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My Bee’s Garden: Hunt The Sleeper

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Ja, es ist natürlich diese Sorte «niedliche» Pop-Musik, die die 22jährige Melody Prochet hier gemeinsam mit Alex Concato produziert, die sofort an die luftigen und mitunter leicht infantilen Klänge von Airoder Múm erinnert, eine Art durch pinken Weichspüler gezogener Cocteau-Twins-Sound, verhallt, aber eben nicht düster, sondern psychedelisch-träumerisch, mit angehaucht-kindlich-hohen Gesangslinien, die immer eben auch ein bisschen an Stereolab erinnern. Läßt man die Tatsache beiseite, dass hier nicht viel neues produziert wird, ist dieser Hello-Kitty-Pop aber so naiv-schön wie man das von gutem französischem Pop vermuten darf, federleicht, ätherisch, mit Prochets altersloser Stimme, die übergangslos zwischen Nymphe, Sirene und einer eben doch erwachsenen Ruhe wechseln kann. Die Musik von My Bee’s Garden ist angenehm zurückhaltend produziert, hingetupft und sanft, mit sanften Drums, wolkigen Synths und Gitarren, deren lächelnde Naivität mitunter an die mittlere Phase der Neuen Deutsche Welle erinnert, an Rheingold oder an Joachim Witt. «Hunt the Sleeper» wird die Welt nicht verändern, ist aber andererseits die Sorte Musik, wo es nicht wehtut, wenn man drei vier Platten zu viel davon hat.

16. Februar 2011 18:35 Uhr. Kategorie Musik. Tag . Keine Antwort.

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