
So, nach der Abstimmung mit Ogilvy in Düsseldorf hier einige Bilder von dem Praktikum am Freitag. So sah mein Arbeitsplatz aus. Zwei Bildschirme, wenn auch etwas kleiner als gewohnt, OS X Tiger, CS2, eine Maus ohne Scrollball, was mich wahnsinnig gemacht hat. Es ist schon bemerkenswert, wie sehr sich 10.5 von 10.4 im besten Sinne unterscheidet. Aber als Praktikant kriegst du halt einen Rechner, der etwas älter ist, so gehört sich das. (Es sei denn, du machst Prakikum bei nodesign ;-D)

Obwohl ich bei uns eher Tee als Kaffee trinke, geht ohne Milchkaffee als Praktikant natürlich erst einmal gar nichts – zur Werbewelt gehört Latte. Zum Glück ist die Kaffeemaschine fast die gleiche wie hier, also auch kein Umlernen nötig, ich weiß sogar sofort, wo der Wassertank ist, als die Jura – in gewohnter Manier – nörgelig nach neuem Wasser verlangt. Und wie bei nodesign bin ich ausgerechnet auch derjenige, der sich gerade dann einen Kaffee zieht, als die Maschine nach einem Leeren des Kaffeesatzes verlangt. Just like home, seufz.

Prima Aussicht aus dem Fenster…

Wer gedacht hat, ich bekomme ein Spaßpraktikum, hat sich geirrt. Ich habe faktisch den ganzen Tag am Rechner gesessen und real gearbeitet. Im Grunde wie ein ganz normaler Arbeitstag, nur komplet anderes Umfeld, andere Kunden, andere Aufgaben. Sehr surreal.




Das Treppenhaus. Die Architektur des Gebäudes ist modern, recht unterkühlt, Medienhafen halt, sehr schön.

Meine Art Directorin bei der Arbeit.

Irgendwie witzig ist, in wie vielen Büros USM steht. Bei uns ja auch, bei fast allen Architekten, die ich kenne und in zig Agenturen. Abstrus, wie eine Marke so derart zum Golden Standard geworden ist, analog zu Vitra bei Stühlen.

Die Awards, die an der Wand hängen, kriegt man nicht einmal mit Weitwinkel aufs Photo.

Die Ogilvy-Gitarre.

Ein Konferenzzimmer.

Meine Mitpraktikantin Andrea.

Nicht das ganz große Wortspiel, aber sehr schöne Lounge für die Mitarbeiter von Ogilvy.

Auch hier moderne Architektur, die Hafengebäudeflair und moderne Sachlichkeit zusammenbringt.


Jede Menge ADC-Nägel, unter anderem für die gelungene Dove-Kampagne von 2007.

Gründer David Ogilvy, dessen lesenswertes Paul-Ardenesques Buch Geständnisse eines Werbemannes ich sogar vorher gelesen habe, ich bin als Pratikant sozusagen bestens vorbereitet. Ich finds nach wie vor beeindruckend, wie ein Mann aus dem Nichts einen solchen globalen Werbegiganten binnen einer Generation hochgezogen hat, der heute weltumspannend tätig ist.

Security. Der Lift wird mit einem Zifferncode betrieben. Vieles hier ist eben TopSecret, vor allem, wenn es um Pitches geht.

Sechs Etagen Ogilvy.

Kaffee, die zweite. Ich habe hinterher aber auch brav Tee getrunken.

Nein, Bier hab ich keins getrunken – die Flasche steht da nur als Muster. Gilden ist einer der Kunden der Unit, in der ich arbeite und der zweite Job ist eine Visualisierung eines Anzeigen/Plakatmotives.

Das Ogilvy-Boot.

Mittagspause im Mongos.

HD hilft Heike beim Scannen. An einem Scanner von dem ich KEINE Ahnung habe. Hat aber trotzdem einigermaßen geklappt.

Martin, der Kopf der Unit, stampft mich zusammen. Aber nur gestellt fürs Photo. In Wirklichkeit ist Martin alles andere als der Klischeewerber, bringt dir, wenn er Kritik hat, diese klar und konstruktiv, witzig und fundiert bei und hat ein solides Auge darauf, dass ich als Designer nicht zu abgefahren arbeite, sondern für Kunden und Zielgruppe nachvollziehbare Ergebnisse produziere. Ich fand sehr cool, dass Martin diesen Gag mitgemacht hat und ein bisschen Zeit in seinem hektischen Alltag für mich hatte.

Teekochen.

Hmmm, Tee.

Kathrin, die Freelance bei Ogilvy arbeitet und auch eine von den guten ist. Ich muss es wissen, Kath war ja mal an der WAM :-D. Wie Nina, Wiebke und Sarah ja auch, echte Talentschmiede. Immerhin jetzt auch zwei Ruhrakademisten im Tam mit Andrea und Daniela, die leider heute noch nicht am Start war.

Auch bei Ogilvy gibt es einen Agenturhund, den Timo. Ist doch wirklich fast wie bei uns, oder? I feel more like home every minute.

Jeder Praktikant sollte mitschreiben, damit er keine dummen Fragen stellt:




Beratung mit Kollegen und Art Directrice.

Hannah aus der Beratung.

Kathrin und Jessica, die mich für dieses Photo hassen wird.

Jésus, der ein großartiges Händchen für Grafik Design hat und dessen Arbeit ich total mag. Er saß an einem Display für Pall Mall und nebenbei durfte/musste ich etwas an den Ideen mitfeilen, soweit dass bei ihm überhaupt nötig ist. Unglaublich netter und talentierter Mann.

Jessie, Nina und Florian. Schönes Detail sind die vielen niedlichen Papiertiere auf den USM-Schrank hinter Nina geklebt sind.

Erste Verschleißerscheinungen am Nachmittag.

Schnell erfrischen mit der Murmeltiermütze (danke Chris!).

Ein Ergebnis.

Feierabend. Los, wir gehen noch zur Kirmes.

Kirmes klingt gut.


Zum Abschluss kriege ich noch ein Eins-A-Praktikumszeugnis von meiner Chefin.
Die Sachen, die ich gemacht habe, kann ich natürlich nicht zeigen, weil unveröffentlichte Sachen nicht ins Blog können, was aber natürlich auch klar war :-D.
22. Juli 2008 09:30 Uhr. Kategorie Leben. 14 Antworten.
Der müde Puschel-Schelli mit Bibermütze… :-D
Schöne Bilder, die witzige Details auffangen wie das surreale Ogilvy-Boot…
Geil,
gefällt mir sehr gut.
Danke für diese Aufgabe-
Haaare!!!
Seufz
super aufgabe! hätt ich auch gern gemacht.
Drei Dinge fallen sofort auf:
1. Nur der Praktikant bekommt ZWEI Bildschirme. Da wussten sie wohl, was sie an ihm hatten… ;)
2. Da lobt einer OS10.5, obwohl doch sonst alle schimpfen?!
3. Kölschwerbung aus Düsseldorf – SKANDAL!
1. Ich fand DualScreen SO ungewohnt. Nach einer Weile ist das ganz cool, aber zunächst habe ich erst mal alle Paletten umgeschoben. Der arme eigentliche Mitarbeiter, dessen Mac ich da verwüstet habe (auf dem Schreibtisch waren hinterher zig downgeloadete Bilder).
2. Ich finde 10.5 sehr cool – und es klingt ja so, als würden Performancesachen mit dem 10.6er Snow Leopard gefixt. Ich mag QuickView, Spaces, TimeMachine und die die vielen anderen kleinen Verbesserungen, die Apple deutlich besser gemacht haben – so gut, dass ich inzwischen wirklich eher mit dem Finder als mit Pathfinder o.ä. arbeite.
3. Sag ich doch :D. Bierwerbung an sich ist so ein Ding – ich denke, da könnte man UNENDLICH viel gute Sachen machen – aber keiner machts. Ich hätte wahnsinnig gern eine Brauerei, in der man ein kleines Segment mit etwas Freiraum hat, das würde gut abgehen. Man sieht ja wie in dem Markt schon kleinste Fortschritte wirkliche Bewegung bringen (elbst bei Becks, aber schau dir vor allem mal Guinness an) sofern der Preis NICHT ausschlaggebend ist (wie bei Tannenzäpfle), Ich wollte seinerzeit immer was für Fiege Black machen – gutes Bier, gute Marke, schrecklicher Werbeansatz.
boah is das alles grau … wie kann man an so einem Ort mal ne Nacht lang alleine arbeiten?
Grau? Es war eher weiß. :-D
Hmm, Fiege Bier gibt´s in Köln wohl noch nicht. Vielleicht kommt das ja dann mit der großen Werbekampagne (falls sie irgendwann doch noch zustande kommen sollte…). :D
Danke für die Meinung bezügl. 10.5. Irgendwann wird es hier auch Einzug erhalten.
Fiege hat sich nach Jahren endlich entschieden, erst einmal aus Bochum hinausz ugehen und das restliche Ruhrgebiet zu erobern – ein absolut richtiger und lang überfälliger Schritt, auch wenn es leider immer noch nirgendwo Fiege Black zu kaufen gibt (oder sie das Bier eingestellt haben, mag sein).
10.5. bietet viele Features, die einfach überzeugen, auch wenn ich immer noch Details vermisse. Der verbesserte Automator, Quicklook, das verbesserte Spotlight, Spaces, Time Machine und und und… so viele kleine Effizienzdinge. Wobei es schön wäre, wenn Spotlight noch mehr in Richtung Quicksilver gehen würde und der Finder könnte noch etwas tuning gebrauchen. Es klingt so, als würde Snow Leopard vor allem in Sachen Effizienz und schmaler Footprint einiges bringen und das OS deutlich einschrumpfen – wahrscheinlich nicht zuletzt, damit Apple es besser auf mobile Geräte bringen kann. Bin gespannt. Obwohl ich mir ein solches Effizienz-Uprade irgendwie gratis wünschen würde .-D
und wieso warst du da ein tag lang praktikant? wieso macht man sowas? ^^
Es war die Aufgabe:
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