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LIGHTROOM

Ich bin ja ein bekennender CaptureOne-Fan. Die Software von PhaseOne hat einen rasanten Workflow, ist nach kürzester Zeit traumhaft zu bedienen und ist in Sachen RAW-Konvertierung eigentlich das Maß aller Dinge. Dennoch ist Lightroom, der Aperture-Pendant von Adobe eine interessante Alternative. Obwohl im Detail sder Combo C1/Photoshop unterlegen (Retuschen in Lightroom sind nahezu undenkbar), machen einige der Möglichkeiten bei der Bildstimmung, die Qualität des Live-Previews, die subtilen Feinheiten bei Schärfe und Rauschen und die vielen Möglichkeiten, Einstellungen und Presets direkt zu speichern, durchaus Spaß und es ist auch nice, mit einem neuen Tool aus RAW-Photos mal wieder ganz neue Ergebnisse zu bekommen, während man C1 ja inzwischen so im Griff hat, dass man sehr berechenbare Ergebnisse erzielt, weniger herumspielt. Einige der Features von Lightroom sind zwar eher mau – wie etwa die Webgallerie, der es entscheidend an Features fehlt, anderes überzeugt, wie etwa der rasante 16-bit-Export. Das man quasi per Schieberegler Überstrahlungen zurücknehmen kann, dass es etwas seltsame Werte wie Klarheit und Lebendigkeit gibt, die aber durchaus ausgezeichnete Ergebnisse bringen, die Möglichkeit, zwischendurch mal ein gutes Ergebnis als Schnappschuss zu speichern…  – das alles beeindruckt. Lightroom wendet sich vielleicht einen Hauch zu sehr an Laien in der Funktionalität und ist doch trotz des eleganten Interface zu komplex für diese Zielgruppe, während ich als Nicht-ganz-so-Laie eben einige Sachen vermisse (warum lassen sich nur drei Farbprofile als RGB-Output definieren?) oder die einen oder anderen Features eher für Schnickschnack halte (Diashow… das können andere Tools besser). Ich muss mich noch etwas mehr einarbeiten, wenn mal wieder mehr Zeit ist, aber einen Trial sollte euch Lightroom auf jeden Fall wert sein, wenn ihr mit RAW-Workflows arbeitet.

22. September 2007 00:52 Uhr. Kategorie Technik. 3 Antworten.

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