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Mobee Magic Charger – Magic Mouse Ladegerät

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Als ehemaliger Logitech-User bin ich ja eigentlich an Ladegeräte für Mäuse gewöhnt, empfand aber die Befreiung von Docking Stations, die die Apple Maus mit sich bringt, eigentlich als Befreiung. Zwei Eneloops einstecken und ready to go, was will man mehr?

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Mobee macht diese einfache Logik jetzt mit einer Ladestation etwas weniger einfach, die an Einfachheit und Sexappeal kaum zu überbieten ist. Der Magic Charger passt optisch nahtlos zur Magic Mouse und verzichtet anders als andere Induktionsladegeräte (Powermat usw) auf komplizierte Zusatzgeräte. Man setzt einfach den Akku von Mobee ein, der etwas fummelig ist, aber an sich sauber in die Magic Mouse passt und ist fertig. Die Ladestation lässt sich per USB mit Strom versorgen und läuft sogar über einen Hub (jedenfalls über einen aktiven Hub, also nicht an Hubs, die weniger als 250 mA abgeben). So hat man zwar doch wieder ein Kabel auf dem Schreibtisch, aber ist wieder in der Lage, die leere Maus einfach über Nacht aufzutanken und nicht mehr über aufgeladene Batterien nachzudenken. Zugegeben, da man dennoch an die Batterien für kabellose Tastatur und das Trackpad denken muss (auf dem Schreibtisch verrichten ja inzwischen bis zu sechs Batterien ihren Dienst pro Arbeitsplatz), ist der Magic Charger natürlich eher ein Gimmick, und tatsächlich wäre er noch ein wenig magischer ohne USB-Kabel, aber der Ansatz ist goldrichtig.

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Das Handling ist kinderleicht, die Maus soll nach 6 Stunden voll aufgeladen sein und dann 6 Tage lang nutzbar bleiben – gerade den letzteren Wert wird man sicher in der Praxis texten müssen, Apples BT-Geräte fressen ja gern mehr Strom als angegeben. Die Maus ist mit dem Mobee-Akku etwas leichter als angegeben, was durchaus nicht unangenehm ist. Die Ladestation hat eine kleine LED, die die Funktion anzeigt – rot ist «wartend», grün blinkend lädt auf und dauerhaft grün heißt, dass die Maus voll ist. Ob die Ladestation dem Memoryeffekt entgegenwirkt oder bei vollem Akku aufhört, zu laden, ist bisher unklar. Generell zeigt Apple auch eine «voll» aufgeladene Batterie nur mit 80% an, was wohl normal ist, weil Mobee 1,2V statt 1,,5 V Akkus verwendet. Aufgeladen werden kann nur bei laufendem Rechner via USB, wohl aber auch im Ruhezustand. Die Batterie soll 500 Ladezyklen überleben (Eneloop: 1500), ein Ersatzkit kostet um die 30 Euro.

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Keine Frage also: Effizienter als Eneloop- oder Apple-Batterien (die ja auch Eneloops sind) mit Ladegerät ist das Mobee-System eher nicht. Gemütlicher aber wahrscheinlich allemal, weil stets etwas fummeligen Batteriewechel entfallen. Ich weiß nicht, ob ich der einzige bin, der angenervt von dem frickeligen Deckel der Magic Mouse auf eben diesen längst verzichtet, aber sowohl bei der Mouse als auch bei den Tastaturen und Trackpads mit ihren seltsamen (und dünner gewordenen) Schraubverschlüssen ist der Batteriewechsel ja alles andere als nutzerfreundlich. Ein Vorteil der Mobee-Idee ist natürlich, dass man im Zweifelsfall (anders als bei Logi) eben doch schnell Batterien nutzen kann, wenn man vergessen hat, den Akku zu laden, der nämlich problemlos auch OHNE die Maus aufgeladen werden kann, indem man ihn herausnimmt und auf das Ladedock legt. Man hat also eine Docking-Mouse und eine Batterie-Mouse, was nicht ganz dumm ist.

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Rein optisch passt das Gerät makellos zur vielleicht einen Hauch weißeren Magic Mouse – der weiße Plastik und der Aluminium-Look der Unterseite (die aus Plastik ist und nur auf Alu getrimmt ist, leider), dürfte auf keinem Apple-Schreibtisch für Augenqualen sorgen.

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Spannender noch als das Gerät selbst ist natürlich die Idee – es wäre eigentlich phantastisch, wenn Apple etwa den Standfuß der jetzigen iMacs als Ladestation nutzen würde oder beim MacPro die Oberseite. So könnte Apple leistungsstärkere Akkus verbauen und zugleich ein System anbieten, das komplett ohne Batterien oder Ladegeräte auskäme, diese aber eben vielleicht optional verwenden könnte.

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Fazit des Mini-Reviews: der Magic Charger ein charmanter Ausblick in die Zukunft kabelloser Stromübertragung, in der wir hoffentlich bald unsere diversen Gadgets ohne zusätzliche Stecker und Zusatzgeräte einfach induktiv aufladen können und die Zeiten zahlloser Ladegeräte für Kamera, Phone, iPod und so weiter endlich der Vergangenheit angehören.

Update: Na, das ist kein gutes Zeichen. Die Mobee-Batterie ist nach knapp fünf Tagen leer. Überraschend dabei ist, dass die Ladung abrupt von 53% auf 15% und dann auf «Nicht verbunden» abgestürzt ist. Die ganze Sache macht wenig Sinn, wenn der Akku so unberechenbar zusammenklappt.

Update März 2011: Tatsächlich ist die große Schwäche des Mobee die Akkuleistung. Die bricht teilweise so schnell in sich zusammen, dass die Maus die Verbindung verliert, inzwischen durchaus auch mal zwei oder drei Tage nachdem der Akku über Nacht auf der Ladestation stand. Alles in allem ist der Akku dann doch oft auf der Ladestation, während Eneloops ihren Dienst in der Maus erledigen. Zusammen mit der sehr hakeligen, nicht ganz exakt passenden Bauform des Akkus, den man nur mit recht spitzen Fingernägeln aus der Maus kriegt bzw wieder hineingefummelt, ist der Magic Charger nach einigen Wochen zwar eine sehr nette Idee, in der Umsetzung aber noch nicht wirklich so wasserdicht, wie er sein müsste, um wirklich zu überzeugen.

Update März 2011: Da der Akku gern mal so unpassend ausfällt, dass er mitten am Tag den Geist aufgibt und man ihn allein auf den Charger stellt, während man mit normalen Batterien weiterarbeitet, scheint sich die Akkuhalterung verzogen zu haben – vielleicht ist die nur auf «einmal einbauen, nie wieder rausnehmen» konzipiert, jedenfalls lässt sich die Halterung, die zwar nach Alu aussieht, aber aus Plastik ist, nicht mehr richtig in die Magic Mouse frickeln und hält einfach nicht mehr, egal, was man anstellt. Ein Fall für die Garantie und eine bisher leider sehr klare Nicht-Kaufen-Empfehlung.

Update April 2011: Nach kurzem Austausch von Photos usw habe ich inzwischen einen neuen Akku zugeschickt bekommen – der wieder nicht einwandfrei in die Mouse passt und zwar nicht nur in eine, sondern in drei Mäuse, an denen ich den Akku getestet habe. Vielleicht geht der Hersteller davon aus, dass man ihn einmal einbaut und nur im Notfall wieder entfernt? Die Konstruktion ist leider alles andere als stabil, aber immerhin tauscht der Service defekte Akkus aus :-D.

9. Dezember 2010 12:08 Uhr. Kategorie Technik. Tag , . 2 Antworten.

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