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KONZERTHAUS DORTMUND

Den Wettberb ums Konzerthaus Dortmund haben wir verloren. Was extraschade ist, weil wir nicht nur eine hochpragmatische Sache präsentiert haben, die mit kleinen innovativen Ideen den recht unübersichtlichen Saisonkatalog deutlich attraktiver hätte machen können, sondern vor allem auch, weil wir die einzige kleine Agentur aus der Region waren. Und natürlich, weil ich einfach gern mit Harald Hoffmann diese Photostory gemacht hätte.
Als Bilderflut anbei die Beamer-Präsentation für den Pitch, die an sich recht wenig erklärt, wenn man nicht den Dummy in den Händen hält oder die A1-Prints der Plakate sieht.



Der Ist-Zustand des Hauses


Unsere Ziele für das Konzerthaus Dortmund, vom direkten Umfeld bis zu Europa…


Unsere Schlüssel zum Erfolg.



Das Logo stammt nicht von uns, und gefäält uns rein ästhetisch nicht allzusehr. Da es bleibt, versuchen wir, es für uns mit Energie aufzuladen. Wofür steht es, was kann man herausgewinnen. Eine Menge, wie man sieht. Außerdem ist es bestens in der Stadt etabliert und – im kleinen Maßstab – insofern wie der Nike-Swoosh nutzbar.


Ein weiterer Schlüssel für uns ist die Kooperation mit Harald Hoffmann, der mit seinen Photos von Alltagsmenschen aus Dortmund und Umgebung das Saisonheft prägen sollte.










Photos von Harald, die zeigen, daß er vor großen Tieren keine Angst hat, und einer der wenigen Photographen ist, die den Leuten durch die Kameras ein inneres Licht, eine Würde, einen Stolz verliehen können.


Das Saisonheft. Die Bilder hier sind reine Platzhalter – hauptsächlich von Harald und bei den Location-Sachen meist selbstgeschossen –, die die Idee dokumentieren sollen. Es sind als keineswegs Stars im Saisonheft, sondern Everyday People. Ein Dönerverkäufer, ein Architekt, eine Lehrerin… interessante Menschen rund um Dortmund.


Nicht das Cover, sondern die erste INNENSeite.




Durch eine Perforation sind die Konzerte an den Seitenrändenr abtrennbar. Das Saisonheft wird zum Abreißkalender. Die Leser können sich Ihre Konzerte udn Abos so zusammensuchen und z.B. an den Kühlschrank heften oder – indem Sie alte Konzerte rausreißen – immer auf dem aktuellsten Stand bleiben. Sind alle Konzerte entfernt, bleibt eine Art Bildband über Dortmund. Man kann natürlich auch alles intakt lassen – oder zwei Hefte benutzen ;-). So oder so, hat das Heft so eher einen interaktiven, aktivierenden Touch, eine spielerische Leichtigkeit… und mehr von einem Geschenk an die Besucher als von einem Fahrplanbuch der Deutschen Bundesbahn. Die sintflutartige Unübersichtlichkeit der Masse (im alten Saisonheft sind bis zu 12 Konzerte auf einer Doppelseite) von Konzerten weicht einem klaren transparentem Konzept, das fast daumenkinoartige Einfachheit aufweist.







Die Typographie ist klassisch und schlicht. Die bestehende TheSansMono wird zT übernommen, aber durch die GaramondPremierPro, eine der derzeit bestausgebauten OpenType-Schriften, flankiert. Die Abrißzettel sind übersichtlich und klar strukturiert, bieten ein Photo des Künstlers, einen kurzen informativen Text sowie einen Infoblock mit allen Sachinformationen. Reihen und Abos sind farbcodiert und anhand der Farbe der Überschrift schnell auffindbar.





Neben den Photos von Menschen aus allenm sozialen Klassen aus Dortmund und Umgebung zeigen wir auch Photos der Stadt an sich. Die Idee ist eigentlich, daß die Einwohner selbst – etwas ausgewählte Abonnenten – mit Einwegkameras die Photos produzieren. Aus der Flut authentischer Bilder entsteht ein Patchwork einer lebendigen Stadt. So wie jde Person kurz mit Namen und Beruf vorgestellt wird, so wertden auch die Orte lokalisiert. Dortmund selbst wird zum Star des Saisonheftes, endlich entsprechend der Bedeutung im Namen des Konzerthauses gewürdigt. Dieses Haus IST in und für Dortmund – während Essen sich ja z.B. absurderweise auf Bilder aus New York stützt.





Die einzelnen Reihen werden – wieder farbig codiert – getrennt ausführlich vorgestellt und die Abos ihrer Bedeutung entsprechend gewürdigt. Da die Konzerte auf einzelnen Seiten sind, ist es von hier aus ein leichtes, die entsprechenden Seiten zu finden. Kein langes Suchen mehr im Kalendergewusel.



Das Cover sollte aus farbigem Samt mit Heißfolienprägung Silber sein. Schlicht und reduziert und edel. Schon beim ersten Berühen muß klar sein, daß dies ein NEUES Konzerthaus ist, edler, simpler, schlichter, mutiger, haptischer, erlebnisorientierter. Alternativ zum Stoff wäre auch ein Velprint-Papier denkbar gewesen, daß Offsetbedruckbar ist, sich aber anfühlt wie Stoff.





Die Plakate zum Saisonstart bekommen als grafische Elemente Flächen, die sich aus einem oder mehreren vergrößerten Nashörnern ableiten. Als abstrakte Farbflächen schaffen diese zum einen eine lebendige, weil immer wieder variierbare, optische Klammer, zum anderen bringen sie bei den Konzertplakaten, die aus technischen Gründen meist s/w-Photos haben, etwas Farbe ins Spiel.



Phase Eins mit Imageplakaten. «Jetzt» als wiederkehrendes Element.


Pay-Off-Motiv ist Jetzt Dortmund. Bilder aus dem Saisonheft schaffen die lokale Identifikation. Konzerthaus = Dortmund.


Das ganze wäre auch in der jetzigen Typo des Hauses denkbar, wiewohl uns die Garamond deutlich eleganter erscheint und sich besser vom derzeitigen Look des Theaters abhebt.



So sähe das ganze als Citylight aus.





Großflächen, sofern finanzierbar.






Fast ein Abfallprodukt – Befahnung von Haus, auch als Orientierungssystem nutzbar. Die farbigen Nashörner machen ornamental verwendet einfach Spaß :-D




Anzeigen 1/1 und 1/2 Seitig in 4c und in 2c flankieren den Auftakt.



Abrundend Direkmailings in verschiedenen Ausführungen, um den großen bestehenden Kundenstamm persönlich anzusprechen. Die verschiedenen Motive der Stadt aus dem Saisonheft schließen die Klammer zwischen Heft und Werbung und signalisieren zugleich Individualität.





Auch die normalen alltäglichen Konzertplakate setzen auf das Nashorn als tektonisches Element. Hier wichtiger denn je. Die meisten Künstler liefern s/w-Portraits ab, meist hochunterschiedlicher Qualität. Wir brauchen also ein Tool, um die Plakate visuell zu einer Einheit zu verschmelzen und zugleich Farbe einzubringen. Die Farben sind abstimmbar mit den Reihen und Abos im Saisonheft und dienen zugleich als Orientierungshilfe. Die Plakate an sich setzen auf Prominenz der Stars, die das Haus füllen. Analog dazu sollte es Reihenplakate geben, die auf kleinere, aber ambitioniertere Produkte hinweisen. Wobei ich finde, kleine Reihen bewirbt man besser mit punktuellen Medien :-D…










Auch hier: Alternativ auch in der SansMono denkbar.




Und die Cover der Monatsleporello. Zweimonatlich, mittig gefaltet und perforiert, wobei die jeweilige Rückseite die Informationen zu den Highlights des Monats liefert (derzeit gibt es keinerlei Info auf den Lepos per se). Der Lepo läßt sich so, unabgetrennt, wie ein Plakat hängen, abgetrennt ergeben sich handliche schmale Streifen für die einzelnen Monate. Die Cover selbst sind schlicht, belletristisch, gehalten und setzen auf die bei den Plakaten bereits etablierte klare Orientierung an Stars und auf die Nashorn-Elemente.





Und das wars.

16. Dezember 2005 17:29 Uhr. Kategorie Arbeit. 2 Antworten.

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