
Über das Fontblog stoße ich auf die – nach Meinung der New York Times – schönsten Buchcover des vergangenen Jahres, die auch in der Tat durchgehend gelungen sind. Es ist überraschend, wie sehr sich bei Buchumschlägen international ein bestimmter Stil durchgesetzt hat, der etwas an den frühen Chip Kidd erinnert, insbesondere die hier gezeigten Drummond-Arbeiten. Es ist ein wenig Retro-Americana, die uns da entgegenkommt, Stilzitate, die nahelegen, dass nur eine ältere Zielgruppe noch von belletristischen Themen angesprochen wird, die man hier mit einer ironisch gebrochenen Form vergangener grafischer Stile anspricht. Und es funktioniert, rein vom Cover her machen die meisten dieser Bücher hier neugierig und nicht wenige würde ich aus dem Stand blind kaufen wollen. Unmarketable, eines meiner Lieblingscover, erinnert sicher nicht zufällig an Miranda Julys Eigenwerbung-Homepage, und seltsamerweiser erinnert nur Chip Kidd selbst nicht an Chip Kidd – obwohl seine beiden Arbeiten auch wirklich eher zu den schwächeren Ergebnissen zählen…
29. November 2007 18:38 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.