Medienwelt…
Ich habe heute beim Suchen nach alten Bildern eine Semesterarbeit im Rahmen der Veranstaltung »Alltäglicher Umgang mit Medien« von Barbara Mettler-von Meibom an meiner alten Uni GHS Essen gefunden. Der Text ist recht präzise zehn Jahre alt, von Februar 1996. Nicht geschrieben, sondern damals diktiert, ganz rush of the moment. Ist also nicht wirklich akut, klingt aber immer noch nach mir. Seltsame Momentaufnahme, seltsamer Flashback. Manches hat sich total, manches nicht allzusehr geändert. Seltsam, manchmal etwas peinlich, sich selbst so wieder zu begegnen. Aber/Und warum eigentlich nicht ins Blog damit? Passenderweise beginne ich schon damals mit dem…
nachwort
Dies ist mit Sicherheit die seltsamste Arbeit, die ich je geschrieben habe, angefangen mit der Tatsache, daß ich sie nicht geschrieben, sondern auf zwei Bänder diktiert, meiner Mutter zum Schreiben gegeben und seitdem nicht mehr gelesen habe, weil nur so ein unreflektierter, weitgehend offener Stil möglich war. Eine Arbeit ohne Zitate, ohne Quellen, ohne Fremdworte, ohne Bandwurmsätze, und vor allem ohne inhaltliche Tiefe. Und wo die Tiefe fehlt, ist die Breite meistens nicht weit, aber im Grunde ist die Darstellung meiner Medienwelt eher durch das Nichtgesagte interessant als durch das gesagte. Wo bleiben die Auskünfte über meinen Umgang mit Sex und Pornographie (beides völlig okay) , über mein Verhältnis zu meiner Mutter (auch gut), über meine Telephongewohnheiten (viel und lang)? Über das Fernsehen habe ich wahrscheinlich zuviel, über Bücher zuwenig gesagt, einfach weil tv kontroverser und Bücher eben Bücher sind. Hier kann nur ein Fragment, eine Momentaufnahme entstehen. Kein tiefgreifender Seelenstriptease, und keine umfassende Analyse meines medialen Er-Lebens, das nächsten Monat oder nächstes Jahr ohnehin wieder ganz aussehen kann.
Oder wie Smudo sagen würde: Ich erzähl’ aus meinem Leben, es kann spannenderes geben.
wissenswertes über erlangen
Ein guter Freund von mir hat kürzlich mit 30 eine verfrühte Midlife-Crisis gekriegt, seinen Anteil am familiären Geschäft und seine Eigentumswohnung verkauft, um ein halbes Jahr segeln zu gehen und anschließend in Köln am sae Tontechnik zu studieren. Warum auch nicht? Wenn du mit dreißig alles erreicht hast – eine gescheiterte Ehe, ein 11jähriges Kind, den eigenen Laden mit 6000 Mark netto im Monat und entsprechend teure Hobbys – was kannst Du dann noch für eine Zukunftsperspektive haben?
Ich selbst bin nur drei Jahre jünger und kann von solchen Problemen nur träumen. Ehe und Kind habe ich noch vor mir, und obwohl ich auch selbständig bin, ist ein Verdient im Bereich von monatlich 6000 Mark netto eher die Seltenheit. Ich habe zu wenig Zeit für die Uni, weil ich mit meinem Gestaltungsbüro [nodesign] verdienen muß, um überhaupt studieren zu können. Die alte Geschichte. Meine Lebensplanung ist ungewiß. Einen normalen Job kann ich mir nicht vorstellen – ich bin zu eigensinnig, perfektionistisch, idealistisch und antiautoritär, um mich lange unterordnen zu können. Jobs, die mir nicht passen, lehne ich ab. Sei käuflich, nicht korrupt. Faule Kompromisse sind scheiße, Synergie ist klasse. Mein Traumberuf ist der von Neville Brody, David Carson, Dirk Rudolph. Experimentieren, den eigenen Stil entwickeln, interessante Jobs und auch noch Geld dafür. Träumen wir das nicht alle?
Mit meiner Freundin lebe ich seit neun Jahren zusammen, davon sieben Jahre in einer gemeinsamen Wohnung. Die Sorte klassische, enge, monogame Beziehung, mit der bürgerlich-romantischen Vorstellung auch noch mit achtzig glücklich zusammen zu sein. Worte wie Ehe und Kinder klingen plötzlich nicht mehr völlig absurd, vor allem nicht, wenn man sieht, wieviel Lebensfreude und -kraft andere Leute aus dieser Konstellation ziehen. Nur bitte nicht in Deutschland mit den Verwandten daneben heiraten müssen.
Unsere Wohnung in Frohnhausen mißt 76m3 plus Dachboden, der mit Bücherregalen und Krimskrams vollgestopft ist. Dachgeschoß, die ganze Etage für uns, aber leider viel zu viele Stufen bis nach oben. Viele Schrägen, komisch zugeschnittene Räume mit absurden Nischen, Parkettboden, weiße Wände, viel ikea-Zeug, die Einrichtung in Stahl, Leder, Holz und Glas, Halogensysteme, viele Pflanzen, die zu selten gegossen werden, deshalb auch viele getrocknete Blumen, die erst gar kein Wasser brauchen. In unserer alten Wohnung hingen überall in mehr als 250 Bilderrahmen persönliche Photos, bis wir sie nicht mehr sehen können. In der neuen Wohnung sind die Wände etwas leerer: große gerahmte Drucke oder Selfmade-Art. Wir haben zwei Wohnzimmer. Wohnzimmer Zwei ist eher medienorientiert, unterkühlt eingerichtet, kalte Stahlmöbel, monströse cd-Tower, Efeu und Benjamini, ein 2m großes Metropolis-Plakat, Hifi und Video in einem alten Kühlschrank und ein 50cm-tv auf einem Alucase, unter das ich Industrierollen montiert habe, damit das tv im Hintergrund verschwinden kann, wenn Leute da sind, cds, mcs, Platten, Telephon, Gitarre und Drumcomputer. Wohnzimmer Eins ist wärmer, blumenübersäht, Bücher, Korbtisch und -stühle, eine blaue Bauernvitrine mit sinnlosem Zeug darin, der richtige Ort zum Relaxen, Zeitung lesen, Gespräche, Gäste. Das Schlafzimmer bietet ein Bett und eine winzige Arbeitsecke, wo sich Rechner, Drucker, Scanner, Phonfax, Regale, Bücher, Ablagen, und massenweise Papiermüll um Platz streiten. Außer in Küche und Bad sind in der ganzen Wohnung keine Schränke. Die Bücher stehen in einem Drahtregal, Kleidung ist einem eigenen kleinen Raum, wo sie auf Rollständern hängen sollte, aber meisten auf dem Boden rumfliegt. Alles andere landet auf dem Dachboden.
Ich bin gerne Zuhause. Ein Freund von mir ist beinahe jeden Abend unterwegs, einfach weil er es daheim bei seinen Eltern nicht mehr aushält. Aber ich wohne mit meiner Freundin in einer netten Wohnung – da fällt einem die Decke nicht ganz so schnell auf den Kopf. Wir gehen trotzdem möglichst oft weg – Essen, Kino, Clubs, Kleinkunst, Pantomime, Kabarett, Theater und Konzerte, was Arbeit und Geld gerade zulassen. Obwohl ich gerne in Clubs und Cafés gehe, nerven die leeren Teenie-Gesichter, das hilflose Szene-Gehetze und die entsetzliche Notgeilheit in den meisten Läden ziemlich. Alle sind schön cool und rufen dann daheim schön einsam die Party-Hotline an, um überhaupt mal sprechen zu dürfen. Schön. Vielleicht werde ich nur zu alt. Andererseits erwarte ich von Clubbing auch nicht viel mehr als Alkohol und Tanzen, also was soll’s?
Mein engster Freundeskreis ist klein, vielleicht zwei, drei Leute, denen ich alles gebe und von denen ich auch viel erwarte. Ansonsten kennt man halt noch so zwanzig, dreißig Personen, die mal mehr mal weniger wichtig sind und mit denen man durch die Gegend zieht oder die dann und wann zum Kaffee vorbeikommen.
Wäre ich unter Gewaltandrohung gezwungen, mich in Gerhard Schulzes Milieubeschreibungen einordnen zu müssen, hätte ich Probleme. Ein Teil meiner Verwandtschaft – die Großeltern und ein paar Tanten und Onkel – gehören eher ins Niveaumilieu, meine Mutter mehr ins Harmoniemilieu. Vielleicht kann ich am ehesten dem Integrationsmilieu zugerechnet werden oder stecke irgendwo zwischen Selbstverwirklichungs- und Unterhaltungsmilieu. Irgendwie passen aus beinahe jeder Milieugruppe Eigenschaften auf mich – die nette Runde aus dem Integrationsschema und das gute Buch oder Konzert aus dem Niveaumilieu ebenso wie das Glücksstreben des Harmoniemilieus, das kreative, egozentrische Moment der Selbstverwirklicher und der genußorientierte Narzißmus des Unterhaltungsschemas. Analog passen aus jeder Gruppe zahlreiche Eigenschaften nicht. Weder Trivial- noch Hochkulturschema erscheinen mir besonders verlockend, dazwischen liegt der Spaß. Vielleicht ist es auch nur meine Eitelkeit, die mir verbietet, mich einfach so in Klischees packen zu lassen, vor allem wenn sie so simpel gestrickt sind wie die von Schulze.
warum ich bill gates (eigentlich) mag
Das seltsame ist, daß ich nicht unglücklich bin, wenn ich am Rechner sitze. In meiner Zeit als Softwaretutor habe ich eine ganze Reihe von Leuten kennengelernt, die eine herzliche Abneigung gegen die grauen Blechkästen entwickelt hatten und jeweils fluchend oder beschwörend auf ihren Bildschirm einredeten. Neben dem Videorecorder ist der Computer das wohl am meisten vermenschlichte und bestgehaßte Gerät unserer Zeit. Und warum auch nicht – ich habe selbst auch schon Heulkrämpfe gekriegt, wenn die Arbeit von Tagen und Stunden bei einem Systemcrash spurlos verschwand, und ich mal wieder ohne Backup dastand. Gesamtgesellschaftlich gesehen ist der Computer sowieso das gefährlichste, unabwägbarste, spannendste Risiko seit der Atomenergie. Wer Bill Gates »Der Weg nach vorn« gelesen hat, ohne den absoluten Horror zu kriegen, ist entweder nicht ganz gesund oder hat einfach ohnehin kein schützenswertes Privatleben.
Aber ich mag Bill Gates trotzdem – eigentlich nicht persönlich, in der Überschrift könnte ebensogut stehen »Warum ich Steve Jobs (eigentlich) mag«… aber ich habe halt keinen Mac. Ich sitze gerne an meinem Rechner, obwohl nicht ein einziges Spiel installiert ist und ich keinen Internet-Zugang besitze (wie unzeitgemäß). Statt dessen entwerfe ich Stationery, Plakate, Broschüren, Flyer, cd-Cover, Bücher und allen möglichen anderen Schnickschnack. Statt mit Wing Commander, spiele ich mit Photoshop, Freehand, Pagemaker und Co – und kriege auch noch Geld dafür. Streß, Frustration und kreative Zweifel sind dabei vorprogrammiert, aber immerhin ist es kein »Thank-God-it’s-Friday«-Job. Allein schon deshalb, weil ich auch am Wochenende arbeite. Da ich mit Bleistift und Pinsel nichts zusammengekrakelt bekomme, ist der Rechner mit seinen spezifischen Möglichkeiten mein kreatives Medium. Typographie, Bildretusche, digitale Malerei und Collage setzen am Rechner Ideen in Bilder um. Daneben greife ich mehr und mehr auch auf ganz alte Ideen zurück – Copy- und Faxtechniken, Schere, Klebe, Photographie… und inzwischen schmiere ich sogar mit Edding und Ölfarbe herum, wenn es die Sache voranbringt. Je mehr ich mit dem Rechner arbeite, desto kritischer gehe ich mit seinen Möglichkeiten und Grenzen um und entdecke neue Arbeitsmethoden – aber ohne den Rechner wäre ich eben nie zur Typographie gekommen. [nodesign], meine Firma, hat sich inzwischen vom Hobby zum zeitraubenden Full-Time-Job entwickelt, und dementsprechend ist der Rechner mein Alltagsmedium Numero Uno, zumal ich auch noch für die Uni und nebenbei als Übersetzer daran arbeite. Nicht ganz umsonst ist er mein bei weitem teuerstes Möbelstück. Es kommt vor, das ich mit Pausen von Morgens bis tief in die Nacht am Bildschirm arbeite. Tage, an denen der Rechner nicht wenigstens kurz an ist, sind selten. Aber die Arbeit am Rechner ist nur selten – bei Galeerenjobs – wirklich Arbeit, meistens ist sie bezahlter Fun. Ist doch auch nicht so schlecht. Der Schreibtisch steht im Schlafzimmer, regelmäßige Denkpausen, telephonieren, auf dem Bett liegen und lesen, Gitarre spielen, im Wohnzimmer durch die Sender zappen, eine andere cd einlegen oder ein paar Minuten Stretching sind Teil meiner Arbeit. Ich kann nichts schaffen, wenn ich immer nur dumm in den Monitor starre.
Neben der Typographie dient der Rechner übrigens in geringerem Ausmaß auch der Musik – die Arbeit am Rechner, mit Samplern und midi-Sequencing ist nicht annähernd mit meinem Job als Schlagzeuger und mit handgemachter Musik zu vergleichen, aber mindestens ebenso aufregend und kreativ befriedigend. Ebenso wie ich als Gestalter Bilder und Buchstaben, Pixel und Beziérkurven bearbeite, kann ich als Musiker digitale Hüllkurven und Noteevents manipulieren, die kränksten Sounds programmieren und Klangbilder realisieren, die ohne Rechner unvorstellbar wären.
Bill Gates würde also jederzeit bei mir eine Tasse Kaffe bekommen, sollte er mal zufällig anklingeln.
fahrstuhlmusik und kreissägen
Muzak ist allgegenwärtig. Sie beginnt eigentlich schon vor Aufstehen, wenn meine Freundin, vor mir wach, mich mit Radio und Kaffee weckt. Besser kann man nicht aufstehen. Der Ton verklingt, wenn ich ins Bett gehe. Zwei Paar Boxen beschallen je nach Lautstärke mehr oder minder die ganze Wohnung. Wenn Radio, dann meistens wdr 2. Früher wdr 1, aber Eins Live kann ich nicht ertragen. Zu fröhlich, zu poppig, zu grell, zu viva. Erst ab 22.00 Uhr hörbar. Also wdr 2 oder wdr 5. Keine Privatsender. wdr 2 bringt zu wenig Wort und zu viel entsetzlich kantenlose Fahrstuhlmusik. Eine echte Beleidigung. Ich scanne das Programm nur, höre beiläufig, springe bei Wortbeiträgen und News an, klinke mich ein, entscheide, weiter zuzuhören, oder wieder auszublenden. Radio ist Backgroundnoise. wdr 5 dagegen will bewußt gehört werden, gezielter und konzentrierter. Manchmal mißbrauche ich mtv – nie viva – als Radio. »Alternative Nation« und »Partyzone« sind okay, außerdem sind die britischen Charts immer wieder klasse. Ich glaube, Radio und mtv haben meinen Musikgeschmack Mainstream-kompatibler gemacht. Ein Bekannter von mir, der weder Radio noch Kabel hat, ist seinem Musikgeschmack aus den Achtzigern weitgehend unverändert treu geblieben, hört immer noch Electronic Body Music, während ich lange nicht mehr so einseitig und extremistisch wie vor zehn Jahren bin. Vielleicht kocht die Medienberieselung einen nur weich, vielleicht macht sie aber auch toleranter und verhindert, das man ästhetisch stagniert.
cds sind anders als Radio und Musik-tv. Keine Muzak, sondern Musik. Bewußtes Hören, oft auch gewollte emotionale Steuerung. Ich nutze die verschiedenen Klangwelten als Stimulation, beispielsweise bei Entwurfarbeiten. Minimalistische Layouts mit viel Weiß und klassischer Typo verlangen nach Bach, Beethoven oder meinetwegen Herbie Hancock, dekonstruktives Design eher nach Foetus, Therapy , Clawfinger oder Rage Against The Machine, Kreissägen eben. Dazwischen ist viel Raum für Acid Jazz, Dancepop, ein bißchen Jungle oder TripHop. Tricky, Portishead, Massive Attack, Goldie, Moloko, Towa Tei, Blacknuss, Buckshot LeFonque, Stolen Moments, mc900 ft Jesus, United Future Organisation, Vinnie Colaiuta. Außerdem in letzter Zeit öfter im Player: Mozart (zuckersüße Harmonien gegen Streß), alte Miles-Davis-Scheiben, natürlich immer wieder die neue, monumentale Bowie-cd, passend dazu Brian Eno’s Passenger-Projekt, und ab und zu Tori Amos, Björk, die Sundays, die Cranberries und andere schöne Frauenstimmen. Ist es nicht schön, wie man mit Namedropping Zeilen schinden kann?
Musik ist wichtig, wenn sie gut und aufregend ist. Musik ist Gefühl, Rausch, Besinnung. Wenn ich Gitarre oder Drumcomputer hin die Hand nehme, sind zwei, drei Stunden schnell um. Neue Akkorde und hypnotische, echogroovende Drumschleifen bei 50 bpm. Der Beat eines echten Schlagzeugs, splitternde Drumsticks, der ohrenbetäubende Krach von Baß und Gitarren im Proberaum oder auf der Bühne. Sonntags morgens mit Beethovens donnernder Fünfter Kaffee kochen und Orangensaft pressen. Chet Bakers The Legacy via Kopfhörer. Und Stille ist auch nur eine andere Art von Musik.
allein in der gutenberg-galaxis
Bücher sind ein einsames Medium. Gemeinsam lesen ist unmöglich, lesen ist subjektiv, defensiv, immersiv. Du und der Autor und sonst keiner. Lesen ist insofern ein ganz besonders persönlicher Genuß, das Eintauchen in einer fremde Gedankenwelt, in der Stimmen, Gerüche und Gesichter von der eigenen Phantasie gefüllt werden müssen.
Ich lese viel. An Zeitungen und Zeitschriften habe ich Woche, Spiegel und Page abonniert, ansonsten kaufe ich wild alles, was irgendwie lesenswert erscheint – Zeitungen aller Couleur, die verschiedensten Magazine von Titanic bis Max, von raygun bis Marie Claire. Nie den Focus und ganz selten Tageszeitungen. In Essen gibt es keine lesbare Regionalzeitung.
Mein guilty pleasure sind amerikanische Comics, die ich seit Jahren lese und sammle. Muß ein Kindheitsschaden sein. Das Spektrum reicht von Kid Stuff wie Spiderman bis hin zu den bebilderten Meisterwerken von Neil Gaiman, Frank Miller oder Alan Moore, der mit Watchmen den definitiven Comic geschrieben hat, der nie im Leben als Buch oder Film denkbar wäre und das Medium als absolut einzigartige Verbindung von Bild und Wort voll ausnutzt. Gegenüber den Mature-Reader-Comics wirken die gewöhnlichen Heftchen wie Speed –bunt, grell, belebend, betäubend. Nicht mehr, nicht weniger. Und das ist auch okay so.
Bücher. Für viele Leute sind Bücher die letzte Bastion der Kultur. Klar, ganz besonders Lovestories, Arztromane oder Meisterwerke à la King, Crichton oder Grisham. Große Klasse. Das Buch ist ebenso wie der Film nur eine Verpackung, deren Inhalt grundverschieden sein kann. Es gibt Trash und Genialität, egal, welches in Medium sie verpackt werden. Schlechte Musik, schlechte Filme, schlechte Shows, schlechte Comics, schlechte Bücher, schlechte Homepages. Und natürlich die wenigen guten Beispiele. Das Buch per se ist nicht besser als Fernsehen oder Kino, es ist nur eine andere Art der Vermittlung. Kritiker der Fernsehkultur neigen leider ständig dazu, Nachmittags-Talkshows mit Goethe zu vergleichen. Wie bei allen Medienerscheinungen gibt es in der Masse der Publikationen ziemlich viel Schrott, einiges Brauchbares und ein bißchen Geniales. Viel Spaß beim Suchen.
Neben meinem Bett stapeln sich die Bücher. Derzeit lese ich ziemlich viel Sachlektüre, Baudrillard, Bolz, Luckmann. Nicht mal für die Uni, nur, um von den Romanen wegzukommen. Was noch? Neville Brody, David Carson, Otl Aicher und jede Menge andere Bücher von Designern, die mehr als nur Typographie im Kopf haben und über die Kommunikation von morgen oder Architektur und Macht schreiben.
In Sachen Fiction bin ich schwer genregeschädigt. Horror, Science-Fiction, Krimi und vor allem alle Crossovers aus diesen Bereichen: William Gibson, James Ellroy, Andrew Vachss, Bret Easton Ellis, Harlan Ellison, natürlich die Klassiker von Poe, Kafka, Lem, Chandler, Asimov, Hammet, Lovecraft, gerne auch Trash wie die Frühachtziger-Werke von King und Barker oder Shortstories von jungen Autoren. Vielleicht mag ich diese Genres, weil Sie im so schön im sozialen und psychischen Dreck wühlen, vielleicht, weil die guten Genrebücher und -filme deutlich bessere Zeitsymptome abgeben als »normale« Literatur (die ja letztlich auch nur eine Gattung darstellt), aber vielleicht auch nur, weil hier, gerade in der vermeintlichen Enge der Genredefinition die besseren Geschichten erzählt werden. Außerdem konsumiere ich auch ein paar leichtere Sachen. Irving, Pratchett, Adams, Musisch, Lodge, Coupland. Ziemlich viel englischsprachige Autoren, was vielleicht daran liegt, daß ich am liebsten im englischen Original lese. Gottes literarisches Geschenk an die Menschheit ist Jonathan Carroll, eine Art John Irving aus der Twilight Zone, den viel zu wenig Leute kennen. Man muß einen Autor einfach lieben dürfen, der einen Roman mit dem Satz »Der Axtmörder wohnte eine Treppe tiefer« beginnt, um dann über Liebe und Märchen zu schreiben. Carroll ist ein Zufallsfund. Es ist überhaupt viel interessanter im angeblichen Dreck nach Perlen zu suchen, als von Kritikern á priori als »große Literatur« gewürdigte Werke zu konsumieren. Bei einem Max Frisch weißt Du, was Dich erwartet, ein Nobody wie Bret Easton Ellis kann Dich völlig überraschen. American Psycho und Informers gehören definitiv zu den ganz großen Romanen über das beschissene amerikanische Yuppie-Lebensgefühl der Achtziger.
Ich versuche, jedes Buch eines Autors zu lesen, wenn er mir gefällt. Leider gefallen mir ziemlich viele Bücher nicht. Die meisten Sachen werden heute wie Kinofilme oder Fernsehserien geschrieben – und dienen dann auch meistens als Vorlage dafür. Seicht, farblos und spannend wie ein Koma. Und eine ganze Ecke der angeblichen Hochliteratur ist sowieso beinlangweilig, weil die Autoren vor lauter Metaphorik und geschliffenen Dialogen leider völlig vergessen haben, nebenbei auch noch eine gute Geschichte zu erzählen.
In einer dieser seltsamen alten SF-Shortstories ist der einzige Überlebende eines Atomkrieges in einer Bibliothek eingeschlossen und glücklich, weil er jetzt endlich Zeit hat, seine geliebten Bücher in Ruhe zu lesen. Schade, daß ihm am Ende der Geschichte seine colaflaschenbodendicken Brillengläser zerbrechen. Aber ich kann ihn gut verstehen. Einer meiner besten Urlaube waren die vierzehn Tage, die ich im Bett lag und den kompletten Chandler gelesen habe. Ich gehöre zu den Leuten, die Bücher rasend schnell lesen und dann traurig sind, weil der Spaß vorbei ist. Aber es gibt so viele Bücher da draußen, die ich noch entdecken kann. Virtuelle Welten ohne die beschissene Cyberbrille. Ist doch auch was.
zapping and the art of zen
Keine andere Institution des Alltags wird so sehr genutzt und doch so verleugnet und attackiert wie das Fernsehen – außer natürlich McDonalds. Ich kenne viele Leute, die betreten zugeben, doch tatsächlich die eine oder andere triviale Fernsehsendung gesehen zu haben, oder ein schlechtes Gewissen haben, weil sie soviel fernsehen. Und das Autodafé der professionellen Medienkritiker macht das Fernsehen sowieso gleich für alle gesellschaftlichen Übel verantwortlich – genauso, wie früher Bücher, Comics, moderne Kunst und Rockmusik an den Pranger gestellt wurden, wo wir demnächst wohl das Internet, die sogenannte Virtuelle Realität und interaktive Medien finden werden. Keine Frage, tv sucks. Es ist zu oberflächlich, zu bunt, zu schnell, zu dumm, das Medium des kleinsten gemeinsamen Nenners. Die großen Kommerzsender formatieren sich quotengerecht – und die Öffentlich-Rechtlichen hecheln ihnen verzweifelt hinterher. Daily Soaps, Talk- und Spielshows machen das Trivial- zum Trashmedium. Gleiche Niveauverluste lassen sich übrigens auch in anderen Medienbereichen, bei Kino, Buch, Musik festmachen. Aber das Medium Fernsehen steckt den Großteil der Prügel ein. Kein Mensch wird sagen, er hätte drei Stunden vor einem Buch »vertrödelt« – aber vor dem Bildschirm… na klar.
Ein Kasten aus Holz, Plastik oder Metall, die drahtlose Übertragung von Bild und Ton, 25 Bilder die Sekunde auf 12 Millionen Pixel verteilt – die Illusion eines bewegten Bildes, die Belichtung des Augenhintergrundes, schwaches Pfeifen, blaues Flackerlicht. Mehr ist Fernsehen nicht. Aber wir machen unsere Wohnzimmertische flacher, die Bildschirme größer, um noch mehr Welt in unsere Wohnzimmer zu holen. Wir wollen den immersiven Bildraum, wollen unsere holprige Sprache vergessen, wollen sehen. Wir erwarten, daß Fernsehen uns unterhält, anregt, informiert, unsere Gefühle bewegt. Aber das ist Nonsens, denn Fernsehen ist das langweilligste aller Medien. Es tritt in ein gesellschaftliches Vakuum, das durch die Entfremdung von Leben und Arbeit entstanden ist, und füllt die entstandene Langweile mit vorselektierten Bildern unwahrer Welten. Fernsehkritiker wie Postman oder Anders bemängeln die hieraus resultierende Verblödung und Verbiederung der Gesellschaft, alternativ machen Sie das Fernsehen auch für gestiegene Gewaltbereitschaft oder die abnehmende Kommunikationskultur der westlichen Welt verantwortlich. The devil made me do it. Und, so zeigt uns Stephen Spielberg in Poltergeist, die Teufel sitzen natürlich im Fernsehen.
Das Problem ist natürlich nicht eine Gesellschaftsform, die auf Selbstverwirklichung um jeden Preis, auf Egoismus, Macht und Geld setzt. Nein, nein. Hey… es ist das Fernsehen. Wacht auf und schnüffelt am Kaffee, Leute. Das Fernsehen ist bestenfalls ein Zerrspiegel sozialer Umstände, so gut oder so schlecht wie das System, in das es integriert ist. In einer bessern Welt wäre wohl auch das Fernsehen besser. Hier wird es eben ein twentyfourhourshoppingchannel. Prima.
Unter den gegeben Umständen sollte man von Fernsehen nichts erwarten. Wer tatsächlich glaubt, im Fernsehen ernsthaft informiert zu werden, ist selbst schuld, die Aufregung um Doku-Fakes ist hypokritisch. Wer glaubt, in einer Talkshow etwas über die Gäste zu lernen, hat das ganze Prinzip nicht begriffen. Daily Soaps mit dem echten Leben zu verwechseln ist fatal. Für geistige Anregung bist Du hier falsch, hier wirst du nur berieselt, auch wenn bei Arte oder 3Sat zufällig mal ein Filetstück rumliegt. Wenn Du nichts anderes erwartet, ist das Fernsehen nicht Dein Feind.
Für mich ist Fernsehen eine Droge, wie Alkohol oder Gummibärchen auch. Das Verhältnis Langeweile und Fernsehen ist für mich nicht kausaler, sondern finaler Natur. Ich sehe nicht weil ich mich langweile, sondern um mich langweilen zu dürfen. Fernsehen ist der milde Rausch des Nicht-denken-müssens, die hypnotische Ruhe von 50 Hertz. Nur sehen, nichts verstehen, nichts prozessieren, nichts leisten, nichts antworten. Kein Geist, kein Körper. Alle Sender zeigen das gleiche lähmende hektische Bild. Kameraeinstellungen, Dialoge, Handlungsabläufe sind Ritual, alles Neue wird schnell homogenisiert. Zapping ist das Nirwana der Sinnfreiheit – und mtv ist Zapping ohne Umschalten. Übergangslos morphen Werbespots und Programm, Musik und Dialog zu einer Traumlandschaft, Channel Switching macht das konkrete Programm redundant, nicht mehr was, sondern wie du guckst wird wichtig. Die Tätigkeit des fernsehens selbst ist das High. Das tv als buddhistische Maschine jenseits von gut und böse, jenseits aller Anstrengung. In einer reizüberfluteten Welt, in der die Freizeit aufgerüstet wird und aktiv gestaltet sein muß, ist das Fernsehen Oase der Passivität, gezielte Langeweile.
Fernsehen ist ein Genußmittel. Gelegentlich zappe ich impulsiv und ziellos durch die Sender, tv an, durchzappen, tv aus, einfach um in Streßmomenten eine kurze Ablenkung zu haben, oder beim Zähneputzen auf meine vier Minuten zu kommen. Natürlich nutze ich den Fernseher auch ganz gezielt, um bestimmte Sendungen zu sehen, nicht online, sondern via Video. Ich habe wenig Lust, zu vorgeschriebenen Zeiten im Wohnzimmer sitzen zu müssen. Anderseits archiviere ich nichts. Wo andere Videocassetten im Wohnzimmer stapeln, überspiele ich immer wieder. Video ist ein temporärer Zwischenspeicher, nicht ein Filmarchiv. Ich kenne wirklich keinen, der sich die ganzen aufgenommenen Sachen noch ein zweitesmal angesehen hätte. Bewußter Fernsehkonsum findet meistens zusammen mit meiner Freundin statt, keiner von uns sieht gerne alleine fern, wir machen lieber zu zweit in Couchkartoffel, reden über das Gesehene, genießen Schmidts Auskotzprogramm, bewundern die Producer von X-Files, kritisieren hölzerne Dialoge und betrinken uns dabei gepflegt. Wenn ich alleine bin, lese ich lieber, wenn ich nicht arbeite oder auf der Gitarre herumschrammel’.
Pflichtsendungen sind Zak, X-Files und Samstag Nacht, inzwischen auch die Schmidt-Show. Ab-und-zu-Hingucker sind er, nypd Blue, und die Shows von Willemsen, Letterman und Jay Leno. Außerdem ist es ziemlich klasse, wenn Menschen sich im Fernsehen krampfhaft verkaufen, etwa bei Herzblatt und Geld oder Liebe. Bessere us-Zeichentrickserien wie Batman, The Tick, The Maxx, Ren and Stimpy oder Duckman sind auch klasse, vor allem, weil sie gar nicht für Kinder gemacht sind, aber wegen der absurden Sendepläne sehe ich Animations eher zufällig. Wie bei Büchern entdeckt man auch im Fernsehen vieles quasi per Unfall während man zappt – nur hier ist es eben meistens Trash statt Genialität. Müll, der so unfreiwillig kaputt ist, daß er schon wieder Kultcharakter hat: us-Serien aus den Siebzigern, japanischer Zeichentrick, Musikvideos, Vormittagstalkshows. Das Fernsehen ist ein Sammelsurium von Kulturmüll und manches ist so schlecht, daß es seinen eigenen Reiz hat.
Filme sehe ich meistens im Kino – ein visuelles Medium muß auch optisch knallen dürfen – oder je nach Geld und Zeit auf Video. Nur Movies, für die ich kein Geld ausgeben wollte, oder die ich verpaßt habe, sind Fernsehsache. Oder eben besonders gute Filme, die man im kleinen Guckkasten noch einmal betrachten will und dann irgendwie nicht wiedererkennt, weil hier und da ein paar entscheidende Szenen fehlen. So gewinnt der Film einen ganz neuen Reiz – raten, wo und vor allem warum die Schere im Einsatz war. Zensur ist eben auch eine feine Sache.
Die tägliche Fernsehdauer schwankt enorm, mal bleibt der Kasten aus, mal werden bei einem Videowochenende auch vier komplette Kinofilme weggeguckt. Wie beim Essen: eine Woche fleischlos und dann der Fast-Food-Rausch. Überhaupt ist Medienkonsum wie Essen und Trinken. Es gilt, die Balance zwischen Pizza und Filet Wellington zu halten. Ich möchte auf beides nicht verzichten müssen. Das gilt nicht nur für das Fernsehen, sondern für meinen gesamten Medienkonsum. X-Men oder Vonnegut, Petrucciani oder Megadeth, Carey oder DeNiro, Schmidt oder Willemsen – Hauptsache, es schmeckt. Es mag da draußen Leute geben, die den ganzen Tag Soap Operas sehen, oder die nachts nicht schlafen können, weil sie überlegen, ob nun Kirk oder Picard der bessere Star-Trek-Captain ist, denen die Tagesschau glaubwürdig erscheint, die Mutter Beimer Liebesbriefe schreiben – Menschen, die ein echtes Problem mit der Grenzlinie zwischen der Kunstwelt Fernsehen und der Kunstwelt Alltag haben. Mag sein, daß Medienwissenschaftler sich im Namen dieser armen Menschen über das Fernsehen entrüsten müssen, über den moralischen Verfall, die Gewalt, den Sex, die Dummheit. Vielleicht sind die Leute aber eigentlich auch ganz glücklich mit ihrer Macke. Ich jedenfalls will mehr Pornographie und Blut auf meinem Bildschirm, mehr idiotische Talkshow, mehr Zynismus, mehr falsche Gefühle, mehr Lügen, denn nur darin ist Fernsehen wirklich gut. Wer will denn ernsthaft kaputtzensierte Horrorfilme und völlig erotikfreie Softcorefilmchen sehen? Pädagogisch wertvolle Kindersendungen zu fordern ist pervers, weil Kinder eigentlich sowieso nicht vor der Kiste sitzen sollten. Intelligente Diskussionsrunden sind im Fernsehen fehl am Platz – sie gehören in die Zeit oder den Spiegel. Lamentos über die mangelnde Programmqualität basieren auf dem Mißverständnis, daß tv etwas anderes als schriller Pulp sein könnte, mehr als bloße Unterhaltung für Stammhirn und Kurzzeitgedächtnis. Aber Fernsehen ist doch nur die Trashdroge, die wir uns im Halbdunkeln hinter die Retina ziehen.
lieber ein ende mit pathos
als gar kein ende
Tatsächlich sind Bücher, Musik und tv nur ein paar Angebote in einem reichhaltigen und stetig expandierenden Medienverbund. Das Problem aller Mediennutzung liegt in Menge und der Sinnhaftigkeit des Konsums begründet. Wie bei allen Drogen ist zuviel von einer Sache ungesund. Sucht killt die Lust an der Droge ebenso wie Verzicht und Askese. Michel Foucaults Vorstellung, durch Mäßigung und bewußte Selbstkontrolle Lebenskunst praktizieren und externer Normierung entkommen zu können, ist oberflächlich annehmbar, aber doch selbst nur eine weitere Lebensnorm, ein neuer seelsorgerischer Ansatz, der den Wert von Rausch und Hedonismus verkennt. Glück und Selbstsorge sind zu individuell, um darüber urteilen zu können. Mir tun Menschen leid, die nie in ihrem Leben ein Buch gelesen haben – aber warum sollte ich ihnen mein Glücksparadigma aufzwängen? Vielleicht tue ich ja anderen Leuten leid, weil ich nicht Skilaufen kann, weil ich noch nie lsd oder xtc probiert habe, noch nie einen Menschen getötet habe. Wer weiß schon, was des anderen Glück oder Unglück ist? Not me.
Ich versuche zu tun, was mir gefällt. Möglichst ohne anderen dabei wehzutun, möglichst ohne Reue. Kritisch zu sein, keinem zu glauben, ist wichtig. Deine Wahrheit ist nicht meine Wahrheit. Es gibt kein Wissen, keine Sicherheit, keine Realität. Weiß ich, wie Insekten die Welt sehen, bevor sie an meiner Windschutzscheibe zerspritzen, wie ein Blinder Grün denkt? Ich kann nicht an eine objektive Wirklichkeit glauben. Ich kann keine absoluten Meinungen akzeptieren. Ich versuche trotzdem, ein bißchen toleranter zu werden. Wir könnten alle mehr davon gebrauchen. Ich wäre gerne frei. Und wie George Bernhard Shaw sagt: Freiheit ist Verantwortung.
[...] Neben dem Medienwelt-Text fand ich gestern noch einen alten Text, der heute (für mich selbst) irgendwie spannend ist, weil er die Medienkonvergenz von TV und interaktiven Formaten vorwegnimmt. Das Internet kannte ich damals, 1995, selbst noch nichtgeschweige denn in seiner heutigen Form. Interessant, was da in nur einer Dekade passiert ist. [...]