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Für den Fake-Vortrag in Dessau hat Marian eine neue, dritte Variante des Lessontools entwickelt, weil ich einige Wünsche hatte, die mir kein anderes Präsentationswerkzeug so richtig befriedigen konnte. Keynote ist zu powerpointig, Flash nicht flexibel genug, Swish zu diffizil, Wildpresenter zu unprofessionell…

Zwar noch nicht ganz ausgereift, weil wir im Grunde einen live-Betatest gemacht haben, während ich noch den Vortag erstellt habe, kann das Lessontool inzwischen folgendes:

  • Kombinieren von JPG, SWF und FLV in einer Präsentation.
  • Alle Daten werden automatisch auf das finale Bildschirmformat skaliert
  • Jede «Folie» kann mehrere Ebenen enthalten. Auf ein JPG oder ein Video kann also eine Flash-Textebene kommen. Klicks in der SWF-Ebene werden angesteuert. Die Ebenen lassen sich – ganz wie beim Photoshop – auf verschiedene Arten einrechnen (Multiplizieren, Aufhellen, Differenz uswpp). (Alle Texte kommen noch via Flash, aber irgendwann wird das Tool auch eine eigene Text-Engine haben.. noch ist Swish aber schneller und einfacher und vielseitiger)
  • Videos werden automatisch mit einem Rastereffekt versehen, der auch niedrig aufgelöste Filme gut ansehbar sein lässt bei 1024er Auflösung, ohne Perforance-Probleme. Kompromisslösung, aber es ist unmöglich, einen YouTube-Film in voller Auflösung zu zeigen, diese Lösung machts sehr erträglich und hat ihre eigene Ästhetik.
  • Bei Videos ist Start- und Endzeitpunkt wählbar (als Zeitangabe, real gehen viele Videos aber zu Keyframes in der Nähe der Zeitangabe)
  • Zwischen den Folien ist ein sanfter Crossfade Standard, es können alternativ aber auch harte Übergänge oder ein Aus und Einblenden gewählt werden (bei Videos etwas weniger performancelastig).
  • Live-Previewfenster.
  • Drag and Drop aller Daten.
  • Autoscroll und Mousewheel in dem Containerbalken
  • Vista-Kompatibel.

Als Output erstellt das Lessontool eine EXE-Datei, in der alle Ressourcen gespeichert sind und die standalone abgespielt werden kann. Mit Mouse oder Tastaturbefehlen kann man sich rückwärts oder vorwärts durch die Präsentation klicken.

Der Even-better-than-the-real-thing-Vortrag an sich steht inzwischen, auch wenn ich gespannt bin, wie ich auf die 30 Minuten kommen soll – um zu erzählen, was ich zu erzählen hatte, musste etwas Material rein und jetzt sind es 162 MB Präsentation. Mit jeder Menge Stoff: Barbarella zum Beispiel. Und Meg Ryan. Und Christina Aguilera. Und Contergan-Kindern. Und Tschernobyl. Und Bunuel. Und Kubrick. Und Aibo. Merkel und Posh Spice. iPhone und Sokrates. Der Hoden von Sagmeister und Rei Ayanami. Ziemlich chaotisch und ob ich da jemals live einen roten Faden finde, da bin ich selbst gespannt. Es wird also wie eine dieser vierstündigen Harry-Rowohlt-Lesung, nur ohne Alkohol und Bart. Was irgendwie schade ist, denn Alkohol und Bart könnten mich vielleicht noch retten. Vielleicht hätte ich bei der ersten Idee bleiben sollen, einfach einen Kassettenrekorder und einen Papp-HD auf die Bühne zu stellen.

13. November 2007 04:00 Uhr. Kategorie Leben. 17 Antworten.

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