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Mystical Tint Tone Color 2

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Die Plug-In-Schmiede AutoFX, von denen unter anderem die Photoshop-Erweiterungen AutoEye und MysticalLightning stammen, hat lange keine Updates der schon relativ alten Klassiker herausgebracht, denen man ihr Alter inzwischen deutlich anmerkt, da sie langsam sind, ein eher unglückliches Interface aufweisen und meist mit 16bit-Bildern ihre Probleme haben. Das Update von Mystical Tint Tone Color auf 2.0 für etwas über 100 Euro wirft einige der alten Effekte über Bord und bringt dafür aber auch einige neue mit, so dass man insgesamt auf rund 60 kombinierbare Effekte kommt. MTTC2 wirkt insgesamt etwas schneller als der Vorläufer, lädt auf dem MacPro problemlos auch 25-MP-Bilder mit 16 bit Farbtiefe ohne lange Wartezeit und kann auch bei der Kombination mehrerer Effektebenen noch halbwegs überzeugend arbeiten. Das finale Rendern für Photoshop kann allerdings ziemlich lange dauern. Es gibt beim Zoom in das Preview-Bild leider kein Nachladen, so dass man sich leider nicht von den Details des Effektes überzeugen kann, und das Interface an sich wirkt gemessen an den Werkzeugen von nik etwas altbacken, wobei man das sicher auch vom Interfacedesign mancher anderer Plug-Ins behaupen kann, wie etwa AlienSkin. Seltsamerweise ist das neue Interface – das insgesamt der vertrauten AutoFX-Oberfläche weitestgehend ähnelt – eher etwas klobiger und DOS-iger geworden als der Vorläufer, es läuft aber andererseits schneller und solider als zuvor. Anders als bei vielen anderen Tools arbeitet MTTC2 nicht so, dass es automatisch eine neue Ebene anlegt, die Opazität des Effektes lässt sich aber in dem Plug-In selbst bestimmen, zudem kann der Effekt partiell aufgepinselt bzw weggepinselt werden. Der Grain ist leider wie in der Vorgängerversion weitestgehend unbrauchbar, hier gibt es deutlich bessere Werkzeuge. Ebenfalls wie in der Vorläuferversion sind auch in der zweiten Fassung teilweise oft eher kitschige Standardeffekte mitgeliefert – Sepia und Glowfilter – andere Funktionen zur Bildoptimierung sind in AutoEye besser abgedeckt. Dennoch ist die Bandbreite und Kombinationsmöglichkeit der Filter die Upgradesumme und eigentlich – je nachdem, wieviel und vor allem wie schnell mach in Photoshop arbeiten muss – auch den Neupreis von 250 Dollar durchaus wert, zumal das Tool mit vielen durchdachten Details (internes Speichern von Bildzuständen, Speichern von Effekt-Templates usw) und durchaus guten Effekten in der täglichen Bildbearbeitung eine solide Alternative zu etwa nik Color FX sein kann bzw diese entsprechend ergänzt. Vor allem aber schürt dieses Update die Hoffnung, dass endlich eine neue Version von AutoEye und Mystical Lightning auf den Markt kommt, die beide derzeit mehr schlecht als recht unter Photoshop laufen.

27. Juli 2009 19:38 Uhr. Kategorie Technik. Tag . 2 Antworten.

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