
Beim wunderbaren niederländischen Poaa-Shop gibt es die drei normalen Mr.Jones-Uhren von Crispin Jones The Decider, The Mantra und The Accurate. Jones, der vorher nur handgefertigte Einzelstücke für Museen und Galerien herstellte, hat seine Idee von «kommunizierenden» Kunst-Uhren jetzt auch auf normal erwerbliche Objekte erweitert. Obwohl die Uhren auf den ersten Blick nicht allzu großartig verarbeitet wirken und leider nur ein normales Quartz-Werk haben, als «echte» Uhren also eigentlich nichts taugen, , ist die grundlegende Idee, Uhren aus dem reinen Zeitanzeige-Nutzen herauszubringen, sehr witzig umgesetzt und für 99 Euro als Geschenk wirklich erschwinglich. Rein optisch ist The Decider in Action schon sehenswert und eine witzige Idee.
30. Januar 2008 15:40 Uhr. Kategorie Design. 16 Antworten.
als wenn du SOOO ne ganaue uhr bräuchtest.
bei dir ist doch eh immer stress und eigentlich hinkt man der deadline nur hinterher.
da bleibt nicht mal zeit zum zeit ablesen.
Deadlines ist wegen der Krankheit im Januar etwas übel, stimmt schon. Etwas stranger Monat. Letzten Tage gehts ja wieder etwas, aber es ist so viel zu tun, dass man doch nicht ganz hinterherkommt. das Januarende war jetzt etwas hektisch. Wird aber wieder aufgearbeitet und fertig. Gibt peinlicherweise zwei Baustellen, auf denen ich hinterherhinke, weil es eben nicht so ganz klare knappe Sachen sind, sondern eher grundsätziche Sachen, die man mal nicht eben an einem Tag erledigt.
Das Problem ist auch, Design und Deadline gehen nicht immer zusammen. Manchmal muss eine Idee auch erst kommen.
schlimmer ist das die idee einfach manchmal akzeptiert werden muss. ich hab genug sachen gesehen, die ich richtig geil fand, aber abgelehnt wurden.
Klar, aber das gehört zum Job. Manchmal verzweifelt man daran, manchmal findet man eine Lösung, die dann wirklich besser ist als das Ursprüngliche, manchmal kommt ein blöder Kompromiss heraus… aber große oder kleine Änderungen sind einfach normal. Es gibt kaum einen Job, wo nicht Modifikationen kommen, und das ist auch Teil der Arbeit. Das kann sogar sehr schön sein, wenn man über einen positiven, produktivenDialog über die Wünsche der Kunden mehr lernt und es nicht so ein Auftrag-Ergebnis-Ding ist, sondern ein gemeinsames Ergebnis. Es gibt schlechte Änderungswünsche, an denen du verzweifelst, vor allem so Sachen à la Make the Logo bigger, aber es gibt auch – dann oft im grundsätzlichen Bereich – Situationen, wo du am Kunden vorbei läufst und dringend dessen Input brauchst und dann sind Wünsche ein Gottesgeschenkt.
Ein positives Beispiel ist das Bielfelder-Philharmoniker-Saisonheft von 2006, wo Tilmann alles super fand, außer der Aufteilung Text/Bild. Zu dem Zeitpunkt bereits deutlich aufgerieben von der Arbeit am Theater-Heft, das wirklich nicht rund lief, war ich sehr unglücklich und wußte auch keinen Ausweg, selbst wenn ich sein Problem verstand. Til ar dann sehr sehr positiv und feinfühlig und wirklich großartig und am Ende gab es eine Lösung, die das Heft 200% besser gemacht hatte, an die ich einfach nicht gedacht hatte.
Aber klar, es gibt auch Momente, wo ein Kundenfeedback dir ne wirklich schöne Idee versemmelt. Was mich meist nicht wegen mir SELBST ärgert, sondern weil man das Gefühl nicht loswird, der Kunde trifft aus der falschen Innenperspektive heraus eine schlechte Entscheidung, die nicht zum Diskurs offen ist, sondern von oben kommunziert wird, obwohl sie ihm mittelfristig sicher schaden wird. Er sich also selbst in den Fuß schießt. Ich ärgere mich selten darüber, eine meiner Ideen zu verwerfen, ich hab mehr als genug. Es ist nur immer traurig, wenn Kunden ihren eigenen Erfolg beschneiden – oder zumindest eine Strategie, von der wir denken, die führt zum Erfolg (und meist denken wir da recht treffsicher). Das passiert tatsächlich öfter als gedacht., gehört aber eben auch zum Prozess. Zumal wir auch wissen, dass unsere Ideen oft nicht mal gestalterisch, aber vom strategischen Ansatz her, «anders» genug sind, um von Klienten eine gute Portion Mut zu erfordern… ich kann immer gut verstehen, wenn jemand sagt: Ai, das geht mir zu weit. Ob man SELBST etwas geil fand, ist dabei zweitrangig, wichtig ist, was gemeinsam gemacht wird. Und es ist ein Prozess. Ich brauche oft Jahre, um Kunden mutiger und stärker zu machen. Aber Mut und Energie setzen Kräfte in Unternehmen frei – und das hat dann nicht mehr nur mit Design zu tun, sondern mit dem grundsätzlichen, unternehmensberaterischen Ansatz bei uns -, die unweigerlich zum Erfolg führen können. Weil dann alle Energien in die richtige mutige Richtung zeigen. Ohne da eigene Sachen loben zu wollen, ist es dieser Ansatz, der Apple oder auch Mini zum Erfolg führt. Ein gewisser Mut, ein gewisser Look und eine gewisse Wir-geben-alles-und-sind-besser-als-der-Rest-Denke. Das klappt nicht immer, aber es klappt unglaublich oft eben auch bei Firmen, die NICHT Apple oder BMW sind, sondern im kleinen Arbeiten. Ich hab das oft genug erlebt – und im Kern ist dieser Prozess das, was mich an Design interessiert, nicht so sehr das grafische, das ich ja eher etwas langweilig finde.
ich find die ja lustig …
http://www.promondo.de/$WS/promondo/websale6_shop-promondo/produkte/medien/bilder/gross/35601.jpg
Ach, als Uhren find ich die Jones-Wtaches eher uncool. Da mag ich 40er-60er Originale, Bulova, Omega. So schlichte Dinger Automatic oder Wind-up.
“yes” per minute: 30
“no” per minute: 30
Indecision per minute: 0
aber ich find armbanduhren doof.
ich hatte letztens auch ne gute gesehen, aber ich weiß nicht mehr wie die hießen. da musste man immer rechnen um zu wissen wie spät es ist. war witzig, aber bis man dann endlich mal weiß wie viel uhr es ist, ist eh alles zu spät.
Ah, Fabian… Armbanduhren muss man lieben. Wie alte Füller. Nicht die neuen Quartz-DInger, die nur so tun, als seien sie Uhren, sondern die alten, Handaufzug, Automatic. Sie sind Symbole einer vergangenen Zeit. Eleganz, Simplicty (ich rede nicht von Macho-Taucheruhren), Handwerk, Stil. Kleine Kunstwerke, die man am Arm trägt und deren Zeigern man stundenlang zuschauen kann, wie sie etwas ungreifbares messbar machen. Eine Symphonie aus Zahnrädern und Federn, Spangen und Schrauben, der man kaum glauben mag, dass ein Mensch diese filigranen Teile noch vor deiner Geburt in irgendeiner Werkstatt zusammengesetzt hat. Das sleeke Grace-Kelly-meets-Cary-Grant-Design der Sixties. Die quadratischen Uhren der 30s und 40s. Es gibt nichts besseres. Neben Uhren und Büchern könnte ich ein Vermögen für Uhren ausgeben.
ob neu oder alt ist egal find ich.
muss einfach das gewisse etwas haben.
selbst normale mode-uhren können nett aussehen http://www.gimahhot.de/images/products_large/42/428950.jpg
ich muss zugeben, das ich armbanduhren mag, aber immer nur son 15€dingen um handgelenk habe, während meine gute uhr im schrank vergammelt.
übrigens merkt man das du ein wenig müde bist.
“Neben Uhren und Büchern könnte ich ein Vermögen für Uhren ausgeben.”
Ach, ich bin nur immer noch krank, glaub ich.
Musik und Bücher natürlich.
Wenn mich einer bezahlen würde, damit ich Bücher und CDs kaufe, Filme und Theaterstücke sehe und außerdem Uhren trage, wär doch super.
Vielleicht wird bei der Zeit im Feuilleton was frei – wenn ichd ann nur noch schaffe MICH KURZ ZU FASSEN.
Wartet ab, der Cloverfield-Review morgen clockt wieder bei 10 A4-Seiten ein.
ich habe den mp3s auch komplett den rücken gekehrt und bin wieder treuer vinylkäufer =)
also im mom geht meine kohle für equipment und vinyl drauf.
die tage hab ich das schätzchen mal gehört http://www.waldorfmusic.de/de/produkte/blofeld/blofeld_uebersicht
ich glaube das wird die über- übernächste investition. irgendwie hab ich meine ganze gesparte kohle schon verplant.
aber für so wenig geld nen richtigen waldorf, der auch klingt wie ein richtiger waldorf. das ist einfach ein MUSS =)
Mehr Uhren findet ihr hier:
http://www.wriststyle.com/
Das die Uhr rein optisch sehenswert ist, kann ich nicht zustimmen. Mir gefällt sie überhaupt nicht. Da wären mir die 99 Euro schon zu viel. Da schlage ich lieber noch ein bißchen Geld drauf und bekomme dann eher eine vernünftige, als mein Geld für so etwas auszugeben.
Mein Dings wäre es persönlich auch nicht – aber ich trage auch fast nur alte Uhren aus den Sechzigern :-D Witzig an der Uhr ist halt die Idee dahinter, das mit dem Entscheiden, weniger die Optik.