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Let’s Bush again…

Laut Spiegel Online wirft President George W. Bush seinen «Gegnern», also dem Untersuchungsausschuß zur Klärung der Frage, ob es überhaupt jemals einen Kriegsgrund gegen den Irak gab, Geschichtsfälschung vor.

Grundlose Attacken senden das falsche Signal an unsere Truppen und den Feind, der unseren Durchhaltewillen in Frage stellt.

Ich kann mir nicht helfen, immer wenn es um Bush und seine Ausrichtung der US-Politik geht, komme ich mir vor wie in einem billigen Film oder wie in einem Brecht-Stück. Das ist nun einfach so ein derart klassisches Zitat – wie man es als Autor dem Schmierlappen-Diktator in den Mund legen würde –, daß die Wahrheit den (ja eher selbstgeschaffenen) Feind stärken würde… daß man schon leicht an seinem Realitätssinn zweifeln möchte. Andererseits kenne ich dutzendweise Amerikaner, die die Angriffe auf Hiroshima und Nagasaki als humanitär betrachten und jede andere Ansicht auch als «europäische Geschichtsfälschung» abtun. Die Sache scheint also zu funktionieren. In zehn, zwanzig Jahren gab es im Irak WMDs und Hussein war ein böser Diktator, der mit Al Queda kooperierte und George Bush made the world a better place. Laßt uns jetzt schon Flughäfen nach ihm benennen, bitte.

12. November 2005 08:20 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

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