
Der Brite Michael Kenna operiert als erfolgreicher Werbe- und Landschaftsfotograph an der Grenze zum visuellen Kitsch, in dem hyperstilisiertem Natur-als-Stilleben-Sinne, wie wir ihn teilweise auch von Ansel Adams oder von Feininger kennen, wenn auch mit anderen Motiven. Zeitlose Photos, die der klassischen Photographie huldigen, die einfrieren, die kontemplativ sind, die keine Menschen brauchen und keine Menschen wollen. Photos, die sich jedermann als Kalender in die Küche hängen würden, die nicht anecken, die nur selten verstören, die auf jeder zweiten ECM-Platte als Cover funktionieren würden. «Große» und «schöne» Photographie, die aber (ebenso wie bei Adams, Andreas Feininger et al) natürlich wenig dafür kann, daß sie so gefällig ist, die ein hehres Ziel verfolgt und bei der Kenna durch die oft unglaublich ruhige, fast fernöstliche Komposition seiner Bilder ein Niveau erreicht, daß an Malerei grenzt, daß de Grenze der Natur-Abbildung überschreitet und im so bei aller Perfektion doch wiederum im höchsten Maße emotional wirkt, nicht kalt lässt.
























2. März 2005 09:16 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.