
Mit diesem Logo hat die Hochschule für Gestaltung Karlsruhe ganz frisch einen Wettbewerb um ein Logo der Region Oberrhein für sich entscheiden können.
Ich hoffe wirklich, das da jemand vorher mal mit Benedict Stampa vom Konzerthaus Dortmund gesprochen hat…
Denn dessen Logo sieht ja nun einmal so aus:

Wobei das Konzerthaus-Logo ästhetisch und inhaltlich die deutlich absolut gelungenere Variante ist – abgesehen von der Wortmarke, die ich bei beiden Logos eher mau finde.
Wir haben uns Ende 2005 über das Logo ja Gedanken machen dürfen, als wir um den Konzerthaus-Etat gepitcht haben, und das Nashorn stand für uns nie in Frage. Obwohl es mir in vielerlei Hinsicht visuell nicht so sehr gefällt, funktioniert es inhaltlich gut, ist durch den kognitiven Bruch von schwer und leicht eben gut einprägsam und in der Stadt dank kongenialer PR-Maßnahmen wunderbar implementiert. Gegen eine so stark implementierte Marke wirkt das «Rhino» vom Oberrhein etwas schwächelnd, leider.
Dank an Markus Brendel für den Hinweis…!
5. Dezember 2007 12:34 Uhr. Kategorie Design. 7 Antworten.
naja, so ähnlich sind sich die beiden ja nicht. das eine ist bunt zerschnitten und das andere hat draufmontierte flügel.
Abgesehen von der Überlagerung und dem Flügel finde ich die Ideen und auch die grobe Vektorumsetzung schon so ähnlich, dass man es auf jeden Fall hätte nicht einreichen sollen… es ist einfach zu nahe dran. Eine ästhetisch andere Umsetzung, nicht so als Vektor-Scherenschnitt vielleicht, aber so… ai ai ai
man kann vom kunden keine recherche erwarten, was es bereits gibt, das ist zum größten teil aufgabe der agentur. zugegeben das nashorn sieht schon gut aus auf den ersten blick, ich kann mir gut vorstellen, das mit ein wenig mut das gut angekommen ist.
zumal der rest wirklich nicht berauschend ist. wieder sehr viel »ego-entwürfe« dabei.
wirklich tiefgreigende gedanken hat sich keiner gemacht …
also,ich seh das so wie robertmichael.die beiden sehen sich leicht ähnlich,aber es gibt mehr unterschiede als gemeinsamkeiten.
der körperaufbau des rhinos von der hfg ka ist ganz anders aufgebaut und mit grafikelementen kombiniert und dem konzept oberrhein angepasst.
die darstellung des kopfs ist ebenfalls ganz anders wie z.B. das horn oder die ohrmuscheln. die farbkombination ist echt super und aufeinander abgestimmt . und nicht so ein langweiliges ostergelb!! das hfg-rhino hat stil und das andere ist schlicht langweilig und alt, 2005 war das so in mode. werdet moderner und stilsicher!
ach und nochmal vielen lieben dank an markus brendel für den hinweis!!!!!!! du bist der beste!
wir sind “offen” für neue weitere hinweise dieser art. laßt uns alle logos vergleichen und niedermachen, je je!!!!!!!
farben hin oder her – es ist extrem nah dran. ich würde vor keinem kunden stehen und mit so einer recherche konfrontiert werden wollen…
geht mir auch so. Ist halt ein sehr ikonisches Motiv, da muss man etwas aufpassen – und die Umsetzung ist zwar im Detail anders, aber DETAILS sind bei Logos nicht das, was sich einprägt beim Betrachter. Ich hätte dem Niederrhein vielleicht einfach etwas eigenständigeres gewünscht. Und von Rhein zu Rhino… aber ich bin schon still :-D.
Nebenbei, Chakon, es geht nicht um niedermachen, Sven Voelker macht wirklich super Arbeit, wie ich finde und hat zeigt am Beispiel Suzuki, wie weit man mit einem kommerziellen Kunden in die richtige Richtung gemeinsam gehen kann, und die Studenten-Arbeiten an der hfg sind auch sehenswert, wie zum Beispiel der Blimp von der Typo 2006. Also bitte – es ist gar keine Kritik an einem Designer, den ich zwar nicht persönlich kenne, aber total mag. Sogar das Buchcover mit dem Rhino finde ich gut – ehrlich gesagt eine bessere Anwendung der Rhino-Ikone als Dortmund sie derzeit liefert, wo das Nashorn im Auftritt ja nur noch als Marke genutzt wird, nicht mehr als visuelles Spielzeug. Es ist einfach schade, dass die beiden Ideen sich ohnehin ähnlich sind, und eben auch visuell schon nahe beeinander sind. Ich glaube, eine etwas andere Umsetzung hätte jedes Feeling von Deja vu auch fix vermieden. Nicht in dem ein paar Details anders sind («Was, es sieht doch gar nicht nach Adidas aus, unsere Streifen sind 0,4 mm kürzer, pff…»), sondern wirklich eine andere Idee. So ists einfach arg nah dran, was einfach etwas unglücklich gelaufen ist.