
Nicht der Film, die Schrift. Zuzana Licko hat einen ihrer großen Klassiker, die 1985 veröffentliche Matrix komplett neu entwickelt. Emigre war damals einer der Vorreiter der digitalen Revolution und die Matrix eine für die Ausgabe auf niedrig auflösenden Geräten (sprich Postscript-Bürodruckern) optimierte Schrift, die ursprünglich sogar auf einer Bitmapgestaltung basierte. Minimalistisch gestaltet, wies die Matrix ein Minimum an Bezierkurven auf und hatte trotzdem einen modernen Gestus und wurde prompt ein Klassiker der 80er, wie die Meta, die aus einem ähnlichen Ansatz zu einem ganz anderen ästhetischen Ergebnis gelangte. In den Neunzigern bereits deutlich ausgebaut, lief die Matrix wie ein Lauffeuer um die Welt. Jetzt hat Licko die Matrix vier Monate lang aufwendig überarbeitet, remixed, optimiert und als umfassende Open-Type-Familie veröffentlicht, die sich – weil ästhetisch leicht anders als das Original – Matrix II nennt.

Die Matrix, weil so sehr Kind ihrer Zeit, habe ich lange lange nicht mehr verwendet – wie eben auch die per se neutralere Meta bei mir Alterserscheinungen zeigte und erst durch die ultraleichten Schnitte wieder moderner, zeitgemässer wirkte. Ich bin gespannt, ob der – tatsächlich ja sehr moderate – Remix der Matrix zu einer Renaissance dieses Fonts führen wird.
29. August 2007 10:51 Uhr. Kategorie Leben. 3 Antworten.
Nun ja. Das Design des Blogs gefällt mir ganz und gar nicht… aber ist ok, wenn du es als gut empfindest. LG, Nick.
Falscher Thread dafür, Nick
http://www.hdschellnack.de/?p=2090
Und Gefälligkeit ist für mich kein Kriterium ;-).