HD Schellnack /// Kontakt Twitter iPhoto pointandshoot Typographie Alternative Pop Licht nodesign Aktionen Zitat Natur Photographie Denken Fail ScienceFiction Apple Studium Belletristik Comics Dayshot Vernacular Scratchbook Werbung Fragen Winter Software Medien Fun Retro Gesellschaft Farbe Print Electronic Magazine iOS Zukunft Web Drama Frühling Jazz Sommer Kitsch Kunst Sachbuch Hardware Fantasy Klassik Herbst Thriller Emma

Kopfhörer

hd schellnack

2. Juni 2013 15:07 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

  • It's really great that Damien Hirst is making a fortune with this iPhone game…. ->
  • Congrats to Bryan Fuller – Hannibal is getting a second season… http://t.co/bTUDNOptob ->

31. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Waschbecken

hd schellnack

11:38 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

  • Airmail – really amazing alternative to Sparrow and Postbox. Still much to do, but very promising for a «young» app http://t.co/uLazb3CacS ->

30. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Typoversity 2

Auch im zweiten Band bleibt Typoversity eine Ausnahmepublikation. Anders als die Magazine der Hochschulen selbst ist der Fokus auf Schrift und Gestaltung mit Schrift, aber auch der Rundum-Blick über die FH-Szene spannend, nicht nur, um die Ansätze der verschiedenen Bildungsträger zu vergleichen, sondern auch um junge Talente zu finden. Aber auch, um zu sehen, wie experimentell – oder oft auch bestehenden Trends nacheilend – die Designtrends in den Studiengängen sind. Liebevoll aufgemacht, lesens- und anschauenswert, ist der zweite Band hoffentlich ein Baustein zu einer festen Serie, die nicht zuletzt auch angehenden Studenten helfen kann, zu entdecken, welche Hochschule die meisten Potentiale aufweist.

hd schellnack
hd schellnack
hd schellnack
hd schellnack
hd schellnack
hd schellnack
hd schellnack
hd schellnack
hd schellnack
(weiterlesen …)

12:07 Uhr. Kategorie Buch, Design. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

29. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Nachttreppe

hd schellnack

12:01 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

28. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

McKenzie

hd schellnack

16:47 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

27. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

26. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Happiness is a Warm Plastic Gun

hd schellnack

14:48 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

25. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

24. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

  • Is Feedly currently the best alternative to GoogleReader? ->
  • "Zwischen Popularität und Wagnis – der neue Spielplan des Dortmunder Theaters" http://t.co/sYlorcKIjS ->
  • "Philosophy Web Series Shots of Awe Will Blow Your Mind in 180 Seconds" http://t.co/LSRYapz0VL ->

23. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Beton

hd schellnack

08:03 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

22. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Amesc4

hd schellnack

21. Mai 2013 22:12 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Der große Gatsby

hd schellnack

Wer von Baz Luhrmann einen Film erwartet, der die zeithistorischen und gesellschaftskritischen Aspekte von F. Scott Fitzgeralds Klassiker aufgreift, dürfte nicht nur enttäuscht werden, sondern tut auch dem Regisseur unrecht. Luhrmann dreht Opern, Operetten, er ist der letzte Meister eines Ethos von Filmen aus der Frühzeit des Films, in denen Nixen in Badeanzügen in Formation schwammen und die Menschen urplötzlich in Gesang ausbrachen mitten in einem Marx-Brothers-Gag, er ist ein brillanter Handwerker des Überwältigungskinos, der den Bollywood-Pathos mit den Etats und Mitteln und Stars großer Produktionen vermengt und hochglänzende, patinafreie Designfilme abliefert. Die Vorlage spielt dabei eher eine nachgeordnete Rolle. Was nicht heißt, dass «Gatsby» nicht auch – auf ganz eigene Art – eine phantastische Litertaurverfilmung wäre. Soweit Kino das kann, bildet der Film die Geschichte von Jay und Daisy gestrafft ab und besticht sogar mit einem souveränen Einsatz filmischer Symboltechniken, die die literarische Vorlage auch metaphorisch auf die Leinwand bringen. Die rein technisch nicht immer unbedingt gelungene 3D-Konversion ist dabei weit mehr als nur visueller Effekt, die Technologie wird als erzählerisches Mittel lebendig, etwa wenn Luhrmann die Entfernung der beiden Häuser an beiden Seiten des Sees erfahrbar macht oder das grüne Bojenlicht sehnsüchtig wie nie zuvor im Film in die Tiefe des Kinosaals strahlt.

Luhrmann aber verfällt dem Vintage-Charme seines Themas, anstelle einer ätzenden Gesellschaftskritik liefert er eine farbenfrohe Bilderorgie, die die Roaring Twenties gänzlich nicht als dekadent sieht, sondern als Glitzerwelt, die nicht nur musikalisch mit den Hoch-Zeiten der BlingBling-Kultur von heute gleichgesetzt wird. Es ist vielleicht aber auch eine wunderbar perfide weitergedachte Kritik, wenn Luhrmann einen Bogen aus dem Buchmaterial zu Jay Z, Beyoncé und Kanye West schlägt – und so darauf hinweist, dass die Musik- und Modeszene heute keine spur weniger kaputt, blind und dekadent ist als zur Zeit von «The Great Gatsby», dass es immer noch genau diese Art von Neureichen, von Emporkömmlingen gibt, die Größenwahn und Selbstzweifel auf der großen Bühne ebenso ausleben wie Jay Gatsby, innerlich ähnlich verzweifelt wirken. Ein Schelm, wer dabei nicht eben genau an dieses Trio denkt, und auch die Mischung von Glamour und White Trash, die eine Elisabeth Grant als Lana Del Ray perfekt verkörpert (und der ebenfalls im Soundtrack vertretene Bryan Ferry) passt wie die Faust aufs Auge.

Es ist eine beachtliche Leistung Luhrmanns, aus der heutezutage etwas lahm wirkenden Handlung einerseits eine flirrende, schwüle Operette zu zimmern, die einen unermüdlichen Sturm von Bildern und Eindrücken, Musik und Glitzer auf den Betrachter niederprasseln lässt – und andererseits, darunter träge schlummernd, eine Parallele zwischen Fitzgeralds Buch und der heutigen Konsumgesellschaft zu sehen. Dass die Mode aus dem Film in GQ und bei zahlreichen Modelabels wiederum stilprägend aufgegriffen wird, macht dieses Camouflage perfekt – «The Great Gatsby» ist ein cooler, hipper, moderner Film, mit einer hochglatten, makellosen Oberfläche – und allein die Tatsache, dass all dies so zeitlos wirkt, so lebendig zu uns herüber strahlt wie ein grünes Licht aus längst versunkenen und doch seltsam vertrauten Tagen, verleiht dem Film eine Subversivität, die die High-Gloss-Oberfläche mit der Geschicklichkeit eines Skalpells an die Halsschlagader des Zuschauers führt. Wenn dem Film eine Kritik innewohnt, dann ist sie so verpackt in die Luhrmannsche Chanel-kompatible Werbeästhetik, dass wir genau wie Nick Carraway auf den Glitzer hereinfallen, der so frisch und modern wirkt – und genau in dieser Begeisterung für die Schaueffekte an der Schnittstelle von Mode-, Pop- und Filmästhetik, die längst symbiotisch verschmolzen sind, manifestiert sich (vielleicht, nur vielleicht) ein Urteil über die Bilder-Industrie selbst und die modernen oberen Zehntausend. Aber ob kritiklose Feier des Roaring-20s-Flairs oder boshaftes Finden von gleicher Oberflächlichkeit über die Brücke von fast 100 Jahren hinweg – sehenswert ist Gatsby als filmisches Experiment allemal.

20. Mai 2013 23:11 Uhr. Kategorie Film. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Batman 1999

hd schellnack

Leserbrief aus Detective Comics, Januar 1970

14:19 Uhr. Kategorie Stuff. Tag , .
Keine Antwort.

Tweets

  • Sidsel Endresen live on WDR3 right now from Moers Jazz – simply breathtaking. ->
  • Speedrun Aliens in 60 seconds http://t.co/H3b5JNkHwv ->

18. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Entzündlich

hd schellnack

17. Mai 2013 22:54 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

16. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

T069

hd schellnack

14:43 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

15. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Archiv

hd schellnack

17:12 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

14. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

McChair

hd schellnack

So schön kann Alltagsdesign sein, wo man gar nicht damit rechnen würde: Bei McDonalds überrascht ein ansonsten sehr schön umspektakulärer Stapelstuhl durch ein durchdachtes Designdetail: Eine Aussparung für die Handtasche.

11:35 Uhr. Kategorie Design. Tag .
Keine Antwort.

Room 237

hd schellnack

Rodney Aschers Dokumentarfilm «Room 237» ist nur scheinbar eine Auseinandersetzung mit Stanley Kubricks Horrorepos «The Shining». Unter dem hypnotischen SOundtrack von William Hutson und Jonathan Snipes und der kaum minder suggestiven Bilderflut geht die tiefere Ironie Aschers fast verloren, aber man darf hoffen, dass es ihm in Wirklichkeit mehr um das endlose Spiegelkabinett Kubrick geht, um Filmnerds, um die zirkuläre, absurde Logik postmoderner Filminterpretation, die alles und nichts in ein Werk hineindeuten kann und noch für die abstrusesten Thesen Indizien zu finden vermag. So liefert «Room 237», benannt nach dem Tabu-Traumraum im Overlook-Hotel, ein Kaleidoskop von hermeneutischen Spaziergängen weniger in den Kopf des Regisseurs Kubrick als vielmehr in die Psychen der Betrachter, die scheinbar widerspruchsfrei in ein und demselben Film eine Abrechnung mit Hitler-Deutschland, dem Massaker an den Indianern, Kubricks angeblicher Verstrickung in einen Mondlandungs-Fake und eine Art Gesamtaufrechnung der menschlichen Geschichte entdecken. Als wunderbare Mogelpackung gibt Aschers Film keine Antworten, sondern stellt eher weitere Fragen, allen voran die nach der Verlässlichkeit von Filmbetrachtern, die einen vor- und rückwärtslaufenden Film übereinander lagern und aus diesem psychedelischen Experiment tatsächlich Anhaltspunkte für das Verständnis des Films suchen. Das Phantastische daran – im Kontext der Dokumentation wirkt jede noch so abstruse These absolut schl+ssig und plausibel, der Kreis ergibt von jedem Ausgangspunkt an gemessen überraschenderweise eben einen Kreis, die tautologische Analyse fordert dem Betrachter ein heimlich bewunderndes Kppfnicken an, einen stillen Respekt vor den leicht paranoid wirkenden, arbeitslosen Fans, die zu alt für dieses Hobby wirken und im Laufe der Dokumentation ein wenig Mitleid erregen. Die aus Anschlußfehlern ganze Deutungsgebäude zimmern, die sich von Geheimdiensten verfolgt fühlen, die Karten eines Filmsets aufzeichnen, das wie jedes zweite Filmset keinerlei inneren Logik und Architektur folgt.

Es ist ein Testament für die Wirkung von Kubrick und für die Beckettsche Doppelbödigkeit seiner Werke, dass eine solche nahezu religiöse Discokugel von «Lösungsansätzen» so plausibel und zugleich sinnlos nebeneinander stehend in eine Dokumentation passt, an diese Bandbreite würde heute wohl nur der noch kryptischere David Lynche heranragen. Und es ist die ultimative Verneigung vor Kubrick, das seine Filme anscheinend keine Fehler haben dürfen, sondern jedes noch so nachlässige Detail als Absicht gedeutet wird. Ein verschwundener Stuhl, ein falsch herum auf dem Teppich sitzender Danny? Alles Double Entendre des Regisseurs. Das Verteufelte daran ist, das «Room 237» den Betrachter eben mit den Suggestivwerkzeugen des Films in seinen Bann schlägt und selbst die absurdesten, unplausibelsten Thesen noch nachvollziehbar und schlüssig präsentiert und aus diesem doppelten Spiel, das zugleich respektvoll und entblößend ist, eine enorme Sogkraft entwickelt. Wie «The Shining» selbst ist auch die Meta-Dokumentation kein eindimensionaler, einfacher Film, sondern ein sich selbst reflektierender schillender Kristall, der erst bei mehrfacher Betrachtung seine Geheimnisse Preis gibt. Von dieser Art «Dokumentation» dürfte es gerne mehr geben.

10:52 Uhr. Kategorie Film. Tag .
Keine Antwort.

Ach Microsoft…

hd schellnack

10:48 Uhr. Kategorie Technik. Tag , .
Keine Antwort.

Tweets

11. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Kleber

hd schellnack

15:19 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

112

hd schellnack

10. Mai 2013 22:23 Uhr. Kategorie Leben.
Keine Antwort.

Tweets

22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

9. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Star Trek: Into Darkness

hd schellnack

Es ist eine stehende Regel des Blockbuster-Kinos, dass der zweite Teil exakt wie der erste zu funktionieren hat, aber größer und extremer zu sein hat. Zumindest die erste Hälfte dieser Regel befolgt «Star Trek: Into Darkness» präzise. J.J. Abrams und seine Autoren hauen mit der Souveränität einer Simpsons-Folge auf den großen «Illusion-of-Change»-Knopf, der bei allen Beteiligten alles jemals vorhergegangene auslöscht und absoluten Stillstand garantiert. Wenn es in Teil 1 der neu aufgelegten Serie um die Entwicklung von Kirk ging, der sich vom impulsiven ungehorsamen Hitzkopf zum verantwortungsbewussten Kapitän mauserte, so geht es im zweiten Teil um den impulsiven Hitzkopf, der erst lernen muss, Verantwortung zu übernehmen. Ging es im ersten Teil um die vertraute Buddy-Movie-Entwicklung zwischen Spock und Kirk, die als ungleiche Teile einer Münze lernen mussten, Freunde zu werden und einander zu vertrauen, so sorgt Teil 2 dafür, dass die beiden sich gleich zu Anfang wieder entzweien und den gesamten Lernprozess erneut durchlaufen müssen. «Into Darkness» hat seinem Vorgänger in Sachen Charakterentwicklung entsprechend nichts hinzuzufügen. Die Geschichte selbst ist gegenüber dem ersten Teil überraschend linear und simpel, nach der vertrackten Zeitreisen-Paradoxie sogar ausgesprochen banal. Es ist als habe jemand entschieden, dass an Teil 1 eigentlich alles grandios gewesen sei, nur die Story sei vielleicht etwas kompliziert geraten – ob man da vielleicht noch einmal etwas für die 14+-Zielgruppe machen könne? Und so hangelt sich «Into Darkness» von Explosion zu Schießerei und von Verfolgungsjagd zu Explosion, in einer so atemberaubenden Abfolge, das man diesen Film schon fast pornographisch nennen kann, wie dies bei vielen 3D-Filmen der Fall ist, die auf reine Schau- und Wow-Effekte setzen.

Die allerdings wenig überzeugen. Wie jedes rein visuelle Gimmick nutzt sich die Dreidimensionalität rapide ab und ersetzt keine erzählerische Phantasie. Es reicht nicht, der fünfte Film zu sein, in dem eine Großstadt in Emmerich-Manier in dramatisch herumfliegende virtuelle Betonfetzen gerissen wird. Es reicht ebenso wenig, Lichtreflektionen und andere Partikel in die Tiefe des Raumes zu projizieren. Wird der Tiefeneffekt nicht mit erzählerischem Gestus genutzt – wie etwa von Scorsese in «Hugo Cabret» – wirkt der Film interessanterweise eher flacher als ein zweidimensionaler Film, der nicht auf computergenerierte Überwältigung setzen kann und statt dessen auf erzählerischem Gebiet zu punkten versucht.

Der größte Vorwurf, den man dem zweiten Star-Trek-Streifen vielleicht machen kann, ist jedoch, dass er nicht an Science Fiction glaubt. In keinem Moment braucht dieser Film die Zukunft, nahezu jede Szene ließe sich ohne Umschweife in einen zeitgenössischen Actionfilm denken, ohne großen Eingriff in die Architektur des Films, Science Fiction ist auf reines Setdesign reduziert. Mit kleinsten Handgriffen ließe sich hieraus etwa ein solider Mission-Impossible-Ableger machen, dem hier lediglich die Star-Trek-Franchise nachträglich aufgedrückt ist. Ob Helikopter nun herkömmlich oder leicht futuristisch angehaucht sind, Verfolgungsjagden auf Zugdächern oder fliegenden Autos stattfinden – solche Unterschiede sind rein kosmetisch und verbergen kaum, dass wir im Kern ab jetzt wohl eine Art James Bond in James T. Kirk entdecken dürfen, was angesichts der ursprünglichen Inhalte der Serie ja durchaus nicht ganz unpassend ist.

Was alles nicht heißt, das Star Trek ein durchweg schlechter Film ist. Abrams gelingt ein atemloses, hochglänzend poliertes Blockbuster-Kino, das schier überwältigend (und insofern mitunter auch etwas ermüdend) ist, ein routinierter, perfekt photographierter Reißer, der ohne darstellerische Leistung und ohne tatsächliche Handlung auskommt und sich insofern nahtlos in das moderne Popcorn-Kino einreiht, bei dem es nicht mehr um rational nachvollziehbare Filmerzählung geht, sondern um einen primalen, eigentlich viszeralen Schwindeleffekt, eine Überfütterung der Sinne, eine körperliche Ohnmacht, an der Wagner seine helle Freude gehabt hätte. Von der Überzahl virtueller Licht-Blendeneffekte bis zum Bassgrummeln des Sounddesigns und der allgegenwärtigen nostalgischen Trek-Piepssounds – dieser Film will nichts geringeres als den Rausch, den Taumel im Gefühlsbad. Abrams versteht meisterhaft, das es hier nur um das Bedienen einer spezifischen Zielgruppe auf der einen Seite geht – den alten Trekkies – und das Gewinnen einer neuen Zielgruppe – dem verwöhnten adoleszenten Actionfilmpublikum mit seiner Sekunden-Aufmerksamkeitsspanne, und er erfüllt diese Mission mit chirurgischer Präzision. Wer diesen Film sieht, versteht, warum Disney diesen Mann für die Star-Wars-Serie verpflichtet hat, die auf den ersten Blick so anders ist als die Trek-Franchise. Abrams gehört zu dem kleinen Kreis von Profis, die Kinder geblieben sind, die ihren inneren Geek nicht gebändigt haben und entsprechend Filme macht für die kindgebliebenen Erwachsenen seiner Generation. Es macht durchaus Sinn, dass neben ihm nur Joss Whedon – wenn auch mit weniger kommerziellem Erfolg bisher – so gekonnt mit den nostalgischen Gefühlen seiner Generation jongliert, ohne dabei die Generation Facebook zu vergraulen – beide Regisseure folgen blind ihrem inneren Kind und vertrauen zugleich der Maschinerie um sie herum, die den kommerziellen Erfolg gewährleistet. Ein Film wie «Avengers» oder «Star Trek» kann schlussendlich kein Misserfolg werden, dafür sind diese Operationen zu kalkuliert, zu risikofrei geplant. Es wäre jedoch bemerkens- und vielleicht wünschenswert, wenn in diesem Genre endlich auch wieder Ausnahmefilme entstehen, die über Generationen hinweg eine Sogwirkung entfalten wie die Originale, auf denen all diese Remakes fußen, sie noch besaßen. Wenn also die Whedons und die Abrams dieser Welt mit der neuen Technologie und innerhalb des Uhrenwerks von Franchise-Filmen dennoch eine Art Eigenständigkeit und Handschrift entwickeln würden und nicht nur Spurenelemente davon.

13:55 Uhr. Kategorie Film. Tag .
Keine Antwort.

Teller

hd schellnack

09:12 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

8. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

PostPaketePost

hd schellnack

10:53 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

7. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Scheinriesen

hd schellnack

Dass weniger Bücher erscheinen, ist nicht unbedingt das Merkmal einer sterbenden, sondern vielmehr vielleicht einer gesundenden Branche. Der aufgeblähte Marktanteils-Ballast wird, so mag man hoffen, wegschmelzen. Die reine Zahl der sinkenden Auflagen und Neuerscheinungen sagt wenig über die Titel aus, die wegbleiben. Und vielleicht ist es kein qualitativer Verlust, wenn das ein oder andere Bücher über Vampire, Elfen oder Ponys nicht erscheint oder die x-te Kochbuchreihe nicht fortgesetzt wird. Dieser Schwund bedeutet sicher eine Veränderung in Gewinnmodellen und Querfinanzierungen – muss aber kein Fanal für das Sterben von Verlagen oder gar der Literatur sein. So wenig wie nach dem Backlist-Boom in der Musikbranche das Wegbrechen der CD-Neukäufe von Titeln, die die Käufer bereits auf Vinyl hatten und ein zweites Mal erstanden, wirklich real eine Krise bedeutete.

Der relative Niedergang der großen Fillialisten war leider absehbar, denn auch dieser ist bereits im Musik- und Videogeschäft vorweggenommen gewesen. Große Handelsketten verdrängen durch A-Lagen, scheinbar größere Auswahl, mehr Macht bei der Preisgestaltung und der Werbung die kleinen Vor-Ort-Händler im ersten Schritt. Die großen Kinoketten haben die Stadtteilkinos nahezu unwirtschaftlich gemacht, Mediamarkt, Saturn und Co dem kleinen Plattenladen den Garaus gemacht. Konsequenterweise fallen die Ketten dann einige Zeit später der eigenen Größe und der technischen Entwicklung zum Opfer und werden selbst durch noch effektivere Online-Anbieter oder durch digitale Download-Angebote verdrängt. Egal, wie viele Quadratmeter große Filialisten in Innenstadtlage bieten, Amazon wird immer scheinbar mehr Auswahl bieten und liefert bequemer an die Haustür. Und selbst das kann die «Instant Gratifikation» eines Online-Downloads nicht mehr erreichen, in dem die klassische AIDA-Kette, auf die die Konsumenten seit Jahrzehnten trainiert sind, in Sekunden realisiert werden kann. Dass die Sortiments-Auswahl ohnehin ein Phantom ist – auch die kleinste Buchhandlung kann in aller Regel alle bei Grossisten verfügbaren deutschen Titel binnen eines Tages liefern, ist für das digitale Buch egal… denn hier ist Lagerfläche kein Thema mehr, im ePub-Format passen mehr Bücher auf eine tragbare Festplatte als ein Mensch zu Lebzeiten lesen kann. Digitale Anbieter werden die großen Fillialen (und auch die restlichen kleinen Buchläden) zunehmend be- und verdrängen. Aber ist das aus Sicht des Lesers wirklich ein Verlust? Waren große Buchhandelsketten denn wirklich Orte literarischer Vielfalt und belletristisch versierter Beratung? War es wirklich sinnvoll, mehr als ein Fünftel der Fläche für Nonbook zu verwenden? Wahrscheinlich liegt die Rettung der größeren Anbieter jetzt sogar genau in der Beantwortung solcher selbstkritischer Fragen – weg von der reinen Mehr-ist-Mehr-Orientierung und hin zu den Qualitäten, für die der klassische Buchhandel seit Dekaden steht. Wobei ein Fokus auf Auswahl, Qualität, Beratung und Charisma unweigerlich auf Kosten eines effizienten Abverkaufens gehen wird. Und während die kleineren Buchhandlungen und inhabergeführten Strukturen diesen Weg der Selbstausbeutung seit langem kennen und leben, wird man sehen müssen, wie diese Arbeit aus Liebe zur Literatur und zum Stammpublikum auf die Logik von Handelskonzernen übertragen lässt. Wobei diese Frage – wie man als Konzern sozusagen zum Scheinriesen wird, der immer kleiner wird, je näher man ihm kommt, sich nahtlos auf viele andere Branchen übertragen lässt, die im digitalen Zeitalter vor ähnlichen Problemen stehen – von Banken bis zum Reiseanbieter.

13:44 Uhr. Kategorie Stuff. Tag .
Keine Antwort.

Fax

hd schellnack

10:51 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

6. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Scherben 2

hd schellnack

20:29 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

5. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Ego-Gesellschaft

14:48 Uhr. Kategorie Stuff. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

4. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Tür

hd schellnack

14:48 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Iron Man 3

hd schellnack

Der dritte Teil der Iron Man Serie ist in besonderem Maße ein Film über die Langeweile. Klingt bei einem Blockbuster zunächst paradox, in dem es von pixelperfekten Actionsequenzen und Explosionen so wimmelt, dass man mitunter glaubt, in einem Videogame gelandet zu sein, aber an dieser Stelle beginnt genau die Langeweile – auch die der Macher selbst. Filme wie «Iron Man» machen sich mittlerweile – abgesehen von der reinen Logistikaufgabe – von selbst, rollen wie Autos von Produktionsbändern, glänzend, perfekt zielgruppengerecht. Produkte, die in immer weniger Zeit immer mehr Profit erwirtschaften müssen und dafür imer professioneller zugeschnitten werden. Dies bedingt, dass selbst Konkurrenzprodukte (etwa «Star Trek» und «Iron Man») sich weitestgehend ähneln, weil Marketingstrukturen und das cineastische Interface relativ identisch sind. Reduziert man eine bestimmte Gattung Film auf die Funktion einer Achterbahnfahrt, wundert es nicht, wenn sich diese Filme irgendwann alle so gleich anfühlen wie eben die meisten Achterbahnfahrten. Es geht los, es geht hoch, es geht runter, es wird schnell, es wird langsam, die Fahrt ist zu Ende. Dass die jenseits der technischen und werberischen Gewerke an einem Film Beteiligten – beispielsweise Darsteller und Regisseure – sich dabei langweilen, ist ebenso verständlich wie die Tatsache, dass der Mann, der im Freizeitpark die Achterbahn bedient und wartet, seinen Job nicht spannend findet, sondern damit eben seinen Lebensunterhalt verdient. Wer mag es also Robert Downey Jr oder Shane Black verdenken, dass sie sich trotz all des Geldes und der guten PR, die ein Blockbuster mit sich bringt, ein wenig im Räderwerk der Maschine langweilen? Downey verdankt der Film, insbesondere im ersten Drittel, seinen Drive, aber je mehr der Darsteller hinter der Armee von eisernen Rüstungen verschwindet, umso langweiliger wird es dem Zuschauer sozusagen gemeinsam mit dem Hauptdarsteller.

Dabei hat «Iron Man» als Initialzündung der heute so rezepthaft wie fehlerfrei schnurrenden Marvel-Filmmaschine gezeigt, dass es auch anders geht. Ohne etwas zu verlieren zu haben, weil kaum mehr als ein Testballon, mit einem unerfahrenen Regisseur und einem seit Jahren inaktiven und verrufenen Hauptdarsteller, gab es im Original diese leicht punkige Grundstimmung, die etwas von der Ensemblestimmung und Leichtigkeit von Soderberghs gut gelaunten und zugleich leeren Ocean-11-Filmen in das Actionkino herüberholte. Man merkte dem ersten Teil an, dass er den Machern weitestgehend einfach Spaß gemacht hat, die Sektstimmung perlte quasi durch die breiten Fugen des Drehs. Screwball meets CGI, plus ein Downey Jr in famoser Form, der sich die Figur des Tony Stark so zu eigen machte, dass hier seine zweite Filmkarriere quasi aus dem Nichts heraus startete, mit der Sorte Genrestreifen, in der Karrieren sonst eher versanden. Iron Man war ein B-Movie mit dem Herz am rechten Fleck, spürbarer Liebe zum Material und gewissen Freiheiten an neuralgischen Punkten, weil völlig offenbar niemand wirklich wahnsinnig viel von diesem Film erhoffte. Erst nach dem Release wurde es Marvels Geschäft, «Iron Man zu verkaufen» und alle weiteren Filme folgen weitgehend der Rezeptur des ersten Iron Man Films, oder versuchen es.

In «Iron Man 3» gibt es eine Szene, in der Tony Stark auf der Couch sitzt, sein ferngesteuerteres Iron-Man-Alter-Ego mit überkreuzten Beinen lümmelt lässig neben ihm auf dem Sofa. Dieses Bild ist das Schlüsselbild des Films. Für ein Kino, das ins Sitzen gekommen ist und sich gemütlich zurücklehnt. In dem 3D die tatsächliche Handlung ersetzen darf, CGI die Phantasie. In dem allen Ernstes nahezu ironiefrei ein «Smart Kid» auftauchen darf. In dem es auch für den Betrachter spürbar nur um Kompatibilität zum internationalen Markt geht. Ein Film, der auch nicht mehr von Shane Blacks Humor oder Robert Downey Jr.s Charisma gerettet werden kann. Dabei ist es Downey, der auch hier die Leinwand beherrscht und den Film sehenswert macht, ebenso wie Ben Kingsley, der einen so abstrusen Gegenspieler gibt, das man IM3 sogar verzeiht, wie leichtfertig er einen (mit AIM eigentlich sogar zwei) der besten Gegenspieler der Comicheft für einen bloßen Gag verwirft und wie abstrus die Logik der Handlung dadurch insgesamt eigentlich wird.

Insofern ist Iron Man 3 ein Film vom Aufhören. Stark gibt am Ende (augenscheinlich) seine Rolle als Iron Man auf, Pepper die Rescue-Rüstung, Favreau hat die Rolle als Regisseur aufgegeben und liegt auch in diesem Film meist eher im Bett. Shane Black hört spätestens nach dem ersten Drittel auf, einen Iron-Man-Film zu machen und dreht eine Art Lethal Weapon Redux. Es ist ein magischer Moment, so viel leichtfüßiger Selbst-Demontage beizuwohnen, dem Ende einer Filmserie, die so viel Nachahmer gefunden hat, dass sie sich selbst abschaffen kann – und vielleicht muss.

12:54 Uhr. Kategorie Film. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

3. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Reste

hd schellnack

14:49 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

2. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Giraffe

07:36 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

1. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

30. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Pauken

hd schellnack

14:11 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Milk & Honey

hd schellnack

29. April 2013 22:12 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

28. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Leiter

hd schellnack

16:54 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

27. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Kurzanleitung

hd schellnack

13:21 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

26. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Schrift und Identität

hd schellnack

Auch wenn es noch nicht erschienen ist, gehört dieses Buch auf die Merkliste:

Andreas Uebele versteht es als Dozent anscheinend – ganz im Sinne eines Willy Fleckhaus – seine Kurse auf einen harten Kern engagierter Studenten zu komprimieren. Anders kann ich mir nicht erklären, dass an diesem studentischen Projekt am Ende nur noch vier Herausgeber übrig sind, Christian Fischer, Johannes Henseler, Ilona Pfeifer, Philipp Schäfer, die betreut von dem Stuttgarter Designer an der Düsseldorfer FH das Thema Internationale Verkehrsbeschilderung in Buchform gebracht haben. Das bei Niggli erscheinende Werk ist bemerkenswert, weil es weder ein Lehrbuch ist (obgleich geradezu manische Detektivarbeit darin steckt), aber auch kein rein studentischer Showcase-Band (obwohl absolut sehenswerte grafische Abenteuern zwischen den Buchdeckeln aus der Abstraktion und Spielerei mit der Signaletik stattfinden). Mit eröffnenden Texten von Typo-Größen wie Erik Spiekermann, Indra Kupferschmid, Florian Adler, Albert-Jan Pool und Sven Neumann ist «Schrift und Identität» einerseits hochgradig lesenswert, auf der anderen Seite ist fesselnd, wie die Studierenden aus dem vermeintlich eher trockenen Thema der Straßenbeschilderung in verschiedenen Staaten magische, wunderschöne und witzige Momentaufnahmen abgewinnen. Die 300 minimaoistisch-trocken durchgestalteten Seiten sind eine fesselnde Reise durch die nur scheinbar selbstverständlichen Orientierungsmodi anderer Länder, ein typographischer Tourismus erster Güte – und nicht zuletzt ein wahnsinnig und zugleich großartig anmutendes Studentenprojekt, das kommerziell so tiefgründig und gaga zugleich gar nicht denkbar wäre. Und hoffentlich, wenn es auf den Markt kommt, entsprechend viele Leser finden wird.

Update: Das Buch ist ab Ende August jetzt auch in Deutschland erhältlich.

hd schellnack
hd schellnack
hd schellnack
hd schellnack

(weiterlesen …)

13:54 Uhr. Kategorie Buch, Design. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

25. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Baustelle

hd schellnack

13:55 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

24. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Some Magazine: Identity

hd schellnack

Identität und die Demontage dieser Gewissheiten ist das Thema der inzwischen fünften Ausgabe der Some Magazine. Das Heft ist, wie mit jeder Ausgabe, ein atemberaubender Mix aus souveränem Editorial, sparsam, sauber, fesselnd, und sanfter Experimentierlaune, die mit einer schönen Hinterlist immer wieder die Balance des Heftes zerstört, es vor allzu viel Ordnung bewahrt. Für eine studentische Publikation, man muss es auch beim fünften Heft wiederholen, wirkt hier nichts nach Sturm&Drang und Experiment, alles ist gekonnt und lässig, unfassbar selbstbewusst und absolut richtig – es gibt wenig Magazine, bei denen ich mit jeder Doppelseite so mitnicke und mich beim Umblättern freue an dem Flow, der virtuos die Kapitel von einander abgrenzt, der überrascht, ohne dich aus dem Rhythmus des Gesamtkonzeptes zu werfen. Some Magazine ist in jeder Hinsicht ein großer Wurf und ich freue mich jedes Mal, wenn die Redaktion es mir ungefragt zusendet, es ist ein echtes Geschenk, auf das sich im Büro alle stürzen. Nicht zuletzt, weil das SomeMag auch inhaltlich einfach immer gekonnte Redaktionsarbeit zeigt, dramaturgisch smart zusammengebaut ist, das eigene Thema erörtert und zugleich unernst in Frage stellen kann, den roten Faden hat, aber auch mit Freude verknoten kann. Wenn es so etwas wie eine «Brand Eins» für Design gibt, dann ist es sicher dieses Magazin, das Anzuschauen Lust macht und das aber – viel wichtiger – zu Lesen ungeheuer Spaß macht. Das Some Magazine ist – fast leider – kein theoretischer Blatt, kein Ort für Designdiskurs, aber die Art und Weise, wie es die jeweiligen Themen durch die Augen von Designern filtert und bricht – sozusagen die Textauswahl selbst Element des Designs ist (selten genug haben Designer Einfluss auf die inhaltliche Redaktion). Allein Robert Pfallers Text ist den Kauf des gesamten Magazines wert – und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Ich kann mich mit jeder neuen Ausgabe, die erscheint, nur wiederholt in Richtung Burg Giebichenstein und in Richtung von Sven Voelker verbeugen (und natürlich vor den mitwirkenden Studenten, Künstlern und Schreibern), die seit der ersten Ausgabe stur ein im Kern unverändertes, aber spürbar wachsendes und dabei nie ermüdendes Design-Konzept beibehalten, und zeigen, dass Strenge und Überraschung, Rigidität und Abenteuerspielplatz kein Gegensatz sein müssen. Some Magazine lässt dich mit dem Wunsch zurück, das mehr (kommerzielle) Magazine, die nicht nominell «Design» auf der Fahne stehen haben, diesen Mix so phantastisch hinzaubern könnten.

hd schellnack
hd schellnack
hd schellnack
hd schellnack
hd schellnack
hd schellnack

(weiterlesen …)

18:38 Uhr. Kategorie Design. Tag .
Keine Antwort.

Slanted: Cuba

hd schellnack

Die 21. Ausgabe der Slanted dokumentiert die Unruhe dieses Magazins, das wieder einmal sein Format ändert (allerdings überraschend wenig am Design dreht, das in dem kleineren, eher buchartigen Format überraschend gut funktioniert) und auch inhaltlich den Fokus ändert. Denn es geht diesmal nicht um spezifische Schrifteigenschaften oder typographische Ordnungen, sondern im Mittelpunkt steht ein Land – Cuba, weswegen weite Teile des Heftes auch auf spanisch sind. Design, Leben, natürlich auch Typographie von Castros Zeitkapsel-Insel sind zu entdecken, ebenso wie urbane Aspekte von Havanna reflektiert sind und sich die Slanted über viele Texte auf verschiedenste Weise der Kultur des Landes nähert. Zum Vorschein kommt vor allem bei der Poster-Kunst eine seltsam zeitlos wirkende Gestaltung, die modern wirkt, aber doch aus vergangenen Dekaden zu wehen scheint, die brutaler und direkter, oft auch politischer wirkt. Als typographischer Reiseführer in die Fremde funktioniert die Slanted überraschend gut, und zugleich entkommt das Team um die Slanted-Veteranen Lars Harmsen und Julia Kahl der Sackgasse, in die das Magazin zu schlittern drohte – indem der Nutzeffekt des Magazins nahezu konsequent aus dem Heft, in eine Beilage, verbannt wird. So wird die Slanted nicht nur gestalterisch, sondern auch inhaltlich zunehmend zu einem Abenteuerspielplatz für die Macher – und das tut dem Magazin ausgesprochen gut, es macht nach wie vor Spaß, der Evolution dieses Anti-Magazins zuzusehen, das gedruckt unruhiger und lebendiger wirkt als so manche Onlinemedien.

hd schellnack
hd schellnack
hd schellnack
hd schellnack
hd schellnack
hd schellnack

(weiterlesen …)

14:28 Uhr. Kategorie Design. Tag , .
Keine Antwort.

Treppe

hd schellnack

23. April 2013 17:46 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

22. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Crash

hd schellnack

21. April 2013 19:46 Uhr. Kategorie Stuff. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

20. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

19. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Kevin Wilson: Family Fang

hd schellnack

All Families are psychotic – diese einfache Wahrheit treibt seit ewig die Literatur an. Kevin Wilsons zweiter Roman Family Fang bereichert das Genre dysfunktionaler Familienromane um eine schöne Facette, die mit dem Älterwerden einer Generation von Autoren, Musikern und Künstlern der Sechziger Jahre an der Zeit ist – wie lebt es sich eigentlich als Kinder von Eltern, die an Wildheit kaum noch zu übertreffen sind? Wie wird man erwachsen, wenn man groß geworden ist an der Seite von Menschen, die «anders», eben außerhalb des Establishments, funktionieren? Wie fühlt sich das eigentlich also an, wenn dein Vater ein Polanski oder ein Tingueley ist?

Für Annie und Buster ist diese Frage keine Spekulation – sie sind die Kinder eines Künstlerpaares, das die Kinder nahtlos in öffentliche und bizarre Performances einbindet, die in Rückblenden den Kontrapunkt bilden zu dem heutigen Leben von Annie, die sich als Schauspielerin durchschlägt, und Buster, der als erfolgloser Autor von Artikeln für das Männermagazin »Potent« lebt. Von akuten Niederschlägen getroffen – eine Reihe von Skandalen und ein wütender Ex-Freund bremsen Annies Filmkarriere aus, Buster ist nach einer Gesichtsverletzung durch eine Kartoffelkanone aus seiner stagnierenden Autorenlaufbahn geworfen – landen beide wieder bei den Eltern. Als Caleb und Camille Fang allerdings bald darauf verschwinden, sind Kind «A» und «B» verunsichert – sind ihre Eltern wirklich verschwunden, vielleicht sogar tot… Oder sind die beiden Kinder wieder nur ahnungslose Mitspieler in einem neuen, noch geschmackloserem Kunstevent der Fangs? Von dieser Angst (und Hoffnung) getrieben, entdecken die Fang-Kinder die Vergangenheit ihrer Eltern und, fast nebenbei, die Spuren ihrer eigenen Zukunft.

Auch wenn der deutsche Buchtitel es suggeriert, Wilsons Buch ist keineswegs nur unterhaltend. Die dysfunktionalen Abenteuer der Fangs sind natürlich absurd und oft hochkomisch, aber Schicht um Schicht zeigt Wilson seinen Lesern den Preis, den die Installationen der Eltern von den Kindern fordern. Wilson erzählt klug von einer Kunst nach der Kunst, wie wir sie heute kennen, die vor allem auf Reaktion ausgerichtet ist, überraschen, schockieren oder aufwecken will, der Kreation fast misstrauisch gegenübersteht. Fang dreht die Performances etwa einer Marina Abramović nur einen folgerichtigen Tick weiter ins Abstruse, bis sie die Logik von Candid-Camera-Sketches erreichen… und fragt zugleich, wie das Leben extremer Performance-Künstler aussehen mag, ob es überhaupt noch Spuren von Normalität im Ausnahmeleben geben kann. Dass er diese Frage am Ende bejaht, als beide Kinder die Künstlichkeit ihrer Existenz erkennen, und aus ihren Erfahrungen unmittelbar Kraft für eigene – freilich deutlich bravere – künstlerische Arbeit als Schriftsteller und Schauspielerin schöpfen, mag nicht verwundern. Ein Buch wie Family Fang braucht ein Happy End und Wilson ist klug genug, dieses nicht allzu eindimensional oder berechenbar abzuliefern, im Gegenteil. Während Camille und Caleb im Feuer der eigenen Kreativität alles der Kunst unterstellen, am Ende nicht nur die Kinder sondern auch die gesamte eigene Identität, die sie bis an den Rande des Aberwitzigen nur für eine Performance aufzulösen bereit sind, schaffen Buster und Annie eine Fusion aus Kreativität und persönlichem Glück, die bescheidener und daher lebenswerter klingt. Es mag die Stimme des Autors selbst sein (wessen sonst?), die hier 1:1 durchklingt, wie an mehreren Stellen im Buch, etwa wenn nach etwa 2/3 des Romans Buster in der Schreibarbeit an seinem eigenen Werk etwas ratlos wirkt, wie er die beiden Kinder-Protagonisten seines Romans glücklich zurück ans Tageslicht bringen soll… eine Passage die nur zu gut zu der zeitgleich etwas ratlos herum flottierenden Handlung in der sozusagen darüber liegenden Schicht von Family Fang selbst passt. Und kaum hat Buster die rettende Eingebung, geht es auch in Wilsons Buch mit einer unerwarteten Deus Ex Machina-Lösung weiter – eine Sequenz, deren Konstruktion man noch am ehesten mit Charlie Kaufmans «Adaption» vergleichen kann.

Alles in allem ist Kevin Wilson mit The Family Fang die rare Sorte Buch gelungen, das unterhaltsam aber nicht banal ist und dessen Stoff sich dem ur-amerikanischen Thema Familie ebenso gekonnt annähert wie dem Minenterrain der modernen Kunst. Eingebettet in die meist flüssig vorwärtsdringende Handlung, die allerdings an einigen Stellen vom Autor in klassischer Detektivroman-Manier recht forciert wirkt, liefert das Buch immer wieder Sequenzen, die Wilsons Stärke als Erzähler von Kurzgeschichten unterstreichen. Einzelne Beobachtung, kurze Dialoge, absurde Situationen, die für sich oft stärker sind als das (ja durchaus gute) Werk insgesamt, gekonnt skizzierte Charaktere, die Wilson als guten Essayisten ausweisen. Die Geschichte der Familie Fang gibt kein großes Buch ab, aber sie ist vielleicht eine der besten John-Irving-Publikationen, die nicht von Irving selbst kommen.

19:08 Uhr. Kategorie Leben.
Keine Antwort.

Manuel Gonzales: The Miniature Wife

hd schellnack

Manuel Gonzales Debüt «The Miniature Wife and other Stories» ist eine umwerfende Sammlung von Kurzgeschichten, die sparsam und trocken, ohne dabei allzu lakonisch zu werden, das Absurde mit dem Alltäglichen verknüpfen. Die Ideen seiner Geschichten scheinen P.K. Dick, Kafka, Lem oder Jonathan Carroll entsprungen zu sein, die Umsetzung hat aber die staubtrockene Fast-Ironie eines W.G. Sebald, einen kaum mehr wahrnehmbaren und genau darin offenbaren Humor. Gonzales «Magic Realism» belastet sich nicht mit Erklärungen und Gründen, wenn etwa ein entführtes Flugzeug runde 20 Jahre über Dallas im Kreis fliegt, winkt der Autor Fragen nach Benzin oder Ernährung mit den wunderbar beiläufigsten Erklärungen («perpetual oil») beiseite, denn die Frage ist für ihn nie, wie plausibel seine – eben selbstverständlich völlig unwirklichen – Ausgangsmomente sind, sondern wie sie sich konsequent entwickeln und entfalten. Das kann eine wunderbare Matheson-Farce sein wie in der Titelgeschichte, aber auch eine an Borges erinnernde beklemmende Surrealität kippen, wenn wir grund- und haltlos in Gonzales fremde Welten entrissen werden. Gonzales wechselt von einem an Roald Dahl auf Speed erinnernden, fast fröhlichen Stil so nahtlos zu doppelbödiger Ernsthaftigkeit und sparsamster Metaphorik, dass dem Leser Schleudertrauma droht.

Es ist kein Zufall, das Gonzales mitunter an den jungen Stephen King erinnert, der in den siebziger Jahren mit einem einzigen Halbsatz Figuren so sparsam wie treffend umreißen konnte, allerdings ist in Gonzales Geschichten das phantastische Element, das Kippen der Realität nicht Selbstzweck, sondern nur die Linse, durch die der Autor die Wirklichkeit betrachtet, indem er seine Protagonisten aus ihrer Safety Zone stößt. Obwohl durchaus zu Schockmomenten in der Lage, ist Gonzales zu talentiert, um «nur» Horror zu schreiben. Seine Literatur nutzt den Abschied von der Ordnung, die Entrückung aus der Balance, um mit klinischer Kühle in die Köpfe seiner Protagonisten zu blicken, die er mit der Präzision einer psychologischen Versuchsanordnung konsequent in die Irre laufen lässt. So wie Philip K. Dick aus der surrealen Grundidee durch eine Pokertisch-taugliche Ernsthaftigkeit dem Bizarren eine ganz eigene Folgerichtigkeit verlieh, funktioniert auch Gonzales – und erschreckenderweise eben auch die Wirklichkeit. Es sind Gesichten für die Zeit, in der wir leben, in der wir uns an Terrorattacken und Nuklearunfälle, an Roboter und Allzeit-Vernetzung mit einer Art Lässigkeit gewöhnen, die von außen betrachtet absurd wirken muss, von innen heraus aber die einzige Möglichkeit ist, weiterzubestehen. Dieses Konzept des Durchwurstelns auch unter den absurdesten Bedingungen schraubt Manuel Gonzales lediglich auf höchste Höhen – der Horror ist bei ihm die Normalität des Weiter-so.

10:28 Uhr. Kategorie Buch. Tag , .
Keine Antwort.

Strahler

hd schellnack

18. April 2013 12:10 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Baum

17. April 2013 22:25 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

16. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

65

15. April 2013 15:50 Uhr. Kategorie Leben.
Keine Antwort.

Tweets

14. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Nebel

19:30 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

13. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Lampe

09:05 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Schuh

12. April 2013 15:45 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

11. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Read

10. April 2013 13:05 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Zettel

hd schellnack

9. April 2013 10:39 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

8. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

7. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Ping

hd schellnack

19:31 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

5. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

3. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Lampen

hd schellnack

09:46 Uhr. Kategorie Photos. Tag , .
Keine Antwort.

Tweets

2. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

Anton

1. April 2013 22:55 Uhr. Kategorie Photos. Tag .
Keine Antwort.

Tweets

22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag .
Keine Antwort.

« Zurück
» Vor

Creative Commons Licence