Ich fühl mich selbst nicht wohl in der Rolle, ständig darauf hinzuweisen,daß dieses oder jenes mir doch arg vertraut vorkommt, zumal ich mich ja auch gerne von den Arbeiten anderer inspirieren lasse.
Aber gestern kam das 06/07er Jahresprogramm der Berliner Opern auf meinen Schreibtisch und ich blättere es durch. Und irgendwie kam mir das Format bekannt vor. Und auch diese Art, wie die Photos eingefasst sind. Überhaupt… deja vu. Und obwohl es schon Unterschiede im Design gibt, gibt es da eben so ein paar Seiten, die mir stilistisch echt sehr vertraut vorkamen. Grün eingefärbte Bilder, Baustellenphotos. Also hab ich mal schnell das letztjährige Saisonheft der Bielefelder Philharmoniker rausgekramt und darüber gelegt. Und bei allem Respekt, so ein bißchen erinnert mich diese Arbeit schon an Bielefeld und eben auch an die Photos von Philipp Ottendörfer.


Es ist sicher auch genug anders, um das vielleicht einen reinen Zufall sein zu lassen, obwohl das Seitenformat (das nun auch nicht gerade ein DIN-Format ist) wirklich 1:1 gleich ist. Ich muß vielleicht auch sowieso ganz still sein, weil wir derzeit auch ganz dreist eine grobe Typoidee von Jonathan Safran Foers Illuminated-Cover übernehmen :-D… aber hey: Warum ruft die Intendanz von Berlin nicht mal hier an, wenn sie unseren Look will?
Nicht, daß es dann noch wirklich noch so aussähe, ich würde für die Berliner Oper nämlich schon eher was eigenes erfinden. Also, liebe Kirsten Harms, unsere Nummer ist 0201-766569. :-).
30. März 2006 10:51 Uhr. Kategorie Arbeit. 3 Antworten.
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Als 85jähriger, der schon mit 19 Jahren wegen offen geäußerter Meinung 1940 fünf Tage in der Münchener Zentrale der Gestapo (Wittelcbacher Palais) festgehalten und verhört wurde und seitdem trotz dieses gefährilichen Erlebnisses NIE mit seiner Meinung hinter dem Berg blieb:
Ich protestiere laut gegen die feige Zensur der Intendantin an der Deutschen Oper betr. “Idomeneo”. Die Nazis haben versucht uns mundtot zu machen – ist Frau Harms vor einer Chimäre ziurückgewichen? Wenn nein; warum verbirgt sie vir der Öffentlichkeit ihr evtl. bekannte schwerwiegende Gründe für ihren Entschluss?
Wo kommen wir mit einem furchtsamen Zurückweichen vor nebulösen Drohungen denn hin???
Hans Daeumling
Hallo Hans, hier vielleicht etwas falsch, weiter oben im Blog habe ich tatsächlich etwas zu Harms und Mozart geschrieben:
http://www.hdschellnack.de/?p=1420