einen einfachen iCloud-Sync, um die Daten abzugleichen. Das bedeutet zugleich auch, dass ToDos automatisch mit der Apple-eigenen Software «Erinnerungen» abgeglichen werden, was einen enormen Vorteil bietet, da über diese Schnittstelle wieder andere Dienste mit den Aufgaben gefüttert werden können.
Sauberes Interface
2Do bietet eine überraschend klare und vertraute Oberfläche – wer einmal mit dem einstmals so erfolgreichen, inzwischen aber fast eingeschlafenen Things gearbeitet hat, wird sich ziemlich sofort zurechtfinden. Zahlreiche Tastaturkürzel machen die effektive Eingabe von Aufgaben effizient, wenn auch das Eingeben von Datum und Uhrzeit nicht so federleicht geht, wie man es etwa von Omnifocus gewöhnt war – die Software erkennt zwar, dass mit 14 der 14. Tag des Monats gemeint ist, aber mit vageren Dingen wie «+1», «tomorrow» oder «next week» ist sie überfordert. Dafür ist der Tabulator bei der Schnelleingabe – die man überall im System sofort hervorrufen kann – in der Reihenfolge fast perfekt gedacht, besser wäre jedoch, wenn nach New Task sofort das DueDate käme und nicht die Notizen und die Tags vorweg.
Organisationswerkzeuge
Neben einfachen Aufgaben lassen sich auch verschachtelte Projekte und Checklisten erstellen, die auch Audio- und Bilddaten sowie Notizen enthalten können. Personen sind diese Aufgaben aber nicht zuweisbar, 2Do ist nicht wirklich gruppentauglich angelegt bisher. Prioritäten und als zusätzliche Auszeichnung ein Stern machen es relativ leicht, die Dringlichkeit zu organisieren und zusätzliche Listen, die man jederzeit einfach anlegen kann und die sich ebenfalls mit «Erinnerungen» synchronisieren, sind eine weitere Organisationshilfe. Leider lassen sich Tasks nicht manuell am Tag in der Reihenfolge verschieben
2Do ist eine vom ersten Moment an grundsolide Aufgabenverwaltung, die leider nicht so durch Details begeistert wie das iOS-Gegenstück, das fast konkurrenzlos auf dem iPad ist.
Es fehlt mir an einer Eingabe über die Menüleiste von OSX, wie es andere Softwares anbieten, es fehlt ein einfaches Drag-und-Drop von Mails oder Links oder Daten, die sofort zu ToDos werden (wie bei Alarms), der iCloud-Sync ist nicht vollautomatisch (oder zumindest dabei nicht so gefühlt sofort wie der von Alarms oder Erinnerungen).
Viele Features
Mit einer 1.0er Version mit Marktführern wir Things oder Omnifocus gleichzuziehen und den mobilen 2Do-Versionen eine souveräne Desktop-Version gegenüberzustellen, ist beileibe keine zu unterschätzende Leistung, und entsprechend ist 2Do eine wirklich sinnvolle Software, die vom Stand weg ein Design anbietet, das den Spaßfaktor von Things mit der Effektivität von Omnifocus verbindet. Anders als Things von CulturedCode ist 2Do allerdings besser mit dem Apple-eigenem Taskmanagement, und damit mit der Siri-Texteingabe und iCloud als Web-Frontend, verzahnt. Wo man bei Things umständlich importieren muss, ist bei 2Do der Workflow nahtlos. Wie bei Things kann man tags verwenden und nach diesen filtern, auch wenn diese Funktion etwas versteckter ist als vielleicht bei Things, dafür aber durchaus mächtiger, man kann zum Beispiel Tag-Gruppen bilden und dadurch recht wirksam die fehlende Ressourcen/Personen-Zuordnung zumindest ansatzweise umgehen, indem man in Task-Ordnern und Projekten eine Gliederung zweiter Art erstellen kann. Die Suchfunktionen von 2Do sind zudem überragend – die Kombination aus Ordnern, Tags, Priorität, Sternchen und Suche lässt kaum noch Sortierungswünsche offen. Ein Fokus-Modus hilft zudem, die gerade wichtigen Aufgaben nicht aus dem Blick zu verlieren und sogenannte «Smart Lists» lassen Aufgaben lassen sich relativ leicht mit den verschiedensten Parametern als Wiederholungen anlegen, einzelne Ordner vom iCloud-Sync gezielt aussperren, die gesamte App hat einen Passwort-Schutz integriert – es gibt einen Grund, angesichts der Vielzahl an Features, warum GuidedWays dem Produkt eine Anleitung als bebilderte PDF beifügen, zumal manche Tastaturkürzel nicht zu intuitiv sind.
Keine Frage – 30 € für einen Taskmanager sind happig, selbst wenn Things und Omnifocus noch teurer sind, wenn man bedenkt, dass Apple mit Erinnerungen einen für den Hausgebrauch wirklich leistungsfähigen und intuitiven Gratis-Aufgabenverwalter anbietet, der wirklich ausgezeichnet funktioniert. 2Do ist nicht so leicht zu begreifen wie Things und nicht so Poweruser-freundlich wie Omnifocus (das durch AppleScripts eigentlich fast alles mit allem kann), sondern liegt sinnvoll zwischen beiden Applikationen, bietet von beiden das beste, wenn auch nicht die letzten Features – aber die Software ist ja auch noch jung. Im Grunde erinnert 2Do deutlicher an Things UI, weniger an die sehr spartanisch-zweidimensionale Optik von Omnifocus (die dafür aber en detail personalisierbar ist). Und es ist zwar nicht so leichtfüßig wie Apples Erinnerungen (wo das Eingeben neuer Aufgaben unfassbar leicht ist), aber dafür in der Tiefe sehr viel leistungsstärker. Allein die Tatsache, dass man mehrere Tasks umfangreich gleichzeitig editieren kann, ist Gold wert.
Raum für mehr…
Die einzige Taskmanegement-Software, die einen ganz eigenen Weg geht, ist wie gesagt Alarms mit ihrem eher auf kurzfristigkeit angelegtem Menubar-Konzept. Ob Mails oder URLs, Dateien oder eine schnelle Notiz, mit Alarms hat man unfassbar schnell Todos eingegeben und kann Aufgaben flexibel im Micro-Management über den Tag verteilen und prioritisieren, ein einem mehr als ansprechenden Interface. Alarms ist nur leider für das komplexere Verwalten über längere Zeiträume nicht wirklich ideal, weil man stets (und genialerweise) nur die nächsten 24 Stunden im Blick hat. 2Do ist insofern eine ideale Ergänzung, weniger eine Konkurrenz, da beide Softwares über iCloud perfekt miteinander abgeglichen werden. 2Do für den großen Überblick, Alarms für die Tagesplanung. Dennoch hat 2Do eine Menge «room fr improvement». Ein Menubar-Icon mit einer sinnvollen Belegung à la Fantastical (wofür die App dann an sich unsichtbar sein sollte), ein eingebauter Pomodoro-Timer, Schnittstellen zu Omniplan/Merlin, sinnvolle Detailverbesserungen sind sicher denkbar. Man darf also gespannt sein, ob nach dem langen Warten auf die 1.0er Version die zukünftige Entwicklung schneller voran geht, oder ob sich, wie bei vielen anderen kleinen Softwareschmieden auch, die Vielzahl von zu bespielenden Plattformen und die Mühe, die Programme überall up-to-date zu halten und dabei auch noch ein Profitmodell zu finden, eher negativ auf die Entwicklung von 2Do auswirken werden.
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10. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
9. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

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8. November 2012 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
I feel a fine artist is never through with his work because it’s never perfect to him.
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